
FSSV Karlsruhe - Karlsruher SV 3:1 (0:0)
18.Spieltag 08.03.2026
Das mit Spannung erwartete Nachbarschaftstreffen gestaltete sich einseitiger als erwartet. Verlief die erste Hälfte noch einigermaßen ausgeglichen, dominierten die Jungs vom Ring in den zweiten 45 Minuten fast nach Belieben und erspielten sich eine mehr als deutliche Dominanz mit einem ebenso eindeutigen Chancenplus.
Die FSSV-ler ließen vom Anpfiff weg erkennen, den Prestigekampf für sich entscheiden zu wollen und hatten bereits nach wenigen Sekunden die erste Torgelegenheit durch Lasse Thomas, der aus 20 Metern ungehindert verzog (1.). Den Abschluss von Anas Belfgih aus der Distanz hielt der KSV-Goalie dann sicher (9.). Zuvor hatte auf der anderen Seite Michael Held den Kasten nur knapp verfehlt (8.) Nach rund 20 Minuten kamen die Waldstädter etwas besser ins Spiel und hielten die Gastgeber vom eigenen Tor fern. In der 28. Minute war bei einem der wenigen gelungenen Anfriffsaktionen gar der Führungstreffer möglich. Nach feiner Einzelleistung passte Hassan Hout auf Pavel Bagrets, der aber knapp am Pfosten vorbei zielte und kurz vor dem Seitenwechsel verpasste Lukas Eckert die Gelegenheit zum Kopfball nach Hout-Ecke am zweiten Pfosten (43.). Gemessen an den Torgelegenheiten entsprach das 0:0 zur Pause dann dem Spielverlauf.
Ein völlig anderes Bild bot sich den Zuschauern nach dem Wiederanpfiff. Schon nach fünf Minuten legten die Hausherren das 1:0 vor, als sich die KSV-ler im Anschluss an einen eigenen Einwurf im Strafraum eine unverständlich lasche Zweikampfführung leisteten. Nutznießer Frederik Müller schoss dann routiniert über die Fingerspitzen des machtlosen Torwarts ein (50.). Mit der Führung im Rücken erarbeiteten sich die Hausherren gegen eine nun ungewohnt indisponierte KSV-Truppe eine 20-minütige Drangperiode mit zahlreichen Einschussmöglichkeiten. Zunächst zielte Malte Christensen aus zwanzig Metern vorbei (51.), um dann nach einer Rechtsflanke am Pfosten zu scheitern (53.). Wenig später schenkten die Waldstädter erneut einen Einwurf ab. Torjäger Christian Timmerevers ließ dann die KSV-Abwehr ziemlich alt aussehen und netzte überlegt zum 2:0 ein (60.). Kurz darauf köpfte Müller über den Kasten (62.) und sein Zuspiel auf Jakob Jaisle nutzte dieser zu einer Direktabnahme, die Christian Becker aber entschärfte (63.). Der Keeper war auch bei einem Kopfball von Eric Lux sehenswert auf dem Posten (69.). Minuten später fehlte dem KSV zum x-ten Male der Gegnerzugriff. Weder konnte eine Linksflanke verhindert werden noch verstand man es, Frederik Schlenzig in der Gefahrenzone erfolgreich zu attackieren, der leichtfüßig aus dem Gewühl heraus zum auch verdienten 3:0 traf (76.). Bis dahin hatte sich die Truppe von Michael Bürck reifer, planvoller, aggressiver, handlungsschneller und weniger fehlerhaft als der bisherige Tabellendritte präsentiert. Als solcher enttäuschte dieser fast auf der ganzen Linie. Selbst an den Basics haperte es über weite Strecken des Spiels. Der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit fiel im Anschluss an einen Eckball und gestaltete zumindest das Endresultat erträglicher. Lukas Völker spielte die abgewehrte Kugel aus dem Rückraum halbhoch Richtung Tor, wo Lukas Eckert lauerte und sie per Kopf am Keeper vorbei zum 3:1 verlängerte (90.+1). Dass FSSV-Keeper Pascal Zimmermann einen Freistoßball von Bjarne Waßmuth aus dem Gehäuse faustete, war dann nur noch eine Randnotiz wert (90.+3).
Die Heimtruppe übernimmt mit diesem verdienten Dreier die dritte
Tabellenposition der Gäste. Für diese ist die zu schluckende Pille nicht so
sehr wegen der Niederlage, sondern wegen der dargebotenen Performance bitter.
Die Minusleistung im zweiten Abschnitt sollten die KSV-ler schnellstens abhaken
und im Heimspiel gegen den VSV Büchig wieder ihr wahres Gesicht zeigen. Dann
wäre, unabhängig vom Ausgang, die Niederlage am Adenauerring als einmaliger
Ausrutscher zu verschmerzen und die Fußballwelt wieder in Ordnung (Hans-Dieter
Brumm, Karlsruher SV).
FSSV Karlsruhe
Pascal Zimmermann, Linus Walter (46. Samuel Sadenwater), Jan-Luca Wendker, Daniel Jäger (46. Frederik Schlenzig), Anas Bilal Belfqih, Lasse Thomas, Malthe Christensen (85. Laurenz John), Jakob Jaisle (66. Eric Lux), Nils Wilmer, Frederik Müller (78. Mikail Kilic), Christian Timmerevers
Trainer: Michael Bürck
Karlsruher SV
Christian Elias Becker, Jan Hunfeld (78. Lukas Völker), Robin Tom Schempf, Daniel Walz (78. Jonas Kubiak), Dennis Bäuerle (63. Tim Hamm), Pavel Bagrets (59. Bjarne Waßmuth), Michel Deuß, Michael Held, Tom Niederer, Hassan Hout (63. Malte Oldemeier), Lukas Eckert
Trainer:Christian Stumpf
Bashdar
Arif ,M. Salih (SpVgg Durlach-Aue)
61
1:0
Frederik Müller (50.) 2:0 Christian Timmerevers (60.) 3:0 Frederik Schlenzig
(76.) 3:1 Lukas Eckert (90.+1)
Autor: Hans-Dieter
08.03.2026
| Fußball | Herren | 1. Mannschaft |

