Tobis kleiner Regelblog – No Maul Line Out Defence Edition

Tobis kleiner Regelblog – No Maul Line Out Defence Edition

Einige haben sicherlich das Line-Out und den folgenden „Maul“ beim Irland – Südafrika Spiel gesehen.

Ein Maul ist laut IRB Laws dann geformt, wenn sich am stehenden Ballträger mindestens ein Spieler der anderen Mannschaft bindet. Hier hat Irland sich nicht gebunden und damit kein Paket geschaffen. Um mal Bruce Darnell frei zu zitieren: „Ohne Paket kein Abseits“. Der hervorragende Jack McGrath hat dann den Ballträger legal zu Boden gebracht. Im folgenden entsteht ein Ruck, das nicht aufgelöst werden kann und die zuletzt in der Vorwärtsbewegung befindlichen Iren bekommen das Gedränge.

Dies ist keine seltene Taktik, gerade in den nationalen Ligen in Britanien, Irland oder Frankreich, kommt es immer wieder vor, dass so gegen einen Maul verteidigt wird. Das letzte Mal an das ich mich erinnern kann, dass eine Internationale Delegation sich dieses „Tricks“ bedient hat, ist das Spiel der Italiener 2007 gegen Frankreich.

Für Mannschaften, deren Trainingsbeteiligung im Sturm variiert, deren Sturm vielleicht nicht der schwerste ist oder die im Spiel unter Zeitdruck sind, ist dass eine Taktik die man durchaus bedenken sollte. Allerdings sollte man vorher mit dem Schiedsrichter sprechen. Romain Poite hat in dem Irland Spiel die richtige Entscheidung getroffen. Ob ich vergleichbar schnell geschaltet hätte, dass wage ich zu bezweifeln. Außerdem muss jeder Stürmer Bescheid wissen und dem Impuls widerstehen sich einfach in den Maul zu stürzen. Ansonsten hat man einen Maul und eine deutlich verzögerte Verteidigung, was dramatische Konsequenzen haben kann.

By | 2014-11-16T17:25:10+00:00 16. November 2014|Regelblog, Rugby|