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Karlsruher SV – FV Liedolsheim 2:1 (1:1) 6.Spieltag – 22.9.19

Ausgeglichene Bilanz dank knappem Heimsieg.

Mit einer starken Mannschaftsleistung erkämpfte sich der Karlsruher SV gegen das weitgehend gleichwertige Team vom FV Liedolsheim einen knappen, aber am Ende nicht unverdienten Heimsieg. Dass die Gäste bei beiden Toren hilfreiche Unterstützung boten, ändert daran nichts. Damit konnten die KSV-Jungs punktemäßig zum Kontrahenten aufschließen und eroberten sich als Tabellenachter die bisher beste Saisonplatzierung.

Die Partie nahm ohne Vorgeplänkel unverzüglich Fahrt auf. Schon bei der ersten Angriffsaktion musste Moritz Hartung für den KSV auf Kosten einer Ecke und anschließend Nico Tritschler per Kopfball erneut klären (1. Minute). Unmittelbar darauf wurde KSV-Angreifer Matthias Eckert von Simon Dietrich mit einem langen Pass auf die Reise geschickt. Seine gefühlvolle Flanke köpfte Hassan Hout jedoch über den Kasten (2.). Die Hausherren blieben weiter am Drücker, und gerieten bei einem schnell vorgetragenen Gästeangriff dennoch in Rückstand. Mihail Hundorfean legte ab auf Hans Kyei und der Spielertrainer zirkelte die Kugel zum 0:1 routiniert ins rechte obere Toreck (5.). Nach dem Wiederankick bot sich Eckert sofort die Ausgleichsgelegenheit, als er an der Hereingabe von Waßmuth am linken Pfosten knapp vorbei rutschte (6.). Auf der anderen Seite antwortete Kyei bei einer Hundorfean-Flanke mit einem Kopfball, der nur Zentimeter am Kasten vorbei flog (7.). Dann ackerte sich Eckert auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch und brachte trotz Bedrängnis den Ball im Fallen in den Fünfmeterraum. Keeper Jannik Seith bekam diesen aber nicht unter Kontrolle, was der aufmerksame Hout clever ausnützte und überlegt zum 1:1-Ausgleich eindrückte (15.). Minuten später verhinderte Seith mit einer prima Reaktion dann aber den Rückstand, als Jonas Kubiak bei einer Hartung-Flanke frei zum Kopfball kam (19.). Sein Gegenüber Christian Becker machte es ihm wenig später nach, als er einen Schuss von Jude Ehiozibue aus kurzer Distanz per Fußabwehr klärte (25.). Beim Schuss von Kyei, der knapp das Tor verfehlte, musste er dagegen nicht eingreifen (33.). In der Schlussphase der intensiven ersten Hälfte setzten dann die Nordsternler noch einmal offensive Akzente. Ein geschicktes Zuspiel von Tritschler brachte Eckert aussichtsreich in Position, doch war dessen Schuss aus 18 Metern zu hoch angesetzt (40.). Kurz darauf war die FVL-Hintermannschaft nach einem beherzten Lauf von Waßmuth und dessen Rückpass von der Torauslinie klassisch ausgehebelt und Eckert hatte freie Schussbahn. Der Ball sprang dann aber vom Innenpfosten in die Arme von Seith (41.). So blieb es beim Remis, mit dem es auch leistungsgerecht in die Pause ging.

Gleich nach Wiederanpfiff des nicht gerade unauffällig leitenden Willi Ninmann ergab sich für die Dettenheimer die große Gelegenheit zur Führung. Nach Vorlage von Alquassim Drammeh schoss Ehiozibue freistehend aber über das KSV-Tor (46.). Zwei Minuten später waren es stattdessen die Hausherren, die in Front gingen. Bjarne Waßmuth luchste in Höhe der Mittellinie einem unkonzentriert agierenden FV-Abwehrspieler den Ball ab, zog los und traf am machtlosen Seith vorbei zum 2:1 (48.). Kurz darauf eroberte sich der wache Waßmuth erneut das Spielgerät und eilte aufs FVL-Gehäuse zu. Im letzten Moment wurde er vom grätschfreudigen Sascha Seith aber gerade noch am Abschluss gehindert (51.). Danach agierten die Karlsruher zunehmend zurückhaltender, was auch Folge der gegnerischen Ausgleichsbemühungen war. Ihre verbesserte Defensivarbeit ließ allerdings nur wenige Gelegenheiten zu. Bei einem Freistoßball, den Kyei aus fünf Metern Zentimeter neben den Pfosten setzte, stand den KSV-lern dann aber das Glück zur Seite (61.). Und in der Schlussphase blieb nach einem Eckball auch Drammeh an gleicher Stelle ganz knapp erfolglos (90.+1). Die Gastgeber hingegen waren nur ein Mal gefährlich vor dem FVL-Tor aufgetaucht, hofften bei zwei umstrittenen Aktionen aber vergeblich auf den Elfmeterpfiff (75.).

Nach Ablauf der mehr als sechsminütigen Nachspielzeit durfte man im Sportpark dann erleichtert durchatmen. Jetzt kann man auch dem kommenden Derby beim bisher so erfolgreich gestarteten Neuling SV Blankenloch deutlich entspannter entgegen sehen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Dietrich, Kirchner, Kubiak, Tritschler –Waßmuth (75. Pohl), Germar (57. Zürn), Wied, Hartung – Hout (89. Wischnewski), Eckert (87. Gelke)

Schiedsrichter: Willi Ninmann (TSV Schöllbronn)

Tore: 0:1 Kyei (5.), 1:1 Hout (15.), 2:1 Waßmuth (48.)

Zuschauer: 65

By |2019-09-25T14:25:16+00:0023. September 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FVgg Weingarten II – Karlsruher SV 2:2 (1:1) 5.Spieltag – 15.9.19

KSV tritt auf der Stelle.

Der erhoffte erste Auswärtsdreier der Saison muss weiter warten. Gegen den engagierten Aufsteiger aus dem Weindorf reichte es nur zu einem Remis, was die Tabellensituation nicht wesentlich verbessert. Die Waldstädter spielten stellenweise arg schwach und hatten doch ein klares Chancenplus zu verzeichnen, was den Siegtreffer zweifellos gerechtfertigt hätte. Vor allem auf Grund hervorragender Aktionen von FV-Torwart-Routinier Marco Döbelin gelangen die Tore so auch nicht aus dem Spiel heraus, sondern resultierten aus ruhenden Bällen. Die Hornung-Jungs waren da klar effektiver, machten sie doch aus zweieinhalb Chancen zwei Goals. Dass diese durchaus zu verteidigen gewesen wären, macht die Sache für den KSV zusätzlich ärgerlich. So fällt den Karlsruhern in den anstehenden schweren Partien auf jeden Fall die klare Außenseiterrolle zu.

Die Anfangsüberlegenheit des KSV führte erst nach einer Viertelstunde zu einer Torgelegenheit. Benjamin Bindereif stand nach einer Rechtsflanke von Jonas Klodwig aussichtsreich vor dem Kasten, doch lenkte Döbelin den Kopfball reaktionsschnell über den Balken (15.). Die Gastgeber kamen dann besser ins Spiel und gerieten dennoch etwas überraschend in Rückstand. Bindereif führte listig einen Freistoß gedankenschnell aus und während die Wengerter noch den Abstand suchten, fand der Ball aus 18 neben dem Pfosten den Weg zum 0:1 ins Tor (26.). Für entspannte Ruhe sorgte die Führung indessen nicht. Trotzdeme hatte der KSV Einschussmöglichkeiten, die der FV-Hüter in Serie gegen Bjarne Waßmuth und Bindereif auf der Torlinie klärte (38.). Stattdessen schaffte der bissige Kreisliga-Zweite dann ebenfalls mit einem Freistoß den Ausgleich. Ein zentral getretener Freistoßball gelangte nach unglücklicher Gästeabwehr wieder in die Gefahrenzone zurück, wo im dicht besiedelten Fünfer der quirlige Fitim Arifi am schnellsten reagierte und die Kugel zum 1:1 über die Linie drückte (40.).

Nach Wiederbeginn zeigte sich die Truppe von Christian Stumpf sogleich aufgeweckter. Ein vielversprechender Konter über Martin Zürn wurde aber zu ungenau abgeschlossen (48.) und kurz darauf zielte Zürn aus 25 Metern knapp vorbei (49.). Dann brillierte Hassan Hout und zog vom Strafraumeck ab. Döbelin holte den Ball jedoch bravourös aus dem Torwinkel (50.). Auf der Gegenseite probierte es Dominik Dittes mit einem Gewaltschuss aus 30 Metern, der aber nur unzureichend das KSV-Tor bedrohte (55.). Kurz darauf fand ein erneuter Bindereif-Kopfball aus fünf Metern ebenfalls nicht ins FV-Tor (58.). Bei der nächsten Offensivaktion ließen sich die KSV-ler dann folgenschwer überrumpeln. Nach einem Abwehrschlag von Dittes aus der eigenen Hälfte griff die Innenverteidigung am KSV-Sechzehner nicht energisch genug ein und so war plötzlich Marvin Merz allein vor dem Kasten und überwand den erneut machtlosen Christian Becker zum 2:1 (60.). Von diesem Schock erholten sich die Waldstadt-Buben erst allmählich und viel Brauchbares gelang ihnen zunächst nicht. Trotz holprigen Aktionen glückte ein Traumpass in den Lauf von Hout, der gekonnt Döbelin umkurvte. Ohne jegliche Aussicht an den Ball zu kommen grätschte der Keeper aber den KSV-ler äußerst unsanft in die Beine. Der Strafstoß war unstrittig. Dass es dafür nur die Gelbe Karte gab, entsprang dagegen einer sehr seltsamen Betrachtungsweise des Schiedsrichters. Rot wäre das Mittel der Wahl gewesen. Schade, wir hätten uns gerne auf Aktionen des ehemaligen KSV-Hüters Thomas Wagner gefreut … Mauricio Monteiro verwandelte jedenfalls sicher zum 2:2-Ausgleich (72.). Im Anschluss zeigten die Waldstädter dann noch eine prima Schlussphase und agierten drückend überlegen. Hassan Houts Abschluss nach feinem Solo zauberte der FV-Goalie am Pfosten zur Ecke (79.) und Monteiro wurde in aussichtsreicher Position die Kugel gerade noch vom Fuß gespitzelt (82.). Zu mehr als einem ungefährlichen Rechtsschuss von Bindereif (89.) kam der KSV nicht mehr und so trennte man sich nach doch noch spannender Endphase mit einem friedlichen Unentschieden. Der Dank gilt den beiden KSV-Anhängern, die trotz zeitweiser Magerkost verständnisvoll bis zum Abpfiff durchhielten (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Hartung, Kirchner, Kubiak, Tritschler – Klodwig (56. Dietrich), Waßmuth (44. Zürn), Bindereif – Walz, Monteiro

Schiedsrichter: Tobias Müller (Wiernsheim)

Tore: 0:1 Bindereif (26.), 1:1 Fitim (40.), 2:1 Merz (60.), 2:2 Monteiro (72., FE)

Zuschauer: 12

 

 

 

 

 

By |2019-09-18T06:22:04+00:0015. September 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

GSK Karlsruhe – Karlsruher SV 3:2 (3:1) 3.Spieltag – 1.9.19

KSV weiter ohne Erfolgserlebnis.

Mit einer vermeidbaren Niederlage beim GSK musste die KSV-Truppe enttäuscht den Heimweg antreten. Die Waldstädter hätten sich zweifellos mindestens ein Remis verdient gehabt, waren in entscheidenden Situationen aber wenig sattelfest und konnten andererseits aus ihrer Feldüberlegenheit insbesondere im zweiten Abschnitt kein Kapital schlagen. Die Gastgeber dagegen nutzten ihre wenigen Torgelegenheiten routiniert und effizient und verteidigten energisch den knappen Vorsprung dann bis zum Schlusspfiff.

Das erste Ausrufezeiten setzte Bjarne Waßmuth mit einem beherzten Alleingang auf der rechten Seite und bediente von der Grundlinie Daniel Walz, dessen Schuss aus acht Metern von der GSK-Abwehr noch geblockt wurde (2.). Dann gelang Moritz Hartung nach einer abgewehrten Ecke ein fulminanter Flachschuss aus 28 Metern, Timur Kara lenkte den Ball jedoch mit den Fingerspitzen um den Pfosten (10.). Danach wurde das Geschehen gemächlicher. Nach zwanzig Minuten nutzten die Gastgeber ihren ersten ernst zu nehmenden Angriff dann jedoch zur überraschenden Führung. Murat Genc spielte sich auf der linken Seite durch und passte vors Tor, wo sich Tugay Genc löste und die Kugel aus fünf Metern neben dem rechten Pfosten ins Tor setzte (20.). Kurz darauf köpfte Ibrahim Yildirim bei einem 35-Freistoß knapp vorbei (23.). Weitere drei Minuten später machte man es den GSK-lern erneut leicht, den Vorsprung auszubauen. Nach einem weiten Zuspiel von Baris Akmann versetzte Routinier Artan Genc zwei Gegenspieler und stellte mit einem cleveren Schlenzer an Keeper Christian Becker vorbei auf 2:0 (26.). Die Nordstern-Truppe fing sich dann zunehmend und hatte mit einem Schuss von Dominik Germar von der Strafraumgrenze eine erste Torannäherung 30.). Es bedurfte indessen eines Eigentores, um sich wieder ins Spiel zu bringen. Waßmuth schloss ein feines Solo mit einer scharfen Hereingabe von der Torauslinie in den Fünfer ab, wo Tugay Genc beim nötigen Rettungsversuch den Ball ins eigene Tor zum 2:1 beförderte (33.). Beim KSV keimte wieder Hoffnung auf und die Offensivbemühungen wurden verstärkt, wenngleich diese die Heimelf kaum vor Probleme stellten. Wenigstens ein Freistoß kurz vor der Pause sollte dann Gefahr vor das GSK-Tor bringen. Der Schuss ging allerdings nach hinten los. Der abgewehrte Ball wurde schnell auf Farah Ibrahim gespielt, der sich links durchtankte. Dessen zu kurz abgewehrten Flankenball nahm Hüseyin Dag direkt und traf mit etwas Glück ins lange Eck zum aus Gästesicht konsternierenden 3:1 (45.).

Auch nach dem Wiederanpfiff setzte die Stumpf-Schützlinge die ersten Akzente. Waßmuth und Walz tanzten sich in den Strafraum, der Abschluss aus acht Metern war dann aber zu ungefährlich für den GSK-Keeper (46.). Beim Kopfball von Mauricio Monteiro musste er sich deutlich mehr strecken und klärte sehenswert (48). Sekunden später köpfte Benjamin Bindereif über den Kasten (49.). Auf der Gegenseite visierte Murat Genc aus 12 Metern den Winkel des KSV-Tores an, doch fischt sich Becker das Spielgerät (50.). Dann klärte wieder Keeper Kara einen Monteiro-Kopfball. Den abgewehrten Eckball setzte dann Jonas Klodwig knapp neben den Pfosten (55.). Mit der folgenden aktion fiel dann doch der verdiente Ausgleich. Bindereif legte quer auf Dominik Pohl, dessen toller Weitschuss neben dem linken Pfosten zum 3:2-Anschlusstreffer einschlug (56.). Die Waldstädter waren nun klar überlegen und das Geschehen spielte sich fast ausschließlich in der Hälfte der Gastgeber ab. Trotz finalem Powerplay sollten sich allerdings kaum klare Torchancen ergeben. Die Angriffsversuche waren insbesondere in Tornähe zu statisch und durchschaubar, weshalb die Genc-Truppe selten Schwierigkeiten hatte, das Ergebnis zu halten. Den Schuss von Monteiro auf Zuspiel von Willi Oliveira Schroer lenkte Kara um den Pfosten (71.) und auch der Drehschuss von Walz aus zehn Metern wurde eine Beute des GSK-Hüters (72.). Wenig später hätte er allerdings den Ausgleich nicht verhindern können, hätte Walz aus gleicher Position nicht nur den Pfosten getroffen (75.). Letztendlich verpufften auch die weiteren Versuche zum Torerfolg zu kommen. Nach dem etwas zu frühen Schlusspfiff des guten Andreas Dickemann durften die Gastgeber ihren zweiten Saisonsieg bejubeln, während die KSV-Jungs erneut über unnötig entgangene Punkte sinnieren müssen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Hartung, Kirchner, Helfenritter, Tritschler – Klodwig (70. Oliveira Schroer), Pohl, Germar, Bindereif – Walz, Waßmuth (48. Monteiro)

Schiedsrichter: Andreas Dickemann (Elchesheim-Illingen)

Tore: 1:0 Tugay Genc (20.), 2:0 Artan Genc (26.), 2:1 Tugay Genc (33., ET), 3:1 Dag (45.), 3:2 Pohl (56.)

Gelb-Rot: Tugay Genc (85.)

Zuschauer: 49

 

By |2019-09-03T18:03:20+00:001. September 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – SG Rüppurr-Alemannia-DJK-FG 3:3 (1:1) 2.Spieltag – 25.8.19

Zwei-Tore-Vorsprung beim Heimauftakt leichtfertig verspielt.

Als am Ende einer abwechslungsreichen Begegnung nur die Gäste aus Rüppurr jubelten, entpuppte sich die Punkteteilung für den Karlsruher SV als gefühlte Niederlage. Führte man sechs Minuten vor dem Abpfiff doch noch beruhigend mit 3:1 und hatte das Geschehen unter Kontrolle. Mit einem ungeschickt verursachten Strafstoß weckte man bei der Merklinger-Truppe aber nochmals Hoffnung, der in der vorletzten Minute dann sogar noch der nicht mehr zu erwartende Ausgleichstreffer glückte. Gerade weil das Malheur durch besseres eigenes Verhalten vermeidbar war, schmerzt der so noch entglittene Dreier durchaus. Zudem zeigten die Gastgeber über weite Strecken sehr guten Fußball. Wenn dazu diverse, nicht zu übersehende Schwächen abgestellt werden, dürfen auch die KSV-Jungs sicherlich wieder einen Sieg bejubeln dürfen.

Das unterhaltsame Spiel war von Beginn an von unzähligen Strafraum- und Torszenen geprägt. Schon in der zweiten Minute strich ein Schuss von Daniel Walz am Rüppurrer Gehäuse vorbei und bei Dominik Germars Pressing gegen den Torwart sprang der abgeblockte Ball gerade noch über die Latte (4.). Im Gegenzug dann der Schock für den KSV. Schürbüscher bediente mit einem Steilpass Tim Adam, der Becker keine Abwehrchance ließ und zur Gästeführung einschoss (5.). Nachdem die Hausherren den frühen Rückstand verdaut hatten, erarbeiteten sich allmählich die Spielhoheit und zahllose Torannäherungen. So segelte ein Freistoß von Jonas Kubiak an vielen Akteuren, aber auch am Torpfosten vorbei (13.) und Dominik Pohl köpfte aussichtsreich aus drei Minuten über den Kasten (15.). Nach einer Flanke von Benjamin Bindereif traf Walz dann lediglich den Pfosten (16.) und Bjarne Waßmuth knallte eine Ablage von Dominik Germar aus sechs Metern ebenfalls drüber (17.). Wenig später wurde der Ball nach einem Schuss von Bindereif von der Rüppurrer Torlinie geschlagen (23.) und eine feine Einzelaktion von Waßmuth blieb ebenso erfolglos (26.). Nachdem die Gastgeber etwas den Faden verloren, brachte ein schneller Gegenangriff die SG erstmals wieder in Tornähe. Wiederum nach einem Steilpass scheiterte Schürbüscher aber am glänzend reagierenden Becker (33.), der auch den Versuch von Philipp Merklinger sicher meisterte (38.). Kurz darauf stand der junge KSV-Keeper wieder im Blickpunkt. Im erneuten Duell gegen Schürbüscher bewahrte er sein Team vor einem höheren Rückstand und parierte auch den Nachschuss von Adam glänzend (43.). Auf der Gegenseite sorgten dann Germar und Waßmuth für Unruhe vor dem Rüppurrer (Fußball-)Tor, allerdings ohne Erfolg. Den hatten die beiden dann Sekunden später. Von Germar mustergültig bedient, traf Waßmuth mit einem wunderbaren Schuss in den Winkel zum verdienten 1:1-Ausgleich (45.). Den Auftrieb nutzten die Nordsternler für weitere Gelegenheiten. Bindereif zirkelte eine Pohl-Flanke per Kopf über die Latte (45.+3) und nach prima Vorarbeit von Walz zielte Willi Oliveira Schroer zu zentral auf Simon Mann, der abklatschen konnte (45.+4).

Die Stumpf-Truppe nahm den Schwung mit in den zweiten Abschnitt, Walz (53.) und Waßmuth (55.) waren mit ihren Versuchen aber nicht erfolgreich. Auf der anderen Seite boten sich den Gästen die besseren Möglichkeiten. Der junge KSV-Goalie brachte mit zwei Superreflexen gegen Adam dessen Anhang gleich zwei Mal zur Verzweiflung (56.). Und auch den 14-Meter-Schuss von Antonio Molino fischte Becker weg (57.). Durchaus etwas überraschend ging der KSV wenig später in Führung. Moritz Hartung flanke hoch in den Strafraum auf Matthias Eckert, der elegant und zielsicher zum 2:1 einköpfte (60.). Die Partie wurde zunehmend ausgeglichener und die Fusionierten bemühten sich engagiert um den Ausgleich. Zunächst schoss aber Nico Tritschler nach prima Zuspiel von Bindereif nur knapp am Rüppurrer Tordreieck vorbei (66.). Auf der anderen Seite hämmerte Ruben Schmidt den Ball knapp am zweiten Pfosten vorbei (68.). Im Gegenzug lenkte SG-Hüter Mann einen 20-Meter-Schuss von Oliveira Schroer über den Querbalken (69.). Dann wurde Jonas Klodwig, kurz zuvor erst eingewechselt, von der Gästeabwehr nur ungenügend gestört und zog aus 18 Metern ab. Über den Innenpfosten fand der Ball dann den Weg zum umjubelten 3:1 ins SG-Tor (74.). Die vermeintliche Vorentscheidung widerlegte Adam, dessen noch leicht abgefälschter Schuss zum Glück für den KSV am Lattenkreuz landete (80.). Dann folgten zwei nennenswerte Aktionen, bei denen auf beiden Seiten sportliche Fairness gelebt und Schiri-Entscheidungen jeweils zu eigenem Ungunsten korrigiert wurden (83., 85.). Den sportlichen Kampf hatten die Gastgeber unabhängig davon noch aber nicht aufgegeben, wurden dabei jedoch von den Waldstädtern gut unterstützt. Zunächst wurde Adam auf dem Weg von der Außenlinie in den Strafraum regelwidrig gebremst. Mit dem verhängten Strafstoß stellte Molino den Anschluss her und sorgte beim Merklinger-Team für Morgenluft am heißen Abend. Eckert hätte alles wieder beruhigen können, doch zielte er mit seinem Flachschuss aus 25 Metern knapp neben den Pfosten (89.). Vier Minuten später wurde eine KSV-Annäherung abgefangen. Als sich die meisten Akteure noch anderen Vorkommnissen statt dem Spielgerät widmeten, schlug Molino aus der eigenen Hälfte einen weiten Ball in den KSV-Strafraum. Dort setzte sich Schürbüscher geschickt durch und zirkelte die Kugel zum 3:3-Ausgleich am machtlosen Becker vorbei (90.+3). Ein letzter Angriffsversuch der Einheimischen verpuffte kurz darauf ebenso wie die jäh zerstörte Freude auf den ersten Saisondreier. Aber was nicht ist, kann ja noch werden (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Zürn (46. Hartung), Kirchner, Kubiak, Tritschler – Walz, Pohl (46. Eckert), Oliveira Schroer, Bindereif – Germar (80. Wied), Waßmuth (72. Klodwig)

Schiedsrichter: Ralf Hitscherich (FV Malsch)

Tore:0:1 Tim Adam (5.) 1:1 Bjarne Waßmuth (45.) 2:1 Matthias Eckert (60.) 3:1 Jonas Klodwig (74.) 3:2 Antonio Molino (88.Elfmeter) 3:3 Maximilian Schürbüscher (90.+3)

Zuschauer: 48

 

 

 

 

By |2019-08-29T13:52:52+00:0026. August 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|