
FV Fort. Kirchfeld - Karlsruher SV 1:3 (1:0)
7. Spieltag - 28.09.2025
Mit Stingl´s Hattrick Spiel gedreht.
Es war ein irres Spiel an der Abraham-Lincoln-Allee. Der Karlsruher SV vergab in der Anfangsviertelstunde teilweise hochkarätige Einschussmöglichkeiten, während die Kirchfelder Zweite im Anschluss an den einzigen Eckstoß im ersten Abschnitt die Führung markierten, die sie bis zum Halbzeitpfiff des häufig seltsame Entscheidungen treffenden Unparteiischen nicht unverdient halten konnten. Die Nordsternler dagegen agierten fahrig und mit eher angezogener Handbremse und hatten ihre Mühe mit den robusten und mit Leidenschaft kämpfenden Gastgebern.
In der zweiten Hälfte präsentierte sich die Stumpf- Truppe dann zwar verbessert und hatte nun auch die Spielhoheit, tat sich aber mit dem Herausspielen von Torchancen weiterhin schwer. Am Ende mussten drei Standards mit Lukas Stingl als Hauptfigur herhalten, um das Spielgerät im gegnerischen Kasten unter zu bringen. So konnten die KSV-ler, wenn auch mühsam erkämpft, so doch angesichts des Chancen- und Eckstoßvergleichs verdient alle drei Punkte mitnehmen.
Schon in der zweiten Spielminute stand Stingl frei vor der Kiste, doch konnte er den Ball aus der Drehung nicht kontrolliert bearbeiten. Dann konnte sich Bjarne Waßmuth mehrfach in Szene setzen. So überlief er durchsetzungsfähig zwei Kirchfelder, scheiterte aber am gut reagierenden Schlussmann Patrick Schanz (4.). Dann lenkte der Keeper seinen gefährlichen Freistoßball um den Pfosten (8.). Minuten später wurde er prächtig in Szene gesetzt, zielte aber um wenige Zentimeter am Pfosten vorbei (14.). Als Schanz einen Kopfball von Robin Schempf auf der Torlinie festgehalten hatte (19.), war bei den KSV-lern die Aufmersamkeitsspanne schon merklich gesunken. Dies zeigte sich dann auch bald darauf bei einem Eckstoß für die Hausherren. Den ersten Kirchfelder Schuss konnte Christian Becker noch reaktionsschnell abwehren, gegen den vehementen Nachschuss des von den Gästeakteuren vernachlässigten Harold Sonkeng zum umjubelten 1:0 blieb er aber ohne Chance (22.).
Die Grün-Weißen verteidigten nun die Führung leidenschaftlich, was ihnen die untauglichen Offensivbemühungen der Gäste aber auch nicht schwer machten. Diese fielen bis zum Pausenpfiff lediglich noch durch einen Abschluss von Michel Deuß auf, dessen Schuss aus spitzem Winkel vom FV-Keeper mit den Fingerspitzen noch über den Balken lenkte (27.). Ansonsten blieb es ein überwiegend planloses Gekicke ohne fußballerische Höhepunkte. Schon die ersten Aktionen nach Wiederbeginn ließen aber auf eine verbesserte Performance der KSV-Kicker hoffen. Als sich Waßmuth der gegnerischen Bewachung erfolgreich entzog und frei aufs Tor zusteuerte, wurde er von Marlon Kurali per Notbremse von hinten abgegrätscht (47.).
Der Pfälzer Schiri ließ den erwarteten roten Karton unverständlicher Weise stecken. Die Stumpf-Jungs erarbeiteten sich zwar zunehmend eine Feldüberlegenheit, aber keine ernsthaften Torgelegenheiten. So fiel der Ausgleich eher unerwartet. Beim Eckstoß von Hassan Hout ließ man Lukas Stingl am zweiten Pfosten völlig unbehelligt, der aus fünf Metern trocken zum 1:1 einschoss (58.). Kurz darauf zielte Jonas Stern aus wenigen Metern knapp am linken Pfosten vorbei (60.). Wenig später prallte ein toller Kopfball von Michael Held von der Lattenunterkante ins Feld zurück (63.).
Bei einem schnellen Gegenangriff hätten die Kirchfelder - wenn auch überraschend - die erneute Führung erzielen können. Der mit einem Querpass bediente Nikita Fedko schoss aber unbedrängt aus 14 Metern um Zentimeter am KSV-Kasten vorbei (65.). Dann wurde Jonas Stern an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Mit dem zweiten Blick entschied der Referee unter Protesten der Einheimischen auf Strafstoß. Nach längeren Diskussionen behielt Stingl die Nerven und tütete souverän das 1:2 ein (75.). In der Folge machte die Roldan-Sanchez/Özcan-Truppe mächtig Druck und verlangte den Gästen, die offensiv vorübergehend wenig Brauchbares zu Stande brachten, viel Abwehrarbeit ab. So ergab sich für Cüneyt Genc nach einem abgewehrten Ball noch die Ausgleichschance, er verfehlte das KSV-Heiligtum jedoch mit einem Volleyschuss klar (88.). Stattdessen schlug der Nordstern mit einem weiteren Standarderfolg zu. Daniel Walz brachte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld vors´s Tor. Am ersten Pfosten stand Stingl wieder goldrichtig und brachte die Kugel per Kopfball zum 1:3 im Kirchfelder Tor unter (89.). Damit war der Turn around endgültig geschafft und die KSV-ler doch noch, am Ende aber verdientermaßen, mit einem blauen Auge davon gekommen.
FV Fortuna Kirchfeld II:
Patrick Schanz, Reinhold Bolz (86. Moritz Wohlwend), Francisco Roldan- Sanchez (63. Louis Hergert), Harold Sonkeng, Luca Wallmann, Artur Pripa, Nikita Fedko, Leon Mayer (69. Tobias Kretschmer), Philipp Klein, Paul-Manuel Ciobu (81. Cüneyt Üzeyir Genc), Marc Büttner (54. Maximilian Seitz)
Trainer: Ozan Özcan, Francisco Roldan-Sanchez
Karlsruher SV:
Christian Elias Becker, Jonas Klodwig (69. Tom Niederer), Benjamin Bindereif (53. Pavel Bagrets), Robin Tom Schempf, Jonas Kubiak, Daniel Walz, Michel Deuß, Michael Held, Hassan Hout (86. Philipp Werner), Lukas Stingl, Bjarne Waßmuth (57. Jonas Stern)
Trainer: Christian Stumpf
Tcheuko Towo, Aristide Charlie (FC Bavaria Wörth)
71
1:0 Harold Sonkeng (22.), 1:1 Lukas Stingl (58.), 1:2 Lukas Stingl (75. Foulelfmeter), 1:3
Lukas Stingl (89.)
Autor: Hans-Dieter
28.09.2025
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