Tobis kleiner Regelblog – Edition 2

Tobis kleiner Regelblog – Edition 2

Regelfragen die aufkamen:

Wann ist der Ball aus:
Die Gasse („Line Out“) ist die Wiederaufnahme des Spiels wenn der Ball die Außenlinie oder etwas jenseits der Außenlinie berührt. Der Ball ist im Sinne der Regeln ebenfalls außerhalb des Spielfeldes, wenn der Ballträger die Außenlinie be- oder übertritt.
Wenn ein Spieler den Ball fängt und dabei mit einem Fuß auf oder außerhalb der Außenlinie ist zählt der Ball als aus.(1)
Überquert der Ball die Außenlinie und wird von einem Spieler gefangen der mit beiden Füßen innerhalb des Spielfeldes ist, ist der Ball NICHT aus. Dieser Spieler darf den Ball ins Spielfeld werfen, schlagen oder treten.
Wenn ein Spieler springt und den Ball FÄNGT muss er mit beiden Füßen innerhalb des Spielfeldes landen, ansonsten zählt es als aus.
Ein Spieler außerhalb des Spielfeldes darf den Ball treten oder schlagen um ihn im Spielfeld zu halten, sofern der Ball die Außenlinie nicht überquert oder berührt. Der Ball darf jedoch NICHT gefangen werden.

Die Gasse wird entlang der „Line of Touch“ ausgeführt, diese ist orthogonal zur Außenlinie an der Stelle an der der Ball/Ballträger das Spielfeld verließ.
Bei einem direkten (berührt das Spielfeld nicht mehr) Kick aus der 22 wird die Gasse an der Stelle gespielt an der der Ball das Spielfeld verlassen hat. Wird der Ball außerhalb der 22 direkt ins Aus gekickt oder in die 22 zurück getragen und direkt ins Aus gekickt wird, erfolgt der Einwurf auf der Höhe des Kicks.(2)

(1) Dieser Punkt ist von großer Bedeutung. Kickt uns der Gegner im offenen Spiel den Ball zu und unser Fänger fängt den Ball mit einem Fuß im Aus, zählt der Ball als direkt ins ausgegangen und es ist unser Einwurf. Besondere Bedeutung im Zusammenhang mit (2).
(2) Der Ball ist innerhalb der 22, wenn es eine Abseitslinie oder eine Standardsituation innerhalb der 22 gab. Wenn also das Mark für eine Gasse oder ein Gedränge innerhalb der 22 ist, oder ein Ruck/Maul in der 22 gebildet wurde, gilt der Ball als innerhalb der 22. Besonders bei Standards darf die 9 den Schiedsrichter gerne fragen, ob der Ball „inside or outside“ ist.

Was man im Line-Out machen muss, darf oder nicht darf:
– Man darf sich nicht auf dem Gegner abstützen. (Strafe: Penalty kick)
– Man darf den Gegner ohne Ball nicht halten, schubsen, angehen, behindern oder halten, außer bei einem Maul oder Ruck. (PK) Dies gilt allerdings immer im laufenden Spiel, nicht nur während des Line-Outs
– Man darf auf einen generischen Spieler nicht zu stürmen, außer beim Versuch ein legales Tackle zu machen oder den Ball zu spielen. (PK)
– Man darf den Fänger beim Liften von hinten nicht unterhalb der Shorts anfassen, von vorne nicht unterhalb der Oberschenkel. (Free Kick)
– Man darf nicht liften bevor der Ball die Hände des Einwerfers verlassen hat (Pffffffffffffffffffffffffffffff) (FK)
– Vorgreifen ist erlaubt
– Die Lifter müssen den Spieler wieder zu Boden bringen, sobald der Ball gewonnen wurde. (FK)
– Der Einwurf darf nicht blockiert werden (FK)
– Wenn der geworfene Ball einen am Line-Out teilnehmenden Spieler überquert hat, darf dieser in den Raum zwischen Außenlinie und 5-Meter-Linie vordringen Man darf sich aber vor Ende der Gasse nicht näher an die eigene Mallinie bewegen, außer um den Ball zu fangen oder aufzunehmen. (Hier gibt es noch einiges mehr zu, aber ein andern mal.) (FK)
– Der Ball darf nur mit beiden Händen oder mit dem inneren Arm (der Mitte der Gasse zugewandt) gefangen oder geblockt werden, es sei denn wenn beide Hände über dem Kopf sind. (FK) 
– Gassenverteidigung: Der Fänger darf getacklet werden, sobald er wieder auf dem Boden ist, ABER NICHT VORHER. (Penalty Kick)
Spieler die keine Fänger waren dürfen getacklet werden, sobald sie in Ballbesitz kommen. (PK)

Grüße
Tobi

By | 2014-11-12T09:56:48+00:00 12. November 2014|Regelblog, Rugby|