Monthly Archives: September 2015

Karlsruher SV – FC Fackel Karlsruhe 2:2 (0:1) – 7.Spieltag – 27.9.15

KSV löscht Fackel noch im Endspurt
Trotz einer phasenweise desaströsen Leistung machte der Karlsruher SV im Prestigeduell gegen den FC Fackel in den letzten drei Spielminuten einen Zweitore-Rückstand noch wett. Die Gastgeber hatten zwar etliche Ausfälle zu verzeichnen und benötigten gerade im Abwehrbereich eine gewissen Anlaufzeit, dennoch ist die durchweg fahrige Spielweise der Nordsternler allein dadurch nicht erklärbar. Fackel war die spielbestimmende Mannschaft, muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, mit den zahlreichen und teils hochkarätigen Torchancen zu fahrlässig umgegangen zu sein. Vor allem im zweiten Abschnitt und mit dem 2:0 im Rücken hätte man den Sack vorzeitig zumachen können. Aber auch so rechnete man allenthalben fest mit dem ungefährdeten Dreier. Dass dies dann anders kam, ist vor allem der guten Moral der Truppe von Christian Stumpf zuzurechnen. Freilich stand ihnen auch eine Portion Glück und ein Anflug gegnerischer Naivität zur Seite. So teilte man sich am Ende friedlich die Punkte.
Während der Anfangsminuten war der KSV zunächst aktiver. Jonas Kubiak (3., 5.) und Clemens Panzer (4.) verfehlten mit Fernschüssen jeweils das Ziel. Dann fand auch der FC Fackel allmählich ins Spiel. Bei den Hausherren musste Matthias Eckert mit einer Kopfplatzwunde ausgewechselt werden (21.). Zu diesem Zeitpunkt gestaltete die Hartwich-Truppe die Begegnung schon überlegen, blieb aber noch ohne Torgelegenheit. Ein echter erster Annäherungsversuch war dann ein abgefälschter Schuss von Pascal Gruseck, den Dominik Döring aber noch zu fassen bekam (31.). Dann köpfte Gennadi Chapurin am linken Pfosten vorbei (32.). Wenig später zog wiederum Kapitän Gruseck aus zwanzig Metern ab. Der KSV-Keeper parierte zwar, die Nachschussmöglichkeit nutzte Süleyman Gezgin aber gedankenschnell zum 0:1 (35.). Da von den Gastgebern war offensiv nichts zu sehen war und den Fackelanern ebenfalls kaum Nennenswertes einfiel, blieb dies auch der Pausenstand.
Als nach dem Seitenwechsel Timo Gob nach einem Freistoß über den Kasten köpfte (52.), kam leise Hoffnung auf Besserung im KSV-Spiel auf. Aber weit gefehlt. Die meisten Akteure standen weitgehend neben sich und mussten eine Vielzahl von gegnerischen Chancen bestaunen. Nach einer Gezgin-Flanke setzte Waldemar Wollmann einen Kopfball aus einem Meter Entfernung über das Tordreieck (53.). Dann wehrte Schlussmann Döring einen nicht verhinderte Flanke von Meikel Reif im Fünfmeterraum ab, der mitgelaufene Alexander Kisser konnte aber nicht verhindern, dass der von ihm abprallende Ball zum 0:2 im KSV-Netz einschlug (58.). Kurz darauf stand Gezgin frei vor dem Kasten, knallte aber drüber (62.). Dann traf Kisser aus sechs Metern den Ball nicht richtig (70.). Ein Aussetzer in der KSV-Innenverteidigung brachte dann wieder Gezgin in Position, der aber freistehend am Pfosten vorbei schoss und erneut die Vorentscheidung verpasste (71.). Dies wiederholte er in der 76. Minute, als er viel zu hastig und deshalb unkontrolliert abzog. Auch Chapurin verzog Sekunden später (77.). Über KSV-Angriffe gibt es abgesehen von einem Abschluss von Moritz Hartung bis dahin nichts zu berichten (72.). Als aber Jonas Klodwig in der 80. Minute einen Lattenschuss anbrachte, wachten die Gastgeber doch noch auf. Endlich sah man auch wieder ansehnliche Kombinationen, die dann auch gleich in Torchancen mündeten. Eine solche hatte Gob auf dem Fuß, doch vereitelte Eduard Pepler bei seiner ersten ernsthaften Prüfung den Anschlusstreffer (86.). Dieser fiel Sekunden später. Wiederum nach energischem Spielzug mit Klodwig-Hereingabe parierte Pepler erneut einen gut angesetzten Schuss, war aber bei Clemens Panzers Nachsetzen zum 1:2 machtlos (87.). Plötzlich war wieder Spannung im Match und die bislang so souveränen Fackel-Akteure zeigten zunehmend Unsicherheiten. Es war bezeichnend, dass man den nicht gerade als Kopfballungeheuer bekannte Benjamin Bindereif bei einem Freistoß von Kubiak im Fünfer relativ unbedrängt köpfen ließ. So senkte sich der Ball zum nicht mehr erwarteten und zweifellos glücklichen 2:2-Ausgleich unter die Latte (90.). Für den FCF hätte es aber noch schlimmer kommen können. Pepler warf sich aber in sprichwörtlich letzter Sekunde einem Schuss von Dominique Ollendorff entgegen und verhinderte bravourös die komplette Pleite (90. +1). –H.D.Brumm–

Aufstellung: Döring – Erlewein, Stumpf, Dietrich, Klodwig – Eckert, Kubiak, Panzer, Hartung – Ollendorff, Gob
Wechsel: Bindereif für Eckert (21.), Haupt für Stumpf (62.), Gelke für Erlewein (82.)
SR: Kay Graumann (TSV Spessart)
Zuschauer: 75
Tore: 0:1 Gezgin (35.), 0:2 Kisser (58.), 1:2 Panzer (87.), 2:2 Bindereif (90.)

By | 2015-09-29T18:18:03+00:00 28. September 2015|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

DJK Karlsruhe-Ost – Karlsruher SV 4:3 (3:0) – 6.Spieltag – 20.9.15

Irres Spiel mit unerwartetem Ausgang

Es gibt Fußballspiele, die sind zum Vergessen. Nicht so aber das seit letzter Saison nach langen Jahren wieder aktuelle Hardtwald-Derby zwischen der DJK Ost und dem Karlsruher SV vom vorigen Sonntag. In Erinnerung bleiben wird indessen nicht etwa ein beiderseits hochklassiges fußballerisches Niveau, sondern der dramaturgische Ablauf. Denn nicht nur der souveräne Pfeifenmann Alfons Lutz konnte es sich in der Pause kaum erklären, weshalb die eigentlich klar spielbestimmende Mannschaft schon nach 45 Minuten mit 0:3 so deutlich zurücklag. Ebenso wenig selbstverständlich war aber auch, dass der KSV das Spiel trotz dieses Rückstands noch nicht verloren gab und in der 88. Minute mit einem Kraftakt tatsächlich noch den verdienten 3:3-Ausgleich erzwang. Respekt. Doch innerhalb weniger Sekunden machte sich wieder bittere Enttäuschung breit. Nach dem von niemandem mehr erwarteten 4:3 von Patrick Brehm in der letzten Spielminute war die Gefühlslage auf Seiten der Ostler hingegen umso freudetrunkener. Es gibt Fußballspiele …
Von Beginn an nahm die Truppe von Christian Stumpf das Heft in die Hand und ließ Ball und Gegner laufen. Zumindest bis zum Strafraum, denn das aufmerksame Abwehrverhalten der Gastgeber verhinderte in der ersten halben Stunde erfolgreich jegliche Torchance. Solche hatte trotz der gegnerischen optischen Überlegenheit hingegen die DJK, deren lang gespielte Bälle einige Male für Orientierungsprobleme beim KSV sorgten. So köpfte Julian Sattler schon in der zweiten Minute ans Außennetz. Kurz darauf nahm er das unbeabsichtigte Zuspiel eines KSV-Innenverteidigers dankbar an und sorgte mit einem geschickten Heber aus 18 Metern für die 1:0-Führung (7.). Auch das zweite Tor fädelte der KSV durch unnötigen Ballverlust im Mittelfeld selbst ein. Cosme Grijelmo Olabarria tankte sich dann durch den Strafraum und versenkte die Kugel aus 14 Metern neben dem Pfosten zum 2:0 (14.). Dann prüften Ameed Mousa und Samory Gassama erfolglos KSV-Keeper Kevin Schuster, der glänzend reagierte (28.). Sekunden später lag endlich der Anschlusstreffer in der Luft. Aber auch DJK-Goalie Johannes Pauen zeigte tolle Reflexe, als er den Versuch von Moritz Hartung und den Nachschuss von Christopher Haupt entschärfte (29.). Wenig später verursachten die Gäste einen Freistoß im Mittelfeld – und ließen sich mit einem Bauerntrick übertölpeln. Aus spitzem Winkel traf der spielfreudige Kapitän Sattler neben dem zweiten Pfosten zum viel umjubelten 3:0 (36.). Die KSV-Truppe versuchte es trotz dieses unbegreiflichen Rückstands weiter mit spielerischen Mitteln, bis zur nächsten echten Torchance dauerte es aber trotz anhaltend hoher Ballbesitzquote bis kurz vor dem Pausenpfiff. Nach schönem Spielzug zielte Clemens Panzer knapp aus 16 Metern am Pfosten vorbei (45.).
Nach Wiederbeginn war der KSV sogleich um den Anschluss bemüht. Bei einem Eckball von Timo Gob war dann auch der junge Haupt zur Stelle und drückte aus vier Metern zum 3:1 ein (48.). Man witterte nun Morgenluft und verstärkte die offensive Ausrichtung. Zu viele unnötige Ballverluste brachten trotz guter Ansätze jedoch immer wieder Sand ins Getriebe und Kontergelegenheiten für die Mannen von der Friedrichstaler Allee. Nils Hillebrandts Abschlüsse (53., 56.) waren indessen ebenso wenig bedrohlich wie die Schussversuche von David Glinka (67.) und Marc Eisele (68.). Da es die Gäste ihrerseits so gut wie nicht in den DJK-Strafraum schafften, war mit zunehmender Spieldauer mit einer Resultatsveränderung nicht zu rechnen. Als sich aber ein von der linken Seite getretener Freistoß von Dominique Ollendorff in der 86. Minute zur Überraschung aller aus 30 Metern zum 3:2 in den Torwinkel senkte, kam wieder Spannung auf. Und nur drei Minuten später glückte Christopher Haupt das gleiche Kunststück von der anderen Seite, als dessen Freistoßball zum 3:3-Ausgleich erneut im Tordreieck einschlug (88.). Der verdiente Jubel währte aber nicht lange, denn Sekunden vor Lutzens finalem Pfiff wurden die tapferen, aber in dieser Aktion auch mit einem Hauch von Naivität behafteten KSV-Jungs auf den grausigen Boden der Realität zurück geholt. Wieder einmal konnte der spielstarke Sattler nicht gestellt und dessen Querpass an die Mitte verhindert werden. Aus fast 25 Metern hämmerte der bis dahin nur mit Deckungsaufgaben betraute Brehm relativ unbedrängt den Ball an Freund und Feind vorbei zum 4:3-Siegtreffer ins Netz (90.). Der Jubel bei den Mannen von Willy Hatz war verständlich, aber von KSV-Seite durchaus zu verhindern gewesen.  —H.D.Brumm—

Aufstellung: Schuster – Klodwig, Zürn, Dietrich, Bindereif – Haupt, Khlili Soltani, Kubiak, Hartung – Panzer – Ollendorff
Wechsel: Gob für Kubiak (46.), Wischnewski für Hartung (60.), Gelke für Haupt (60.), Haupt für Khlili Soltani (83.), Kubiak für Klodwig (83.)
SR: Alfons Lutz (SG Stupferich)
Zuschauer: 40
Tore: 1:0 Sattler (7.), 2:0 Grijelma Olabarria (14.), 3:0 Sattler (36.), 3:1 Haupt (48.), 3:2 Ollendorff (86.), 3:3 Haupt (88.), 4:3 Brehm (90.)

By | 2015-09-24T06:39:28+00:00 21. September 2015|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – ATSV Kleinsteinbach 3:0 (1:0) – 5.Spieltag – 13.9.15

KSV-Team mit verdientem Heimsieg
Vor allem während der ersten 45 Minuten zeigten die Schützlinge von Trainer Christian Stumpf eine spielerisch wie taktisch eindrucksvolle Leistung, die sie sich aber lediglich mit einem Tor belohnten. So waren im zweiten Abschnitt bis zum zweiten Treffer dann einige kritische Phasen zu überstehen, in denen die Kleinsteinbacher durchaus zum Ausgleich hätten kommen können. Am Ende hatte sich der KSV den klaren Erfolg aber zweifellos verdient, verzeichneten die Hausherren doch eine klare Feldüberlegenheit und ein deutliches Plus an Torgelegenheiten.
So herrschte schon in der dritten Minute Toralarm im ATSV-Strafraum, als Schüsse von Clemens Panzer (17.) und Mohamed Khlili-Soltani (18.) jeweils abgeblockt wurden. Auf der anderen Seite hätte der aussichtsreich zum Abschluss gekommene Sven Ratz das KSV-Tor nicht unbedingt verfehlen müssen (23.). Dann schloss Christopher Haupt einen schönen Spielzug ab, stellte Gästekeeper Kevin Graf aber noch nicht vor Probleme (30.). Bei der nächsten Angriffsaktion war er dafür erfolgreicher. Von Khlili-Soltani mit einem Zuckerpass in Position gebracht, versenkte er den Ball mit einem diagonal angesetzten, strammen Schuss in den Torwinkel zum 1:0 (34.). Bis zur Pause waren dann auf beiden Seiten keine nennenswerten Aktionen mehr zu vermelden. Während es dem KSV an der Genauigkeit im gegnerischen Strafraum fehlte, kamen die Gäste dort schon gar nicht erst an.
Offenbar wachgerüttelt von Coach Timo Augenstein machten die Pfinztäler nach Wiederbeginn sogleich mächtig Druck und der spielstarke Marco Santoro nutzte einen unnötigen Ballverlust in der KSV-Defensive fast zum Ausgleichstreffer. Aus zehn Metern zielte er aber Zentimeter am linken Pfosten vorbei (46.). Die Nordsternler waren in der Folge etwas von der Rolle und mussten den nun engagierter zu Werke gehenden Gästen die Initiative überlassen. Im Abwehrbereich ließ man indessen nichts zu und lediglich Lukas Elsässer sorgte mit einem zu ungenauen Schussversuch für eine Annäherung (59.). Stattdessen verhinderte ATSV-Schlussmann Graf bei einem Freistoß von Khlili-Soltani den zweiten Treffer, wäre aber gegen den von Dominique Ollendorff anschließend neben den Kasten gesetzten Kopfball machtlos gewesen (60.). Nach recht zerfahrenen Aktionen sorgte Clemens Panzer dann für die Vorentscheidung. Nach einer sehenswerten Ballstafette über Moritz Hartung und Timo Gob brachte er den zugespielten Ball mit einem trockenen Schuss neben dem Pfosten zum 2:0 unter (73.). Der KSV war nunmehr wieder das spielbestimmende Team und mit besserer Konzentration im vorderen Bereich wäre das Spiel schon früher endgültig zu entscheiden gewesen. Benjamin Bindereif hatte in der 80. Minute dafür Gelegenheit, brachte aber freistehend einen Kopfball zu überhastet nicht an Graf vorbei. Wenig später konnte der ATSV-Hüter einen Schuss von Panzer erneut noch abwehren, den abprallenden Ball staubte Hartung aber aus fünf Metern zum 3:0 ab (86.). Die Angelegenheit war damit abgehakt. Dass der insgesamt gut leitende Nils Barlsen (PSK) in der Schlussminute ein Foulspiel an Bindereif nicht als strafstoßwürdig einstufte, war deshalb leicht verschmerzbar. —H.D.Brumm—

Aufstellung: Schuster – Böttner, Zürn, Dietrich, Klodwig – Haupt, Khlili Soltani, Kubiak, Bindereif – Ollendorff, Panzer
Wechsel: Hartung für Ollendorff (63.), Gob für Bindereif (63.), Gelke für Khlili-Soltani (75.), Bindereif für Kubiak (79.)
SR: Nils Barlsen (Post Südstadt Karlsruhe)
Zuschauer: 37
Tore: 1:0 Haupt (34.), 2:0 Panzer (73.), 3:0 Hartung (86.)

By | 2015-09-16T06:53:41+00:00 14. September 2015|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|