
Karlsruher SV - FSSV Karlsruhe 1:1 (1:0)
2. Spieltag 24.08.2025
Weder Fisch noch Fleisch – Punkteteilung im Hardtwald
Im Duell der Nachbarvereine gab es keinen Sieger, so dass beide Teams weiter im gleichen Takt marschieren. Das Remis löste am Ende bei keinem der Beteiligten Begeisterungsstürme aus, auch weil der Siegtreffer bis zum Schlusspfiff auf jeder Seite hätte fallen können. Die Anzahl bester Torchancen war auch nahezu gleich verteilt und beim Ballbesitz zeigte sich ein ähnliches Bild. So entsprach die Punkteteilung durchaus den Darbietungen auf dem Platz.
Schon mit ihrer ersten guten Aktion spielten sich die Hausherren mit flottem Direktspiel in den Strafraum, wo Samuel Sadenwater den zum Einschuss bereiten Pavel Bagrets mit einem Schubser zu Fall brachte. Den fälligen Strafstoß führte Lukas Eckert dann aber zu unplatziert aus, um den erfolgreich reagierenden FSSV-Keeper überwinden zu können (10.). Dies gab den Jungs vom Ring sichtbaren Auftrieb, was sie dann auch mit zwei hochkarätigen Torgelegenheiten untermauerten. Lasse Thomas hatte sich auf links durchgespielt und flach in den Fünfer zum ungedeckten Frederik Müller gepasst, der aber am Pfosten vorbei zielte (20.). Und gleich darauf entschied KSV-Hüter Christian Becker ein erneutes Duell der Kapitäne für sich, als er gegen Müller aus kurzer Distanz mit einer prächtigen Parade die Gästeführung verhinderte (22.). Praktisch im Gegenzug gelang dies den KSV-lern. Schnell und gradlinig passten sie sich auf rechts nach vorne, Bagrets' Querpass wurde von Eckert auf Bjarne Waßmuth weitergeleitet, der mit einem platzierten Schuss neben den Pfosten das für den FSSV ernüchternde 1:0 eintütete (23.). Wenig später warf sich Goalie Patrick Grycz am linken Eck dem Abschluss von Waßmuth aus fünf Metern entgegen (29.). Waßmuth versuchte es dann aus 18 Metern mit einem Freistoß, der sich aber knapp über den Querbalken senkte (33.). Auf der Gegenseite war auch Müller mit einer Direktabnahme, den sich Becker krallte, erfolglos (40.).
In den ersten Minuten nach Wiederanpfiff des die faire Begegnung besonnen leitenden René Söllner waren zunächst die Gastgeber tonangebend. Das zeigte sich bei einem schönen Direktschuss von Michael Held aus der Distanz, der von Grycz aber sicher aufgenommen wurde (46.). Schon gefährlicher war nach einem gelungenen Angriff der Abschluss von Bagrets, der das Tor minimal verfehlte (52.). Zu diesem Zeitpunkt war jedoch die verbesserte Präsenz der Truppe von Michael Bürck schon erkennbar gewesen. Fast schon folgerichtig schlich sich kurz darauf Kapitän Müller unbemerkt weg und stand unbewacht am Fünfmeterraum. Seinen Kopfball parierte der KSV-Schlussmann jedoch mit großartigen Reflex (54.). Für den Ausgleich musste dann aber der eher nicht als Typ Torjäger bekannte Jonas Schuster sorgen. Als Stabilisator zur zweiten Halbzeit eingewechselt, hämmerte er einen von der KSV-Defensive nicht weit genug geklärten Ball aus 18 Metern unerreichbar für den Keeper zum umjubelten 1:1 in den Kasten (60.). Zwei Minuten später wäre dies bei einem gelungenen Angriff der Nordsternler wieder Makulatur gewesen. Grycz wehrte aber den Flachschuss von Bagrets erneut bravourös ab und hechtete auch dem Nachschuss von Michel Deuß erfolgreich entgegen (62.). Danach verflachte die Partie und insbesondere die Heimtruppe ließ an Aufmerksamkeit und Präzision nach und ließ durch unnötige Ballverluste die FSSV-Akteure immer wieder ins Spiel kommen. Aber auch diese brachten offensiv nicht viel zu Stande. Einzig der Kopfball von Müller (wer sonst und weshalb eigentlich immer wieder?) in die Arme von Becker blieb erwähnenswert (78.). Kurz vor Schluss hegte man auf der anderen Seite bei einer Kopfballverlängerung von Bagrets nach einem von Jonas Kubiak in den FSSV-Strafraum gespielten Freistoß doch noch einmal Hoffnung auf den Siegtreffer. Der herausragende Grycz fischte sich die Kugel aber gerade noch auf der Torlinie (88.). Weitere Gelegenheiten zum finalen Siegtreffer ergaben sich danach für keine der Mannschaften mehr.
Wohin der weitere Weg führt, wird sich in den nächsten Spieltagen zeigen. Am kommenden Sonntag erwarten beide Teams gleichermaßen schwierige Aufgaben gegen klare Aufstiegsanwärter. Die Freien Turner müssen zum heimstarken FV Liedolsheim reisen,
während die KSV-ler den im Augenblick dominant führenden Tabellenführer und Vorjahres-Vizemeister FC Spöck im Nordstern empfangen. Für etwas Zählbares wird wohl aber jeweils eine deutliche Leistungssteigerung von Nöten sein (Hans Dieter Brumm, Karlsruher SV).
Karlsruher SV:
Christian Becker, Benjamin Bindereif (77. Malte Oldemeier), Philipp Werner, Jonas Kubiak, Dennis Bäuerle, Pavel Bagrets, Michel Deuß, Michael Held, Tom Niederer, Lukas Eckert (73. Tim Hamm), Bjarne Waßmuth (69. Lukas Stingl) – Trainer: Christian Stumpf
FSSV Karlsruhe
Patrick Grycz, Samuel Sadenwater (46. Jonas Schuster), Linus Walter, Henrik Franzen, Daniel Jäger (59. Paul Adrian), Sven Hess, Mikail Kilic, Eric Lux, Laurenz John (91. Deniz Sauer), Lasse Thomas (28. Mattis Zschocke), Frederik Müller – Trainer: Michael Bürck
René Söllner (FV Malsch)
69
1:0 Bjarne Waßmuth (23.), 1:1 Jonas Schuster (60.)
Autor: Norbert
24.08.2025
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