Herren

Karlsruher SV – FV Grünwinkel 3:0 (2:0) 16.Spieltag – 1.12.19

Starker KSV überrascht den Spitzenreiter.

Mit einer eindrucksvollen Vorstellung bezwang der Karlsruher SV den Aufstiegsaspiranten aus dem Karlsruher Südwesten und verabschiedet sich nach diesem nicht unbedingt erwartbaren Erfolg als Rangdritter in die Winterpause. Die Gastgeber steckten zahlreiche verletzungs- und krankheitsbedingte Ausfälle deutlich besser weg als der Tabellenführer, bei dem die Offensivkräfte Romaszko und Hahn fehlten. Die KSV-Jungs spielten insbesondere in der ersten Hälfte wie aus einem Guss und überzeugten auch nach der Pausenführung mit einer bärenstarken Leistung. Zum Jahresausklang begeisterten sie ihren Anhang nochmals mit immensem Laufpensum, erfrischendem Spielwitz sowie gewohnter Einsatzfreude und behielten in dem niveauvollen und fairen Kräftemessen die drei Punkte verdient im Nordstern-Stadion. Dass sich die eingewechselten Nachwuchskräfte nahtlos einfügten und in der Schlussphase mit Keeper Christian Becker insgesamt vier A-Juniorenspieler auf dem Platz standen, macht den Erfolg für den KSV zudem besonders wertvoll.

Vom Anpfiff weg legten sich die Hausherren mächtig ins Zeug und erarbeiteten sich gleich einige Torannäherungen. So setzte Christoph Helfenritter einen Kopfball ebenso über den FVG-Kasten (12.) wie Daniel Walz einen Schuss aus 25 Metern (14.). Wenig später kombinierten sich die Stumpf-Mannen auf der rechten Seite sehenswert nach vorne. Fast von der Eckballfahne flanke Walz mustergültig auf Hassan Hout, der mit einem eher nicht zu seinem Repertoire gehörenden Kopfball Grünwinkels Schlussmann Thomas Muraschow keine Abwehrchance ließ und die 1:0-Führung markierte (19.). Unmittelbar nach dem Mittelanstoß eroberten sich die Waldstädter sogleich wieder den Ball und Dominik Germar konnte relativ ungestört dem FVG-Strafraum zusteuern. Aus rund zwanzig Meter Entfernung nahm er für einen strammen Flachschuss Maß und überraschte den sich zwar mächtig, aber erfolglos streckenden FVG-Keeper. Zentimeter neben dem rechten Pfosten schlug der Ball zum ebenso überraschenden wie umjubelten 2:0 ein (20.). Mit dem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten waren die spielstarken Grün-Schwarzen nur kurzfristig geschockt und freilich noch lange nicht geschlagen. Mit einem Zwischenspurt kamen sie auch zu einigen Eck- und Freistößen. In der 23. Minute  war dann auch dicke Luft vor dem KSV-Tor zu vermelden, welche die Hausherren aber vielbeinig und mit einem eifrigen Keeper bereinigen konnten. Bis zum Seitenwechsel wurde dem Aufstiegskandidaten dann keine Tormöglichkeit mehr gegönnt. Allerdings brachte auf der Gegenseite auch Hassan Hout bei einem Versuch aus 18 Metern Muraschow nicht in große Verlegenheit (35.). Kurz darauf wäre der dann aber wohl machtlos gewesen, als Helfenritter einen Eckball an den Querbalken gesetzt hatte (39.).

Nach Wiederanpfiff des Nachwuchsschiedsrichters Patrick Raßl, jüngster Akteur auf dem Platz und dennoch souverän leitend, setzten die Schützlinge von Domenico Rizzi die Waldstädter gleich unter Druck und brachten mit einem Freistoß auch Gefahr vor das KSV-Tor. Noch vor der Torlinie vermochten die Nordsternler aber zu klären (48.). Die Spatzen erspielten sich zunehmend mehr Feldvorteile und verdonnerten die Gastgeber zur Abwehrarbeit. Mit ihren spielstarken Individualisten bemühten sie sich unermüdlich um ein konstruktives Angriffsspiel, wurden aber spätestens vor dem Strafraum von den sehr aufmerksamen und zweikampfstarken KSV-lern gestellt. Ein Weitschuss (64.) erreichte wie auch ein geschlenzter Schussversuch von Elias Melchior (71.) ohne nennenswerte Gefahr den Waldstädter Schlussmann. Dessen Team sorgte bis dahin nur ein einziges Mal im Zuge eines Konterangriffs für Entspannung, als Hout bei einem 18-Meter-Schuss nur Zentimeter am Pfosten vorbei zielte (65.). Bis zur Schlussviertelstunde musste man indessen stets mit dem Anschlusstreffer rechnen, der noch einmal Spannung versprochen hätte. Dann aber verlor der FVG in der Abwehr das Spielgerät an den unermüdlich rackernden Daniel Walz, der schnell Mitstreiter Hout in Szene setzte. Der nahm nicht den direkten Weg zum Tor, sondern trickste sich durch den Fünfmeterraum und versenkte dann die Kugel pfiffig am kurzen Pfosten zum 3:0 (75.). Der Spitzenreiter gab sich zwar trotzdem noch nicht geschlagen, etwas Zählbares lag gegen die an diesem Tag immens formstarke Stumpf-Truppe jedoch in weiter Ferne. Stattdessen brachte sich A-Junior Robert Batke in der Endphase in Schussposition, schlenzte den Ball dann aber knapp an der rechten Stange vorbei. Dass er nicht den frei stehenden Matze Eckert bediente, sprach für ein gesundes Selbstvertrauen (89.). Im Gegenzug köpfte Roland Solonik noch einen Freistoßball knapp am KSV-Heiligtum vorbei (89.). Wenig später war dann die Überraschung perfekt und die Freude im Rintheim-Waldstädter Lager naturgemäß groß. Die Grünwinkler Mannschaft wird die Niederlage hingegen nicht umwerfen. Ihr Nachholspiel gegen den FV Rußheim sollte sie allerdings schon gewinnen, um den Verfolger FV Linkenheim auf Abstand zu halten (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Zürn, Helfenritter (70. Batke), Kirchner, Tritschler – Klodwig, Oliveira Schroer, Germar (76. Tobehn), Hartung – Hout (83. Müller), Walz (88. Eckert)

Schiedsrichter: Patrick Raßl (Post-Südstadt Karlsruhe)

Tore: 1:0 Hout (19.), 2:0 Germar (20.), 3:0 Hout (75.)

Zuschauer: 52

By |2019-12-04T06:25:47+00:001. Dezember 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

SpVgg Durlach-Aue II – Karlsruher SV 0:1 (0:1) 15.Spieltag – 24.11.19

Helfenritter hilft mit Kunstschuss

Der Truppe vom Karlsruher SV glückte gegen die Auer Verbandsliga-Zweite ein knapper Arbeitssieg. Mit den drei Punkten schließt man somit punktgleich mit dem Tabellendritten die Hinrunde äußerst erfolgreich ab und blieb zudem auch im zwölften Spiel in Folge unbezwungen. Allerdings boten beide Teams meist nur magere Fußballkost. Auf dem schwer bespielbaren Nebenplatz waren technische Feinheiten auch nicht gefragt und so kamen eher die Liebhaber der rustikaleren Fußballphilosophie auf ihre Kosten. Die Einsatzfreude war auf beiden Seiten gleichmäßig ausgeprägt und die kämpferische Note beherrschte bis in die Nachspielzeit hinein das Geschehen. Die Gäste agierten insbesondere im Defensivverhalten sehr aufmerksam und zweikampfstark und ließen so gut wie keine Auemer Torchancen zu. Andererseits verzeichneten sie – in überschaubarer Anzahl – insgesamt mehr Torannäherungen. Deshalb haben sich die Waldstädter den Sieg am Ende auch verdient, wenn auch das Tor des Tages aus Sicht der stets engagierten Gastgeber recht unglücklich zu Stande kam.

Schon nach 28 Sekunden versuchte es KSV-Akteur Hassan Hout mit einem ersten Distanzschuss, der aber am gegnerischen Tordreieck vorbei flog. Weitere sollten im Spielverlauf folgen, allerdings mit deutlich geringerer Genauigkeit. Dann wurde ein KSV-Kopfball nach einer Ecke auf der Torlinie geklärt (10.). Nach 23 Minuten legte Daniel Walz nach energischem Flankenlauf von der Grundlinie zurück auf Jonas Klodwig, dessen Direktabnahme mit vereinten Auer Kräften ebenfalls noch abgewehrt wurde und auch der Nachschuss blieb in deren Abwehr hängen. Wenig später dann die Szene des Tages, als die Leucian-Truppe nach einem Waldstädter Einwurf die Kugel nicht weit genug aus der Gefahrenzone brachte. Christoph Helfenritter fackelte nicht lange und dirigierte aus rund zwanzig Metern das entgegen kommende Spielgerät in Richtung Tor. Dort senkte es sich hinter dem machtlosen Nachwuchskeeper Leo Fox zur Überraschung aller zum 0:1 in den Winkel (30.). Dass dieser Sonntagsschuss das Spiel final entscheiden würde, war zu diesem Zeitpunkt freilich nicht abzusehen. Zumal der gut aufgelegte Helfenritter mit einem allerdings weniger gut gezielten 25-Meter-Schuss die Führung auszubauen versuchte (37.). Auf Seiten der Hausherren ist lediglich Guiseppe Rittershofer mit dem einzigen Torschuss, der weit über den Kasten des relativ beschäftigungslosen KSV-Keepers flog, einer Erwähnung wert (13.).

Im zweiten Abschnitt war es erneut Hassan Hout, dem sich wenige Sekunden nach dem Anspiel eine gute Gelegenheit bot. Im Fünfmeterraum brachte er den Ball aber nicht gut genug unter Kontrolle (46.). Danach erspielte sich die Spielvereinigung mehr Spielanteile und zwangen die KSV-ler immer häufiger zur Abwehrarbeit. Die Hasenkäuze verrichteten dies konstant aufmerksam und zweikampfstark und ließen echte Torgefahr vor ihrem Kasten nicht aufkommen. Eine Ausnahme bildete lediglich ein am Strafraumeck angesetzter Schuss von Phillip Kunzmann, der einen Meter am Gehäuse vorbei strich (75.). Zuvor hätten die Stumpf-Jungs bei einer der seltenen gut vorgetragenen Offensivaktionen allerdings schon für Beruhigung sorgen können. Über Walz und Hout wurde Klodwig freigespielt, der die Superchance jedoch nicht nutzen konnte. Auf seifigem Untergrund verlor er im Fünfer die Zielgenauigkeit und setzte den Ball neben dem Pfosten ins Aus (63.). Kurz vor Schluss ließ der SpVgg.-Keeper einen feinen Schuss von Sven Gelke nach vorne prallen, ein KSV-Abnehmer fand sich aber nicht (87.). Die Restspielzeit brachten die KSV-Akteure dann routiniert über die Bühne und man ist sich bewusst, dass man im kommenden Match gegen Spitzenreiter FV Grünwinkel auch wieder mehr spielerische Elemente benötigt, soll eine Nullnummer vermieden werden (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Zürn, Kubiak, Kirchner, Tritschler – Klodwig (67. Hartung), Helfenritter, Oliveira Schroer, Walz – Hout (79. Gelke), Monteiro

Schiedsrichter: David Werthwein (Ölbronn-Dürrn)

Tore: 0:1 Helfenritter (30.)

Zuschauer: 29

By |2019-11-27T16:59:48+00:0025. November 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – VFB 05 Knielingen II 1:1 (0:1) 12.Spieltag – 3.11.19

Wieder Rückstand hinterher gelaufen

Der Karlsruher SV musste sich auch gegen die zweite Mannschaft des VfB Knielingen mit einem Remis begnügen. Den VfB dagegen dürfte das Ergebnis am Ende zufrieden stellen, auch wenn der Ausgleichstreffer erst kurz vor Schluss fiel. Beim KSV vermisste man Zielstrebigkeit, Ballsicherheit und Kreativität, weshalb ein Dreier höchst selten im Bereich des Möglichen lag.

Schon im ersten Durchgang gab es auf beiden Seiten kaum echte Einschussmöglichkeiten. Nennenswert bleiben allenfalls Andeutungen von Torchancen. Auf Seiten der leicht favorisierten Gastgeber gab es bis kurz vor dem Pausenpfiff lediglich einen 35m-Freistoß von Jonas Kubiak, der knapp das Ziel verfehlte (3.), ein wenig Aufsehen erregender 14m-Schuss von Hassan Hout (18.) und ein harmloser Kopfball von Mauricio Monteiro im Fünfmeterraum (32.) zu vermelden. Bei den Grün-Weißen zelebrierte Arsalan Fateh einen schön anzuschauenden Fallrückzieher (15.), verfehlte aber ebenso wie bei seinem Schuss von der Strafraumgrenze den KSV-Kasten (23.). Auch Fabian Metz blieb mit einem Direktschuss erfolglos (20.) wie auch Fabian Mack, der einen Weitschuss aus über 30 Metern nur Zentimeter über die Querlatte setzte (33.). Und Aron Stumpf prüfte mit einem Kopfball aus acht Metern den allerdings aufmerksamen Christian Becker (41.). Kurz darauf zwang Kubiak mit einem erneuten Freistoßball den VfB-Keeper zum Eingreifen. Daraus entwickelte sich ein schnelles Umschaltspiel gegen die aufgerückten KSV-ler, die sich mit einem weiten Pass in den Strafraum überrumpeln ließen. Gekonnt umspielte Julian Gebele auch noch den machtlosen Schlussmann und netzte überlegt zum 0:1-Pausenstand ein (43.).

Nach Wiederbeginn operierten die Jungs von Christian Stumpf energischer und erarbeiteten sich auch mehr Spielanteile. Die teilweise guten Ansätze wurden aber meist noch vor dem Sechzehner gestoppt. Knielingen kämpfte um den Sieg und kam ebenfalls zu einigen wenigen Vorstößen. So zielte Gebele mit einem Drehschuss knapp am Kasten vorbei (53.), Navascues Benit schoss aus 25 Metern drüber (64.) und bei seinem strammen Fernschuss lenkte Becker die Kugel um den Pfoten (73.). Der KSV brauchte bis zur 63. Minute, um durch Benjamin Bindereifs Kopfball die erste Gelegenheit zu verzeichnen. Kurz darauf konnte ein Gäste-Akteur den Ball noch von der Torlinie schlagen (68.). Nach dieser Aktion setzte der KSV-Trainer mit einem Dreifachwechsel noch einmal auf Offensivkraft. Es dauerte aber bis in die Endphase hinein, bis die Nordsternler im gegnerischen Strafraum wieder für Torgefahr sorgen konnten. Aus einem Eckball von Daniel Walz resultierte vor dem VfB-Tor ein allgemeines Gestochere, wobei am Ende Willi Oliveira Schroer den Ball fast in Liegeposition noch über die Linie zum verdienten 1:1 bugsierte (86.). Aus ähnlicher Position verpasste kurz darauf Bjarne Waßmuth den Siegtreffer (88.). Ein Schuss von Moritz Hartung stellte für den Gästekeeper dann kein Problem mehr dar (90.) und in der Nachspielzeit verfehlten zwei KSV-Angreifer eine Hereingabe von Walz (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Hartung, Helfenritter, Kubiak, Tritschler – Klodwig (68. Germar), Wied, Walz, Bindereif (68. Oliveira Schroer) – Hout (68. Waßmuth), Monteiro

Schiedsrichter: Willi Ninmann (Ettlingen)

Tore: 0:1 Gebele (43.), 1:1 Oliveira Schroer (86.)

Zuschauer: 55

By |2019-11-06T17:08:27+00:003. November 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|