Karlsruher SV

Rintheim-Waldstadt e.V.

Ein kurzer Beitrag zum Ende eines Mauls als Reaktion auf Kritik von gestern:

Folgende Situation: Ein Spieler einer Mannschaft (von hier an Gold genannt) trägt den Ball in den Kontakt und wird von der anderen Mannschaft (Grün) gehalten. Wenn es nun Grün gelingt den Spieler zu umfassen  und Gold es nicht schafft zu Boden zu gehen und einen Ruck zu bilden ist ein Maul entstanden.

Nehmen wir nun an, dass der Maul sich nicht bewegt und der Ball nicht heraus kommt: Gedränge für Grün.

Nehmen wir an, dass der Maul vom Schiedsrichter angesagt wurde und der Maul ohne erkennbares Fehlverhalten kollabiert und der Ball nicht mehr spielbar ist: Gedränge für Grün. (#1Aalpha)

Nehmen wir an, dass sich der Maul in Richtung der grünen Mallinie bewegt. Ein Maul darf einmal in seiner Vorwärtsbewegung innehalten, wenn eine erneute Vorwärtsbewegung innerhalb von fünf Sekunden erfolgt. Stoppt der Maul ein zweites mal, wird eine Toleranzzeit gewährt in der der Ball von Gold produziert werden muss. Diese Zeit wird aber nur gewährt, wenn der Schiedsrichter den Ball und eine Bewegung des Balls zum Ende des Rucks sehen kann. Sind diese Kriterien nicht erfüllt: Gedränge für Grün.

Für Gold gibt es nur drei Auswege aus dem sogenannten „chocke tackle“:

1. Schnell zu Boden kommen und einen Ruck formen, bevor der Schiedsrichter Maul ruft.

2. Den Maul Richtung grünem Malfeld bewegen und gleichzeitig den Ball spielbar machen

3. Den Schiedsrichter verwirren, so dass der nicht mehr weiß das Gold den Ball rein getragen hat. In einer unklärbaren Sachlage erhält die Mannschaft den Einwurf ins Gedränge, die zuletzt in der Vorwärtsbewegung war.

Die Farbwahl für unsere Beispielteams hat in keiner Weise etwas mit der Niederlage der Australier am 17.September 2011 gegen die Iren zu tun und deren damit erreichten 1. Platz in der Gruppe C bei der Rugbyweltmeisterschaft.

Zu #1Aalpha: Es ist im Profibereich derzeit absolut üblich einen Spieler zu halten und zu blockieren bis der Maul ausgerufen ist, um diesen dann umgehend zu kollabieren. Der Ball ist nicht spielbar und die Verteidigung hat den Ballbesitz erobert und darf sich auf ein Gedränge freuen.

Im 7er gibt es hier keine Abweichung bei den Regeln, Mauls sind aber sehr selten. Es braucht eine Unmenge an Spielern um einen Maul zu formen und man hat ja nur 7. Prominentes Gegenbeispiel der Südafrikaner 

EDIT: Eine Situation habe ich nicht erläutert: Wenn der Ball nach einem Kick aus dem freien Spiel gefangen wird, sich unmittelbar ein Maul bildet und der Ball nicht spielbar ist, erhält die Mannschaft die den Ball gefangen hat das Gedränge. Dies gilt nicht für einen Ankick oder den 22-Drop-Out. Vielen Dank nach Darmstadt für den Hinweis.

Mit ovalen Grüßen

Tobi

Kategorien: Regelblog, Rugby