
Karlsruher SV – VfB Knielingen II 3:1 (1:0)
14.Spieltag – 16.11.2025
In Unterzahl den Sieg erkämpft
Der Karlsruher SV setzte ergebnismäßig seinen positiven Trend fort und holte sich trotz der Schwächung durch eine Gelb-Rote Karte in der 50. Minute die volle Punktzahl. Wenngleich spielerisch weiterhin noch Luft nach oben ist, so überzeugten die Waldstädter aber mit einer bestechenden kämpferischen Mannschaftsleistung. Die Knielinger Zweite verkaufte sich trotz der sechsten Niederlage in Folge (allerdings gegen viele spielstarken Teams aus dem oberen Tabellendrittel) sehr ansprechend und bestimmte über weite Strecken zumindest optisch das Spielgeschehen. Das Erspielen von echten Torgelegenheiten gelang allerdings äußerst selten. Dies wiederum machten die Platzherren zwar deutlich besser, scheiterten jedoch insbesondere im ersten Abschnitt an der ungenügenden Chanchenverwertung.
Den ersten Akzent setzen sogleich die Gäste, als sich Benedikt Saile auf der linken Seite durchspielte, aber mit dem Abschluss Goalie Christian Becker vor keine Probleme stellen konnte (3.). Stattdessen schafften es die KSV-ler, mit dem ersten gelungenen Angriffsversuch in Führung zu gehen. Einen gelungenen Steckpass von Hassan Hout schlenzte Pavel Bagrets aus neuen Metern am Schlussmann vorbei zum 1:0 (11.). Dann hämmerte Michael Held nach zwei abgeblockten Versuchen die Kugel knapp am Pfosten vorbei (17.). Und bei einem Erfolg versprechenden Angriff rutschte Lukas Eckert an einer Hereingabe um Zentimeter vorbei (22.). Schon kurz zuvor hatte bereits eine bis zum Halbzeitpfiff andauernde Druckphase der Grüß-Weißen begonnen. Mit guter Defensivleistung konnten die Waldstädter den Ball aber vom Tor fernhalten. Lediglich beim sehenswerten Abschluss von Dennis Bodemer, den Becker mit den Fingerspitzen an die Querlatte und ins Aus beförderte, lag der Ausgleich in der Luft (34.). Die Hausherren hingegen kamen trotz wenig überzeugender Aufbauarbeit zu einigen Erfolg versprechenden Gelegenheiten, nutzten sie aber nicht. So vereitelte VfB-Schlussmann Julius Bier eine Doppelchance von Bagrets (32.) und auch beim Schuss von Dennis Bäuerle tauchte er rechtzeitig nach unten (38.). Dessen nächsten Abschluss konnte er nur abprallen lassen, Bagrets vertändelte die Nachschussmöglichkei am Pfosten aber knapp (43.). Dann entschied Bier auch das Duell gegen Eckert, der einen Tiefenpass von Bäuerle nicht an ihm vorbeibrachte (45.+3.).
Schon nach in der zweiten Hälfte gespielten fünf Minuten mussten sich beide Teams neuformieren. Nach einem etwas unglücklichen Foulspiel von Moritz Hartung an Bodemer mit Gelb-Rot-Konsequenz und verletzungsbedingtem Ausscheiden des Kontrahenten ergab sich eine veränderte Ausgangslage. Für den KSV bedeutete dies 40 lange Minuten in Unterzahl, für den VfB den Verzicht auf einen eifrigen Angreifer. In dem nun folgenden Kampfspiel blieb der Notizblock bis in die Schlussphase hinein mangels aufregender Torszenen komplett unangetastet. Die Gäste hatten zwar eine andauernde Hoheit im Mittelfeld, in der letzten Reihe kämpften die Jungs von Christian Stumpf jedoch um jeden Ball. Ein glückliches Händchen zeigte der KSV-Coach dann bei der späten Einwechslung von Samir Frank, der für zwei KSV-Tore die entscheidende Vorarbeit leistete. Dessen Geistesblitzzuspiel nahm Eckert auf und passte auf den spielfreudigen Hout. Goalie Bier konnte den Einschuss zunächst noch verhindern, den rückprallenden Ball versenkte Eckert aber souverän zum erlösenden 2:0 (83.). Nur vier Minuten später zelebrierte das Dreigestirn erneut offensive Schnörkellosigkeit. Diesmal brachte Frank auf Zuspiel von Hout den Ball zum mitgelaufenen Eckert, der aus kurzer Distanz zum 3:0 vollendete (87.). Spätestens zu diesem Zeitpunkt gab es keinen Zweifel mehr am KSV-Dreier. In der siebenminütigen Nachspielzeit gelang den Gästen aber noch der durchaus verdiente Ehrentreffer, unter gütiger KSV-Mithilfe. Mangelhafte Abstimmung im Sechzehner ermöglichte es Tim Bertsche, den Ball in Richtung Tor zu bugsieren, wo er dann zum 1:3 über die Linie trudelte (90.+6). Ein Schönheitsfehler nur, aber wenn man zu Null spielen will ….
Dem KSV steht das nächste Heimspiel bereits am kommenden Sonntag bevor. Gegen den Tabellendritten KIT SC trägt man wohl eher nicht die Favoritenbürde. Wenn die Jungs aber ihr Leistungsvermögen abrufen können, dürfte es
zumindest eine ausgeglichene Partie werden.
Karlsruher SV:
Christian Elias Becker, Jan Hunfeld, Robin Tom Schempf, Moritz Hartung, Daniel Walz, Dennis Bäuerle, Pavel Bagrets (79. Samir Frank), Michael Held, Tom Niederer, Hassan Hout (88. Jonas Klodwig), Lukas Eckert
Trainer: Christian Stumpf
VfB Knielingen II:
Julius Bier, Nico Hofer (79. Enrique Jost), Nodari Natriashvili, David Vremic, Florian Grimmelsmann, Andreas Baumhackl (65. Erdinc Cokgezer), Dardan Jashari (75. Tom Elser), Leandro Lopez-Bailly (64. Daniel Lemmer), Benedikt Saile, Tobias Wagner, Dennis Bodemer (52. Tim Bertsche)
Trainer: Reiner Bertsche
Benjamin Giek (1.FC Ispringen)
36
1:0 Pavel Bagrets (11.) 2:0 Lukas Eckert (83.) 3:0 Lukas Eckert (87.) 3:1 Tim Bertsche (90.+6)Gelb-Rot: Moritz Hartung (50./Karlsruher SV/Wiederholtes Foulspiel)
Rot: Nodari Natriashvili (94./VfB Knielingen II/Unsportliches Verhalten))
Autor: Hans-Dieter
16.11.2025
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