Herren

Vorbereitungsplan Saison 19/20

Donnerstag 11.7. 19 Uhr Training KSV
Freitag 12.7. 19 Uhr Training KSV
Sonntag 14.7 Testspiel Wolfartsweier
Dienstag 16.7. 19 Uhr Training KSV
Donnerstag 18.7. 19 Uhr Training KSV
Sonntag 21.7. Pokalspiel 1. Runde
Dienstag 23.7. 19 Uhr Training KSV
Donnerstag 25.7. 19 Uhr Training KSV
Sonntag 28.7. Pokalspiel 2. Runde
Dienstag 30.7. 19 Uhr Testspiel DJK Ost
Donnerstag 1.8. 19 Uhr Testspiel KIT SC
Sonntag 4.8. Pokalspiel 3. Runde
Dienstag 6.8. 19 Uhr Testspiel SG Rüppur
Donnerstag 8.8. 19 Uhr Training KSV
Samstag 10.8. Testspiel SV Sinzheim
Sonntag 11.8. Pokalspiel 4. Runde
Dienstag 13.8. 19 Uhr Training KSV
Donnerstag 15.8. 19 Uhr Training KSV
Sonntag 18.8. 1. Spieltag

 

 

 

By |2019-06-14T08:52:57+00:0014. Juni 2019|1. Mannschaft, 2. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV II – SC Schielberg 1:1 (0:1) Relegation – 11.6.19

Last-Second-Treffer ins Glück

Viele andere Mannschaften des Karlsruher Sportvereins hatten heuer ja schon so manches meist unerwartete Bravourstück vollbracht. Nehmen wir nur die erste Herrenmannschaft mit ihrer glänzenden Endplatzierung in der A1 (souveräner 3. Platz) oder die A- und C-Junioren mit ihren Meisterschaften und Aufstiegen in die Landesliga. Das wurde jetzt aber getoppt von der Zweiten, auch wenn es „nur“ um den B-Klassen-Aufstieg ging. Die Dramaturgie des Geschehens jedenfalls wird für alle live dabei Gewesenen ein unvergessliches Erlebnis bleiben, ob Sieger oder Verlierer. Die Vorzeichen waren klar, dem KSV genügte ein Unentschieden und Schielberg musste gewinnen. Und der SC führte auch seit der 25. Minute mit 1:0, das Tor zur B-Klasse stand noch bis in die fünfte Minute der berechtigten Nachspielzeit hinein weit offen. Bis die Waldstädter in allerletzter Sekunde den Vizemeister der C1 aus allen Träumen rissen. Bis dahin hatte es dem Team von Coach Christian Stumpf nicht gelingen wollen, trotz guter Chancen im zweiten Abschnitt den möglichen Ausgleich zu erzielen. Dass dann mit der überhaupt allerletzten Aktion der Relegationsrunde das Unfassbare doch noch eintrat, ist für alle Beteiligten schwer zu begreifen. Das Prädikat „Wahnsinn“ dürfte an diesem Abend vermutlich die meist verwendete Beschreibung des Erlebten gewesen sein. Die einen wissen nicht wohin mit ihrer ungezügelten Glückseligkeit, während nebenan die bittere Wahrheit nur Enttäuschte und Verzweifelte zurück lässt. Ob damit die Anstrengungen und Hoffnungen einer ganzen Saison völlig umsonst gewesen waren, hatte in diesem Augenblick noch keine Bedeutung. „Aufstehen, das ist jetzt das Wichtigste“ dieser ebenso tröstliche wie aufrüttelnde Appell eines Schielberger Sportkameraden dürfte aber nicht die falsche Reaktion gewesen sein.

Um es vorweg zu sagen: Auch die zwei anderen Relegationsteilnehmer hätten sich den letzten freien B-Klassenplatz erobern können. Alle hatten ihre Stärken und Schwächen, die sie jeweils auf unterschiedliche Spielphasen verteilten. In der Summe waren die Kräfteverhältnisse relativ gleichmäßig verteilt, was auch die knappen Ergebnisse zeigen. So drehte der KSV im Auftaktspiel gegen den FC West einen Rückstand zum knappen und umkämpften 2:1-Sieg. Die Westler verspielten dann gegen den SC Schielberg einen Zweitore-Vorsprung und verabschiedeten sich mit den 2:2 nicht zwingend notwendig aus dem Aufstiegsrennen. Und im entscheidenden Finale gegen die Nordsternler fehlten den Albtälern nur Sekunden zum großen Wurf. In der Relegation nicht besiegt, und dennoch nicht aufgestiegen. Das ist bitter, sollte aber Ansporn für einen neuen Anlauf sein.

Beim KSV herrscht dagegen eitel Sonnenschein. Schon die überragende Meisterschaftsrunde sorgte für hohe Zufriedenheit. Eher als Außenseiter in die Aufstiegsqualifikation gegangen, präsentierte man sich aber auch hier mit mannschaftlicher Geschlossenheit und bis zum Schluss nicht nachlassendem Willen, das Geschehen bestmöglich zu beeinflussen. Dass dies am Ende dann auch verdient mit (mindestens) einer Saison B-Klasse belohnt wurde, ist freilich auch vom Glück des Augenblicks abhängig. Und das hatte sich zum denkbar günstigsten Zeitpunkt auf die Seite der Jungs um Käpt´n Böttner begeben.

Vor stattlicher Zuschauerkulisse auf dem von den Gastgebern des FC West prächtig präparierten Rasen an der Telegrafenkaserne verzichteten beide Teams auf anfängliches Abtasten und vor allen der SC Schielberg zeigte sogleich auf, dass man zum Toreschießen hergekommen war. Alexander Kunz probierte es sofort mit einem Weitschuss (3.) und einem Freistoß (9.), die aber ziemlich harmlos ausfielen. Der Flankenball von Spielertrainer Andreas Traudt flog schon eher gefährlich am rechten KSV-Pfosten vorbei (15.), sein optimistischer Schuss aus 30 Metern war für Angelo Celona ebenfalls kein Problem (16.). Dann hatten auch einmal die Karlsruher eine Gelegenheit bei einem Konterangriff, als Viktor Wischnewski bei seiner Hereingabe allerdings keinen Abnehmer fand (20.). Schielbergs Konzept, den Aufbau des Gegners schon in dessen Abwehrverbund zu attackieren, brachte dann kurz darauf auch Zählbares ein. So kam nach dem allerdings unnötigen KSV-Ballverlust kurz vor dem Strafraum Mathias Wieland in Ballbesitz und zirkelte den Ball flach neben dem rechten Pfosten zur umjubelten Führung ins KSV-Netz (25.). Die Rot-Weißen setzten ihre Überlegenheit fort und hätten durch Sekander Yaqubi nachlegen können, der einen Drehschuss knapp vorbei setzte (27.). Kurz darauf lenkte der zuverlässige Dennis Mevers einen strammen SC-Schuss mit der Schulter eigentorverdächtig knapp über den eigenen Kasten (30.). Bei den Rintheim-Waldstädtern lief nicht viel zusammen, zumindest hatte man die Schielberger Angreifer zumeist gut unter Kontrolle. Die starke SC-Mittelfeldachse um den wendigen und kampfstarken Saibo Singateh ließen ihre Pendants kaum zur Entfaltung kommen, worunter auch der KSV-Kombinationsfluss litt. Trotzdem lag bei der einzigen echten KSV-Torchance im ersten Abschnitt kurzzeitig der Ausgleich in der Luft. Timo Gob zog nach einer der wenigen gelungenen Angriffsaktionen aus 18 Metern ab, SC-Goalie Timo Weber verhinderte mit einer Glanzparade aber den Einschuss (35.). Bis zum Pausenpfiff des gemeinsam mit seinen Assistenten umsichtig und souverän leitenden Kai Wiessner ereignete sich dann nichts Nennenswertes mehr und so wurden mit dem leistungsgerechten Zwischenstand die Seiten gewechselt.

Die ersten Minuten gestalteten sich für beide Teams zunächst schwerfällig und auch ein lascher Freistoß von Kunz (57.) brachte die Zuschauer nicht in Wallung. Zumindest war der KSV nun gleichwertig und biss sich immer besser ins Spiel hinein mit der Folge guter Einschussgelegenheiten. So zielte Daniel Walz nach einer Faustabwehr von Weber aussichtsreich über den Kasten (62.) und nach einer gelungenen Angriffsaktion verfehlte auch Christopher Haupt freistehend das Ziel (66.). Die Stumpf-Truppe bestimmte nun zunehmend das Geschehen, musste sich innerhalb von drei Minuten aber noch einmal einem vorentscheidenden zweiten Schielberger Treffer entgegen stemmen. Bei einem Eckball köpfte Arijuma Camara aufs Tor, Celona war aber gut postiert und wehrte ab (69.). Traudt köpfte druckvoller, aber dennoch am Tordreieck vorbei (70.) und einen Freistoßhammer musste Sven Gelke am ersten Pfosten wagemutig mit der Stirn klären, den Nachschuss setzte Kapitän Sebastian Fiedler über den KSV-Kasten (71.). Die nachlassenden Albtäler hatten nun zusehends Schwierigkeiten und mussten sich fast ausschließlich der Abwehrarbeit widmen. Die Truppe vom Nordstern vergab aber einige gute Gelegenheiten. So hätten die sich durchkombinierenden Walz und Haupt den finalen Pass besser spielen können (74.). Der KSV-Coach wechselte noch einmal offensiv ein und das Schielbergteam kam immer stärker unter Druck. Einem Kopfball von Bjarne Waßmuth konnte Weber das Eindringen ins Heiligtum verwehren (80.). Wischnewski brachte dann nicht den nötigen Druck hinter seinen Kopfball (87.) und gleich darauf verfehlte er per Direktabnahme einer Waßmuth-Flanke ebenfalls das SC-Tor (88.). Sekunden später starteten die KSV-er einen tollen Angriff, Waßmuth fand mit einem wuchtigen Kopfball aber ebenfalls nicht den Weg ins Gehäuse (89.). Obwohl die Karlsruher alles nach vorne warfen, wollte das erlösende Tor nicht fallen. Als die letzte Minute der fünfminütigen Nachspielzeit anbrach und die Trauth-Equipe mit allen Kräften ihren Kasten sauber hielt, glaubten nur noch das KSV-Team selbst und einige Daueroptimisten an die Wende. Und sie kam. Noch einmal gab es einen Freistoß für den KSV. Allerdings auf Höhe der Mittellinie weit weg vom gegnerischen Kasten. „Letzte Aktion, es gibt keinen Eckball mehr“, so die Ansage von Schiri Wiessner. Selbst für Spezialist Gelke also eine anspruchsvolle Herausforderung, doch er schaffte es, die Gefahrenzone knapp vor der Fünfmeterlinie anzupeilen. Der weite Freistoßball kam dort zwar mit wenig Schmackes an, was aber dem Goalie in der voll besetzten Strafraumzone ein sicheres Eingreifen erschwerte. Und so landete die Kugel im Getümmel und auf dem Umweg eines Schielberger Unterarms in der Nähe des rechten Pfostens. Waßmuth erfasste die Situation, drückte das Spielgerät zum 1:1 aus kurzer Entfernung geistesgegenwärtig über die Linie (90.+5) und begann einen langen Jubellauf. Mittendrin ertönt Sekunden später der Abpfiff. Ende und Aus und noch mehr unfassbare Begeisterung.

Zweifellos waren die Jungs vom Sportpark in der zweiten Halbzeit mindestens dieses eine Tor auch besser, so dass das Remis den Kräfteverhältnissen entspricht. Die Folgen sind bekannt. Am Ende steht der historische Aufstieg einer KSV-Zweiten in die B-Klasse. Gut gemacht Jungs. Und wenn´s nicht geklappt hätte, wäre es ebenso gut gewesen. Sieger oder Verlierer, Glück und Pech lagen so nahe wie selten beieinander. Diesmal ist es die Schielberger Entourage, die das schmerzlich erfahren musste (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Celona – Zürn, Böttner, Mevers, Werner, Bähr, Walz, Gelke, Frankenhauser  Gob, Wischnewski

Auswechslungen: 28. Min. Krause für Wischnewski, 55. Haupt für Bähr, 57. Kohpeiß für Frankenhauser, 63. Waßmuth für Gob, 77. Wischnewski für Mevers, 86. Gob für Böttner

Schiedsrichter: Kai Wiessner

Assistenten: Fabian Zimmer, Sven Hadeler

Tore: 0:1 Wieland (25.), 1:1 Waßmuth (90.+5)

Zuschauer: 300

By |2019-06-15T09:07:54+00:0012. Juni 2019|2. Mannschaft, Featured, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV II – FC West Karlsruhe II 2:1 (1:1) Relegation – 5.6.19

By |2019-06-08T08:36:11+00:006. Juni 2019|2. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – VFB 05 Knielingen II 4:2 (3:1) 30.Spieltag – 30.5.19

Fantastische Saison mit Heimsieg beendet.

Als schon sicherer Tabellendritter spielte der Karlsruher SV befreit auf und holte sich auch gegen den Rückrunden-Neunten die letzten noch zu vergebenden drei Punkte. In Abwesenheit von Coach Christian Stumpf, der in anderer sportlicher Mission unterwegs war, überraschte sein Team mit ungewohnter Postenverteilung. Abwehr inklusive Torwart tauschten mit dem offensiven Mannschaftsteil die Rollen, gingen die Aufgabe aber dennoch mit respektvoller Ernsthaftigkeit an. Jedenfalls bewiesen die KSV-Jungs auch auf ungewohnten Positionen ihre Vielseitigkeit. So war der Sieg insbesondere auf Grund einer 70-minütigen Überlegenheit zweifellos verdient. Zu viele Nachlässigkeiten und vor allem die keineswegs resignierende Bertsche-Truppe sorgten jedoch für eine noch aufregende Schlussphase, in der nach dem Anschlusstreffer sogar ein Remis in der Luft gelegen hatte. Dass Abwehrchef und Kapitän Dominik Kirchner mit der allerletzten Aktion der gesamten Spielzeit und seinem ersten Torerfolg überhaupt in der KSV-Ersten dann die Entscheidung herbei führte, spiegelt die Erlebniswelt der vergangenen Monate wieder.

Es war an diesem Donnerstagnachmittag angebracht gewesen, sich rechtzeitig von der Vatertagstour verabschiedet zu haben. Wer sechs Minuten Verspätung hatte, verpasste bereits drei Tore. Mit der ersten Angriffsaktion wurde ein Lattenkopfball von Kirchner auf der Knielinger Torlinie nur unzureichend geklärt, was Willi Oliveira Schroer mit einem platzierten Flachschuss zum 1:0 ausnutzte (2.). Zwei Minuten später durfte auf der anderen Seite gejubelt werden, nachdem Julian Gebele ohne Gegenwehr abzog. Regungslos musste Malte Oldemeier den Flachschuss aus 22 Metern zum 1:1 passieren lassen (4.). Der (analoge) Uhrzeiger hatte sich aber nur einmal voll gedreht, als die Heimelf erneut zuschlug. Bjarne Waßmuth spielte sich auf der rechten Seite bis zur Grundlinie und brachte einen klasse Flankenball an den zweiten Pfosten. Dort markierte Benjamin Bindereif mit Sprungeinlage und sehenswerter Direktabnahme das 2:1 (6.). Es folgte eine Reihe ungenutzter Torgelegenheiten der Hausherren. So köpften Oliveira Schroer (8.) und Waßmuth (18.) jeweils am Kasten vorbei und Tim Nagel verzog aus zwanzig Metern am linken Pfosten (11.). Der stramme Schuss von Jonas Kubiak nach vorherigem Solo wurde von Tim Wolf pariert (20.). Nach toller Angriffskombination legte Kirchner auf Oliveira Schroer ab, der aus 18 Metern knapp über das Gehäuse zielte (24.). Erst dann kam die Kreisliga-Reserve gefährlich in die gegnerische Hälfte. Gebele setzte sich energisch durch, verfehlte das KSV-Tor aber nur knapp (29.). Stattdessen erhöhten die Waldstädter mit schnellem Umschalt- und Direktspiel aus der eigenen Defensive auf 3:1. Daniel Walz wurde dabei klug in die Tiefe geschickt und der aufgerückte Verteidiger schlenzte die Kugel geschickt an Wolf vorbei neben den Pfosten ins Tor. Kurz darauf überlobbte Waßmuth geschickt, aber erfolglos den VfB-Keeper (32.) und Kubiak köpfte einen Freistoß von Matthias Eckert am Dreieck vorbei (41.). Eckert drängte dann kurz vor Halbzeit VfB-Akteur Tobias Wagner noch rechtzeitig ab, der deshalb aus ungünstiger Position nicht mehr genau zielen konnte (44.).

Wagner hatte nach dem Wiederanpfiff des souveränen Schiri Legall (Ötisheim) nach einer längeren Phase ohne jegliche Höhepunkte dann auch wieder die erste Torgelegenheit. Allein vor Oldemeier schob er aber vorbei (62.). Anschließend verpasste es der Tabellendritte, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Oliveira Schroer (65.) und Bindereif (67.) hatten aber mit ihren Kopfbällen keinen Erfolg und nach genialem Zuspiel flog die Direktabnahme von Dominik Germar knapp am Torwinkel vorbei (70.). Zu diesem Zeitpunkt hatten sich allerdings schon einige Unkonzentriertheiten auf KSV-Seite angedeutet, was den Holzbiere zunehmend mehr Spielanteile einbrachte. Schon im Anschluss an einen Freistoß nach 73 Minuten lag der Anschlusstreffer in der Luft. Der eingewechselte Gervyl Ngoupende traf aber nur die Latte des KSV-Heiligtums. Dann fehlte nach einem Ballverlust die Ordnung in der KSV-Abwehr. Gebele kam zum Schuss und der abgefälschte Ball schlug im Torwinkel zum 3:2 ein (80.). Trotz einer guten Kopfballgelegenheit von Kubiak (82.), befand sich der KSV nun stärker in der Defensivrolle und der VfB schöpfte nicht zu Unrecht Hoffnung auf den Ausgleich. Zumal man kurz darauf einen Strafstoß monierte, der aber nicht zur Ausführung kam (83.). Die nicht nachlassenden Gäste erarbeiteten sich aber weitere gute Ausgleichschancen. Ein Außenristschuss ging aber vorbei (86.) und bei einem Freistoß mussten die Nordsternler zum Eckball klären (87.). Dann strich ein diagonaler Schuss des auffälligen Gebele am Torwinkel vorbei (89.). Sekunden später kam ihm der aufmerksame Oldemeier gerade noch zuvor (90.) und bei seinem Drehschuss war der KSV-Keeper großartig auf dem Posten (90.+1). Das Glück hatten die Jungs vom Frauenhäusleweg in dieser Phase nicht gepachtet. Im Gegenteil, am Ende der Nachspielzeit übernahm Hollywood zugunsten der Platzherren die Regie. Top frei gespielt scheiterte Kirchner zunächst noch am bravourös reagierenden Wolf, nutzte aber die zweite Gelegenheit per Kopfball zum dramaturgisch bewegenden wie Spiel entscheidenden 4:2 (90.+2). Torgeschrei, textiler Härtetest, Jubeltraube, Schlusspfiff. Das Ende eines Fußballspiels als Symbol fast einer ganzen Saison. Beste Voraussetzungen für die mentale Vorbereitung der Aufstiegsrelegation der 2. Mannschaft (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Oldemeier – Walz (72. Becker), Eckert, Hartung (52. Hout), Nagel (62. Nelkenstock) – Waßmuth (54. Germar), Bindereif, Dietrich, Oliveira Schroer – Kirchner, Kubiak

Schiedsrichter: Daniel Legall (TSV Ötigheim)

Tore: 1:0 Oliveira Schroer (2.), 1:1 Gebele (4.), 2:1 Bindereif (6.), 3:1 Walz (30.), 3:2 Gebele (80.) 4:2 Kirchner (90.)

Zuschauer: 63

By |2019-06-02T12:57:26+00:0031. Mai 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FSSV Karlsruhe – Karlsruher SV 0:1 (0:1) 29.Spieltag – 24.5.19

Glücklicher KSV-Sieg am Ring.

Der Karlsruher SV schwimmt weiter auf der Erfolgswelle und ist nach dem knappen Dreier bei den Freien Turnern mit weiterhin fünf Punkten Vorsprung nicht mehr vom dritten Tabellenrang zu verdrängen. Eine geradezu sensationell anmutende Bilanz für die Truppe von Coach Christian Stumpf und seine Mitstreiter. Aber auch die Schützlinge von Stephan Richter können – wenn auch nicht mit dem heutigen Spielergebnis – so doch mit dem nach dem Aufstieg aus der B-Klasse Erreichten zufrieden sein. Schlussendlich werden sie sich, weit entfernt von Abstiegsängsten, zwischen den Plätzen neun bis elf einfinden.

Die wegen des Badischen Pokalendspiels auf Freitag vorgezogene Partie hatte indessen keinen Verlierer verdient. In punkto Spielanteile und Torgelegenheiten begegnete man sich auf Augenhöhe. Auch wenn meist kein Spitzenniveau geboten wurde, sahen die Zuschauer aufregende Torraumszenen und angesichts des knappen Spielstands blieb es bis in die Schlusssekunden hinein spannend.

Den besseren Start hatten die Gäste, die selbstbewusst loslegten. Nach feinem Steilpass kam Maximilian Krebs auf der rechten Seite zum Schuss, traf aber nur das Außennetz (8.). Beim nächsten Angriff wurde Christopher Haupt blendend freigespielt und sorgte mit einem überlegten Flachschuss an FSSV-Keeper Pascal Zimmermann vorbei für die frühe 0:1-Führung (9.). Wilhelm Oliveira Schroer ließ gleich einen Alleingang folgen, schloss aber nur suboptimal ab (10.). Dann begannen auch die Hausherren mitzumischen und erspielten sich einige gute Gelegenheiten. KSV-Aushilfskeeper Malte Oldemeier konnte den strammen Schuss von Petar Cicak aber prächtig parieren und den Ausgleich verhindern (17.). Dann setzte Andreas Leitenberger den Ball per Direktabnahme knapp ins Aus (23.) und Christian Druffel verpatzte ungewohnt eine Ballannahme (28.). Anschließend gab es Torszenen im Vierminutentakt. Zunächst stand Druffel bei einer flachen Hereingabe wieder gut postiert, der starke Moritz Hartung kam dessen Abschluss aber gerade noch zuvor (32.). Dann setzte sich Nordsternler Matthias Eckert in der FSSV-Hälfte bis zur Torauslinie durch und passte in den Rückraum, von wo Benjamin Bindereif nur Zentimeter am Pfosten vorbei zielte (36.). Auf der anderen Seite klärte Dominik Kirchner zum Eckball (40.). Und dann verhinderte der FSSV-Hüter mit einer Glanzparade bei Haupts Schuss aus fünf Metern das 0:2 (44.).

Nachdem der souverän leitende Schiri Pape-Rese (Hockenheim) die faire Partie wieder anpfiff, passierte eine Viertelstunde wenig Aufregendes. Eine leichte Laxheit bei den Waldstädtern machte sich indessen bereits spürbar breit. Dazu passte Eckerts Luftnummer beim Versuch einer Volleyabnahme im Anschluss an einen Eckball (59.). Schon im Gegenzug setzte Maik Richter einen Freistoß aus 30 Metern auf den Querbalken des KSV-Tores (60.) Der ebenfalls spielstarke Leitenberger versuchte sich bei einem allerdings unberechtigten Freistoß aus ähnlicher Position, verfehlte aber ebenso das Ziel (67.). Kurz vorher hatte Oliveira Schroer einen Hartung-Freistoß knapp neben den FSSV-Pfosten geköpft (66.). Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Jungs vom Adenauerring schon länger die Mittelfeldkontrolle erspielt, während dem Rangdritten nicht mehr viel Produktives gelang. So schien in der 79. Minute der verdiente Ausgleichstreffer fällig, als Richter der Gästeabwehr entwischte und allein dem KSV-Goalie zusteuerte. Multitalent Oldemeier war aber mit einer Superparade zur Stelle. Dessen Team legte dann aber doch nochmals einen Zahn zu und setzte sich wieder häufiger in der gegnerischen Hälfte fest. Zunächst streifte ein Freistoß von Jonas Kubiak knapp die Latte (85.). Wenig später faustete Zimmermann einen Schuss von Hartung weg, den Nachschuss feuerte Eckert am Torwinkel vorbei (88.). Die letzten Momente des Spiels hatten dann wieder die Gastgeber. Kubiak wusste aber den Ball um den Pfosten zu bugsieren (89.) und in der Schlussminute waren sie im Pech, als der Ball von der Latte zurück ins Feld sprang. Manchmal hat man halt Glück, und dann kommt noch das Pech der anderen dazu … (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Oldemeier – Rädler, Kubiak, Kirchner, Hartung – Oliveira Schroer, Pohl (70. Germar) – Krebs (65. Dietrich), Haupt (57. Waßmuth), Bindereif – Eckert

Schiedsrichter: Donald Pape-Rese (Hockenheim)

Tore: 0:1 Haupt (9.)

Zuschauer: 60

By |2019-05-26T10:03:00+00:0025. Mai 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FSSV Karlsruhe II – Karlsruher SV II 0:4 (0:1) 29.Spieltag – 23.5.19

KSV-Zweite sichert sich Aufstiegsrelegation

Die Festwochen gehen weiter. Mit einem überzeugenden 4:0-Erfolg bei der zuletzt stark aufspielenden FSSV Karlsruhe setzten sich die Waldstädter vom Tabellendritten uneinholbar ab und dürfen sich als Rangzweiter bereits einen Spieltag vor Saisonschluss auf die Relegationsspiele vorbereiten. Theoretisch wäre sogar noch die Meisterschaft und damit der direkte Aufstieg in die B-Klasse drin. Allerdings erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass der mit zwei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze thronende ATSV Mutschelbach III im abschließenden Saisonspiel gegen VSV Büchig die noch nötigen drei Punkte einfährt. Außerdem darf man sich selbst ebenfalls keinen Ausrutscher im Heimspiel gegen den Karlsruher Fußballverein II erlauben.

Der Erfolg in der fairen Partie war angesichts der Spielanteile und der Mehrzahl an Torchancen zweifellos verdient. Eine Stunde lang blieb das Geschehen dennoch offen. Der knappe Vorsprung, den Bjarne Waßmuth nach regelwidrig gestopptem Wischnewski-Dribbling mit einem tollen Freistoß in den Torwinkel besorgte (21.), hatte lange Zeit Bestand. Die Gastgeber sorgten immer wieder für Nadelstiche, welche größte Aufmerksamkeit in den hinteren KSV-Reihen erforderte. Nach einer Stunde hatte Dominik Frankenhauser die große Chance zur Vorentscheidung, vergab aber nach Zuspiel von Daniel Walz freistehen (60.). Kurz darauf hatte Christopher Haupt dann den nötigen Dusel und versenkte mit Unterstützung eines Abprallers im zweiten Versuch die Kugel zum 0:2 (63.). Ein toller Spielzug mit finalem Anspiel von Mathias Krause brachte kurz darauf Frankenhauser cool am FSSV-Hüter zum 0:3 vorbei (65.). Nach diesem Doppelschlag war die Partie entschieden. Nachdem Martin Zürn allein vor dem Keeper eine gute Gelegenheit vergab (70.), plätscherte die nun spannungslose Begegnung relativ ereignislos dahin. Einen Faux-pas des FSSV-Goalie nutzte dann Waßmuth noch zum unbedeutenden 0:4 (85.). Es war das 90. Saisontor. Eigentlich keine schlechte Voraussetzung, um in den Relegationsspielen mithalten zu können, zumal auch die Abwehr sich bisher als stabil erwiesen hat.

Tore: 0:1 Bjarne Waßmuth (21.) 0:2 Christopher Haupt (63.) 0:3 Dominik Frankenhauser (65.) 0:4 Bjarne Waßmuth (86.)

By |2019-05-25T08:45:42+00:0024. Mai 2019|2. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – FV Liedolsheim 2:0 (1:0) 28.Spieltag – 19.5.19

KSV weiter in der Erfolgsspur.

Im „kleinen“ Spitzenspiel präsentierte sich der Karlsruher SV wiederum in guter Form und entschied auch das auf gutem Niveau geführte Kräftemessen mit dem bisherigen Tabellenvierten aus Liedolsheim verdientermaßen für sich. Das Spiel gestaltete sich in der Endphase noch spannend, spätestens nach dem 2:0 Mitte der zweiten Hälfte ließen sich die Sandhasen aber nicht mehr von der Siegspur abbringen und haben weiterhin die große Chance, die Saison auf dem dritten Tabellenrang abzuschließen.

Zu Beginn entwickelten die Gäste mächtigen Offensivgeist. Deshalb kam der Führungstreffer für die Karlsruher nach deren ersten, allerdings prima vorgetragenen Angriff etwas überraschend. Über die linke Seite ließen nacheinander Moritz Hartung, Benjamin Bindereif und Daniel Walz ihren Gegenspielern keine Gelegenheit, ihr Passspiel zu unterbinden. Und am Ende spitzelte Jonas Klodwig im Fünfmeterraum den Ball kunstvoll an Keeper Felix Lampert vorbei zum 1:0 (9. Min.). Dem setzte auf der Gegenseite Dennis Mößner gleich einen allerdings wenig gefahrvollen Direktschuss nach einer Ecke entgegen (13.). Dann erspielten sich die Stumpf-Buben allmählich die Spielkontrolle. Zunächst sorgten zwei Freistöße von Jonas Kubiak für Torgefahr, wobei Keeper Lampert erst mit energischem Eingreifen gerade noch ein Eigentor verhinderte (16.) und dann am kurzen Eck mit reaktionsstarker Fußabwehr glänzte (18.). Kurz darauf wurde Bindereif im 16-er gefoult, der fällige Strafstoßpfiff des ansonsten sehr gut leitenden Marcel Heger blieb indessen aus (20.). Wenig später vergab Kubiak den zweiten Treffer, als er einen Freistoßball von Hartung aus drei Metern noch über den Kasten köpfte (25.). Und bei einem weiteren sehenswerten KSV-Angriff fischte der Gästekeeper einen platzierten Direktschuss von Florian Richert noch um den Torwinkel (34.). Dann brachte Willi Oliveira Schroer in aussichtsreicher Position nicht genügend Druck hinter den Ball (38.) und gleich danach wurde der prächtig bediente Matthias Eckert wegen angeblicher Abseitsstellung zurück gepfiffen (39.). Den Dettenheimern wurde bis dahin einzig eine Einschussgelegenheit durch Adama Jammeh gegönnt, der aber per Außenrist weit am Gehäuse vorbei zog (33.). Vor der Pause kamen sie dann noch einmal etwas in Fahrt, wobei KSV-Hüter Tim Nagel bei einem abgefälschten Schuss reaktionsschnell den Ausgleich zu verhindern wusste (44.). Den Schlusspunkt setzten im Gegenzug aber die Gastgeber über die spielfreudigen Hartung und Bindereif. Dessen Schuss aus spitzem Winkel lenkte Goalie Lampert jedoch um den Pfosten (45.). So blieb es bei der knappen Pausenführung für den dominanten Gastgeber, der die vielgelobte Offensivkraft der Mannen von Stefan Ronecker zu bändigen wusste.

Die unüberhörbare allgemeine Unzufriedenheit des Noch-Trainers setzte sich zunächst auch mit Beginn des zweiten Abschnitts fort. Trotz zunehmend härterer Gangart verzeichneten zunächst nur die Nordsternler nennenswerte Strafraumaktionen. So strich Eckerts 20-Meter-Geschoss nur knapp über den Balken (48.) und der Versuch des überragenden Walz aus 14 Metern blieb in der „Lillser“ Abwehr hängen (57.). Als auch Eckerts feine Einzelleistung erfolglos geblieben war (57.), hatten sich die Schwarz-Weißen – unterstützt durch Ballverluste und Fehlpässe der KSV-ler – bereits mehr Spielanteile erkämpft. Gefahr verursachte aber nur ein wuchtiger Freistoß aus rund 35 Metern von Marius Geiß, der um Zentimeter am Pfosten vorbei rauschte (63.). Wenig später sorgte eine zielstrebig vorgetragene Offensivaktion des KSV für reichlich Betrieb im FVL-Strafraum. In dessen Folge zirkelte Benny Bindereif den zu kurz abgewehrten Ball aus 18 Metern unhaltbar in den Winkel zum 2:0 (67.). Nach diesem Traumtor gaben sich die nur kurzzeitig geschockten Hardtler dennoch nicht auf und bemühten sich um den Anschluss. Schon in der 70. Minute wurde Teodor-Mihail Hundorfean blendend in Szene gesetzt, ließ sich aber zu weit nach außen drängen, weshalb sein geschickter Heber knapp das KSV-Tor verfehlte. Die Schussversuche von Alquassim Drammeh (75.) und Hundorfean (80.) entpuppten sich dann als zu harmlos. Ansonsten erledigten die Gastgeber zumindest ihre Abwehraufgaben gewohnt zuverlässig. Bei einem sehenswerten Dribbling von Drammeh, das einen Treffer verdient hätte, wähnten sie sich allerdings eher in der Zuschauerrolle. KSV-Kapitän Dominik Kirchner warf sich im Fünfer aber noch erfolgreich in den abschließenden Schuss und verhinderte so eine aufregendere Schlussphase (85.).

Die Liedolsheimer Truppe wusste kämpferisch und auch spielerisch durchaus zu gefallen, fand aber letztlich keine entscheidenden Mittel gegen die überzeugend auftretenden Waldstädter. Die gaben den Zweitore-Vorsprung nicht mehr aus der Hand und erfreuen sich nun weiterhin am Tabellenbild (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Richert, Kubiak, Kirchner, Hartung – Klodwig (77. Haupt), Walz, Oliveira Schroer, Bindereif – Eckert (83. Dietrich), Waßmuth (63. Hout)

Schiedsrichter: Marcel Heger (VfB St. Leon)

Tore: 1:0 Klodwig (9.), 2:0 Bindereif (67.)

Zuschauer: 75

By |2019-05-22T16:43:11+00:0020. Mai 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FC Spöck – Karlsruher SV 1:2 (0:2) 27.Spieltag – 12.5.19

KSV sonnt sich auf Platz drei.

Mit einem knappen, aber verdienten Erfolg im Spechaastadion verhinderte der Karlsruher SV, dass der FC in der Tabelle vorbei zog und grüßt nun selbst vorübergehend als alleiniger Rangdritter. Die höher eingeschätzten Spöcker konnten sich auch mit ihrer „echten“ Ersten nicht für die Hinspielniederlage revanchieren und bleiben seit nunmehr vier Spieltagen ohne Sieg.

Obwohl die Mannschaft von Christian Stumpf mit einer neu formierten Abwehrkette ins Spiel ging, machte sie in der ersten Halbzeit den besseren Eindruck, hatte mehr Ballbesitz und auch das nötige Spielglück. Die erste Torgelegenheit verbuchte allerdings Spöcks Moritz Klein, der eine Kopfballvorlage aus fünf Metern über das KSV-Tor schoss (10.). Dann profitierten die Gäste von einem Missgeschick des einheimischen Schlussmanns, der eine Rechtsflanke von Florian Richert nicht gut genug zu fassen bekam. Benjamin Bindereif nahm das Geschenk an und brachte den Ball überlegt mit einem Flachschuss zur frühen 0:1-Führung über die Linie (13.). Gleich darauf versuchte es auf der anderen Seite Dennis Koch mit einem Weitschuss, der aber über den Kasten flog (14.). Das Geschehen spielte sich nun vorwiegend im Mittelfeld ab und nur teilweise kläglich ausgeführte Freistöße sorgten für Torannäherungen. Eine längere Druckphase der Hausherren überstanden die nun vorübergehend passiveren KSV-ler unbeschadet. Echte Gefahr bestand lediglich nach einer schönen Flanke von Spielmacher Alexander Mohr, bei der Christoph Stober am zweiten Pfosten nur knapp nicht zum Kopfball kam (31.). Gegen Ende des ersten Abschnitts setzten dann aber die Karlsruher wieder Akzente. Zunächst zielte Wilhelm Oliveira Schroer aus 18 Metern knapp vorbei (37.). Wenig später setzte Daniel Walz auf der rechten Seite gekonnt Bjarne Waßmuth in Szene. Der erfreute sich bei seinem langen Anlauf des Spöcker Geleitschutzes und traf dann mit platziertem Flachschuss ins lange Eck zum 0:2 (40.), das aus Karlsruher Sicht gerade zum richtigen Zeitpunkt fiel.

Nach Wiederanpfiff des souveränen Unparteiischen Kyritsis (Maximiliansau) sah sich die Stumpf-Truppe zunächst nicht mit unlösbaren Aufgaben konfrontiert. Spöck war engagiert, strahlte aber noch keine Torgefahr aus. Die Waldstädter waren in dieser Hinsicht besser und hatten durch Bindereif, dem FC-Hüter Dominik Knappe die Kugel noch wegschnappte (47.) gleich eine erste Torchance. Dann prüfte Waßmuth mit einem Schuss aus 18 Metern den FC-Torwart, der sicher hielt (64.) und ein Linksschuss von Marco Wied von der Strafraumgrenze verfehlte knapp den Kasten (73.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Nordsternler die Sache bereits etwas lascher angegangen, erlaubten sich ungenaue Zuspiele und sorgten bei dem um den Anschluss sehr bemühten Vallarelli-Team für zusätzliche Motivation und Spielanteile. Zwangsläufig erarbeiteten sie sich nun auch zwingende Gelegenheiten, was sich erstmals bei einer weiteren Mohr-Flanke zeigte. Stober verpasste es allerdings, zum Kopfball zu kommen (74.). Einen Direktschuss des eingewechselten Marius Baßler wehrte dann KSV-Allrounder Moritz Hartung körperbetont über den Kasten. Nach dem zu kurz abgewehrtem Eckball schoss Alexander Baschin am linken Pfosten vorbei (78.). Die Hausherren blieben weiter am Drücker und belohnten sich drei Minuten später. Nach anfänglichen Turbulenzen im und vor dem KSV-Strafraum mit unerfüllten Strafstoßwünschen segelte eine Linksflanke flach in den Strafraum, wo der völlig übersehene Baßler allein im Fünfer stand und kein Problem hatte, zum 1:2-Anschlusstreffer einzunetzen (80.). Das nicht nachlassende Bemühen um den möglichen Ausgleich wussten die KSV-Jungs jedoch erfolgreich einzudämmen, zumal sich die Blau-Weißen auch keine Geniestreiche einfallen ließen. Außerdem verteidigte die Stumpf-Truppe ihr Heiligtum wieder mal mit Einsatzwillen und starkem Mannschaftsgeist. Bei einem schnellen Gegenangriff hätte Christopher Haupt schon drei Minuten vor dem Schlusspfiff den Sack endgültig zumachen können. Nach langem Spurt bekam er die Kugel von Matthias Eckert auf den Fuß gespielt, fand aber im großartig per Fußabwehr haltenden Knappe seinen Meister (89.). Während der Restspielzeit passierte nichts Nennenswertes und obwohl insgesamt die Torchancen annähernd gleich verteilt waren, geht das am Ende noch hart umkämpfte Spiel mit dem knappen KSV-Sieg durchaus in Ordnung.

Nun erwarten die Waldstädter den FV Liedolsheim zum Spitzenspiel (Dritter gegen Vierter) im Nordsternstadion. „Die sinn grad gut druff“, war schon beim anschließenden Smalltalk mit Spöcker Fachleuten zu hören. Trotz allem Respekt wollen die KSV-ler aber den Erfolg der Vorrunde gerne wiederholen. Dazu müssen sie halt zumindest ebenfalls gut drauf sein (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Richert, Kubiak, Klodwig, Hartung – Walz (69. Haupt), Wied, Oliveira Schroer, Bindereif – Eckert (90.+1 Krebs), Waßmuth (88. Becker)

Schiedsrichter: Dimitrios Kyritsis (FV Maximiliansau)

Tore: 0:1 Bindereif (13.), 0:2 Waßmuth (44.), 1:2 Baßler (80.)

Zuschauer: 75

By |2019-05-14T19:15:14+00:0012. Mai 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|