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Karlsruher SV – FSSV Karlsruhe 3:1 (0:1) 15.Spieltag – 18.11.18

Aufwärtstrend hält an.

Dank einer eindrucksvollen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte drehten die Rintheim-Waldstädter den Pausenrückstand und kamen in dem wohltuend fairen Nachbarschaftsvergleich noch zu einem verdienten Sieg.

Während der ersten halben Stunde hatten die Gäste vom Adenauerring leichte Vorteile und spielten einen gefälligen Kombinationsfußball. Schon in der fünften Minute stand Oliver Richter im Strafraum frei, platzierte den Schuss aber zentral auf den KSV-Goalie, der reaktionsschnell den Rückstand verhinderte. Auf der Gegenseite zog Hassan Hout aus spitzem Winkel ab, ein FSSV-Akteur klärte aber noch vor der Linie (12.) und beim Distanzversuch von Daniel Walz war Keeper Daniel Kristeller auf dem Posten (18.). Im Gegenzug wehrte KSV-Keeper Tim Nagel am kurzen Eck einen Schuss von Andreas Leitenberger um den Pfosten und beim nachfolgenden Eckball landete dessen zweiter Versuch schließlich wieder in den Armen des KSV-Torstehers. Dann zelebrierten die Freien Turner einen feinen Angriff und hebelten mit schnellem Direktspiel die Heimabwehr aus. Am Ende stand Petar Cicak frei vor Nagel und tütete souverän aus acht Metern zum etwas überraschenden 0:1 ein (30.). Nach dem Rückstand arbeiteten sich die zuvor etwas lethargischen Stumpf-Schützlinge besser in die Partie. Bei zwei Freistößen in der 32. und 44. Minute verdienten sich sowohl Daniel Walz als Ausführender als auch Keeper Kristeller, der jeweils in die bedrohte Ecke abtauchte, beiderseitigen Applaus. Der umtriebige Walz blieb auch bei einem Zuspiel von Benjamin Bindereif erfolglos, als er mit einem Distanzschuss den Kasten verfehlte (40.).

Nach dem Pausenpfiff des souveränen Maximilian Sitter (Wörth) hatte wieder die Truppe von Stephan Richter die erste Torgelegenheit. Christian Druffel konnte die ihm gebotene Chance mit einem ungewohnt schwachen Abschluss aber nicht nutzen (49.). Die Hausherren verstärkten nun den Druck und erarbeiteten sich in allen Bereichen zunehmend Vorteile. Der knapp am Tor vorbei fliegende Kopfball von Willi Oliveira Schroer hätte schon Zählbares verdient gehabt (58.). Zum Ausgleich bedurfte es dann aber der Gäste-Unterstützung. Bei einem Eckball von Moritz Hartung überlistete ein Platzfehler den jungen Elias Moll beim Klärungsversuch, weshalb die Kugel unhaltbar für Kristeller zum allerdings verdienten 1:1-Ausgleich im Netz landete (63.). Nur vier Minuten später kam es noch schlimmer. Bei einem energischen Spielzug nahm Bindereif einen Zuckerpass von Mathias Eckert an der Strafraumgrenze auf und brachte mit einem satten Linksschuss sein Team mit 2:1 in Führung (67.). Die KSV-Jungs dominierten fortan zwar das Geschehen, mussten aber bei Gegenstößen des Aufsteigers stets auf der Hut sein. So musste Nagel wagemutig eingreifen, um nach einem Freistoß von Kapitän Oliver Richter sich in letzter Sekunde vor zum Einschuss bereiten FSSV-Angreifern den Ball zu greifen (73.). Und kurz darauf köpfte Mathis Huismans am Pfosten vorbei (77.). Fünf Minuten später fiel dann allerdings die Vorentscheidung zu Ungunsten der Gäste. Eine Hereingabe von Eckert landete wieder beim emsigen Bindereif, der aus zehn Metern dem FSSV-Keeper keine Chance ließ und zum 3:1 vollendete (82.). Als der gerade ins Spiel gekommenen Frankie Frankenhauser einen Kopfball an die Latte setzte (87.), war das Derby bereits gelaufen. Den Schlusspunkt setzte dann FSSV-Angreifer Druffel, der einen abgewehrten Ball jedoch weit über den Kasten donnerte (88.).

Im vorerst letzten Heimspiel bis zum 24.03.2019 blieb der KSV damit auch im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen. In den bis zur Winterpause noch anstehenden zwei Auswärtsbegegnungen ist den Nordsternlern zuzutrauen, die Serie nicht abreißen zu lassen. Eine Selbstverständlichkeit ist das aber nicht, haben die derzeit in der Abstiegszone kämpfenden Teams aus Knielingen und Kirchfeld doch in den vergangenen Partien ebenfalls Stabilität bewiesen und ihr Punktekonto teilweise ansehnlich aufgebessert (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Härter, Kubiak, Kirchner, Hartung – Hout (87. Frankenhauser), Oliveira Schroer, Oldemeier, Bindereif (86. Werner) – Eckert, Walz

Schiedsrichter: Maximilian Sitter (Wörth)

Tore: 0:1 Cicak (30.), 1:1 Moll (63., ET), 2:1 Bindereif (67.), 3:1 Bindereif (82.)

Zuschauer: 65

By |2018-11-20T17:26:59+00:0019. November 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FV Liedolsheim – Karlsruher SV 1:3 (0:1) 14.Spieltag – 11.11.18

KSV weiter im Aufwind.

Die Rintheim-Waldstädter waren auch im dritten Kräftemessen hintereinander gegen besser platzierte Teams aus der Hardt nicht zu bezwingen. Dem überraschenden Punktgewinn beim FV Leopoldshafen und dem Heimsieg gegen den FC Spöck waren sie nun auch beim FV Liedolsheim erfolgreich. Wieder überzeugten die Mannen von Christian Stumpf mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung. Auf der Basis stabilen Abwehrverhaltens brachten die drei Tore von Mathias Eckert dann auch den verdienten zählbaren Ertrag.

Zunächst präsentierten sich die Hausherren recht überlegen und bedrängten angriffslustig das KSV-Tor. Ein Schuss aus sieben Metern von Teodor-Mihail Hundorfean war aber zu harmlos für den KSV-Keeper (3.). Weitere Einschussgelegenheiten gestatteten die Karlsruher dank konzentrierter Defensivarbeit aber nicht. Vielmehr gestalteten sie das Geschehen, das sich ohne Torszenen hauptsächlich im Mittelfeld abspielte, zunehmend ausgeglichen. Einzig erwähnenswert war ein 20-Meter-Schusss von Moritz Hartung, dem ein Liedolsheimer den Weg ins Tor verwehrte (20.). Erst eine unglückliche Aktion in der Abwehrreihe der „Lillser“ war dann Ausgangspunkt für den ersten Treffer der Partie, als kurz hinter der Mittellinie Matthias Eckert aufmerksam einen Passversuch abblockte und in Ballbesitz kam. Nach langem Spurt umkurvte er Goalie Jannik Seith und brachte die Kugel aus spitzem Winkel zum 0:1 unter (23.). Eine Viertelstunde später rettete Seith sein Team dann vor einem höheren Rückstand. Den Schuss von Hassan Hout parierte er ebenso stark wie den Nachschuss von Eckert (38.). Von den Schwarz-Weißen war erst gegen Ende des ersten Abschnitts wieder Zwingendes zu sehen. Bei einer schönen Rechtsflanke von Marius Geiß war KSV-Hüter Tim Nagel gerade noch rechtzeitig vor Adama Jammeh zur Stelle (42.). Sekunden später marschierte der wendige Angreifer trickreich durch die Gästeabwehr, welche aber die entscheidende Hereingabe auf Kosten eines Eckballs gerade noch verhindern konnte (43.). Der brachte jedoch nichts ein.

Kurz nach dem Wiederanpfiff von Rauschebart Herbert Heiler hatten die Nordsternler den zweiten Treffer auf dem Fuß. Von Hout bedient kam Eckert leicht abgedrängt zum Schuss, doch Seith vermasselte mit der Fußspitze den Gästejubel und hatte beim Nachschussversuch von Willi Oliveira-Schroer Glück, weil dieser zu überrascht war für eine bessere Beinsortierung (48.). Die Truppe von Coach Stefan Ronecker übernahm dann jedoch das Kommando und baute mächtigen Angriffsdruck auf. Klare Torchancen gestatteten die aufmerksamen und zweikampfstarken Karlsruher indes nicht. Ein Freistoß von Timo Seith blieb in der KSV-Abwehr hängen (51.) und Hundorfean beförderte den Ball nur auf den Trainingsplatz (53. und 60.). Den Freistoß aus 25 Metern von Geiß musste man dann ebenfalls als verunglückt bezeichnen (62.). Danach machten auch die Nordsternler mal wieder offensiv auf sich aufmerksam. Den Schuss von Malte Oldemeier im Anschluss an einen Freistoß konnte die Liedolsheimer Deckung noch abwehren (64.), ließ sich wenig später jedoch etwas überrumpeln. Eckert wurde von Dominik Pohl im zweiten Versuch zwar fein bedient, verlor dann aber seine gute Schussposition. Die Heimabwehr konnte die Aktion dennoch nicht final klären und der sich durchwurstelnde Angreifer bugsierte das Gerät überraschend zum 0:2 über die Linie (67.). Mit zunehmender Spielzeit schwand beim etwas konsternierten Tabellenvierten merklich die Hoffnung wenigstens auf ein Remis. Völlig dahin war diese, als den Gästen gar das 0:3 gelang. Wieder war es Eckert, der sehenswert mit einem beherzten Schuss unter die Latte dem FVL-Schlussmann aus 20 Metern keine Abwehrchance ließ (73.). Abgesehen von einer Mini-Gelegenheit des eingewechselten Martin Piechatzek, der den Ball am Pfosten des KSV-Tores vorbei zirkelte (76.), ließ der KSV gegen den zunehmend ideenloser agierenden FVL keine weiteren Möglichkeiten mehr zu. Zumindest bis zur Nachspielzeit. Der Unparteiische sprach den Gastgebern noch einen Elfmeter zu, den Vinko Pear mit sattem Schuss zum 1:3-Endstand verwandelte (90. +1). Mit dieser Ergebniskosmetik können die Waldstädter freilich gut leben. Wenngleich ihnen der erste Zu-Null-Sieg dieser Saison erneut durch die Lappen ging. Dies wird sicher auch Dominik Pohl so sehen, wenn er die Folgen der erlittenen Gehirnerschütterung überwunden haben wird. Die KSV-Familie wünscht jedenfalls gut Besserung (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich (77. Gelke), Kubiak, Kirchner, Hartung – Hout (88. Klodwig), Pohl (79. Frankenhauser), Oliveira Schroer, Oldemeier, Bindereif – Eckert (87. Oliveira Flammer)

Schiedsrichter: Herbert Heiler (Kirrlach)

Tore: 0:1 Eckert (23.), 0:2 Eckert (67.), 0:3 Eckert (73.), 1:3 Pear (90.+1, FE)

Zuschauer: 100

By |2018-11-13T06:44:17+00:0012. November 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – FC Spöck 2:1 (1:0) 13.Spieltag – 4.11.18

Die Einstellung macht´s: FC Spöck knapp besiegt.

Mit einer erneut prima Mannschaftsleistung schickte die KSV-Elf den letztjährigen Kreisligaabsteiger geschlagen nach Hause und blieb auch im vierten Spiel in Folge ohne Niederlage. Der FC Spöck erwies sich allerdings als der erwartet unangenehme Gegner, wobei die Hausherren bei dieser Prophezeiung aber nur das Sportliche im Blick hatten. Auf jenem Gebiet beeindruckte die Vallarelli-Gilde allerdings nur selten. Freilich hatten sie es mit einem Gegner zu tun, der mit konsequentem Defensivverhalten wenig hochkarätige Torchancen zuließ. Andererseits erforderten dessen Angriffsaktionen zudem die ständige Aufmerksamkeit der FC-Abwehr.

Schon früh lag der ehemalige Verbandsligist toremäßig im Hintertreffen. Daniel Walz zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern diagonal und unhaltbar zum 1:0 in den Torwinkel (5.). Schöner geht´s nicht. Weitere Höhepunkte blieben in der folgenden ausgeglichenen Phase aus und es gab auf beiden Seiten nur wenige und eher harmlose Torannäherungen. Moritz Hartung drosch einen abgewehrten Ball über den FC-Kasten (9.) und Mattias Eckerts Versuch hielt Timo Schlimm problemlos fest (22.). Auf der Gegenseite hatte Christoph Stober am KSV-Gestänge vorbei geköpft (14.) und Moritz Klein ohne Torgefahr abgezogen (20.). Als FC-Routinier Alexander Mohr einen Freistoß aus 18 Metern knapp über die Querlatte zirkelte (36.), hatten sich die Gäste mittlerweile häufiger in der KSV-Hälfte festgesetzt. Und als Dennis Koch an der Strafraumgrenze zu Boden ging, wäre ein Elfmeterpfiff keine Überraschung gewesen (38.). Der nah am Geschehen postierte Unparteiische stufte die Aktion aber nicht als regelwidrig ein, was allerdings heftigste Proteststürme auslöste, die von einigen Protagonisten der Hardtler auch nach Spielschluss noch ausgelebt wurden. Auf KSV-Seite konnte man auf ausgleichende Gerechtigkeit für eine vorhergegangene vergleichbare Situation im Spöcker Strafraum verweisen.

Auch im zweiten Abschnitt waren die Stumpf-Jungs präsenter und erspielten sich Torgelegenheit. Eckert`s Rechtsflanke in den Fünfmeterraum köpfte Hassan Hout aber völlig freistehend am Spöcker Heiligtum vorbei (46.) und kurz darauf verpasste Benjamin Bindereif eine Kopfballmöglichkeit (47.). Dann folgte ein weiterer schön vorgetragener Angriff auf der linken Seite, den Bindereif mit einer Flanke abschloss. Diesmal guckte sich Hout den FC-Keeper besser aus und traf mit gezieltem Kopfball zum 2:0 (49.). Entschieden war damit aber noch lange nichts. Nach einem Eckball schien auch der Anschlusstreffer fällig, Kapitän Dominik Kirchner stand auf der Torlinie aber goldrichtig und konnte klären (58.). In der weiterhin kampfbetonten Partie waren die Gäste zwar tonangebend im Mittelfeld, fanden aber häufig nicht den Weg in die Gefahrenzone. Vielmehr hatte auf der anderen Seite zunächst Jonas Klodwig mit einem abgeblockten Schuss Pech (63.) und dann konnte Hout das Zuspiel von Malte Oldemeier bei einem Konter nicht vorentscheidend veredeln (67.). Als Klein knapp am KSV-Tor vorbei zielte (69.), ließen die Waldstädter in der Konzentration etwas nach, was auch nicht ohne Folgen bleiben sollte. Dennis Koch setzte sich relativ spielend auf der linken Seite durch und bediente klug den mitgelaufenen Nico Knappe, der keine Mühe hatte, zum 2:1 zu verkürzen (77.). Hout hätte eine Minute später schon den alten Abstand wieder herstellen können, traf aus zehn Metern aber nicht das Tor (78.) und auch ein weiterer erfolgversprechender Gegenangriff wurde nicht genutzt (80.). So war für den KSV noch eine hektische Schlussphase zu überstehen. Auch der Platzverweis für den Spöcker Sebastian Wimmer (87.) minimierte die Anspannung nicht. Am Ende war der Erfolg gegen den bisherigen Tabellendritten aber verdient eingefahren. Gegenteilige Meinungen direkt Betroffener stören den Zufriedenheitsgrad nicht (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Kubiak, Kirchner, Hartung – Hout (81. Oliveira Schroer), Pohl, Oldemeier, Bindereif – Eckert (59. Klodwig), Walz (89. Gelke)

Schiedsrichter: Ralf Hitscherich (Malsch)

Tore: 1:0 Walz (5.), 2:0 Hout (49.), 2:1 Knappe (77.)

Rote Karte: Wimmer (FC Spöck, 87.)

Zuschauer: 50

By |2018-11-15T14:05:51+00:005. November 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FV Leopoldshafen – Karlsruher SV 1:1 (1:1) 12.Spieltag – 28.10.18

Überraschender Punktgewinn beim Favoriten.

Der Karlsruher SV konnte im Leopoldshafener Gelände mit einer überzeugenden Leistung aufwarten und dem Aufstiegsaspiranten nicht unverdient einen Zähler abknöpfen. Die Stumpf-Truppe trat selbstbewusst auf und agierte über weite Strecken auf Augenhöhe mit den klar favorisierten Gastgebern. Gestützt auf eine stabile Abwehrarbeit und mit einem gut aufgelegten Schlussmann brachte man hin und wieder dann auch die zweitbeste Defensive der Staffel mit diversen Vorstößen in Verlegenheit. Lediglich in den jeweiligen Schlussviertelstunden sah man sich, allerdings heftigem Angriffsdruck ausgesetzt. Die sonst so treffsichere Schröcker Torfabrik scheiterte aber entweder am Aluminium oder am gegnerischen Keeper. So gesehen hatten die Karlsruher Glück, nicht doch noch den entscheidenden Treffer kassieren zu müssen. Das hatten sie allerdings mit einer engagierten Mannschaftsleistung erzwungen und begaben so mit dem deshalb nicht unverdienten Teilerfolg auf die Heimreise.

Die erste Angriffsaktion des Spiels hatten die Gäste, Daniel Walz verwertete das Zuspiel von Hassan Hout aber nur unzureichend (2.). Auf der anderen Seite verfehlte Sascha Krebs eine Hereingabe nur um Zentimeter (5.) und kurz darauf scheiterte Mario Mayer mit einem Versuch aus 14 Metern erstmals an Tim Nagel im KSV-Kasten (7.). Dann inszenierten die Karlsruher einen schönen Angriff über mehrere Stationen. Am Ende warf sich Mathias Eckert in das Zuspiel von Walz und drückte die Kugel fast artistisch aus 10 Metern zum überraschenden 0:1 ein (11.). Kurz darauf holte FVL- Keeper David Wagenführer den Ball im letzten Moment noch dem tief angespielten Walz noch vom Fuß (13.). Im bis dahin ausgeglichenen Spiel setzte dann Hout einen sehenswerten Freistoß am FVL-Tordreieck vorbei (26.). Danach wurde die geduldig agierende Truppe von Daniel Nischke allmählich ihrer Favoritenrolle gerecht und deutete ihre Torgefährlichkeit nun häufiger an. Kevin Leger versuchte es mit der Hacke (28.) und Tim Eisen verzog knapp (35.). Mayer machte es etwas besser, traf aber nur den Außenpfosten (36.). Aus einem KSV-Einwurf entwickelte sich dann ein Gegenangriff mit Folgen. Die Gastgeber überspielten mit schnellem Direktspiel das Mittelfeld und die aufgerückte KSV-Abwehr. Der eingerückte Paluschka konnte so im Strafraum Maß nehmen und mit einem Flachschuss den 1:1-Ausgleich erzielen (37.). Die finale Schlussphase der ersten Hälfte stand dann ganz im Zeichen des mit 16 Saisontreffern führenden Torjägers Mario Mayer. Zunächst blieb er im Duell mit dem KSV-Keeper, der zwei Mal überragend reagierte, zweiter Sieger (45.), während er nach einer Ecke mit seinem am rechten Pfosten landenden Kopfball reichlich Pech hatte (45. +2).

Überraschend fand der Tabellenzweite auch nach Wiederbeginn zunächst nicht den Schlüssel, die Gästeabwehr zu knacken. Im Gegenteil wurde die Partie eher von den Waldstädtern bestimmt, die auch einige Szenen vor dem gegnerischen Tor zu verzeichnen hatten, während beim Aufstiegsanwärter erst in der 70. Minute wieder der Ansatz auf Zählbares erkennbar war. Dieser erwies sich aber auch als hochkarätig, doch klärte Nagel per Fußabwehr den guten Schuss von Paluschka. Die Hausherren operierten nun mit verstärktem Angriffsdruck und erlaubten der Truppe von Christian Stumpf nur noch vereinzelte Entlastungsaktionen. Die sich bietenden Gelegenheiten blieben aber bis in die Nachspielzeit hinein ohne Erfolg. Das KSV-Tor war im wahrsten Sinne des Wortes „vernagelt“: der KSV-Schlussmann bewahrte sein Team mehrfach vor einem Rückstand. In der 80. Minute reagierte er bei einem Schuss aus acht Metern bravourös und auch einen Drehschuss von Tom Spachholz entschärfte er reflexartig (86.). In der vierten Nachspielzeitminute verhinderte er ebenfalls den Einschlag und als der folgende Eckball neben dem Pfosten im Aus landete, war zumindest auf KSV-Seite eine schwierige Mission erfolgreich zu Ende gebracht. Die Hausherren dürfte der kleine Rückschlag im Titelrennen wohl nicht aus der Bahn werfen. Auch ein Dreier wäre sicher nicht unverdient gewesen. Die Nordsternler erwiesen sich aber als unangenehmer Gegner, der an diesem Tag auch eine Tormaschine mal zum Stottern bringen konnte (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Kubiak, Kirchner, Hartung – Hout, Pohl (75. Oliveira Schroer), Oldemeier, Bindereif – Eckert (84. Gelke), Walz

Schiedsrichter: Rolf Göpferich (Bretten)

Tore: 0:1 Eckert (11.), 1:1 Paluschka (37.)

Zuschauer: 60

By |2018-10-30T18:19:07+00:0028. Oktober 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Vereinsdialog „auf Augenhöhe“ beim Karlsruher SV

Karlsruhe. Der letzte Vereinsdialog des Jahres führte bfv-Präsident Ronny Zimmermann und den Fußballkreisvorsitzenden Thomas Rößler zum Karlsruher SV. Die Vereinsvertreter um Vorstand Robert Speckert freuten sich über die Gelegenheit eines offenen Gesprächs mit den Verbandsverantwortlichen.

„Wir konnten unseren Verein präsentieren, erhielten Anregungen, erlangten Klarheit über einige Themen und unsere eigenen Anregungen wurden aufgenommen“, fasste Speckert kurz und knapp zusammen und beschrieb damit den Sinn und Zweck der Vereinsdialoge. 12 Mal im Jahr besuchen Zimmermann und Verantwortliche des jeweiligen Fußballkreises Amateurvereine für einen offenen Austausch. Das Gespräch beim Karlsruher SV verlief „sehr angenehm und auf Augenhöhe“, betonte der Vereinsvorstand. Loswerden wollte der Kreisklasse-A-Club beispielsweise die Überfüllung des E-Postfachs, das eigentlich zur offiziellen Kommunikation zwischen Verband und Vereinen dient, und Fragen zu Spielverlegungen. Mitgenommen hingegen habe der Verein Anregungen zum Freiwilligendienst im Fußballverein als Instrument der Mitarbeiter-Gewinnung und die Möglichkeit, eine kostenlose Schulung „Lebensretter sein! Fußballer lernen Widerbelebung“ mit der deutschen Herzstiftung im Verein zu veranstalten, erzählte Speckert.

Auch der bfv gewann einen positiven Eindruck des Karlsruher SV. Geschäftsführer Uwe Ziegenhagen: „Der Verein scheint zu laufen. Die Jugendmannschaften sind alle besetzt, es sind genügend Trainer vorhanden, der Zulauf an Kindern und insbesondere Studenten ist hoch.“ Die Herausforderungen vieler anderer Vereine, vor allem in ländlicheren Gegenden, seien beim KSV aktuell nicht so groß.

Der Vereinsdialog ist eine Maßnahme der Zukunftsstrategie Amateurfußball, die bundesweit in jedem Landesverband umgesetzt wird mit dem Ziel, Vereine an der Basis zu unterstützen. „Neben der Wertschätzung, die wir den Vereinen und vor allem den Menschen, die sich engagieren durch ein persönliches Treffen vermitteln, haben schon in vielen Vereinen nachhaltige Effekte erzielt, zum Beispiel durch die Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen und Wettbewerben wie den Ehrenamtspreisen oder die Beantragung von Fördermitteln. Auch im nächsten Jahr besuchen Zimmermann und Co. wieder Amateurclubs für 12 weitere Vereinsdialoge.

 

 

 

 

By |2018-10-25T17:10:34+00:0025. Oktober 2018|Allgemein, Keine, Verein|

Karlsruher SV – SpVgg Olympia Hertha 2:1 (0:1) 11.Spieltag – 21.10.18

Per Elfmeter zum Last-Minute-Sieg.

Ronny Zimmermann, Präsident des Badischen Fußballverbandes und Vizepräsident des DFB, machte im Rahmen seiner Amateurtour am vergangenen Sonntag Station beim Karlsruher SV. Zum Abschluss begab sich die Delegation dann beim Spiel der ersten Mannschaften in die Stehplatzränge und verfolgte ein nicht unbedingt nieveauvolles, aber dennoch spannendes und intensives Derby aus den Niederungen des Amateurfußballs. Auch die nach dem Schlusspfiff von wenigen Protagonisten gesteigert ausgelebten Emotionen täuschen nicht darüber hinweg, dass sich die Gastgeber den Sieg zwar schwer erkämpft, am Ende aber zweifellos verdient hatten.

Die Truppe von Christian Stumpf kam nur schwer in die Gänge und da auch die Herthaner außer Abwehrarbeit nichts vorzuweisen hatten, war die erste halbe Stunde von anhaltender Langeweile geprägt. Gästekeeper Kai Diaz musste erstmals in der 32. Minute bei einem Schuss von Hassan Hout klärend eingreifen. Die Hausherren blieben weiter tonangebend, im letzten Drittel aber zu harmlos. So versuchte es Malte Oldemeier mit einem Schuss aus 25 Metern, der jedoch mit vereinten Kräften abgeblockt wurde und sich zum Gegenangriff entwickelte. Im Überzahlspiel strebte Fabian Unser in die gegnerische Hälfte, legte quer auf Ibrahim Arslan, der von links mit einem Flachschuss zum höchst überraschenden 0:1 einschoss (38.). Mit dieser hundertprozentigen Abschlussquote ging es dann auch in die Pause.

Im zweiten Abschnitt verstärkten die Waldstädter ihre Offensivbemühungen und bald ergab sich für Hout die Chance zum Ausgleich. Seinen Schuss aus acht Metern nach feinem Zuspiel von Christopher Haupt parierte Diaz indessen mit einem tollen Reflex (52.). Kurz darauf war es bei einem Eckstoß dann soweit. Moritz Hartung brachte die Kugel per Kopf wieder zurück in die Gefahrenzone, wo Oldemeier mit einer strammen Direktabnahme zum 1:1 vollendete (54.). Danach erarbeiteten sich die klar spielbestimmenden KSV-er eine Fülle von Torgelegenheiten. So scheiterte Benjamin Bindereif zuerst an gegnerischen Abwehrbeinen (58.) und nach der anschließenden Ecke am Torgebälk (59.). Dann köpfte Willi Oliveira Schroer zwei Mal nur knapp am Kasten vorbei (60., 72.). In der Schlussviertelstunde boten sich den Nordsternlern noch eine Menge an Einschussgelegenheiten, scheiterten aber jeweils am überragend haltenden Hertha-Keeper. So war Diaz bei einem Freistoß von Hout rechtzeitig unten (75.), zeigte bei einem Bindereif-Versuch sein Können (77.) und lenkte einen Kopfball von Hout um den Pfosten (80.). Zuvor wäre er allerdings machtlos gewesen, doch konnte ein Mitspieler gerade noch auf der Torlinie klären (79.). Dann holte sich Diaz bravourös einen weiteren Freistoß von Hout und auch den Nachschuss von Matthias Eckert (83.). Die nie nachlassenden Stumpf-Jungs machten dennoch weiter Druck. Aber auch Jonas Kubiaks gezielter Schuss wurde eine Beute des Gästeschlussmanns (87.). Als dann der spielfreudige Oldemeier im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht wurde (88.), ergab sich plötzlich vom Punkt aus die Chance zum Sieg bringenden Treffer. Eckert nutzte diese nervenstark zum 2:1 und ließ den ebenso machtlosen wie enttäuschten Diaz, der kurz zuvor wegen häufigen Zeitschindens den gelben Karton sah, geschlagen zurück (89.). Wenig später kam der Schlusspfiff des souverän leitenden Norbert Pirron (FV Germersheim), womit sich der KSV eine ausgeglichene Spielebilanz sicherte, während die weiterhin sieglos gebeutelten Gäste die Rote Laterne behalten.

Einigen Protagonisten sei im Übrigen das „Interview der Woche“ (bei pfoschdeschuss.de) und die dort von verantwortlicher Schiedsrichterseite zum Thema Emotionen im Fußball gemachten Aussagen anempfohlen. Dazu lernen können wir alle. Man sollte die Hoffnung jedenfalls nicht aufgeben (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Klodwig (46. Dietrich), Kubiak, Kirchner, Hartung – Oliveira Schroer, Haupt (72. Gelke) – Hout, Oldemeier, Bindereif – Eckert

Schiedsrichter: Norbert Pirron (FV Germersheim)

Tore: 0:1 Arslan (38.), 1:1 Oldemeier (54.), 2:1 Eckert (89. FE)

Zuschauer: 60

By |2018-10-23T12:21:22+00:0022. Oktober 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|