Karlsruher SV

Rintheim-Waldstadt e.V.

Kein Sieger im Derby.

Nach dreijähriger Unterbrechung trafen die beiden Nachbarclubs an an der Büchiger Waldstraße wieder einmal zum Kräftemessen aufeinander. Auf schwer bespielbarem Untergrund und unter Anteilnahme weniger Zuschauer boten die Kontrahenten allerdings ein bescheidenes Nivea, weshalb die faire Begegnung auch keinen Gewinner verdient hatte. Gleichwohl bot sich beiden Seiten die Möglichkeit, den Sieg bringenden Treffer zu setzen. So gesehen nahmen die Beteiligten den „leistungs“gerechten Ausgang am Ende relativ emotionslos hin. KSV-Coach Christian Stumpf konnte die Enttäuschung über das Auftreten seiner Truppe, die so gut wie nie ihre Fähigkeiten abrief, freilich nicht verhehlen. Mit dem Remis kann der Aufsteiger aus der Waldstadt wenigstens seine bisherige in allen Bereichen ausgeglichene Bilanz festigen, während die Gastgeber am Tabellenende weiterhin auf der Stelle treten.

Vom Anpfiff weg waren die Hausherren präsenter und schon nach zehn Minuten lenkte KSV-Torsteher Tim Nagel einen Schuss gerade noch an den Querbalken. Kurz darauf verursachte der KSV einen Freistoß. Mit Unterstützung des Gegenwinds und der Gästedeckung, die nur eine teilnahmslose Zuschauerrolle einnahm, nickte Daniel Frick aus kürzester Entfernung die Kugel zur umjubelten1:0-Führung ein (12.). In der Folge hatten die Schützlinge von Jens Pfattheicher mit ihrer Einsatzfreude wenig Mühe mit den über- und durchschaubaren KSV-Bemühungen, zum Ausgleich zu gelangen. Ähnlich trist wie das Wetter waren aber auch die offensiven Aktionen der Gastgeber. Davon gab es bis zur Pause lediglich zwei erfolglose Schussversuche von Büchigs Marcel Hemberle (22.) und KSV-Stürmer Matthias Eckert (33.) zu verzeichnen.

Der Auftakt des zweiten Abschnitts war mit Philipp Werners Schuss, der über den VSV-Kasten flog (46.) und dem Weitschuss von Hemberle, den die KSV-er abblocken konnten (48.), dann schon recht lebhaft. Nun waren die Waldstädter griffiger und erarbeiteten sich auch leichte Feldvorteile. Dennoch war es wieder ein Freistoß, der sie ins Spiel zurück brachte. Timo Gobs Hereingabe vollendete Mauricio Monteiro mit einem Kopfball zum 1:1 (58.). Fünf Minuten später konnte Max Oliveira Flammer bei seinem energischen Dribbling im Büchiger Strafraum nur durch ein Foulspiel gestoppt werden (63.). Den schwach geschossenen Strafstoß von Timo Gob wehrte Goalie Carsten Kitter aber ab und dem anschließenden Nachschusstreffer verweigerte Schiri Christian Scharun die Anerkennung. So blieb die Begegnung weiter offen und ausgeglichen. Die besseren Chancen hatten jedoch die Gastgeber. Luigi Greco ließ man bei einem Freistoß völlig unbehelligt köpfen, doch segelte der Ball Zentimeter über die Latte (70.). Kurz darauf stand Hemberle frei im Fünfer, konnte aber den Ball nicht gut genug unter Kontrolle bringen (72.). Auf der Gegenseite war lediglich ein Schuss von Oliveira Flammer, der knapp am Pfosten vorbei strich, erwähnenswert (82.). Dann musste auf der KSV-Torlinie geklärt (85.) und ein Schuss von Greco wenig später zum Eckball abgeblockt werden (89.). Der Schlusspfiff erlöste daraufhin Spieler und Zuschauer gleichermaßen mit dem Bewusstsein, dass A-Klasse auch besser geht (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Löffler, Kubiak, Kirchner (75. Decker), Werner – Oliveira Frammer, Monteiro, Pohl, Hartung – Gob (69. Haupt), Eckert (58. Hout)

Schiedsrichter: Christian Scharun (Karlsruher SC)

Tore: 1:0Frick (12.), 1:1 Monteiro (58.)

Zuschauer: 35