1. Mannschaft

Karlsruher SV – VSV Büchig 2:2 (2:1) 22.Spieltag – 7.4.19

Nachbarschaftliche Punkteteilung: KSV zum 13. Mal in Folge unbesiegt.

Interessant und unterhaltsam fanden es die Anhänger beider Seiten. Da letztlich jedes Team die volle Punktzahl hätten einstreichen können, erscheint das Remis eine gute Grundlage für weitere gute Nachbarschaft.

Die Hausherren beherrschten von Beginn an die Partie und waren in der ersten halben Stunde klar überlegen. Schon nach wenigen Sekunden wurde nach der ersten Ecke ein Kopfball von Mauricio Monteiro im Getümmel des Büchiger Strafraums gerade noch geklärt (1.). Kurz darauf stießen Bjarne Waßmuth und Daniel Frick mit den Köpfen zusammen, konnten zum Glück aber weiter spielen. Den anschließenden Freistoß schoss Jonas Kubiak knapp am Gästetor vorbei (3.). Ein weiterer Kubiak-Freistoß bescherte den Stumpf-Schützlingen dann den 1:0-Führungstreffer. Gegen den Kopfball von Monteiro aus acht Metern sah sich Carsten Kitter machtlos (16.). Mit einem weiteren Standard sorgte Kubiak erneut für Gefahr. Der Ball landete allerdings auf dem VSV-Tornetz (24.). Kurz darauf war erneut die Aufmerksamkeit des Gästekeepers gefragt, als er Benjamin Bindereif den Ball vom Kopf fischte (31.). In der Folge wurde die Partie auch derbymäßig emotional und nun mischten auch die Büchiger ordentlich mit. Für deren erste Torannäherung war ein 20-Meter-Schuss von Marcel Hemberle verantwortlich, der durch den KSV-Strafraum flog, aber eine sichere Beute von Tim Nagel wurde (32.). Auf der anderen Seite drosch Wilhelm Oliveira-Schroer aus der gleichen Entfernung über den Kasten (33.) und Matthias Eckert zirkelte den Ball zwar geschickt über den heraus eilenden Kitter hinweg, aber auch am Pfosten vorbei (34.). Kurz darauf köpfte Monteiro einen Eckball in die fangbereiten Arme Kitters (38.). Im direkten Gegenzug gelang den Gästen stattdessen der Ausgleich. Nikolai Vlahovic brachte auf der linken Seite mit einem gezielten Steilpass Nicola Bolz in Schussposition, der an Keeper Nagel vorbei flach zum 1:1 vollendete (38.). In der Schlussminute kam Monteiro bei einer von neuen KSV-Eckstößen erneut zum Kopfball, zielte aber knapp vorbei. Schon bei der nächsten Aktion schafften die Nordsterne durch einen sagenhaften Freistoßknaller aber doch wieder die Führung. Aus rund 35 Metern zimmerte Kubiak die Kugel Millimeter neben dem Pfosten zum 2:1 ins des VSV-Gehäuse (45.). Mit diesem leistungsentsprechenden Ergebnis ging es sodann in die Pause.

Nach Wiederbeginn hielt sich der Tabellenvierte dann aber recht lethargisch zurück und die Truppe von Jens Pfattheicher übernahm zusehends die Spielkontrolle. So hatte Vlahovic eine erste Gelegenheit, schoss aus zwanzig Metern aber weit drüber (52.). Die bis dahin wenig auffälligen Sandhasen benötigten wieder einen Freistoß, um offensiv für Aufmerksamkeit zu sorgen. Kubis Spezialität konnte Kitter im letzten Moment aber noch entschärfen (64.). Kurz zuvor hatte sich das faire Derby wieder ausgeglichen gestaltet. Die beiden Fanlager erlebten allerdings erst in den letzten zehn Spielminuten wieder erwähnenswerte Torszenen. Zunächst war der KSV bei einer guten Angriffsaktion in Tornähe. Die schöne Flanke von Simon Dietrich setzte Monteiro jedoch neben den Pfosten (81.). Dann stürmte auf der Gegenseite der zielstrebige Bolz von der linken Angriffsseite in den Strafraum. Zunächst wurde sein Dribbelversuch noch unterbunden, der abprallende Ball fiel ihm jedoch wieder vor die Füße. Ähnlich seinem ersten Treffer schlug sein Flachschuss aus spitzem Winkel neben dem zweiten Pfosten zum zweifellos verdienten 2:2-Ausgleich ein (83.). Fast hätten die Jungs von der Waldstraße das Ding sogar noch komplett gedreht. Zuerst rauschte Hendrik Hadeler einen Meter vor der Torlinie an einer Hereingabe vorbei und dann köpfte der aufgerückte Frick knapp ins Aus (88.). Am Ende blieb es beim friedlichen Unentschieden, über das sich die Büchiger mehr als die Waldstädter freuten. Das war auch schon mal umgekehrt. Der KSV konnte bleibt jetzt in immerhin dreizehn Spielen in Folge unbesiegt. Ist ja auch nicht schlecht. In Rußheim am nächsten Sonntag dürfte das Dargebotene aber wohl nicht reichen, diese Serie auszubauen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Zürn, Kubiak, Hartung – Klodwig (88. Krause), Monteiro, Oliveira Schroer, Bindereif – Waßmuth (73. Hout), Eckert

Schiedsrichter: Philipp  (SV Federlechner (FC Neureut)

Tore: 1:0 Monteiro (16.), 1:1 Bolz 37.), 2:1 Kubiak (45.), 2:2 Bolz (83.)

Zuschauer: 80

By |2019-04-10T17:19:07+00:007. April 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FV Linkenheim – Karlsruher SV 4:4 (1:1) 21.Spieltag – 31.3.19

KSV macht in den letzten fünf Minuten noch Dreitore-Rückstand wett.

Zu den kommenden Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Fußballvereins Linkenheim leistete die Truppe von Trainer Torsten Zörb schon am vergangenen Sonntag einen ersten denkwürdigen Beitrag. Diesen hatten sich die Gastgeber allerdings wesentlich erfreulicher vorgestellt. Nach 85 gespielten Minuten und mit einer 4:1-Führung im Rücken war auch bereits alles für den finalen Jubel und eine Verbesserung der Tabellensituation angerichtet. Drei Gegentore innerhalb von fünf Minuten später war dies aber alles Makulatur. Der Karlsruher SV hingegen schwang sich nach dem phönixgleich erkämpften Punktgewinn zum moralischen Sieger auf.

Bei herrlichem Fußballwetter setzten die Hausherren unmittelbar nach dem Anstoß den ersten Akzent, als Norman Königs Flanke nach 15 Sekunden an den Außenpfosten klatschte. Danach beäugten sich die Kontrahenten aufmerksam und nach einer Viertelstunde wechselten sich in beiden Strafräumen die Torszenen ab. So kam KSV-Angreifer Daniel Walz gegen den weit aus dem Kasten eilenden Angel Quinones einen winzigen Schritt zu spät (14.). Kurz darauf steckte ihm Simon Dietrich geschickt den Ball durch, seine Hereingabe wurde aber vor dem zum Einschuss bereiten Matthias Eckert noch abgeblockt (15.). Auf der anderen Seite musste KSV-Schlussmann Tim Nagel bei einem Schuss aus nächster Nähe alles aufbieten, um den Torerfolg zu verhindern (23.). Beim anschließenden (allerdings irregulären) Eckball waren die KSV-ler dann wenig aufmerksam. Der unbeaufsichtigt gelassene König brachte den Ball per Kopf in die Mitte, wo der aufgerückte Felix Lutz ebenso frei stehend aus vier Metern zum 1:0 einköpfte (24.). Gleich nach dem Wiederanstoß lag schon der Ausgleich in der Luft, als sich Quinones einen Faux-pas erlaubte, den seine Vorderleute jedoch ausbügeln konnten (25.). Kurz darauf war er dann aber auf dem Posten, als er bei einem Abschluss von Walz die Kugel gerade noch zu fassen bekam (26.). Zehn Minuten später zeigte sich die aufgerückte Gäste-Abwehr indisponiert und ließ Hubert Badhofer in Ballbesitz kommen. Bei dessen listigem Heber aus 20 Metern stand dem 2:0 nur der Querbalken im Wege (37.). Eine große Torgelegenheit eröffnete sich dann kurz darauf Matthias Eckert auf der Gegenseite . Bei der Hereingabe von Moritz Hartung stand er im Fünfer frei, zielte aber direkt in die Arme des FVL-Hüters (39.). In der Schlussminute des ersten Abschnitts belohnte sich die Stumpf-Truppe dann doch noch für ihre Überlegenheit während der voran gegangenen zwanzig Minuten. Nach Balleroberung in der eigenen Hälfte passte Jonas Klodwig von rechts in die Mitte, wo Walz direkt auf Benjamin Bindereif weiterleitete. Dessen Schuss aus zehn Metern konnte Quinones nur noch reflexartig zum 1:1 abfälschen (45.).

Die Schwarz-Roten holten sich ihre Führung zu Beginn der zweiten Hälfte aber gleich wieder zurück. KSV-Kapitän Dominik Kirchner beförderte einen Freistoßball per misslungenem Kopfball ebenso überraschend wie unglücklich zum 2:1 ins eigene Netz (48.). Die Hausherren hatten nun Oberwasser und bestimmten das Geschehen. Ein sehenswerter FVL-Angriff mit einer abschließenden tollen Direktabnahme, die aber weit über den Kasten rauschte, deutete die Entschlossenheit der Zörb-Truppe an. Allerdings blieb auf der anderen Seite ein elfmeterreifes Foul an Eckert ungeahndet (56.). Ein weiterer Eckstoß leitete sodann den dritten FVL-Treffer ein. Winterneuzugang Benjamin Hauser zog aus 18 Metern scharf ab und im Fünfmeterraum schlich sich Badhofer davon und drückte zum 3:1 ein (58.). In der nun hektischer gewordenen Phase wurden die Waldstädter nur wenig später Opfer ihrer nicht entschlossen genug zu Ende gespielten Angriffe. So kam nach KSV-Ballverlust der ebenfalls neu zum Team gestoßene Arber Beqiri auf der rechten Seite in Ballbesitz. Seine scharfe Hereingabe erreichte den knapp vor der Torlinie postierten Badhofer, der nur noch den Fuß zum 4:1 hinhalten musste. Proteste der KSV-ler wegen stark verdächtiger Abseitsstellung blieben ungehört (66.). Bis dahin hatten die Gäste recht mutlos und unentschlossen agiert und nichts deutete auf eine Resultatsverbesserung zu ihren Gunsten hin. Fortan entwickelten sie dann aber größeren Offensivgeist und beschäftigten immer häufiger die FV-Abwehr. Schon beim Schuss von Walz unmittelbar nach dem vierten Gegentreffer musste der Schlussmann eine prächtige Parade zeigen (68.) und den Kopfball von Wilhelm Oliveira Schroer konnte ein Linkenheimer noch von der eigenen Torlinie kratzen (69.). Auch Minuten später schafften es Walz und Bindereif wiederum nicht, wenigstens den Anschluss herzustellen (78.). Die Hausherren hingegen kamen nur noch zu einer einzigen nennenswerten Torgelegenheit durch einen platzierten Schuss von Bubacarr Janneh von der Strafraumgrenze, den aber Nagel blendend parierte (79.). Aber mit dem sicheren Vorsprung waren Offensivaktionen für die Hardtler auch keine zwingende Option. Als sich auch noch KSV-Akteur Martin Zürn bei einem regelkonformen Zweikampf eine blutige Nase holte (83.), passte dies zum Spielverlauf. Die Jungs vom Nordstern ließen sich jedoch auch dadurch nicht entmutigen und freuten sich kurz darauf sogar über den Anschlusstreffer. Hassan Hout trickste sich im Strafraum gegen mehrere Gegner durch und netzte flach zum 4:2 ein (85.). Aus Linkenheimer Sicht nur ein Schönheitsfehler, für die Gäste ein erträglicheres Ergebnis, mehr nicht. Diese Einschätzung hatte auch nach dem Freistoß von Walz, der über den Kasten segelte, noch bestand (87.). Dennoch versuchte man weiter, in die gegnerische Gefahrenzone zu kommen. Und plötzlich lag das Runde erneut im Linkenheimer Tor. Eckert hatte aus 15 Metern beherzt abgezogen und traf mit seinem Flachschuss zum nicht mehr erwarteten 4:3 (89.). Angesichts der geringen Restspielzeit war mit einem weiteren KSV-Treffer realistischer Weise nicht zu rechnen, auch wenn bei den Gastgebern schon längere Zeit nicht mehr viel Konstruktives zusammenlief. Ungeachtet dessen schlug Jonas Kubiak – den bevorstehenden Schlusspfiff ahnend – eine mehr oder weniger gezielte Flanke aus der eigenen Hälfte in den gegnerischen Strafraum. Dort versuchte 1:0-Schütze Lutz per Kopfball zu klären, verlängerte dabei aber den Ball ins eigene Tor zum 4:4-Ausgleich (90.). Sekunden später dann der Abpfiff. Sensationeller Ausgang eines guten Fußballspiels, Ungläubigkeit auf beiden Seiten, Fassungslosigkeit bei den einen und Jubel bei den anderen. Gemessen an den Spielanteilen ein durchaus gerechtes Ergebnis, aber ein Spielverlauf, den auch ein langes Fußballerleben nur selten mehrmals bekommt.

Nach dem Ausgleichstor holte sich Hassan Hout noch den Gelben Karton ab, wegen Zeitverzögerung. Seine Rechtfertigung „wir führen doch 4:4“ lässt erahnen, wie sehr Glückshormone doch den Blick auf die Realität verschleiern können (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Kirchner (71. Zürn), Kubiak, Hartung – Klodwig (65. Hout), Wied (81. Richert), Oliveira Schroer, Bindereif – Walz, Eckert

Schiedsrichter: Thomas Klejnowski (Karlsruher SC)

Tore: 1:0 Lutz (24.), 1:1 Bindereif (45.), 2:1 Eigentor (48.), 3:1 Badhofer (58.), 4:1 Badhofer (66.), 4:2 Hout (85.), 4:3 Eckert (89.), 4:4 Eigentor (90.)

Zuschauer: 110

By |2019-04-03T17:25:13+00:0031. März 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – FV Grünwinkel 0:0 20.Spieltag – 24.3.19

Torlos im Hardtwald: Unterhaltsame Nullnummer dank starker Torwartleistungen.

Auch ohne Torerfolge lieferten beide Teams eine überaus interessante, abwechslungsreiche und nie langweilige Partie auf gutem Niveau ab. Es war insbesondere in der zweiten Hälfte offensichtlich, dass gerade die Gäste die volle Punktausbeute anstrebten, um wieder näher an den Tabellendritten heran zu rücken. Der Siegtreffer lag indessen auf beiden Seiten mehrmals in der Luft. Dass es keine Torjubel gab, lag insbesondere auch an den teilweise spektakulär haltenden Torleuten. Deshalb ist die Punkteteilung nach dem Gesamtverlauf am Ende als leistungsgerecht zu bewerten. Auch Schiri Otto Rassenfoss schien sich damit anzufreunden und pfiff die von ihm in gewohnter Manier geleitete Begegnung überpünktlich ab.

Als sich die Akteure nach zehn Minuten an das holprige Geläuf gewöhnt hatten, häuften sich die Torszenen. Zunächst bot sich Grünwinkels Mert Tunc aus acht Metern die Gelegenheit zur Führung, drosch aber über den Kasten (10.). Dann folgte ein Konter der Hausherren, den Benjamin Bindereif mit einem knapp den Kasten verfehlenden Schuss abschloss (13.). Dies war der Auftakt einer Serie von weiteren Chancen zur Führung. Schon Sekunden später wurde Bjarne Waßmuth von Bindereif in Position gebracht, an der Strafraumgrenze aber vom FVG-Schlussmann am gezielten Einschuss gehindert. Während der Pfiff des Unparteiischen ausblieb, trudelte die Kugel am Pfosten vorbei ins Aus (14.). Dann segelte ein 35-Meter-Freistoß des starken Jonas Kubiak an allen Beteiligten, aber auch am Tor vorbei (16.). Kurz darauf verpasste Matthias Eckert den Zeitpunkt für einen eigenen Abschluss und bediente tattdessen Daniel Walz. Dessen Hereingabe flog aber über das Gehäuse (19.). Im Gegenzug konnte KSV-Hüter Tim Nagel dem heran eilenden Adnan Masic den Ball gerade noch wegschnappen (19.). Ein direkter 30-Meter-Versuch von Bindereif war dann zwar ein Beleg für dessen Selbstbewusstsein, aber keine Gefahr für das Gästetor (20.). Und wieder eine Minute später wurde Eckerts Schuss aus nähester Distanz abgeblockt (21.). In der Folge wurde die Truppe von Domenico Rizzo gleichwertiger und kam besser in Fahrt. Dennoch leistete sie sich einen Abwehrschnitzer, der Eckert die bis dahin größte Torchance einbrachte. Keeper Daniel Hasselwander konnte aber souverän und abgeklärt den Rückstand verhindern (33.). Dies gelang auf der anderen Seite auch Kubiak, der sich einsatzfreudig in den Schuss von Tunc warf (34.). Und wenig später setzte sich Ruven Piecha auf der rechten Seite durch, zielte mit seinem flachen Diagonalschuss aber am zweiten KSV-Pfosten vorbei (42.). Kurz vor der Pause senkte sich noch ein abgefälschter Kubiak-Freistoß auf das Grünwinkler Tornetz (43.) und bei einer KSV-Ecke von Walz zielte Waßmuth zu ungenau (44.).

Die zweite Hälfte war geprägt von einem kampfbetonten Beginn und einer zunehmenden Dominanz der Gäste im Mittelfeld. Bei einem tollen Freistoß von Masic musste Nagel dann auch sein ganzes Können aufbringen, um das Spielgerät über die Querlatte zu lenken (56.). Die beiden Akteure wiederholten die gleiche Szene  eine Minute später auf der anderen Seite (57.). Aber auch Hasselwander stand dem nicht nach und lenkte nach einem Superkonter des KSV parierte einen Schuss von Walz ebenso bravourös (58.). Noch in der selben Minute lenkte gewann Nagel erneut das Duell gegen Masic und lenkte dessen 16-Meter-Schuss um den Pfosten (58.). Die technisch versierte FVG-Truppe suchte unverzagt den Torerfolg, während sich die Jungs von Christian Stumpf Defensivaufgaben stellen mussten. Auch wenn sie diese in bewährter Manier erledigten, konnten gegnerische Torgelegenheiten nicht gänzlich verhindert werden. So trickste sich der spritzige, bis dahin aber gut bewachte Brendan Kima Ngerma auf links sehenswert und energisch in den KSV-Strafraum und zog aus zehn Metern ab. Mit einer ebenso starken wie filmreifen Parade hielt Nagel aber den Kasten sauber (79.). Bei einem Drehschuss von Tunc, der am rechten Pfosten vorbei flog, musste er hingegen nicht eingreifen (87.). Für die Gastgeber hingegen ergab sich im letzten Spieldrittel lediglich bei einem Eckball eine Tormöglichkeit. Den von Moritz Hartung getretenen Ball bugsierte Marco Wied im Fünfer mit der Hacke in Richtung Tor, wo er jedoch von Hasselwander sensationell noch übers Dreieck gewischt wurde (70.). So stand am Ende ein torloses Unentschieden der deutlich besseren Art und sehr ansehnlicher Fußballkost, mit dem beide Teams leben können (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Zürn, Kubiak, Hartung  – Walz (87. Monteiro), Wied, Oliveira Schroer, Bindereif – Waßmuth (71. Hout), Eckert (80. Klodwig)

Schiedsrichter: Otto Rassenfoss (SV Hatzenbühl)

Zuschauer: 71

By |2019-03-27T18:20:53+00:0024. März 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

SG Rüppurr-Alemannia-DJK-FG – Karlsruher SV 0:4 (0:3) 19.Spieltag – 17.3.19

KSV jetzt Tabellendritter.

Auch in der vierten Auswärtspartie nacheinander blieb der Karlsruher SV ohne Punktverlust. Mit nunmehr sieben Siegen in Folge haben sich die KSV-ler endgültig im oberen Tabellenviertel etabliert. Zwar nur eine Momentaufnahme, aber eine äußerst erfreuliche zum Genießen. Zehn Spieltage ohne Niederlage zeugt zweifellos von einem stabilen Mannschaftsgerüst, auf dessen Grundlage man auch gegen die kommenden starken Gegner nicht chancenlos bleiben muss.

Einen Last-Minute-Treffer wie am Vorsonntag bei Olympia Hertha benötigte man diesmal nicht. Schon früh hatte sich das Kräftemessen klar zu Gunsten des KSV entwickelt. Der Rüppurrer Sportgemeinschaft muss allerdings zu Gute gehalten werden, dass auf zahlreiche nicht einsatzfähige bzw. -berechtigte Stammkräfte verzichtet werden musste. Die kollektiv besseren Waldstädter sorgten dann auch mit einem beruhigenden Viertore-Vorsprung schon nach einer knappen Stunde für klare Verhältnisse. Die eifrigen Schützlinge von Coach Klaus Merklinger ließen bis zum Schluss dennoch nichts unversucht, um wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen. Dies wusste die KSV-Defensive jedoch souverän zu verhindern.

Gleich mach Beginn bescherte zunächst ein leichter Ballverlust des neuen Tabellendritten den Gastgebern die erste Torgelegenheit des Spiels. Tim Nagel kam aber noch rechtzeitig aus seinem Kasten und verhinderte so den erfolgreichen Torabschluss von Ruben Schmidt (6.). Danach bestimmte der KSV das Geschehen und Benjamin Bindereif scheiterte auf Vorlage von Marco Wied mit seinem Flachschuss am glänzend parierenden Kevin Struck (10.). Zwei Minuten später verhinderte er gegen Matthias Eckert erneut einen Rückstand (12.). Wenig später trugen die Gäste einen sehenswerten Angriff über Bjarne Waßmuth und Bindereif vor. Zunächst klärte Struck gegen Eckert, dann wurde ein Schuss von Daniel Walz abgeblockt. Den Abpraller beförderte dann Bindereif endgültig zum 0:1 ins SG-Tor (16.). Danach gestaltete sich die Partie annähernd ausgeglichen ohne nennenswerte Höhepunkte. Deshalb etwas überraschend kam die Stumpf-Truppe zum zweiten Tor. Eckert passte von der Grundlinie nach innen, wo wiederum Bindereif die Kugel zum 0:2 über die Linie drückte (30.). Kurze Zeit später zauberte Waßmuth einen Zuckerpass in den Lauf von Eckert, der eiskalt an Struck vorbei zum 0:3 vollendete (38.). Erst in der Schlussminute der ersten Halbzeit tauchten die Gastgeber wieder im KSV-Strafraum auf, Nicolas Koch köpfte nach einer Ecke aber knapp über die Latte (45.).

Die Anfangsphase des zweiten Abschnitts bestimmte zunächst die SG, die sich jedoch durch einen sehenswerten Konter des KSV einen weiteren Treffer einfing. Den von Walz in den Strafraum gebrachten Ball ließ Eckert geschickt passieren und Bindereif nutzte die Gelegenheit zu seinem dritten Tagestreffer (52.). Das 0:4 wäre nicht lange von Bestand gewesen, hätte Jonas Kubiak beim Schuss von Schmidt nicht energisch eingegriffen (53.) In der Folge plätscherte die Partie mehr oder weniger quälend dahin. Rüppurr bemühte sich redlich, konnte den Gegner aber nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Zwei Versuche der beiden Merklingers (60. und 70.) stellten den KSV-Keeper nicht vor derartige Probleme, dass er sich für die Elf der Woche hätte qualifizieren können. Auf der anderen Seite blieb ein Schuss von Walz aus fünf Metern in der SG-Abwehr hängen (63.), wogegen der 30-Meter-Versuch von Willi Oliveira Schroer keine Gefahr für Struck bedeutete (65.). Das phasenweise sehr zerfahrene Geschehen konnte die Zuschauer kaum erwärmen. Vermutlich deshalb wechselte Dominik Kirchner vorübergehend die Sportart und bediente sich aus der Ringergriffkiste (76.). Außer der Gelben Karte gab es indessen keine Wertung. Dann sorgte auch Benny Bindereif mit einem zu früh angesetzten Fallrückzieher, bei dem der Ball völlig unbehelligt blieb, für Abwechslung (80.). So kann auch brotlose Kunst unterhaltend sein (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Kirchner (77. Zürn), Kubiak, Hartung (68. Klodwig) – Walz, Wied, Oliveira Schroer, Bindereif – Waßmuth (59. Haupt), Eckert (59. Monteiro)

Schiedsrichter: Christian Pendl (FC Busenbach)

Tore: 0:1 Bindereif (16.), 0:2 Bindereif (30.), 0:3 Eckert (38.), 0:4 Bindereif (52.)

Zuschauer: 25

By |2019-03-20T05:45:18+00:0017. März 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

SpVgg Olympia Hertha – Karlsruher SV 1:2 (1:1) 18.Spieltag – 10.3.19

KSV mit Mühe und Glück zum Sieg beim Schlusslicht.

Wie im Hinspiel benötigte der Karlsruher SV einen Foulelfmeter in der 89. Spielminute, um den vollen Erfolg mit dem gleichen Endresultat einzufahren. Der Tabellenletzte bot bis zum Schluss heftige Gegenwehr und kämpfte engagiert, aber stets fair um den zweiten Saisonpunkt. Und mit etwas Glück hätten die personell neu aufgestellten Herthaner vor dem KSV-Siegtreffer sogar selbst in Führung gehen können. Ungeachtet der späten und knappen Niederlage darf man beim Verlierer dennoch mit dem Dargebotenen zufrieden sein und durchaus mit dem einen oder anderen Punktgewinn im weiteren Saisonverlauf liebäugeln. Die Leistung der Waldstädter hingegen war wie das Wetter. Wechselhaft, kapriziös und nur wegen der Aussicht auf Besserung wohlwollend erträglich. Freuen darf man sich aber trotzdem, gewinnen muss man schließlich auch erstmal können. Dass es trotz des erfolgreichen Jahresauftaktes gegen die nächsten Gegner einer Steigerung bedarf, ist jedem bewusst. Mit dem Selbstbewusstsein eines Tabellenvierten dürfte das auch machbar sein. Was sich punktemäßig dann ergibt, bleibt abzuwarten.

Zu Beginn wurden die Jungs von Coach Christian Stumpf ihrer Favoritenrolle klar gerecht und setzten die Gastgeber gleich unter Druck, wenngleich sich keine Abschlusssituationen ergaben. Lediglich eine Rechtsflanke von Martin Zürn landete nach einer Viertelstunde mit Windunterstützung auf der Herthaner Torlatte. Danach wurde ein Schuss von Moritz Hartung abgeblockt. Sein zweiter Versuch landete nach unglücklicher Abwehraktion in der OH-Hintermannschaft vor den Füßen von Daniel Walz, der mit einem präzisen Linksschuss zur verdienten 0:1-Führung vollstreckte (17.). Wenig später zeigte der KSV wiederum einen schönen Angriff, wobei Malte Oldemeier mit einer Direktabnahme Kai Diaz im Hertha-Tor nicht beeindrucken konnte (23.). Im weiteren Verlauf gönnten sich die Nordsternler zunehmend Pausen, während die Gastgeber immer besser ins Spiel und zu Torchancen kamen. Sorin Chirila verfehlte mit einem windunterstützten Gewaltschuss nur um Zentimeter das KSV-Dreieck (31.). Dann flog ein weiterer OH-Kracher am Pfosten vorbei (39.). Kurz darauf konnte im Strafraum ein Olympia-Angreifer nur per Foul gestoppt werden. Ibrahim Arslan vollstreckte den Elfmeter wuchtig zum nun nicht mehr überraschenden 1:1-Ausgleich. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff sorgten die Gäste mit einem Freistoß wieder für Torgefahr. Der Ball flog quer durch den Strafraum, wo am Ende Zürn den Außenpfosten traf (43.).

Nach Wiederanpfiff von Rene Söllner, der mit der Leitung der fairen Partie keinerlei Probleme hatte, nahmen die Waldstädter wieder das Heft in die Hand, ohne jedoch echte Torgelegenheiten heraus zu spielen. Auch die Freistöße landeten häufig im Niemandsland. Trotz Feldüberlegenheit des KSV kamen die Hausherren zu einigen Konterchancen, die vor allem vom technisch versierten und schussstarken Adrian Sabatino abgeschlossen wurden. Der verfehlte mit Fernschüssen jeweils knapp das KSV-Gestänge (60., 64.) und dann musste Tim Nagel vor der Linie klären (67.). Dazwischen versäumte auf der Gegenseite Oldemeier bei einer Zürn-Flanke eine bessere Abschlussposition (63.) und Mauricio Monteiro ließ eine Doppelchance liegen (64.). Danach hatte Matthias Eckert nach tollem Zuspiel die Führung auf dem Fuß, die aber Diaz routiniert verhinderte (72.). Danach gab es dann wenig Sehenswertes, was auf eine Resultatsveränderung schließen ließ. Immerhin ließen die KSV-Jungs in ihren Offensivbemühungen nicht nach. Daraus resultierte dann im Sechzehner auch ein eher unnötiges Foulspiel an Walz (88.). Den fälligen Strafstoß setzte Routinier Monteiro dermaßen zielgenau in den Torwinkel, dass zunächst Zweifel an dessen Absicht aufkamen. Keine Zweifel gab es indessen am Spielstand. Die 2:1-Führung gaben die Sandhasen nun auch nicht mehr ab (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Zürn, Kirchner, Kubiak, Hartung (46. Monteiro) – Haupt (66. Eckert) Wied (82. Frankenhauser), Oliveira Schroer, Bindereif – Oldemeier, Walz, (89. Härter)

Schiedsrichter: Rene Söllner (Malsch)

Tore: 0:1 Walz (17.), 1:1 Arslan (40., FE) 1:2 Monteiro (89., FE)

Zuschauer: 31

By |2019-03-13T06:28:29+00:0010. März 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Futsalkreismeisterschaft

In der 2. Auflage der Karlsruher PFEIFFER&MAY Futsalkreismeisterschaft konnte sich Kreisligist Germania Neureut im Endpiel erst im 6-Meterschießen gegen Gastgeber Karlsruher SV mit 4:3 durchsetzen. Der Sieger erhielt einen wertvollen Pokal sowie 500€ Preisgeld. Platz 3 und 4 gingen an FVgg.Weingarten und FC21 Karlsruhe. Die zahlreichen Zuschauer konnten in der Rintheimer Sporthalle spannende Spiele und insgesamt 48 Tore am Finaltag bejubeln. Turnierleiter Udo Schnürer freute sich über das hohe Niveau und die faire Spielweise der Teilnehmer. In die Veranstaltung war der „Erinnerungstag im Deutschen Fußball“  NIE WIEDER eingebunden, bei der an die Befreiung des KZ Auschwitz gedacht wird.

1. FC Germania Neureut
2. Karlsruher SV
3. FVgg. Weingarten
4. FC 21 Karlsruhe

Der Fußballkreis Karlsruhe bedankt sich bei allen Teilnehmern.

By |2019-01-28T12:53:17+00:0028. Januar 2019|1. Mannschaft, Featured, Fußball, Herren, Verein|

Vorbereitungsplan Winter 2019

Mittwoch 30.1 20:45 Training Schöneck
Donnerstag 31.1 19:30 Uhr KIT SC – KSV 1:1 (1:1) KIT SC
Sonntag 3.2 14 Uhr KSV II-SG Siemens  3:2 (0:2) KSV
Dienstag 5.2. 19 Uhr Training
Donnerstag 7.2. 19 Uhr Training
Sonntag 10.2 13 Uhr KSV II – Söllingen II  3:2 (0:1) KSV
Dienstag 12.2. 19 Uhr Training
Donnerstag 14.2 19 Uhr Training
Sonntag

 

17.2

 

12:30 Uhr

14:30 Uhr

KSV II-Blankenloch II   1:0 (1:0)

KSV-Blankenloch 1:2 (0:1)

KSV

KSV

Dienstag 19.2. 19 Uhr Training
Donnerstag 21.2. 19 Uhr Training
Samstag 23.2 14 Uhr Wolfartsweier-KSV 3:2 (3:0) Wolfartsweier
Sonntag 24.2 14 Uhr KSV-Grötzingen  1:6 (1:3) KSV
Dienstag 26.2. 19 Uhr Training
Mittwoch 27.2 20:45 Training Schöneck
Dienstag 5.3. 19 Uhr Training
Freitag 8.3. 19 Uhr Training
Sonntag 10.3. 15 Uhr 17. Spieltag Ol. Hertha
By |2019-02-24T16:43:16+00:0012. Dezember 2018|1. Mannschaft, 2. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FV Fortuna Kirchfeld II – Karlsruher SV 0:3 (0:2) 17.Spieltag – 2.12.18

KSV mit weiterem Auswärtsdreier in die Winterpause.

Die Rintheim-Waldstädter bestätigten ihr derzeitiges Leistungshoch und holten sich bei der Kirchfelder Landesliga-Zweiten den fünften Sieg in Folge. Nach nunmehr acht Partien ohne Niederlage haben sie sich damit endgültig im ersten Tabellendrittel festgesetzt. Mit dieser erfreulichen Zwischenbilanz überwintern die Stumpf-Jungs ziemlich überraschend auf Rang fünf. Die Fortunen hingegen konnten sich nicht näher an die Abstiegskonkurrenten heran arbeiten und verharren weiter auf einem möglichen Relegationsplatz.

Der KSV begann die Partie recht forsch. Hassan Hout hatte schon nach 40 Sekunden die erste Tormöglichkeit und Debütant Bjarne Waßmuth kam kurz darauf gegen den im letzten Moment klärenden Nico Doll nicht mehr zum Schuss (3.). Die Gäste blieben überlegen und zeigten unterhaltsame Kombinationen. Echte Torgefahr versprühten sie aber erst wieder, als Willi Oliveira Schroer mit einem platzierten Kopfball an Fortunenkeeper Kristijan Petric scheiterte (19.). Wenig später war er aber erfolgreicher, als er einen Eckball von Hout an den Innenpfosten köpfte und die Kugel zur 0:1-Führung den Weg ins Tor fand (22.). Dann bediente Benjamin Bindereif nach feinem Solo Hout, der aus 14 Metern aussichtsreich vorbei schoss (26.). Wenige Minuten später eroberte er sich allerdings listig den Ball im Mittelfeld und wagte ein tiefes Anspiel auf Matthias Eckert. Der ließ sich nicht abschütteln und vollstreckte mit einem Flachschuss zum 0:2 (29.). Mit dem Zweitore-Vorsprung gönnten sich die Waldstädter dann zwar einige Unkonzentriertheiten, den Gastgebern aber nur einen, wenn auch tollen Distanzschuss von Sadiq Omar, den Tim Nagel über den Querbalken lenken konnte (34.).

Nach Wiederanpfiff des prima leitenden Pfälzer Schiri Dimitrios Kyritsis (FV Maximiliansau) bot der KSV gleich wieder Offensivaktionen. So brachte Simon Dietrich den Ball von der Torauslinie nach innen, der Abschluss von Hout wurde aber noch abgewehrt (47.). Beim folgenden Eckstoß wäre den Gastgebern fast ein Eigentor unterlaufen und beim erneuten Eckball köpfte Oliveira-Schroer in die fangbreiten Arme von Petric (48.). In der Folge genehmigten sich die KSV-er wieder ihre obligatorische Auszeit und überließen dem stärker werden Gastgeber das Feld. Bei der Fortuna hatte sich seit dem Seitenwechsel die Hereinnahme von Manuel Ciobu insbesondere auf das Angriffsspiel positiv ausgewirkt. So surrte sein 30-Meter-Freistoß knapp am KSV-Pfosten vorbei (54.) und anschließend drosch Lukas Mückenmüller frei vor Nagel weit über den Kasten (55.). Anstatt vorne den möglichen Anschlusstreffer zu erzielen, traf ihn kurz darauf im eigenen Strafraum ein Missgeschick. Nach Balleroberung des KSV in der eigenen Hälfte zog Eckert auf der rechten Bahn davon und flankte scharf nach innen. Im Fünfmeterraum hatte sich Waßmuth schon für den Einschuss positioniert, als ihm Mückenmüller rettend zuvor kam, den Ball aber unglücklich ins eigene Netz zum 0:3 abfälschte (58.). Trotz des beruhigenden Vorsprungs verlängerten die Gäste ihre Lethargiephase und die das Mittelfeld bestimmende Haranth-Truppe mühte sich weiter um den Anschluss. Zeitweise hatte das Spiel nun gruselige Züge und konnte nicht zur Erwärmung der üppigen Zuschauerkulisse beitragen. Als Moritz Hartung nach einer Kirchfelder Linksflanke den Ball von der Torlinie gekratzt hatte (67.), ließen sich die Grün-Rot-Schwarzen wenigstens mit ihrer defensiven Präsenz die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Im Gegenteil eröffneten sich ihnen mit zunehmender Spieldauer beste Torgelegenheiten, die aber allesamt ungenutzt blieben. So legte Sven Gelke geschickt auf Malte Oldemeier, dessen Schuss aus zehn Metern wurde aber eine Beute von Petric (71.) und auch den Versuch des nach Zuspiel von Philipp Werner völlig freistehenden Eckert landete in den Fängen des Keepers (78.). Dann ließ Gelke im Fünfer den Freistoßball von Jonas Kubiak über den Scheitel ins Toraus gleiten (85.). Und zwei Minuten später brannte es nach einem hervorragenden Flankenball von Hartung lichterloh im Fortunen-Strafraum. Aber weder Werner noch Gelke oder Oldemeier und danach noch Maximilian Krebs brachten im Sekundentakt das Gerät nicht am dichten Bollwerk vorbei (87.). In der Schlussminute schien auf der anderen Seite dann doch der letztlich nicht unverdiente Ehrentreffer fällig. Nagel hielt seinen Kasten aber sauber und wehrte einen Schuss aus drei Metern mit einem Superreflex noch ab (90.). Am Ende waren beide Teams in Feierlaune, aus sportlichen Gründen allerdings nur die KSV-Truppe. Auch wenn in der zweiten Hälfte keine Glanzlichter gezündet wurden, gewann sie insgesamt verdient und darf auf eine tolle Vorrunde zurück blicken. Schade, dass Pause ist. Genieße den Moment! Weniger entspannt wird man sicher im Pell-Rich-Sportpark in die Rückrunde gehen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Kirchner, Kubiak, Hartung – Hout (72. Werner), Oliveira Schroer, Oldemeier, Bindereif (64. Gelke) – Waßmuth (59. Krebs), Eckert

Schiedsrichter: Dimitrios Kyritsis (FV Maximiliansau)

Tore: 0:1 Oliveira Schroer (22.), 0:2 Eckert (29.), 0:3 Mückenmüller (58., ET)

Zuschauer: 21

By |2018-12-05T06:56:51+00:002. Dezember 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

VFB Knielingen II – Karlsruher SV 0:2 (0:2) 16.Spieltag – 25.11.18

Stumpf-Truppe im Stumpf-Park weiter auf Erfolgskurs.

Im schmucken Knielinger Sportpark war das Ensemble von KSV-Coach Christian Stumpf auch von der Kreisligazweiten des VfB nicht zu schlagen. Den Grundstein für den 2:0-Sieg legten die Gäste mit einer beeindruckend starken Vorführung in den ersten 45 Minuten. Im zweiten Abschnitt hatten die Knielinger dann zunehmend die Spielkontrolle im Mittelfeld übernommen, die Durchschlagskraft in der vordersten Reihe blieb aber – nicht zuletzt auch wegen der guten Defensivarbeit des KSV – bescheiden. Die Moral des VfB war dennoch imponierend und selbst nach einer Gelb-Roten Karte in der 56. Minute gab man sich bis zum Schlusspfiff nicht geschlagen. Die Nordsterne wussten allerdings den Zweitore-Vorsprung ins Ziel zu bringen und erhöhten nicht unverdient ihr inzwischen gut angereichertes Punktekonto. Wenngleich solches den Jungs von Steffen Speck verwehrt blieb, wird der aktuell vorletzte Tabellenrang dem über weite Strecken dargebotenen Leistungsstand keineswegs gerecht.

Nach nur wenigen Sekunden hatte der VfB gleich die erste Torchance. KSV-Hüter Tim Nagel lenkte eine gefährliche Rechtsflanke vor einem Angreifer aber gerade noch rechtzeitig um den Pfosten (1.). Danach spielten sich Torszenen lange Zeit nur noch im Strafraum der Gastgeber ab. Nach einem Einwurf von Benjamin Bindereif erkämpfte sich Matthias Eckert trotz elfmeterreifer Bedrängnis eine Schussposition, zielte aber aus acht Metern drüber (4.). Wenig später kam ihm bei einem geschickten Pass in die Tiefe der aufmerksame VfB-Schlussmann André Vonier zuvor (11.) und auch in der 23. Minute ließ man ihn bei einer Flanke von Daniel Walz nicht an den Ball kommen. Den folgenden Eckball köpfte Kapitän Dominik Kirchner aussichtsreich am Kasten vorbei (24.). Dann spielten sich die Waldstädter auf der linken Seite gekonnt durch die Reihen der Gastgeber. Über Moritz Hartung, Eckert und Bindereif war mit einem Querpass Walz freigespielt, der aus 12 Metern sehr souverän das 0:1 markierte (28.). Nach der Führung ließ es der KSV etwas zu lässig angehen, was zu Gegenstößen des Aufsteigers führte. Aber sowohl der Abschluss von Raphael Raisch (31.) als auch der Distanzschuss von Aleix Navascues (38.) blieben zu harmlos. Stattdessen zündete der gut aufgelegte Bindereif das Highlight des Tages. Auf der linken Seite dribbelte er sich unwiderstehlich an fünf machtlosen VfB-Spielern vorbei bis zur Torauslinie, wo er aus spitzestem Winkel mit einem strammen Linksschuss auch Keeper Vonier das Nachsehen gab und mit dem 0:2 für Verzücken bei der Anhängerschaft sorgte (42.). Den Abschluss der ersten Hälfte markierte dann Knielingens Routinier Andreas Jurado, der einen abgewehrten Ball knapp über die Querlatte setzte (45.).

Nach Wiederbeginn war die Speck-Truppe sofort präsenter, energischer und auch selbstbewusster in der Partie. Durch ein unnötiges Foulspiel im gegnerischen Strafraum mit Platzverweisfolge schwächte sie sich dann aber selbst. Bemerkbar machte sich dies jedoch nur kurzzeitig. Der lauffreudige KSV-er Walz bediente Hassan Hout, der freistehend über die Hütte schoss und die Vorentscheidung vergab (60.). Auch dessen Versuch von der Mittellinie über den heraus gelaufenen Vonier hinweg verfehlte das Ziel (61.). Danach aber agierten die Gäste wenig konzentriert und mussten den Holzbiere, die nun trotz Unterzahl auch sehr ansehnlich kombinierten, weitgehend das Feld überlassen. Mit stimmigem Abwehrverhalten konnte echte Torgefahr indessen vermieden werden. So war lediglich Navascues Benit dem Anschlusstreffer nahe, als er einen Drehschuss nicht aufs KSV-Tor bringen konnte (73.). Dann konnten auch die Stumpf-Jungs nochmal mit gelegentlichen Gegenstößen aufwarten. So wurde Eckert im Strafraum klar zu Fall gebracht, die Pfeife von Luka Simic blieb jedoch überraschend stumm (82.). Dann spurtete Dominik Frankenhauser aussichtsreich auf den VfB-Keeper zu, vermochte diesen dennoch nicht zu überwinden (84.). Auf der anderen Seite setzte für die unermüdlichen Gastgeber Raisch noch einen schönen Freistoß Zentimeter über den Querbalken (86.). Danach ließen die KSV-er nichts mehr anbrennen und freuten sich zu Recht über den vierten Dreier in Folge (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Kirchner, Kubiak,Hartung – Hout (67. Frankenhauser), Oliveira Schroer, Oldemeier, Bindereif (80. Krebs) – Walz, Eckert (83. Härter)

Schiedsrichter: Luca Daniel Simic (Bad Liebenzell)

Tore: 0:1 Walz (28.), 0:2 Bindereif (42.)

Gelb-Rot: Gencboy (VfB, 56.)

Zuschauer: 57

By |2018-11-27T14:08:42+00:0026. November 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – FSSV Karlsruhe 3:1 (0:1) 15.Spieltag – 18.11.18

Aufwärtstrend hält an.

Dank einer eindrucksvollen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte drehten die Rintheim-Waldstädter den Pausenrückstand und kamen in dem wohltuend fairen Nachbarschaftsvergleich noch zu einem verdienten Sieg.

Während der ersten halben Stunde hatten die Gäste vom Adenauerring leichte Vorteile und spielten einen gefälligen Kombinationsfußball. Schon in der fünften Minute stand Oliver Richter im Strafraum frei, platzierte den Schuss aber zentral auf den KSV-Goalie, der reaktionsschnell den Rückstand verhinderte. Auf der Gegenseite zog Hassan Hout aus spitzem Winkel ab, ein FSSV-Akteur klärte aber noch vor der Linie (12.) und beim Distanzversuch von Daniel Walz war Keeper Daniel Kristeller auf dem Posten (18.). Im Gegenzug wehrte KSV-Keeper Tim Nagel am kurzen Eck einen Schuss von Andreas Leitenberger um den Pfosten und beim nachfolgenden Eckball landete dessen zweiter Versuch schließlich wieder in den Armen des KSV-Torstehers. Dann zelebrierten die Freien Turner einen feinen Angriff und hebelten mit schnellem Direktspiel die Heimabwehr aus. Am Ende stand Petar Cicak frei vor Nagel und tütete souverän aus acht Metern zum etwas überraschenden 0:1 ein (30.). Nach dem Rückstand arbeiteten sich die zuvor etwas lethargischen Stumpf-Schützlinge besser in die Partie. Bei zwei Freistößen in der 32. und 44. Minute verdienten sich sowohl Daniel Walz als Ausführender als auch Keeper Kristeller, der jeweils in die bedrohte Ecke abtauchte, beiderseitigen Applaus. Der umtriebige Walz blieb auch bei einem Zuspiel von Benjamin Bindereif erfolglos, als er mit einem Distanzschuss den Kasten verfehlte (40.).

Nach dem Pausenpfiff des souveränen Maximilian Sitter (Wörth) hatte wieder die Truppe von Stephan Richter die erste Torgelegenheit. Christian Druffel konnte die ihm gebotene Chance mit einem ungewohnt schwachen Abschluss aber nicht nutzen (49.). Die Hausherren verstärkten nun den Druck und erarbeiteten sich in allen Bereichen zunehmend Vorteile. Der knapp am Tor vorbei fliegende Kopfball von Willi Oliveira Schroer hätte schon Zählbares verdient gehabt (58.). Zum Ausgleich bedurfte es dann aber der Gäste-Unterstützung. Bei einem Eckball von Moritz Hartung überlistete ein Platzfehler den jungen Elias Moll beim Klärungsversuch, weshalb die Kugel unhaltbar für Kristeller zum allerdings verdienten 1:1-Ausgleich im Netz landete (63.). Nur vier Minuten später kam es noch schlimmer. Bei einem energischen Spielzug nahm Bindereif einen Zuckerpass von Mathias Eckert an der Strafraumgrenze auf und brachte mit einem satten Linksschuss sein Team mit 2:1 in Führung (67.). Die KSV-Jungs dominierten fortan zwar das Geschehen, mussten aber bei Gegenstößen des Aufsteigers stets auf der Hut sein. So musste Nagel wagemutig eingreifen, um nach einem Freistoß von Kapitän Oliver Richter sich in letzter Sekunde vor zum Einschuss bereiten FSSV-Angreifern den Ball zu greifen (73.). Und kurz darauf köpfte Mathis Huismans am Pfosten vorbei (77.). Fünf Minuten später fiel dann allerdings die Vorentscheidung zu Ungunsten der Gäste. Eine Hereingabe von Eckert landete wieder beim emsigen Bindereif, der aus zehn Metern dem FSSV-Keeper keine Chance ließ und zum 3:1 vollendete (82.). Als der gerade ins Spiel gekommenen Frankie Frankenhauser einen Kopfball an die Latte setzte (87.), war das Derby bereits gelaufen. Den Schlusspunkt setzte dann FSSV-Angreifer Druffel, der einen abgewehrten Ball jedoch weit über den Kasten donnerte (88.).

Im vorerst letzten Heimspiel bis zum 24.03.2019 blieb der KSV damit auch im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen. In den bis zur Winterpause noch anstehenden zwei Auswärtsbegegnungen ist den Nordsternlern zuzutrauen, die Serie nicht abreißen zu lassen. Eine Selbstverständlichkeit ist das aber nicht, haben die derzeit in der Abstiegszone kämpfenden Teams aus Knielingen und Kirchfeld doch in den vergangenen Partien ebenfalls Stabilität bewiesen und ihr Punktekonto teilweise ansehnlich aufgebessert (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Härter, Kubiak, Kirchner, Hartung – Hout (87. Frankenhauser), Oliveira Schroer, Oldemeier, Bindereif (86. Werner) – Eckert, Walz

Schiedsrichter: Maximilian Sitter (Wörth)

Tore: 0:1 Cicak (30.), 1:1 Moll (63., ET), 2:1 Bindereif (67.), 3:1 Bindereif (82.)

Zuschauer: 65

By |2018-11-20T17:26:59+00:0019. November 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|