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GSK Karlsruhe – Karlsruher SV 2:2 (2:1) 25.Spieltag – 28.4.19

Spiel hatte keinen Sieger verdient.

In einer schwachen Begegnung trennten sich der Genclerbirligi SK und der Karlsruher SV friedlich die Punkte. Aufregung gab es lediglich um die Gelb-Rote Karte gegen Vincenzo Pinelli, mit der die Gastgeber überhaupt nicht einverstanden waren. Der gut leitende Martin Guthmann zeigte sich andererseits in Bezug auf die Redseligkeit vieler GSK-Akteure durchaus großzügig. Dass sie den Ausgleich erst kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit hinnehmen musste, war zweifellos Pech für die Truppe von der Hermann-Schneider-Allee, während die KSV-Jungs wenigstens ihre Serie hielten und zum 16. Mal hintereinander ungeschlagen vom Platz gingen.

Zunächst lief für den Tabellenvierten alles nach Plan. Einen schlecht verteidigten Eckball verarbeitete Benjamin Bindereif per Direktabnahme aus 25 Metern so zielgenau, dass die Kugel hinter dem machtlosen GSK-Keeper Ömer Taskiran zum 0:1 einschlug (10.). In der Folge verpasste es der KSV das zweite Tor nachzulegen und brachte stattdessen die Hausherren mit einem ungeschickten Foulspiel im Strafraum zurück ins Spiel. Am von Vincenzo Pinelli ausgeführten Strafstoß war Tim Nagel mit dem Handschuh zwar noch dran, konnte den 1:1-Ausgleich aber doch nicht verhindern (18.). Unmittelbar darauf fischte auf der anderen Seite  Taskiran einen weiteren Fernschuss von Bindereif bravourös aus der bedrohten Ecke (23.). Wenig später verpasste auch Maximilian Krebs die erneute KSV-Führung, als er nach tollem Zuspiel von Moritz Hartung aus 15 Metern knapp über den Kasten schoss (24.). Dann waren die Gäste wiederum wenig aufmerksam und ließen den dribbelstarken Christian Bosch auf der rechten Seite von der Mittellinie bis in den Fünfer spazieren. Am Ende überlistete er mit dem Außenrist auch noch den KSV-Schlussmann zum durchaus überraschenden 2:1 (26.). Mit der Führung im Rücken riss die Genc-Truppe das Geschehen immer deutlicher an sich. Ballsicher und energischer gestattete sie den Gästen keinen Zugriff mehr und präsentierte sich alles andere als abstiegsgefährdet. Allerdings konnte vor dem gegnerischen Tor keine echte Gefahr ausgestrahlt werden. In dieser Hinsicht zeigten sich die Waldstädter präsenter. Hassan Hout scheiterte aus spitzem Winkel am GSK-Keeper, der den Ball erfolgreich touchierend gerade noch ins Aus befördern konnte (31.). Und seine Vorderleute blockten später auch einen Erfolg versprechenden Schuss von Hartung (41.) ab.

Nach Beginn der zweiten Halbzeit gab es zunächst Aufregung vor dem Gästetor. Eine als unerlaubt bewertete Rückgabe zum Torwart führte zu einem indirekten Freistoß in gefährlicher Zone. Tim Nagel reagierte bei dem folgenden Flachschuss aus 15 Metern reaktionsschnell auf der Linie, ein Mitspieler klärte vor dem Pfosten dann endgültig die brisante Situation (50.). Dann stand Pinelli am Strafraum frei, konnte mit einem schwachen Abschluss aber nicht glänzen (54.). Dass dies die letzte nennenswerte Annäherung ans KSV-Tor gewesen sein sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu vermuten, wenngleich sich bei der Stumpf-Truppe eine Steigerung zweifellos bereits andeutete, wenn auch zunächst nur in Form eines 30-Meter-Versuches von Hout, der knapp vorbei flog (58.). Auch ein starker Freistoß von Bjarne Waßmuth, den Taskiran festhielt, war ein weiteres Zeichen. Kurz darauf standen die beiden Akteure wieder im Mittelpunkt. Der GSK-Zerberus war erneut zur Stelle und lenkte aus kurzer Entfernung Waßmuths Drehschuss ins Toraus (66.). Als dann kurz darauf die Waldstadt-Rintheimer nach GSK-Platzverweis in Überzahl agierten, verstetigte sich deren Feldüberlegenheit und engagiert kämpfte man nun um den Ausgleichstreffer. Häufige Spielunterbrechungen stoppten indessen immer wieder den Spielfluss und echte Torchancen blieben aus. Auch aus der Distanz blieben die Schussversuche von Bindereif (79.) und Waßmuth (84.) mehr als verunglückt und Bindereif verpasste eine Freistoßvorlage von Jonas Kubiak dann auch nur knapp (87.). Kubiak war es dann auch, der den Ball wiederum in den gegnerischen Strafraum schlug, wo Mauricio Monteiro fast der obligatorische Torerfolg gelungen wäre. Diesmal traf er mit seinem Kopfball jedoch nur die Querlatte. Das Spielgerät klatschte aber ins Feld zurück und der bis zum Schluss stets bemühte Matthias Eckert fand mit der Innenseite aus zwölf Metern überlegt die Lücke im GSK-Tor und traf zum alles in allem verdienten 2:2 (89.). In der Nachspielzeit verfehlte noch ein 30-Meter-Schuss von Monteiro nur um Zentimeter das Ziel, dann war die Partei beendet. Ob man sich auf KSV-Seite über das Ergebnis eher freuen oder ärgern sollte, war unmittelbar danach noch nicht ganz ausgemacht (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich (46. Richert), Kubiak, Rädler, Hartung (81. Oldemeier) – Krebs (55. Waßmuth), Oliveira Schroer, Monteiro, Bindereif – Eckert, Hout

Schiedsrichter: Martin Guthmann

Tore: 0:1 Bindereif (10.), 1:1 Pinelli (18., FE), 2:1 Bosch (26.), 2:2 Eckert (89.)

Zuschauer: 30

By |2019-05-01T07:56:18+00:0028. April 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – FC Germ.Friedrichstal II 8:3 (4:2) 24.Spieltag – 22.4.19

Munteres Toreschießen im Nordstern

Beim Karlsruher SV fehlten wie auch den Friedrichstaler Gästen zwar einige Stammspieler, doch minimierte dies den Unterhaltungswert der Begegnung nicht. Das Ergebnis entspricht dem Chancenverhältnis, wenngleich die junge Oberligazweite in spieltechnischer Hinsicht immer wieder gute Offensivaktionen zu zeigen wusste und die defensive Aufmerksamkeit der Gastgeber herausforderte. In den hinteren Reihen waren die Germanen allerdings häufig verwundbar. Zudem trafen die Waldstädter gleich mehrfach mit kunstvollen Abschlüssen, die nicht jeden Sonntag auch zum Torerfolg führen. Aber es war ja auch Montag. Und Ostern. Und am Ende zumindest für die Nordsternler auch fußballerisch ein Feiertag.

Ohne Abtasten ging es gleich los und Daniel Tomic im FCF-Tor musste einen Schuss von Matthias Eckert abwehren (2.) und Hassan Hout verzog knapp (4.). Dann zog Wilhelm Oliveira Schroer aus 18 Meter zentral ab und von der Lattenunterkante sprang der Ball hinter Tomic zum 1:0 ins Netz (5.). Zwei Minuten später stürmte Eckert allein auf den Keeper zu, der aber prächtig hielt (7.). Wenig später ließen sich die KSV-ler durch einen klug vorgetragenen Angriff überrumpeln. Adrijan Lazar durfte von rechts ungestört flanken und Marius Petre nutzte die erste Torgelegenheit aus fünf Metern cool zum 1:1 (9.). Dann konnten die Stutenseer zunächst noch auf der Torlinie klären (13.), um dann beim nächsten tollen KSV-Angriff doch wieder in Rückstand zu geraten. Der wenige Minuten vor Spielbeginn ins Team gerutschte Maximilian Krebs bediente von der Torauslinie den aufgerückten Moritz Hartung, der per Kopf aus drei Metern zum 2:1 vollendete (14.). Die Partie wurde zunehmend ausgeglichen und der FCG spielte sich häufiger in die KSV-Hälfte. So musste der ebenfalls kurzfristig ins Tor beorderte Mittelfeldmann Malte Oldemeier bei der Abwehr eines Friedrichstaler 25-Meter-Schusses erstmals ernsthaft eingreifen (17.). Und auch beim Versuch von Mirko Ernst aus 16 Metern war der Aushilfskeeper blendend auf dem Posten (21.). Kurz zuvor hatte Marco Wied einen Eckball aussichtsreich aber zu weit am Kasten vorbei geköpft (18.). Als sich Dominik Kirchner mit in eine weitere gelungene Angriffsaktion einschaltete, verhinderte lediglich die suboptimale Ballannahme von Eckert eine klare Torchance (28.). Auf der anderen Seite zeigte sich KSV-Abwehrrecke Jonas Kubiak äußerst aufmerksam, als er bei einem Germanen-Angriff als letzter Mann Jerome Becker noch souverän stoppen konnte. Der daraufhin eingeleitete Konter brachte durch Krebs stattdessen das 3:1 für den KSV. Nach einer geschickten Drehung im 16-er traf er mit einem strammen Schuss sehenswert in den Winkel (30.). Nur Sekunden später musste man den Germanen-Torwart erneut bedauern. Mauricio Monteiro holte schlitzohrig aus rund vierzig Metern zu einem Zuckerschlag aus, wobei sich die Kugel über Tomic hinweg unter die Latte zum 4:1 senkte (32.). Die folgende schöpferische Pause der Hausherren nutzte die De Jong-Truppe nur drei Minuten später zum Anschlusstreffer. Nach einem gescheiten Steilpass verkürzte Petre mit einem Flachschuss zum 4:2 (35.). Nachdem Eckert im Fünfer freistehend eine Hout-Vorlage über den Kasten haute (40.) und Monteiro eine Kopfballgelegenheit verpasste (43.), ging es in die Pause.

Auch nach Wiederanpfiff der fairen Begegnung zeigten die Schwarz-Weißen das gefälligere Mittelfelspiel, während der Tabellenvierte klare Vorteile vor dem gegnerischen Tor aufwies. So musste Tomic einen Eckert-Schuss um den Pfosten lenken (49.). Bei der folgenden Ecke legte Oliveira Schroer für den aufgerückten Kubiak auf und der schussstarke Innenverteidiger besorgte mit einem knallharten Flachschuss neben den Pfosten das 5:2 (50.). Nun plätscherte die Partie gemächlicher dahin, wenngleich sich die Hugenotten eifrig um Ergebniskorrektur bemühten. Dem KSV gelang in dieser Phase nicht allzuviel, verwaltete aber wenigstens den Vorsprung. Bei einem Germanen-Angriff „verdienten“ sie sich schlafmützig dann aber doch den nicht überraschenden Anschlusstreffer. Nach einer nicht verhinderten Rechtsflanke köpfte der ungedeckte Petre mit seinem dritten Tagestreffer zum 5:3 ein (70.). Die Waldstädter berappelten sich dann aber wieder und erarbeiteten sich zahlreiche Gelegenheiten. Schon nach dem Mittelanstoß blieb Eckert allein gegen den FC-Keeper erfolglos (71.). Wenig später spielten sich Hout und Eckert im Fünfmeterraum gegenseitig den Ball zu und am Ende überwand Eckert den Goalie zum 6:3 (75.). Nicht einmal eine Minute später fuhren die KSV-ler einen schnellen Konterangriff über Eckert, der sich kampstark durchsetzte und überlegt zum 7:3 einschoss (76.). Die konsternierten Germanen waren sichtlich bedient und ließen nur noch wenig Gegenwehr erkennen. So konnte ein weiterer KSV-Treffer nicht mehr überraschen. Bei einem tollen Angriff prüfte der aufblühende Eckert mit einem satten Schuss den Friedrichstaler Schlussmann, der zwar zunächst abwehren konnte, gegen den Nachschuss von „Dietrich“ Krebs zum 8:3 dann aber machtlos war (81.). Den 25-Meter–Schuss von Wied musste er ebenfalls abklatschen lassen, klärte aber im Nachfassen (84.). Dann ließ man auf der Gegenseite Goalgetter Petre aus spitzem Winkel abziehen, „Manu“ Oldemeier ließ aber keinen weiteren Torerfolg zu (87.). Wenig später war das vorerst letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams mit einem klaren und auch leistungsgerechten KSV-Erfolg zu Ende. Ob der Rückzug der U23-Mannschaft der richtige Schritt ist, mag bezweifelt werden. Die Germania-Verantwortlichen müssen dies allerdings besser wissen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Oldemeier – Härter, Kubiak, Kirchner (83. Rädler), Hartung – Wied, Oliveira Schroer –Monteiro – Krebs (83. Bähr) – Eckert, Hout (80. Gelke)

Schiedsrichter: Günter Zilly (SpVgg Söllingen)

Tore: 1:0 Oliveira Schroer (5.), 1:1 Petre (9.), 2:1 Hartung (13.), 3:1 Krebs (30.), 4:1 Monteiro (32.), 4:2 Petre (35.), 5:2 Kubiak (50.), 5:3 Petre (70.), 6:3 Eckert (75.), 7:3 Eckert (76.), 8:3 Krebs (81.)

Zuschauer: 50

By |2019-04-26T08:27:47+00:0022. April 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FV Rußheim – Karlsruher SV 1:1 (0:0) 23.Spieltag – 14.4.19

Monteiro rettet die Serie

Mit dem Ausgleich in der Schlussphase wahrte der Karlsruher SV glücklich seine Serie von vierzehn Spielen ohne Niederlage. Für drei Punkte reichte es wie in den vergangenen vier Remis-Partien aber wieder nicht. Deutlich näher dran am Sieg war trotz zwanzigminütiger Unterzahl nämlich der FV Rußheim. Hier kann man es mit Ottmar Hitzfeld halten, welcher dereinst konstatierte: „Von der Anzahl her hatten wir mehr Chancen“. Die nutzten die Dettenheimer aber nicht und so war man auf Gastgeberseite verständlicher Weise etwas verbiestert. Auch weil sich Spielertrainer Daniel Müller unnötig den Gelb-roten Karton abholte und im Nachholspiel gegen den Spitzenreiter fehlen wird.

Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte und temporeiche Partie. Im ersten Abschnitt hatten es die Angriffsreihen allerdings auf beiden Seiten schwer und so mussten die Torhüter kaum entscheidend eingreifen. So brachte auch die leichte Feldüberlegenheit des KSV nichts Zählbares. Bei einer prima Angriffsaktion zielte Hassan Hout aus siebzehn Metern am Kasten vorbei (6.). Wenig später legte er bei einem Konter quer auf den freien Matthias Eckert, dessen Direktversuch von der Strafraumgrenze aber ebenfalls nicht das Gehäuse behelligte (11.). Deutlich weiter verfehlte auf der anderen Seite Marcel Hessenauer die Kiste (16.). Nach einem KSV-Eckball köpfte Marko Wied am Dreieck vorbei (23.) und Hout beendete eine Einzelaktion mit einem ungenauen Schuss ebenfalls erfolglos (27.). Erst kurz vor dem Seitenwechsel fanden sich auch die Gastgeber wieder im gegnerischen Strafraum ein. Ein Kopfball des wuchtigen Yannick Njenkam Njeumen konnte zum Eckball geklärt werden. Diesen köpfte Denis Stöckl freistehend aus vier Metern vorbei (42.). Mit dem insgesamt gerechten 0:0 verabredeten sich die Akteure dann zur zweiten Halbzeit.

Diese eröffneten die Dettenheimer wacher und bissiger als die Waldstädter und erzielten fast folgerichtig nach fünf Minuten auch die Führung. Nach einem am kurzen Pfosten verlängerten Eckball reagierte Felix Dürr am schnellsten und drosch die Kugel aus kurzer Distanz zum 1:0 in die Maschen (50.). Gleich nach Wiederanspiel bot sich Hout die Ausgleichschance, die Goalie Erkan Karaburun aber vereitelte (51.) und bei einem weiten Zuspiel von Dominik Kirchner kam er nur knapp nicht zum Kopfball (52.). Im Gegenzug zielte Luca Rupertus mächtig weit am KSV-Heiligtum vorbei (53.). Die Müller-Truppe agierte fortan energischer als der Tabellenvierte und erkämpfte sich zunehmend mehr Spielanteile, während die Nordsterne immer seltener Zugriff auf das Spielgeschehen bekamen. Nach einer weiten Flanke in den Strafraum stand Ufuk Arican plötzlich frei vor KSV-Keeper Tim Nagel, der mit Gück und Geschick den zweiten Gegentreffer gerade noch verhindern konnte (60.). Dann folgte der Platzverweis gegen Müller, worüber sich die aufgebrachten Rußheimer Anhänger auch noch nach Spielschluss nicht zu beruhigen wussten. Dies wäre freilich nur eine Randnotiz geblieben, wäre zwei Minuten später auch der völlig frei stehende Jerome Heger nicht am KSV-Keeper gescheitert (72.). Und kurz darauf verschenkte nach erneuter Nagel-Abwehr wiederum Hessenauer eine Einschussmöglichkeit und zielte stattdessen vorbei (76.). Trotz wenig spielerischem Glanz zeigten sich die Stumpf-Schützlinge wenigstens einsatzfreudig und gaben die Partie noch nicht verloren. Bei einem Freistoß von Jonas Kubiak hätte man das Gerät gerne im statt knapp außerhalb des Rußheimer Kasten gesehen (80.). Wesentlich genauer senkte sich der Ball dann aber zwei Minuten später ins anvisierte Ziel. Mauricio Monteiro – noch keine zehn Minuten auf dem Platz – packte nach einer endlich wieder einmal ansehnlichen Angriffsaktion seine Zauberkiste aus und netzte mit einem 25-Meter-Schuss in den Torwinkel zum durchaus überraschenden 1:1-Ausgleich ein (82.). Obwohl beide Teams noch den finalen Schlag setzten wollten, gab es keine echten Torgelegenheiten mehr zu besichtigen. Auch ein verzweifelter Weitschuss von Arican aus 35 Metern war hierfür nicht geeignet (90.).

Für den KSV bleibt am Ende die von Käpt`n Kirchner verlautbarte Erkenntnis: „Schön war`s nicht, aber Punkt geholt“. Am Ostermontag geht´s dann im Heimspiel gegen Germania Friedrichstal II um eine Leistungssteigerung. Die unberechenbare Oberligareserve war es schließlich, die am 7.10.18 als letztes Team einen Sieg gegen die überraschend immer noch auf Rang vier gelisteten Jungs vom Sportpark Nordost einfahren konnte. Wiederholung nicht ausgeschlossen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich (46. Klodwig), Kubiak, Kirchner, Bindereif – Zürn (73. Monteiro), Wied – Walz, Waßmuth (85. Richert), Eckert, Hout

Schiedsrichter: Keven Oswald ( (FC Frauenweiler)

Tore: 1:0 Dürr (50.), 1:1 Monteiro (82.)

Zuschauer: 79

By |2019-04-17T06:52:42+00:0014. April 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – VSV Büchig 2:2 (2:1) 22.Spieltag – 7.4.19

Nachbarschaftliche Punkteteilung: KSV zum 13. Mal in Folge unbesiegt.

Interessant und unterhaltsam fanden es die Anhänger beider Seiten. Da letztlich jedes Team die volle Punktzahl hätten einstreichen können, erscheint das Remis eine gute Grundlage für weitere gute Nachbarschaft.

Die Hausherren beherrschten von Beginn an die Partie und waren in der ersten halben Stunde klar überlegen. Schon nach wenigen Sekunden wurde nach der ersten Ecke ein Kopfball von Mauricio Monteiro im Getümmel des Büchiger Strafraums gerade noch geklärt (1.). Kurz darauf stießen Bjarne Waßmuth und Daniel Frick mit den Köpfen zusammen, konnten zum Glück aber weiter spielen. Den anschließenden Freistoß schoss Jonas Kubiak knapp am Gästetor vorbei (3.). Ein weiterer Kubiak-Freistoß bescherte den Stumpf-Schützlingen dann den 1:0-Führungstreffer. Gegen den Kopfball von Monteiro aus acht Metern sah sich Carsten Kitter machtlos (16.). Mit einem weiteren Standard sorgte Kubiak erneut für Gefahr. Der Ball landete allerdings auf dem VSV-Tornetz (24.). Kurz darauf war erneut die Aufmerksamkeit des Gästekeepers gefragt, als er Benjamin Bindereif den Ball vom Kopf fischte (31.). In der Folge wurde die Partie auch derbymäßig emotional und nun mischten auch die Büchiger ordentlich mit. Für deren erste Torannäherung war ein 20-Meter-Schuss von Marcel Hemberle verantwortlich, der durch den KSV-Strafraum flog, aber eine sichere Beute von Tim Nagel wurde (32.). Auf der anderen Seite drosch Wilhelm Oliveira-Schroer aus der gleichen Entfernung über den Kasten (33.) und Matthias Eckert zirkelte den Ball zwar geschickt über den heraus eilenden Kitter hinweg, aber auch am Pfosten vorbei (34.). Kurz darauf köpfte Monteiro einen Eckball in die fangbereiten Arme Kitters (38.). Im direkten Gegenzug gelang den Gästen stattdessen der Ausgleich. Nikolai Vlahovic brachte auf der linken Seite mit einem gezielten Steilpass Nicola Bolz in Schussposition, der an Keeper Nagel vorbei flach zum 1:1 vollendete (38.). In der Schlussminute kam Monteiro bei einer von neuen KSV-Eckstößen erneut zum Kopfball, zielte aber knapp vorbei. Schon bei der nächsten Aktion schafften die Nordsterne durch einen sagenhaften Freistoßknaller aber doch wieder die Führung. Aus rund 35 Metern zimmerte Kubiak die Kugel Millimeter neben dem Pfosten zum 2:1 ins des VSV-Gehäuse (45.). Mit diesem leistungsentsprechenden Ergebnis ging es sodann in die Pause.

Nach Wiederbeginn hielt sich der Tabellenvierte dann aber recht lethargisch zurück und die Truppe von Jens Pfattheicher übernahm zusehends die Spielkontrolle. So hatte Vlahovic eine erste Gelegenheit, schoss aus zwanzig Metern aber weit drüber (52.). Die bis dahin wenig auffälligen Sandhasen benötigten wieder einen Freistoß, um offensiv für Aufmerksamkeit zu sorgen. Kubis Spezialität konnte Kitter im letzten Moment aber noch entschärfen (64.). Kurz zuvor hatte sich das faire Derby wieder ausgeglichen gestaltet. Die beiden Fanlager erlebten allerdings erst in den letzten zehn Spielminuten wieder erwähnenswerte Torszenen. Zunächst war der KSV bei einer guten Angriffsaktion in Tornähe. Die schöne Flanke von Simon Dietrich setzte Monteiro jedoch neben den Pfosten (81.). Dann stürmte auf der Gegenseite der zielstrebige Bolz von der linken Angriffsseite in den Strafraum. Zunächst wurde sein Dribbelversuch noch unterbunden, der abprallende Ball fiel ihm jedoch wieder vor die Füße. Ähnlich seinem ersten Treffer schlug sein Flachschuss aus spitzem Winkel neben dem zweiten Pfosten zum zweifellos verdienten 2:2-Ausgleich ein (83.). Fast hätten die Jungs von der Waldstraße das Ding sogar noch komplett gedreht. Zuerst rauschte Hendrik Hadeler einen Meter vor der Torlinie an einer Hereingabe vorbei und dann köpfte der aufgerückte Frick knapp ins Aus (88.). Am Ende blieb es beim friedlichen Unentschieden, über das sich die Büchiger mehr als die Waldstädter freuten. Das war auch schon mal umgekehrt. Der KSV konnte bleibt jetzt in immerhin dreizehn Spielen in Folge unbesiegt. Ist ja auch nicht schlecht. In Rußheim am nächsten Sonntag dürfte das Dargebotene aber wohl nicht reichen, diese Serie auszubauen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Zürn, Kubiak, Hartung – Klodwig (88. Krause), Monteiro, Oliveira Schroer, Bindereif – Waßmuth (73. Hout), Eckert

Schiedsrichter: Philipp  (SV Federlechner (FC Neureut)

Tore: 1:0 Monteiro (16.), 1:1 Bolz 37.), 2:1 Kubiak (45.), 2:2 Bolz (83.)

Zuschauer: 80

By |2019-04-10T17:19:07+00:007. April 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FV Linkenheim – Karlsruher SV 4:4 (1:1) 21.Spieltag – 31.3.19

KSV macht in den letzten fünf Minuten noch Dreitore-Rückstand wett.

Zu den kommenden Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Fußballvereins Linkenheim leistete die Truppe von Trainer Torsten Zörb schon am vergangenen Sonntag einen ersten denkwürdigen Beitrag. Diesen hatten sich die Gastgeber allerdings wesentlich erfreulicher vorgestellt. Nach 85 gespielten Minuten und mit einer 4:1-Führung im Rücken war auch bereits alles für den finalen Jubel und eine Verbesserung der Tabellensituation angerichtet. Drei Gegentore innerhalb von fünf Minuten später war dies aber alles Makulatur. Der Karlsruher SV hingegen schwang sich nach dem phönixgleich erkämpften Punktgewinn zum moralischen Sieger auf.

Bei herrlichem Fußballwetter setzten die Hausherren unmittelbar nach dem Anstoß den ersten Akzent, als Norman Königs Flanke nach 15 Sekunden an den Außenpfosten klatschte. Danach beäugten sich die Kontrahenten aufmerksam und nach einer Viertelstunde wechselten sich in beiden Strafräumen die Torszenen ab. So kam KSV-Angreifer Daniel Walz gegen den weit aus dem Kasten eilenden Angel Quinones einen winzigen Schritt zu spät (14.). Kurz darauf steckte ihm Simon Dietrich geschickt den Ball durch, seine Hereingabe wurde aber vor dem zum Einschuss bereiten Matthias Eckert noch abgeblockt (15.). Auf der anderen Seite musste KSV-Schlussmann Tim Nagel bei einem Schuss aus nächster Nähe alles aufbieten, um den Torerfolg zu verhindern (23.). Beim anschließenden (allerdings irregulären) Eckball waren die KSV-ler dann wenig aufmerksam. Der unbeaufsichtigt gelassene König brachte den Ball per Kopf in die Mitte, wo der aufgerückte Felix Lutz ebenso frei stehend aus vier Metern zum 1:0 einköpfte (24.). Gleich nach dem Wiederanstoß lag schon der Ausgleich in der Luft, als sich Quinones einen Faux-pas erlaubte, den seine Vorderleute jedoch ausbügeln konnten (25.). Kurz darauf war er dann aber auf dem Posten, als er bei einem Abschluss von Walz die Kugel gerade noch zu fassen bekam (26.). Zehn Minuten später zeigte sich die aufgerückte Gäste-Abwehr indisponiert und ließ Hubert Badhofer in Ballbesitz kommen. Bei dessen listigem Heber aus 20 Metern stand dem 2:0 nur der Querbalken im Wege (37.). Eine große Torgelegenheit eröffnete sich dann kurz darauf Matthias Eckert auf der Gegenseite . Bei der Hereingabe von Moritz Hartung stand er im Fünfer frei, zielte aber direkt in die Arme des FVL-Hüters (39.). In der Schlussminute des ersten Abschnitts belohnte sich die Stumpf-Truppe dann doch noch für ihre Überlegenheit während der voran gegangenen zwanzig Minuten. Nach Balleroberung in der eigenen Hälfte passte Jonas Klodwig von rechts in die Mitte, wo Walz direkt auf Benjamin Bindereif weiterleitete. Dessen Schuss aus zehn Metern konnte Quinones nur noch reflexartig zum 1:1 abfälschen (45.).

Die Schwarz-Roten holten sich ihre Führung zu Beginn der zweiten Hälfte aber gleich wieder zurück. KSV-Kapitän Dominik Kirchner beförderte einen Freistoßball per misslungenem Kopfball ebenso überraschend wie unglücklich zum 2:1 ins eigene Netz (48.). Die Hausherren hatten nun Oberwasser und bestimmten das Geschehen. Ein sehenswerter FVL-Angriff mit einer abschließenden tollen Direktabnahme, die aber weit über den Kasten rauschte, deutete die Entschlossenheit der Zörb-Truppe an. Allerdings blieb auf der anderen Seite ein elfmeterreifes Foul an Eckert ungeahndet (56.). Ein weiterer Eckstoß leitete sodann den dritten FVL-Treffer ein. Winterneuzugang Benjamin Hauser zog aus 18 Metern scharf ab und im Fünfmeterraum schlich sich Badhofer davon und drückte zum 3:1 ein (58.). In der nun hektischer gewordenen Phase wurden die Waldstädter nur wenig später Opfer ihrer nicht entschlossen genug zu Ende gespielten Angriffe. So kam nach KSV-Ballverlust der ebenfalls neu zum Team gestoßene Arber Beqiri auf der rechten Seite in Ballbesitz. Seine scharfe Hereingabe erreichte den knapp vor der Torlinie postierten Badhofer, der nur noch den Fuß zum 4:1 hinhalten musste. Proteste der KSV-ler wegen stark verdächtiger Abseitsstellung blieben ungehört (66.). Bis dahin hatten die Gäste recht mutlos und unentschlossen agiert und nichts deutete auf eine Resultatsverbesserung zu ihren Gunsten hin. Fortan entwickelten sie dann aber größeren Offensivgeist und beschäftigten immer häufiger die FV-Abwehr. Schon beim Schuss von Walz unmittelbar nach dem vierten Gegentreffer musste der Schlussmann eine prächtige Parade zeigen (68.) und den Kopfball von Wilhelm Oliveira Schroer konnte ein Linkenheimer noch von der eigenen Torlinie kratzen (69.). Auch Minuten später schafften es Walz und Bindereif wiederum nicht, wenigstens den Anschluss herzustellen (78.). Die Hausherren hingegen kamen nur noch zu einer einzigen nennenswerten Torgelegenheit durch einen platzierten Schuss von Bubacarr Janneh von der Strafraumgrenze, den aber Nagel blendend parierte (79.). Aber mit dem sicheren Vorsprung waren Offensivaktionen für die Hardtler auch keine zwingende Option. Als sich auch noch KSV-Akteur Martin Zürn bei einem regelkonformen Zweikampf eine blutige Nase holte (83.), passte dies zum Spielverlauf. Die Jungs vom Nordstern ließen sich jedoch auch dadurch nicht entmutigen und freuten sich kurz darauf sogar über den Anschlusstreffer. Hassan Hout trickste sich im Strafraum gegen mehrere Gegner durch und netzte flach zum 4:2 ein (85.). Aus Linkenheimer Sicht nur ein Schönheitsfehler, für die Gäste ein erträglicheres Ergebnis, mehr nicht. Diese Einschätzung hatte auch nach dem Freistoß von Walz, der über den Kasten segelte, noch bestand (87.). Dennoch versuchte man weiter, in die gegnerische Gefahrenzone zu kommen. Und plötzlich lag das Runde erneut im Linkenheimer Tor. Eckert hatte aus 15 Metern beherzt abgezogen und traf mit seinem Flachschuss zum nicht mehr erwarteten 4:3 (89.). Angesichts der geringen Restspielzeit war mit einem weiteren KSV-Treffer realistischer Weise nicht zu rechnen, auch wenn bei den Gastgebern schon längere Zeit nicht mehr viel Konstruktives zusammenlief. Ungeachtet dessen schlug Jonas Kubiak – den bevorstehenden Schlusspfiff ahnend – eine mehr oder weniger gezielte Flanke aus der eigenen Hälfte in den gegnerischen Strafraum. Dort versuchte 1:0-Schütze Lutz per Kopfball zu klären, verlängerte dabei aber den Ball ins eigene Tor zum 4:4-Ausgleich (90.). Sekunden später dann der Abpfiff. Sensationeller Ausgang eines guten Fußballspiels, Ungläubigkeit auf beiden Seiten, Fassungslosigkeit bei den einen und Jubel bei den anderen. Gemessen an den Spielanteilen ein durchaus gerechtes Ergebnis, aber ein Spielverlauf, den auch ein langes Fußballerleben nur selten mehrmals bekommt.

Nach dem Ausgleichstor holte sich Hassan Hout noch den Gelben Karton ab, wegen Zeitverzögerung. Seine Rechtfertigung „wir führen doch 4:4“ lässt erahnen, wie sehr Glückshormone doch den Blick auf die Realität verschleiern können (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Kirchner (71. Zürn), Kubiak, Hartung – Klodwig (65. Hout), Wied (81. Richert), Oliveira Schroer, Bindereif – Walz, Eckert

Schiedsrichter: Thomas Klejnowski (Karlsruher SC)

Tore: 1:0 Lutz (24.), 1:1 Bindereif (45.), 2:1 Eigentor (48.), 3:1 Badhofer (58.), 4:1 Badhofer (66.), 4:2 Hout (85.), 4:3 Eckert (89.), 4:4 Eigentor (90.)

Zuschauer: 110

By |2019-04-03T17:25:13+00:0031. März 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|