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FV Fortuna Kirchfeld II – Karlsruher SV 1:1 (1:0) 11.Spieltag – 27.10.19

Nur Remis bei der Fortuna

Der Karlsruher SV musste sich bei der Kirchfelder Verbandsligareserve nach schwacher Leistung unerwartet mit einem Unentschieden begnügen. Im gesamten ersten Abschnitt spielte nicht der gastgebende Tabellenletzte, sondern eher der Gast von der gegenüber liegenden Hardtwaldseite wie ein Abstiegskandidat. Die Nordsterne ließen nur ganz selten ihre Leistungsstärke aufblitzen und wirkten insgesamt ideenlos, pomadig und ungewohnt zweikampfschwach. Denen genügte dann eine Standardsituation, um mit einer Führung in die Pause zu gehen. Die dominante Anfangsviertelstunde nach dem Wiederanpfiff mit dem dann auch verdienten Ausgleichstreffer ließ auf weiteres Zählbares hoffen. Die Hoffnung trog indes, weil die indisponierten KSV-ler recht planlos agierten und mit unzähligen Fehlpässen ohne Not sich immer wieder selbst in Bedrängnis brachten. Die höhere Ballbesitzquote resultierte eher aus brotlosem Ballgeschiebe in den hinteren Reihen als aus dynamischen Spielzügen. Die meist durchschaubaren Offensivaktionen waren von den tief stehenden und engagierten Gastgebern dann auch relativ leicht zu verteidigen. Am Ende gab es dennoch Möglichkeiten auf beiden Seiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Dass keine davon genutzt wurde, passte zum Geschehen. Gemessen an den Leistungen hätte sich an diesem Nachmittag auch kein Team einen Dreier verdient.

Die Truppe von Michael Bürck war gleich zu Beginn gut im Spiel und kam bei einem Eckball von Pascal Weinert schnell zu einer Gelegenheit. Tomas Haranth köpfte jedoch am linken Pfosten vorbei (5.). Auf der Gegenseite versuchte es Benjamin Bindereif erfolglos mit einem Schuss, den Goalie Alexander Kempf wegfaustete (9.). Nach einem feinen Steilpass von Christoph Helfenritter war Jonas Klodwig nahe an der KSV-Führung, schoss aus wenigen Metern aber ans rechte Außennetz (12.). Dann erkämpfte sich Kirchfeld auf der rechten Seite einen Eckball, den der zu Saisonbeginn von den KSV-A-Junioren gekommene Marcel Kanoukov unbedrängt neben den Pfosten zum 1:0 einköpfte (18.). Die danach schon etwas konfusen Waldstädter holten sich erst ein Viertelstunde später ihre nächsten Torgelegenheiten. Dabei hatten sie Pech, dass ein FV-Akteur nach einer Ecke die Kugel auf der Torlinie noch über die Latte bugsierte (34.). Kurz darauf konnte Klodwig freistehend den Ball nicht gut genug verarbeiten und auch der Nachschuss blieb in der vielbeinigen Kirchfelder Abwehr hängen (35.). Kurz vor dem Seitenwechsel sprintete sich Kanoukov bei einem Konterangriff auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch und zog aus spitzem Winkel ab. Sein letztjähriger Mitspieler im KSV-Tor Christian Becker klärte dann aber zur Ecke, die nichts mehr einbrachte (43.).

Die Jungs von Coach Christian Stumpf gingen den zweiten Teil sogleich entschlossener und mit deutlich mehr Tordrang an. Und nach wenigen Minuten verfehlte Matthias Eckert nach gewonnenem Zweikampf aus kurzer Entfernung nur um Haaresbreite den Kirchfelder Kasten (49.). Wenig später spielten sie sich auf rechts schnörkellos nach vorne. Moritz Hartung flankte ohne Umweg in den Strafraum, wo Eckert mit einem platzierten Kopfball den etwas zu weit vorn postierten Kempf zum verdienten 1:1-Ausgleich überlistete (52.). Nicht viel später war das Strohfeuer der Rintheim-Waldstädter schon wieder beendet. Wenigstens durften die Zuschauer bald darauf eine der wenigen erinnerungswürdigen Aktionen dieses Spiels beklatschen, als Pascal Weinert ein toller Freistoß aus rund 30 Metern glückte, der schon während der Flugphase zum Torjubel animierte. Gästekeeper Becker verhinderte dies allerdings mit einer ebenso sensationellen Tat und fischte die Murmel aus dem Winkel (58.). Auch beim folgenden Duell konnte Becker den strammen Weinert-Schuss abwehren (60.). Danach wurden Fußballschöngeister lange Zeit mit reichhaltig konfusem Gekicke geplagt. Lediglich ein KSV-Kopfball, den der Schlussmann von der Torlinie kratzte (77.), sorgte für positive Abwechslung. Wenigstens wurde die Schlussphase dann noch einmal mit erträglicher Kost ausgefüllt und die Gäste waren durchaus nahe am Siegtreffer. Die Fortuna hatte indessen Fortune, als Bjarne Waßmuth von Matze Eckert blendend bedient wurde und aufs Tor zulief. Kempf glänzte allerdings mit abgeklärter Reaktionsschnelligkeit (89.). Sekunden später wurde Eckert schmerzhaft im Sechzehner angegangen, indes wertete der ansonsten prima leitende Hajo Wengert dies nicht als strafstoßwürdig (90.). Stattdessen kam in der Nachspielzeit die aufgerückte KSV-Verteidigung noch einmal in die Bredouille, als man bei einem weiten Abschlag den eingewechselten Amadou Darboe ziehen lassen musste. Keeper Becker spielte jedoch aufmerksam mit und drängte den Angreifer nach außen ab, wo dann final geklärt werden konnte (92.).

Am Ende wird sich der KSV Einiges vorwerfen müssen, andererseits verdienten sich die Fortunen das Unentschieden mit ihrem Einsatzwillen durchaus. Dass die Stumpf-Truppe nun seit acht Spielen unbesiegt blieb und mit dem einen Punkt sogar auf den vierten Tabellenplatz vorrückte, konnte die Stimmung nach Spielschluss verständlicher Weise nicht arg heben. Wenigstens wird klar sein, dass im kommenden Kräftemessen mit dem im starken Aufwärtstrend befindlichen VfB Knielingen II mehr als nur marginale Verbesserungen notwendig sind. Ansonsten wird die Punktausbeute erneut hinter den Erwartungen zurück bleiben (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Hartung, Helfenritter, Kubiak, Tritschler – Klodwig (64. Waßmuth), Wied, Oliveira Schroer, Bindereif – Hout (72. Monteiro), Eckert

Schiedsrichter: Hans-Joachim Wengert (FC Spöck)

Tore: 1:0 Kanoukov (18.), 1:1 Eckert (52.)

Zuschauer: 60

By |2019-10-30T16:58:17+00:0027. Oktober 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – ASV Hagsfeld 2:1 (1:1) 10.Spieltag – 20.10.19

Knapper KSV-Sieg im Derby

Nach fünf Jahren unterschiedlicher Klassenzugehörigkeit stieg im Traugott-Bender-Sportpark erstmals wieder ein Punkteduell der beiden Nachbarvereine. Die tabellarische Ausgangslage wies den Gastgebern die Favoritenrolle zu, der sie am Ende dann auch ergebnismäßig gerecht wurden. Allerdings war die Partie bis zum Schlusspfiff hart umkämpft und die ASV-Truppe erwies sich als der erwartet schwere Gegner. Die Jungs von der Tagweide waren klar besser als das Tabellenbild vermuten ließe und hätten nicht zwingend verlieren müssen. Dennoch war der KSV-Erfolg nicht unverdient, wenngleich er erst in der Schlussphase und etwas glücklich zu Stande kam.

Bei herrlichem Fußballwetter und allerdings schwierigem Geläuf sahen die Zuschauer in der ersten Halbzeit ein prima A-Klassenspiel mit wechselnden Ballbesitzphasen. Mit ihrer offensiven Ausrichtung sorgten beide Teams mit häufigen Strafraumszenen für beste Unterhaltung. In der siebten Minute machte der frühere KSV-ler Stanislav Frescher gleich zwei Mal auf sich aufmerksam. Zunächst brachte er eine Linksflanke gefährlich vors KSV-Tor, wo Jonas Kubiak aufmerksam auf der Linie noch klärte. Den nachfolgenden Eckball köpfte er Zentimeter am zweiten Pfosten vorbei. Kurz darauf bediente Daniel Walz bei einem KSV-Konter Matthias Eckert, der an Keeper Raphael Manke vorbei nur den Pfosten traf und den Nachschuss weit daneben setzte (9.). Im Gegenzug musste Dominik Kirchner eine scharfe Hereingabe von Vincent Grady zur Ecke klären (10.) und auf der anderen Seite zog der ASV-Keeper einen flachen Flankenball von Nico Tritschler im Fünfmeterraum an sich (11.). Erst als der Anfangselan der Gäste nachließ, übernahmen die Waldstädter allmählich die Spielkontrolle. Und in der 17. Minute musste dann auch Hagsfelds Alexander Henn noch vor der Torlinie einen KSV-Einschuss verhindern. Im Gegenzug gelang dessen Mannschaft dann aber nach einem unnötigen Foulspiel des KSV überraschend der Führungstreffer. Moritz Grether brachte den Freistoß von der rechten Außenlinie aus dreißig Metern in den Fünfer, wo sich der Ball über Christian Becker hinweg am zweiten Pfosten zum 0:1 ins Tor senkte (18.). In der Folge fuhren die KSV-ler mehrere gute Angriffe, die aber immer wieder engagiert unterbunden wurden. Es bedurfte dann eines Traumtores, um zum Erfolg zu kommen. Nach einer erneut feinen Offensivaktion wuchtete Routinier Marco Wied den zu kurz abgewehrten Ball mit einer Direktabnahme aus 28 Metern sehenswert zum verdienten 1:1 in den rechten Torwinkel. Arme hoch und Jubel (28.). Wenig später stellte ASV-Spielertrainer Christian König nach einer Balleroberung mit einem schwachen Abschluss Becker vor keine Probleme (32.). Auf der anderen Seite musste Manke nicht einmal eingreifen, als Hassan Hout eine mutige Direktabnahme nach Eckball in die Baumwipfel drosch (33.). Den zum Schluss wieder etwas aufkommenden Gästen wurde dann bis zum Pausenpfiff keine Torgelegenheit mehr gegönnt, stattdessen hatten sie bei einer Hout-Ecke Glück, dass Kubiaks Kopfball aus wenigen Metern erneut auf der Torlinie abgewehrt werden konnte (44.).

Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie zusehends und die Aktionen wurden vermehrt kampfbetonter geführt. Das spielerische Niveau der ersten 45 Minuten wurde nur noch selten erreicht und nur wenige Angriffsaktionen wurden durchdacht zu Ende gespielt. Zumindest schwappte von den Stadionstufen aber endlich auch etwas Derbycharakter aufs Feld. Abgesehen von wenig gefährlichen Weitschüssen von Kubiak (50.) und Walz (52.) sowie auf der anderen Seite von einem verunglückten Versuch von König (53.) gab es während der ersten halben Stunde keine nennenswerten Annäherungen. Bis dahin hatte sich der Kreisligaabsteiger zwar mehr Spielanteile erkämpft, fand aber gegen die konzentrierte Abwehrarbeit der KSV-ler nicht zum Torabschluss. Dagegen hatte auf KSV-Seite Maurizio Monteiro die beste Möglichkeit zur Führung, als er einen Flankenball von Moritz Hartung knapp über den Balken köpfte (75.). Auch Hagsfeld bot sich wenig später eine gute Gelegenheit, doch zielte Manuel Kurz bei seinem Drehschuss aus zehn Metern direkt auf den KSV-Keeper (81.). Mit einer nachahmenswert fairen Geste sorgte kurz darauf ein ASV-Akteur für berechtigten Applaus, als er einen falschen Einwurfpfiff des souveränen Schiedsrichters Stefan Theilmann (KSC) korrigierte. Diesem respektablen Verhalten gebührt höchste Anerkennung, insbesondere unter der spekulativen Annahme, dass dies indirekt das Spielgeschehen zu Ungunsten seines Teams beeinflusst haben könnte. Denn nur wenige Aktionen später führte ein regelwidriges Einsteigen zu einem Freistoß für die Truppe von Christian Stumpf. Von Kubiak im linken Halbfeld abgefeuert und im Fünfmeterraum final abgefälscht, landete die Murmel dann unhaltbar für den ASV-Keeper zum 2:1 im Tor (82.). Die geschockten Gäste gaben sich angesichts der drohenden Niederlage nicht auf, ihre Bemühungen waren aber wenig zielstrebig. Und dennoch lag der Ausgleich in der Luft, als Kapitän Henn einen Eckball aus sechs Metern fast unbedrängt über den Querbalken köpfte (90.). Als auch die dreiminütige Nachspielzeit schadlos überstanden war, freute man sich bei den Nordsternlern über weitere drei Punkte, während die Gäste weiterhin glücklos in der Abstiegszone festsitzen. Mit dem gezeigten Auftreten ist es aber nicht vorstellbar, dass dies ein Dauerzustand sein soll. Beim Bemühen um eine bessere Punktausbeute wünschen wir unseren Hagsfelder Sportkameraden jedenfalls alles Gute (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Hartung, Kirchner, Kubiak, Tritschler (63. Klodwig) – Germar (80. Waßmuth), Wied, Walz, Bindereif – Hout (69. Monteiro), Eckert (82. Oliveira Schroer)

Schiedsrichter: Stefan Theilmann (Karlsruher SC)

Tore: 0:1 Grether (18.), 1:1 Wied (28.) 2:1 Kubiak (82.)

Zuschauer: 80

By |2019-10-22T15:48:11+00:0021. Oktober 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FC Spöck – Karlsruher SV 0:3 (0:0) 9.Spieltag – 13.10.19

KSV spielstark und effektiv zum Auswärtssieg.

Mit einem verdienten Dreier blieben die Rintheim-Waldstädter auch im sechsten Spiel in Folge unbesiegt. Im annähernd ausgeglichenen ersten Abschnitt verzeichneten sie schon ein leichtes Übergewicht an Einschussmöglichkeiten, vermochten aber aus diversen Großchancen kein Kapital zu schlagen. Die vor allem bei Standardsituationen torgefährlichen Hausherren hingegen zielten meist am KSV-Tor vorbei, weshalb Keeper Christian Becker im Gegensatz zu Pendant Timo Schlimm nur ein einziges Mal nennenswert aktiv werden musste. In den zweiten 45 Minuten zeigte sich der KSV dann abschlussstärker und machte aus vier Chancen drei Buden, während dem FCS mit zunehmender Spieldauer nur noch wenig gelang. Die Stumpf-Buben waren auf allen Positionen gut aufgestellt und imponierten vor allem mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

Schon nach wenigen Sekunden hätten die Karlsruher führen können. Nach tollem Spielzug war Matthias Eckert nach Zuspiel von Daniel Walz plötzlich einschussbereit, der Spöcker Schlussmann verhinderte indessen mit großartiger Fußabwehr den frühen Rückstand (2.). Dann hatte Nico Knappe auf der andere Seite freie Schussbahn, verzog aber aus fünfzehn Metern (7.). Wenig später köpfte Christoph Stober bei einem Freistoß energisch über die Querlatte (10.) und auch bei einem Eckball in der 23. Minute setzte er sich mit einem Kopfball durch, der allerdings knapp am Pfosten vorbei rauschte. Dazwischen visierte auch der KSV das gegnerische Tor an, der quirlige Walz hatte seinen 18-Meter-Schuss jedoch zu hoch angesetzt (13.). Nach etwa einer halben Stunde erspielten sich die Gäste dann mehr Spielanteile und Torgelegenheiten. So verpasste Hassan Hout ein weites Zuspiel von Dominik Kirchner im Fünfmeterraum nur um Haaresbreite (28.). Dann steckte Walz wieder geschickt zu Eckert durch, der mit seinem Flachschuss den Kasten am langen Pfosten verfehlte (29.). Und bei einem toll heraus gespielten Konter brachte Eckert eine Rechtsflanke nach innen, wo Marco Wieds Schuss von der Strafraumgrenze zur Ecke geblockt wurde (39.). Sekunden später brachten die Hardtler den Ball nicht aus der Gefahrenzone und plötzlich fand sich der überraschte Hout vier Meter vor dem Tor in Ballbesitz. Der reaktionsschnellere Schlimm konnte den Ball aber gerade noch wegschlagen (40.). Kurz vor dem Seitenwechsel spielten die KSV-ler noch einen Erfolg versprechenden Konter über Dominik Germar, der aber nicht gut genug zu Ende gespielt wurde (44.) und Benjamin Bindereif zielte vom Strafraumeck drüber (45.). Erwähnenswerte Versuche von Spöcker Seite waren in dieser Phase eine Rechtsflanke von Marius Baßler, die Knappe nur unzureichend verwerten konnte (31.) und ein Freistoß von Benjamin Hauser, den ein FCS-Akteur mit dem Hinterkopf neben den Kasten setzte (44.).

Nach Wiederanpfiff des souveränen, wenn auch regeltechnisch mitunter eigenwilligen Schiri Bremser mussten die Karlsruher zunächst eine Spöcker Drangperiode überstehen. Nachdem ein weiterer Freistoßball von Benjamin Hauser aus 25 Metern die Lattenoberkante touchiert hatte (57.), schickte sich das Gästeteam an, die Partie zunehmend zu bestimmen. Dabei zeigte sich der KSV jetzt vor allem auch äußerst effektiv im Ausnutzen der Torchancen und ging beim ersten sehenswerten Angriff nach der Pause auch prompt in Führung. Bei einer erneut schönen Kombination wurde Hout von Walz auf die Reise geschickt, der seine gute Vorstellung mit einem strammen Linksschuss zum 0:1 krönte (59.). Zehn Minuten später setzte sich Germar auf der rechten Seite energisch durch. Seine gefühlvolle Hereingabe köpfte der wenig behelligte Eckert in Lewandowski-Manier unerreichbar für den Keeper zum 0:2 ein (67.). Als sich die Abwehr der Hausherren kurz darauf durch einen Steilpass von Hout erneut aushebeln ließ, nutzen dies die Hasenkäuze wieder eiskalt aus. Abnehmer Eckerts Linksschuss aus spitzem Winkel schlug dann neben dem zweiten Pfosten zum 0:3 ein (72.). Obwohl die Schützlinge von Nino Vallarelli nicht aufsteckten, strahlten sie kaum noch Gefahr aus und selbst auf Standards konnten sie nicht mehr zurück greifen. Aus dem Spiel heraus gestattete man in der Endphase lediglich Hauser, noch einmal zum Abschluss zu kommen, verfehlte aus achtzehn Metern aber klar das Ziel (89.). Als Daniel Walz dann erfolglos versuchte, den heraus geeilten Schlimm von der Mittellinie zu überlisten, ertönte kurz darauf der Schlusspfiff. Mit dem verdienten Dreier lässt sich nun auch entspannter dem nach langer Unterbrechung wieder steigenden Nachbarschaftstreffen mit dem ASV Hagsfeld entgegen sehen. Auch wenn sich der Kreisligaabsteiger tabellarisch momentan weiter unten eingeordnet hat, ist der Sieger dabei noch lange nicht ausgemacht (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Helfenritter (15. Oliveira Schroer), Kirchner, Kubiak, Hartung – Germar (75. Monteiro), Wied, Walz, Bindereif – Hout (80. Waßmuth), Eckert (84. Gelke)

Schiedsrichter: Matthias Kremser (FC Südstern Karlsruhe)

Tore: 0:1 Hout (59.), 0:3 Eckert (67.) 0:3 Eckert (72.)

Zuschauer: 75

By |2019-10-16T06:28:04+00:0013. Oktober 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – FV Linkenheim 2:2 (2:0) 8.Spieltag – 6.10.19

Nur Sekunden fehlten zur Überraschung.

In der Nachspielzeit doch noch den Ausgleichstreffer zu kassieren war für die KSV-Jungs zweifellos ärgerlich und die Enttäuschung saß verständlicher Weise tief. Wenigstens können sich die Waldstädter damit schmücken, im fünften Spiel in Folge unbesiegt zu sein. Am Sonntag war das aber noch kein Trost. Anderseits hatte sich der Tabellenzweite aus Linkenheim das Unentschieden in Anbetracht der drückenden Überlegenheit in der zweiten Halbzeit aber unbestritten verdient. Damit wurde dann auch die erste Saisonniederlage gerade noch im letzten Augenblick abgewendet.

Trotz des regennassen Rasens entwickelte sich im Nordstern-Stadion bei Dauernieselregen von Beginn an ein niveauvolles Fußballspiel. In der ersten Hälfte hatten die Gastgeber leichte Feldvorteile und riefen mit Spielfreude und Zielstrebigkeit ihr Potenzial erkennbar ab. Den ersten Vorstoß inszenierten zunächst die Linkenheimer Bubacarr Janneh und Hubert Badhofer, der erfolglos blieb (3.). Ein zügig vorgetragener Angriff brachte dann aber den KSV in Führung. Daniel Walz legte quer auf Marco Wied, der mit einem platzierten Linksschuss aus 18 Metern Angel Quinones im FVL-Tor mit dem 1:0 überraschte (10.). Kurz darauf setzte die Truppe von Torsten Zörb zu einer zehnminütigen Daueroffensive an. Jonas Kubiak konnte aber verhindern, dass eine Hereingabe von Andreas Leitenberger im Fünfmeterraum einen Adressaten erreichte (12.). Ein Schuss von Badhofer wurde noch abgeblockt; den anschließenden Eckball köpfte Felix Lutz knapp am Pfosten vorbei (14.). Dann war wieder Badhofer nah dran, als er bei einer Hereingabe von Janneh Bruchteile zu spät zum Kopfball kam (17.). Zwei Minuten später köpfte er eine Rechtsflanke von Leitenberger Zentimeter über den Querbalken (19.). Sekunden wurde auf Janneh durchgesteckt, der allein auf den KSV-Keeper zusteuerte. Christian Becker konnte ihm den Ball aber im letzten Moment noch abluchsen (20.). Die Stumpf-Truppe fand nun wieder zurück in die Begegnung und hatte in der Folge mehr Spielanteile. Gefahr brachten zunächst aber lediglich zwei Freistöße von Kubiak, der mit mächtigem Bums zunächst über den FVL-Kasten zielte (20.) und dann Quinones zum Abklatschen zwang (23.). Kurz darauf glänzte der KSV auch aus dem Spiel heraus. Nach einer Kombination über Hout, Walz und Bindereif zog Matthias Eckert ab, fand aber im FVL-Schlussmann seinen Meister (25.). Die Linkenheimer kamen in dieser Phase nur infolge einer Leichtfertigkeit in der KSV-Hintermannschaft zu einer Torchance. Leitenberger verpasste aber die Gelegenheit und am Ende der kniffligen Situation zielte Janneh weit am Tor vorbei (33.). Auf der anderen Seite trugen die Nordsternler wieder einen sehenswerten Angriff vor. Christoph Helfenritter chippte die Kugel zu Moritz Hartung, der mit einer tollen Abnahme knapp am Torwinkel vorbei zielte (38.). Kurz vor dem Pausenpfiff machte sich Kubiak erneut zum Freistoß bereit. Sein gewaltiger Schuss aus 35 Metern war auf dem glitschigen Geläuf selbst für den routinierten FVL-Hüter nicht fest zu halten. Quinones musste den Ball nach vorne abklatschen lassen und Hassan Hout staubte reaktionsschnell zum 2:0 ab (44.). Mit dieser verdienten, aber um ein Tor zu hohen KSV-Führung wurden dann die Seiten gewechselt.

Die Chronik des zweiten Spielabschnitts ist weniger abwechslungsreich. Im Grunde beschränkt es sich auf die Aufzählung zahlreicher, teilweise bester Torgelegenheiten der Gäste. Deren alternativlose Offensivbemühungen nötigte den Waldstädtern größte Aufmerksamkeit und ein engagiertes Deckungsverhalten ab. Ein geordneter Spielaufbau war selten möglich und KSV-Chancen absolute Mangelware. Der eifrige Leitenberger sorgte mit einem starken 15m-Schuss über das Gebälk den ersten Akzent (51.). Dann schoss Sebastian Friedl von der Strafraumgrenze aussichtsreich vorbei (58.) und wenig später segelte sein Kopfball der Torlinie entlang, wo ein Mitspieler am Ball vorbei rutschte (68.). Gleich darauf war dann aber der Anschlusstreffer fällig. Leitenbergers scharfe Rechtsflanke in den Fünfer drückte Joshua Voegeding mit etwas Glück zum 2:1 über die Linie (69.). Der Rückkehrer stand gleich darauf erneut im Blickpunkt. Plötzlich tauchte er allein vor dem KSV-Keeper auf, scheiterte aber an dessen toller Reaktion (70.) und mit seinem Schuss aus der Drehung verfehlte er das Ziel (71.). Die Gastgeber kamen immer stärker unter Druck und anfangs der Schlussviertelstunde brannte es lichterloch im Strafraum. Nach mehreren Abwehrversuchen setzte Badhofer einen Fallrückzieher jedoch aufs Tornetz (75.). Dann zeigte Becker wieder eine prima Parade, den Nachschuss blockten seine Mitspieler zum Eckball (78.). Kurz darauf war Badhofer erneut im Pech, als sein Abschluss auf dem Querbalken tanzte (81.). Völlig überraschend schaltete sich dann Abwehrchef Dominik Kirchner in einen der wenigen KSV-Entlastungsangriffe ein und setzte einen Hebeversuch über den FV-Schlussmann an. Quinones fischte sich aber die Kugel und verhinderte die Vorentscheidung (86.). Als die dreiminütige Nachspielzeit fast verstrichen war, erkämpften sich die nicht nachlassenden Grünwinkel-Verfolger nochmal einen Eckstoß. Am zweiten Pfosten nutzte Felix Lutz geschickt die sich bietende Gelegenheit und köpfte zum umjubelten 2:2 ein (90.+3). Bitter für die Hausherren, aber verdient für die Gäste. Wiederanstoß, zwei Ballkontakte und Abpfiff des guten Schiris Atmaca. Die Nordstern-Jungs sollten sich nicht allzu lange grämen und sich stattdessen an der starken Leistung der ersten 45 Minuten wieder aufrichten (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Helfenritter, Kirchner, Kubiak, Hartung – Klodwig (66. Germar), Wied, Walz (91. Oliveira Schroer), Bindereif – Hout (75. Zürn), Eckert (79. Monteiro)

Schiedsrichter: Sezgin Atmaca (FC Wilferdingen)

Tore: 1:0 Wied (10.), 2:0 Hout (44.), 2:1 Voegeding (69.), 2:2 Lutz (90.+3)

Zuschauer: 60

By |2019-10-09T06:22:48+00:006. Oktober 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

SV Blankenloch – Karlsruher SV 0:3 (0:2) 7.Spieltag – 29.9.19

KSV im Nachbarschaftstreffen verdienter Sieger

Der Karlsruher SV setzte seinen Aufwärtstrend beim in der Tabelle weiterhin besser platzierten A-Klassenneuling fort und ist nach dem ersten Auswärtssieg der Saison das vierte Mal in Folge ungeschlagen. Es war ein ansehnliches, wenn auch vor allem im zweiten Teil keinesfalls hochklassiges Aufeinandertreffen, welches nur phasenweise Spannung aufkommen ließ. Und spätestens nach dem 0:3 nach etwa einer Stunde trauten ohnedies nur arge Optimisten den Gastgebern noch einen Punktgewinn zu.

Diese gerieten schon kurz nach dem Anstoß in Rückstand. Zum ungewohnt frühen Zeitpunkt orientierte sich KSV-Kapitän Dominik Kirchner nach vorne und hoffte mit seinem langen Zuspiel in den Strafraum auf das Durchsetzungsvermögen von Benjamin Bindereif. Der rechtfertigte das Vertrauen, entzog sich gewieft seiner Bewachung und schoss flach an Kevin Nagel vorbei zum 0:1 ein (4.). Nach dem Wiederanspiel wollte Björn Kössl gleich den Ausgleich, schoss aus zwanzig Metern aber über den KSV-Kasten (5.). Im Gegenzug scheiterte Daniel Walz mit einem Diagonalschuss am SVB-Keeper (6.). Dann flankte Spielertrainer Miguel Angel Saez Mota von links nach innen, wo Lukas Armbruster nur knapp über den Balken köpfte (10.). Die Gastgeber agierten weiterhin durchaus druckvoll und kombinierten recht gefällig. Die Waldstädter mussten sich eher auf Abwehrarbeit beschränken, weshalb deren zweiter Treffer in der 17. Minute etwas überraschend kam. Hassan Hout stellte sich in Höhe der Mittellinie zweikampfgeschickter an, entwische seinem strauchelnden Gegenspieler und strebte allein auf Nagel zu. Den umkurvte er und schob aus spitzem Winkel zum 0:2 ein. Die Gastgeber wollten zuvor eine Regelwidrigkeit erkannt haben und protestierten laut- und teilweise laufstark. Der Schiedsrichter sah aber wohl zu Recht keinen Anlass, der einheimischen Meinung zu folgen. Die Partie plätscherte nun dahin und erst in der Schlussphase gab es noch je eine erwähnenswerte Torgelegenheit. Zunächst verfehlte der junge Christian Becker im KSV-Tor eine Hereingabe von der rechten Seite. Blankenlochs Armbruster war aber zu überrascht und stolperte die Kugel am Pfosten vorbei (39.). Kurz darauf inszenierten die KSV-Jungs einen sehenswerten Spielzug. Der finale Lüpfer von Bjarne Waßmuth fiel jedoch knapp hinter dem Tor herunter (42.). Mit einem verdienten Vorsprung der Karlsruher, der um ein Tor zu hoch ausfiel, wurden die Mannschaften dann in die Pause geschickt.

Auch im zweiten Abschnitt hatten die Gäste die erste Torchance zu verzeichnen. Nach einem Patzer in der Hintermannschaft war das Blankenlocher Tor plötzlich verwaist und Waßmuth wähnte seinen Abschluss bereits im Kasten. Der blieb aber sauber, weil ein SVB-Akteur auf der Torlinie gerade noch rettend zur Stelle war (48.). Bei einer schönen Rechtsflanke von Simon Dietrich brachte der eifrige Matthias Eckert nicht den nötigen Druck hinter den Kopfball (54.). Die Truppe des Trainergespanns Saez Mota und Sascha Sommerlatt hatte sich in dieser Phase mehr Spielanteile erarbeitet, konnte sich aber in Tornähe nicht entscheidend durchsetzen. So fiel das Tor auf der anderen Seite zum Abschluss eines wiederum gelungenen Angriffsvortrags. Eckert nutze den Moment und ließ mit einem strammen Schuss in den Winkel zum 0:3 Nagel keine Abwehrchance (63.). Wenig später konnte er am rechten Pfosten den Schuss von Hout dann abwehren (66.). Nach Auswechslungen war bei den Hausherren die Kreativität merklich verloren gegangen und die KSV-ler hatten wenig Mühe den Vorsprung zu verwalten. Vielmehr ergaben sich ihrerseits Gelegenheiten durch hatte Marco Wied, der einen Kopfball übers Tor setzte (67.) und Martin Zürn, dessen fulminanten Zauberball der SV-Hüter um den Pfosten lenkte (72.). Die Sorglosigkeit der Stumpf-Truppe wäre kurz darauf fast bestraft worden. Zunächst wurde ein 10-Meter-Schuss von Nicolas Machatschek von Jonas Kubiak auf der Torlinie weggeköpft (75.), den anschließenden Eckball setzte er dann nur knapp neben den Pfosten (76.). Damit war die Offensivkraft allerdings erschöpft. Der KSV hätte das Ergebnis noch ausbauen können. So konnten Jung-Vati Mauricio Monteiro und Jonas Klodwig eine Doppelchance nicht nutzen (78.) und zwei Minuten später verteidigte Blankenloch per Kopf wiederum erfolgreich auf der Torlinie (80.). Der Versuch eines Hebers von Hout (83.) war dann ebenso wie Klodwigs Diagonalschuss erfolglos (90.).

Am Ende verbuchten die Waldstädter trotz diverser Unzulänglichkeiten einen letztlich ungefährdeten Dreier, der sie entspannter dem Kräftemessen mit dem aktuellen Rangzweiten und favorisierten FV Linkenheim entgegen sehen lässt (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Dietrich, Kirchner, Kubiak, Tritschler (46. Hartung) – Waßmuth (65. Klodwig), Wied, Walz (70. Monteiro), Bindereif – Hout, Eckert (70. Zürn)

Schiedsrichter: Andreas Dickemann (Elchesheim-Illingen)

Tore: 0:1 Bindereif (4.), 0:2 Hout (17.), 3:0 Eckert (63.)

Zuschauer: 95

By |2019-10-01T18:33:05+00:0029. September 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|