
SG Karlsruhe - Karlsruher SV 3:1 (1:0)
21.Spieltag 29.03.2026
SG Karlsruhe hat im Verfolgerduell die Nase
vorn
In einem kampfbetonten Kräftemessen
gingen die Mannen von der Hertzstraße als am Ende verdienter Sieger vom Platz.
Die Jungs vom Nordstern lagen schon nach vier Minuten im Hintertreffen und
schwächten sich wenig später mit einem Platzverweis noch zusätzlich. So
beherrschten die Gastgeber im ersten Abschnitt das Geschehen deutlich,
versäumten allerdings ihre Überlegenheit für einen klareren Halbzeitvorsprung
zu nutzen. Mit dem schnellen Ausgleich kurz nach Wiederbeginn war die Partie
dann plötzlich wieder offen. Durch einen vermeidbaren Freistoßtreffer holte
sich die Erceg-Truppe ihre Führung nur wenige Minuten später jedoch wieder
zurück. Das anschließend ausgeglichene, aber stellenweise zerfahrene Geschehen
spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab und die wenigen Torannäherungen
wurden nur von den sich nach dem Wechsel steigernden KSV-Akteuren kreiert. Eher
überraschend schafften die Hausherren jedoch mit einer feinen Einzelleitung
zehn Minuten vor Schluss einen besänftigenden Zwei-Tor-Vorsprung. Die KSV-ler
stemmten sich allerdings mächtig gegen die Niederlage und erarbeiten sich trotz
Unterzahl noch zahlreiche Einschussgelegenheiten, während von der blau-gelben
Offensive kaum mehr Impulse ausgingen. Bis zum Ende konnten die SG-ler dann ihr
Tor sauber halten, während die Stumpf-Jungs die oberen Ränge vorerst aus den
Augen verloren.
Die Partie hatte gleich zu
Beginn bereits einige Höhepunkte. Nach elf Sekunden zielte KSV-ler Lukas Eckert
aussichtsreich am SG-Kasten vorbei. Auf der anderen Seite setzte sich Julian
Gausmann gegen die zu lasche Abwehrarbeit der Gäste durch und passte von der
Torauslinie in den Strafraum, wo Eduan Demiri den Ball über den Keeper hinweg
in den Torwinkel zum 1:0 schlenzte (4.). Wenig später wurde Marsel Begovic
sehenswert bedient, zielte aber völlig blank vorbei (8.). Schon der nächste
Angriff brachte den nächsten Rückschlag für die Gäste, als Robin Schempf kurz
vor dem 16-er einen SG-Angreifer regelwidrig stoppte. Regelgerecht ist dagegen
die Entscheidung von Schiri Romanowski, die Aktion mit Platzverweis wegen
„Notbremse“ zu werten (10.). Mindestens 80 Minuten in Unterzahl gegen einen
spielstarken Gegner zu agieren ist freilich eine kolossale Herausforderung, was
sich dann auch gleich bemerkbar machte. Christian Becker reagierte bei einem
Abschluss von Begovic aber prächtig (17.). Auch wenn der KSV dann besser ins
Spiel fand, setzten sich die quirligen Angreifer der Gastgeber vor allem auf
den Außenbahnen immer wieder in Szene. So rutschte Demiri an einer scharfen
Hereingabe nur knapp vorbei (34.). Weitere Gefahren im Strafraum konnten die
defensiv geforderten KSV-ler aber einsatzfreudig wegverteidigen. Organisiertes
Aufbauspiel glückte dagegen so gut wie nie. Allein ein das Tor verfehlender
Distanzschuss von Hassan Hout geht als erwähnenswerter Versuch durch (35.).
Aber auch die ehemaligen Siemensler brauchten trotz klarer Feldüberlegenheit
einen fragwürdigen Freistoß vom Strafraumeck, um für einen Gefahrenmoment zu
sorgen. Becker hatte damit aber keine Probleme (37.). So schaffte es die Truppe
vom Sportpark, bei bescheidener Präsenz und ohne die SG-Abwehr in Verlegenheit
bringen zu können mit einem nur knappen Rückstand die Umkleidekabinen
aufzusuchen.
Dieser hätte aber frühzeitig
nach Wiederbeginn leicht höher werden können. Der durchgebrochene Marcel
Bechtold wurde im Eins-gegen-Eins von Goalie Becker jedoch am gezielten
Torschuss erfolgreich gehindert (47.). Stattdessen erkämpften sich die KSV-ler
im Gegenzug die Chance zum Ausgleich. Bjarne Waßmuth setzte sich bei einem
weiten Zuspiel in die Spitze geschickt durch und leitete weiter auf Hout, der
den SG-Goalie umspielte und vor dem Einschuss stand. Elsner holte ihn aber mit
der unbestrittenen Folge eines Strafstoßes von den Beinen. Mit der strittigen
Bestrafung in Gelb (statt Rot) dürfte er indessen gut bedient gewesen sein. Jan
Hunfeld exekutierte dann nervenstark in den linken Winkel zum 1:1 (48.). Trotz
verbesserter Performance geriet der KSV-Minuten später durch einen Standard
erneut in Rückstand. Bei dem strammen und gezielten Flachschuss durch die Mauer
zum 2:1 gab Gausmann dem Gästeschlussmann keine Abwehrchance (55.). Das Spiel
wurde nun zunehmend zerfahrener und unansehnlicher. Intensiv geführte
Zweikämpfe mit häufigen Fouls dämpften den Spielfluss und eine Viertelstunde
lang kam kein Spielfluss mehr zu Stande. Die Nordsterne waren längst ebenbürtig
und um den Ausgleich bemüht. Ein toller Schuss von Dennis Bäuerle in der 70.
Minute war dann wieder eine erste Offensivaktion, die aber Elsner leicht
vereitelte. Dies gilt auch für den Versuch von Tim Hamm (76.). Kurz darauf war
SG-Angreifer Bebovic auf der linken Angriffsseite von der KSV-Defensive nicht
zu greifen und schloss sein Dribbling mit einem diagonalen Flachschuss zum 3:1
ab (82.). Nach kurzem Schock berappelten sich die Gäste und bedrängten bis zum
Schlusspfiff das gegnerische Heiligtum. So glänzte Waßmuth mit einem
Gewaltschuss, den Elsner ebenso toll zum Eckball abwehrte wie er im Anschluss
an diesen einen KSV-Kopfball über die Latte bugsierte (85.). Tom Niederer
verfehlte bei einem 22 Meter-Kracher den Kasten nur um Zentimeter (90.+1) und
auch der Direktschuss von Eckert flog drüber (90.+2). Der SG-Hüter lenkte dann
noch die Abschlüsse von Malte Oldemeier (90.+3) und Waßmuth (90.+4) jeweils zur
Ecke ab. Zuvor hatten auf der Gegenseite nur Enis Shabani knapp und Kenan Cakir
deutlich über den Balken gezielt (88., 89.) gehabt.
Schon am Gründonnerstag stehen beiden Teams erneut
schwierige Aufgaben bevor. Die SG misst sich mit dem Tabellenführer FC Spöck,
der KSV empfängt den Halbserien-Vize FV Liedolsheim. Mit der Einstellung und
dem gezeigten Engagement in der zweiten Halbzeit ist bei erträglicher
Personaldecke etwas Zählbares nicht utopisch (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher
SV).
In einem kampfbetonten Kräftemessen gingen die Mannen von der Hertzstraße als am Ende verdienter Sieger vom Platz. Die Jungs vom Nordstern lagen schon nach vier Minuten im Hintertreffen und schwächten sich wenig später mit einem Platzverweis noch zusätzlich. So beherrschten die Gastgeber im ersten Abschnitt das Geschehen deutlich, versäumten allerdings ihre Überlegenheit für einen klareren Halbzeitvorsprung zu nutzen. Mit dem schnellen Ausgleich kurz nach Wiederbeginn war die Partie dann plötzlich wieder offen. Durch einen vermeidbaren Freistoßtreffer holte sich die Erceg-Truppe ihre Führung nur wenige Minuten später jedoch wieder zurück. Das anschließend ausgeglichene, aber stellenweise zerfahrene Geschehen spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab und die wenigen Torannäherungen wurden nur von den sich nach dem Wechsel steigernden KSV-Akteuren kreiert. Eher überraschend schafften die Hausherren jedoch mit einer feinen Einzelleitung zehn Minuten vor Schluss einen besänftigenden Zwei-Tor-Vorsprung. Die KSV-ler stemmten sich allerdings mächtig gegen die Niederlage und erarbeiten sich trotz Unterzahl noch zahlreiche Einschussgelegenheiten, während von der blau-gelben Offensive kaum mehr Impulse ausgingen. Bis zum Ende konnten die SG-ler dann ihr Tor sauber halten, während die Stumpf-Jungs die oberen Ränge vorerst aus den Augen verloren.
Die Partie hatte gleich zu Beginn bereits einige Höhepunkte. Nach elf Sekunden zielte KSV-ler Lukas Eckert aussichtsreich am SG-Kasten vorbei. Auf der anderen Seite setzte sich Julian Gausmann gegen die zu lasche Abwehrarbeit der Gäste durch und passte von der Torauslinie in den Strafraum, wo Eduan Demiri den Ball über den Keeper hinweg in den Torwinkel zum 1:0 schlenzte (4.). Wenig später wurde Marsel Begovic sehenswert bedient, zielte aber völlig blank vorbei (8.). Schon der nächste Angriff brachte den nächsten Rückschlag für die Gäste, als Robin Schempf kurz vor dem 16-er einen SG-Angreifer regelwidrig stoppte. Regelgerecht ist dagegen die Entscheidung von Schiri Romanowski, die Aktion mit Platzverweis wegen „Notbremse“ zu werten (10.). Mindestens 80 Minuten in Unterzahl gegen einen spielstarken Gegner zu agieren ist freilich eine kolossale Herausforderung, was sich dann auch gleich bemerkbar machte. Christian Becker reagierte bei einem Abschluss von Begovic aber prächtig (17.). Auch wenn der KSV dann besser ins Spiel fand, setzten sich die quirligen Angreifer der Gastgeber vor allem auf den Außenbahnen immer wieder in Szene. So rutschte Demiri an einer scharfen Hereingabe nur knapp vorbei (34.). Weitere Gefahren im Strafraum konnten die defensiv geforderten KSV-ler aber einsatzfreudig wegverteidigen. Organisiertes Aufbauspiel glückte dagegen so gut wie nie. Allein ein das Tor verfehlender Distanzschuss von Hassan Hout geht als erwähnenswerter Versuch durch (35.). Aber auch die ehemaligen Siemensler brauchten trotz klarer Feldüberlegenheit einen fragwürdigen Freistoß vom Strafraumeck, um für einen Gefahrenmoment zu sorgen. Becker hatte damit aber keine Probleme (37.). So schaffte es die Truppe vom Sportpark, bei bescheidener Präsenz und ohne die SG-Abwehr in Verlegenheit bringen zu können mit einem nur knappen Rückstand die Umkleidekabinen aufzusuchen.
Dieser hätte aber frühzeitig nach Wiederbeginn leicht höher werden können. Der durchgebrochene Marcel Bechtold wurde im Eins-gegen-Eins von Goalie Becker jedoch am gezielten Torschuss erfolgreich gehindert (47.). Stattdessen erkämpften sich die KSV-ler im Gegenzug die Chance zum Ausgleich. Bjarne Waßmuth setzte sich bei einem weiten Zuspiel in die Spitze geschickt durch und leitete weiter auf Hout, der den SG-Goalie umspielte und vor dem Einschuss stand. Elsner holte ihn aber mit der unbestrittenen Folge eines Strafstoßes von den Beinen. Mit der strittigen Bestrafung in Gelb (statt Rot) dürfte er indessen gut bedient gewesen sein. Jan Hunfeld exekutierte dann nervenstark in den linken Winkel zum 1:1 (48.). Trotz verbesserter Performance geriet der KSV-Minuten später durch einen Standard erneut in Rückstand. Bei dem strammen und gezielten Flachschuss durch die Mauer zum 2:1 gab Gausmann dem Gästeschlussmann keine Abwehrchance (55.). Das Spiel wurde nun zunehmend zerfahrener und unansehnlicher. Intensiv geführte Zweikämpfe mit häufigen Fouls dämpften den Spielfluss und eine Viertelstunde lang kam kein Spielfluss mehr zu Stande. Die Nordsterne waren längst ebenbürtig und um den Ausgleich bemüht. Ein toller Schuss von Dennis Bäuerle in der 70. Minute war dann wieder eine erste Offensivaktion, die aber Elsner leicht vereitelte. Dies gilt auch für den Versuch von Tim Hamm (76.). Kurz darauf war SG-Angreifer Bebovic auf der linken Angriffsseite von der KSV-Defensive nicht zu greifen und schloss sein Dribbling mit einem diagonalen Flachschuss zum 3:1 ab (82.). Nach kurzem Schock berappelten sich die Gäste und bedrängten bis zum Schlusspfiff das gegnerische Heiligtum. So glänzte Waßmuth mit einem Gewaltschuss, den Elsner ebenso toll zum Eckball abwehrte wie er im Anschluss an diesen einen KSV-Kopfball über die Latte bugsierte (85.). Tom Niederer verfehlte bei einem 22 Meter-Kracher den Kasten nur um Zentimeter (90.+1) und auch der Direktschuss von Eckert flog drüber (90.+2). Der SG-Hüter lenkte dann noch die Abschlüsse von Malte Oldemeier (90.+3) und Waßmuth (90.+4) jeweils zur Ecke ab. Zuvor hatten auf der Gegenseite nur Enis Shabani knapp und Kenan Cakir deutlich über den Balken gezielt (88., 89.) gehabt.
Schon am Gründonnerstag stehen beiden Teams erneut schwierige Aufgaben bevor. Die SG misst sich mit dem Tabellenführer FC Spöck, der KSV empfängt den Halbserien-Vize FV Liedolsheim. Mit der Einstellung und dem gezeigten Engagement in der zweiten Halbzeit ist bei erträglicher Personaldecke etwas Zählbares nicht utopisch (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).
SG Karlsruhe
Oliver Elsner, Ijobel Kidane, Stephan Spengler, Robin Borrmann (78. Arijan Noci), Can Özcihan, Eduan Demiri, Jonas Poscharsky (91. Vincent Braun), Marcel Bechtold (70. Marcel Materi), Enis Shabani, Marsel Begovic (88. Alessio Parashos), Julian Gausmann
Trainer: Goran Erceg
Karlsruher SV
Christian Elias Becker, Jonas Klodwig (46. Benjamin Bindereif), Jan Hunfeld, Robin Tom Schempf (Rote Karte:10. Grund:Notbremse) , Daniel Walz (70. Tim Hamm), Dennis Bäuerle (85. Jonas Kubiak), Michel Deuß (46. Bjarne Waßmuth), Michael Held, Tom Niederer, Hassan Hout (80. Malte Oldemeier), Lukas Eckert
Trainer:Christian Stumpf
Michael
Romanowski (FC Germ.Neureut)
52
1:0 Eduan Demiri (4.) 1:1 Jan Hunfeld (48. Foulelfmeter) 2:1 Julian Gausmann (55.) 3:1 Marsel
Begovic (82.)
Autor: Hans-Dieter
29.03.2026
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