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FV Grünwinkel – Karlsruher SV 5:2 (3:1) 1.Spieltag – 18.8.19

Enttäuschender Saisonauftakt beim Meisterschaftsanwärter.

Beim Gastspiel am Joachim-Kurzaj-Weg zeigte sich die KSV-Truppe nur selten ebenbürtig und kassierte eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage. Dem starken Grünwinkler Team war man in vielen Belangen unterlegen und die eigenen herausragenden Tugenden der vergangenen Monate blieben nur ansatzweise erkennbar. Die gewohnte Defensivqualität ließ zu wünschen übrig und die Bemühungen um einen kontrollierten Spielaufbau verpufften zu häufig schon im Ansatz bzw. scheiterten an der Zweikampfhärte der Grünwinkler. Letztlich verdienten sich diese angesichts der Spielanteile und Torchancen die drei Punkte aber hochverdient, auch weil sie die angebotenen Freiräume clever und insbesondere im ersten Spieldrittel sehr effektiv nutzten.

Praktisch ohne Gegenwehr konnten die Schützlinge von Domenico Rizzo innerhalb einer knappen halben Stunde drei Mal einnetzen und schon früh die Weichen auf Sieg stellen. Nachdem Hassan Hout aus zwanzig Metern am FVG-Gehäuse vorbei gezielt hatte (4.), ließ sich im Gegenzug die KSV-Defensive erstmals düpieren. Alexander Aster passte steil in den Strafraum, wo Torwart und Verteidiger den anstürmenden Andreas Hahn nicht rechtzeitig stellen konnten. Überlegt spitzelte der Torjäger den Ball zur 1:0-Führung ins lange Eck (5.). Dann brachte Daniel Mattern mit einem weiten Zuspiel Tadeusz Romaszko in Stellung. Der durfte sich genügend Zeit für das Zurechtlegen des Balles nehmen, den er mit einem strammen Linksschuss neben dem zweiten Pfosten zum 2:0 versenkte (17.). Nur zehn Minuten später ließ sich der Dritte der Vorsaison mit einem flachen Zuspiel zwischen die Abwehrkette erneut schnörkellos aushebeln. Passempfänger Elias Melchior brachte die Kugel in den Strafraum, wo Andreas Hahn ohne Gegenwehr am diesmal machtlosen Toygun Kaynak vorbei zum 3:0 eindrückte (27.). Wenig später konnte Hahn erneut abziehen, der KSV-Keeper faustete den Ball aber noch zur Ecke (33.). Man musste Schlimmes für die Gäste befürchten, zumal bis dahin nichts auf eine Besserung hindeutete. Die Nordsternler überraschten bis zur Pause dann aber doch noch mit einem ansehnlichen Auftritt und der für den verletzten Dominik Pohl gekommene Simon Dietrich setzte mit einem Heber, der über den Querbalken flog, einen ersten Akzent (36.). Und bei einem schönen Angriff über die rechte Seite gelang sogar der Anschlusstreffer. Die flache Hereingabe von Dietrich verwertete der aufgerückte Debütant Nico Tritschler mit einem sehenswerten Schuss in den rechten Torwinkel zum 3:1 (38.). Kurz vor Ablauf der ersten Hälfte versuchte es der mächtig malträtierte Bjarne Waßmuth dann noch mit einem Rückzieher am linken Pfosten, den Goalie Thomas Muraschow abklatschen konnte (45.).

Nach Wiederbeginn traten die Waldstädter deutlich engagierter auf und erarbeiteten sich zunächst eine optische Überlegenheit. Eine gute Torgelegenheit bot sich Waßmuth, der mit seinem Schuss aus 14 Metern nur knapp das Ziel verfehlte (50.). Der dabei erlittene gegnerische Tritt in die Wade zwang dann zur zweiten Auswechslung beim KSV. Von den Spatzen war zu diesem Zeitpunkt wenig zu sehen. Der erste Abschluss in der 56. Minute von Romaszko aus zehn Metern war zu unplatziert, so dass der KSV-Goalie abwehren konnte. Sekunden später zeigte sich der FVG dann aber wieder gnadenlos effektiv. Nach einem vom KSV in die Platzmitte abgewehrten Eckball hämmerte Mattern das Gerät aus knapp 30 Metern direkt und unhaltbar in den Winkel (57.). Angesichts des doch überraschend gekommenen erneuten 3-Tore-Rückstands waren die Waldstadt-Jungs nachvollziehbar geschockt, dennoch ließen sie in ihrem Eifer nicht nach. Die Rizzo-Truppe konnten sie zwar nicht vor große Probleme stellen, sie aber weiterhin vom eigenen Strafraum fern halten. So gab es über zwanzig Minuten keinerlei Torszenen zu vermelden. Erst wieder nach einem Freistoß von KSV-Akteur Jonas Kubiak wäre ein Torerfolg möglich gewesen. Der Kopfball von Mauricio Monteiro war aber zu unplatziert (75.). Kurz darauf führte dann aber Daniel Walz einen Freistoß aus 18 Metern ebenso listig wie flott aus und während sich die Grünwinkler wieder mal in Mauerstellverzögerungstaktik übten, lag der Ball schon im einheimischen Netz zum verdienten 4:2-Anschlusstreffer (78.). Eine Minute später kam Dominik Germar bei seinem energischen Dribbling im Strafraum zu Fall, der dennoch gute Schiedsrichter sah den Tatort aber außerhalb des Grünwinkler Sechzehners. Der Freistoß brachte nichts ein (79). Domenic Martjan vergab dann auf der anderen Seite frei stehend gegen den KSV-Hüter (81.) und für den FVG-Keeper erwies sich eine Direktabnahme von Philipp Werner als zu harmlos (85.). In der Schlussphase schlug der Aufstiegsanwärter aus Waldstädter Unkonzentriertheiten dann nochmals Kapital. Zu passiv ließen diese ihre Gegenspieler gewähren und einen schönen Angriff über die rechte Seite inszenieren. Der umtriebige Dawid Jablonski passte flach in den Fünfer, wo sich Martjan geschickt absetzte und das Gerät in den Torwinkel zum 5:2 versenkte (88.). Den Schlusspunkt setzte der technisch versierte Özen Can, Neuzugang vom ASV Durlach, der mit seinem Schuss an die Querlatte allerdings Pech hatte (90.).

Die Grünwinkler Krähen setzten sich mit ihrem klaren Erfolg damit gleich an die Tabellenspitze. Man kann ihnen zutrauen, sich dort nicht nur kurzfristig aufhalten zu können. Beim KSV ist es für Prognosen zu früh. Nur eins ist sicher: Es geht deutlich besser (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Kaynak – Helfenritter (63. Werner), Kirchner, Kubiak, Tritschler – Walz, Pohl (18. Dietrich), Oliveira Schroer, Hout – Germar, Waßmuth (51. Monteiro)

Schiedsrichter: Günter Zilly (SpVgg. Söllingen)

Tore: 1:0 Andreas Hahn (5.) 2:0 Tadeusz Romaszko (17.) 3:0 Andreas Hahn (27.) 3:1 Nico Tritschler (38.) 4:1 Daniel Mattern (57.) 4:2 Daniel Walz (78.) 5:2 Domenic Martjan (88.)

Zuschauer: 55

 

 

By |2019-08-21T06:30:19+00:0019. August 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Vorbereitungsplan Saison 19/20

Donnerstag 11.7. 19 Uhr Training KSV
Freitag 12.7. 19 Uhr Training KSV
Sonntag 14.7 17 Uhr Wolfartsweier-KSV  3:2 (0:1) Wolfartsweier
Dienstag 16.7. 19 Uhr Training KSV
Donnerstag 18.7. 19 Uhr Training KSV
Sonntag 21.7. 13 Uhr FV Wössingen II-KSV II 0:5 n.V. Pokal 1. Runde
Sonntag 21.7. 15:30 Uhr Durlach-Aue II-KSV 1:0 (1:0) Pokal 1.Runde
Dienstag 23.7. 19 Uhr Training KSV
Donnerstag 25.7. 19 Uhr Training KSV
Sonntag 28.7. 15:30 Uhr KSV II – GSK Karlsruhe 5:4 n.E. Pokal 2. Runde
Dienstag 30.7. 19 Uhr DJK Ost-KSV 1:4 (0:3) DJK Ost
Donnerstag 1.8. 19:15 Uhr TS: KSV – KIT SC 2:1 (1:0) KSV
Sonntag 4.8. 17 Uhr KIT SC – KSV   II 8:0 (3:0) Pokal 3.Runde
Dienstag 6.8. 19 Uhr TS: SG Rüppurr -KSV 4:2 (2:2) SG Rüppur
Donnerstag 8.8. 19 Uhr Training KSV
Sonntag 11.8. 12 Uhr TS: SV Sinzheim II – KSV 1:2 (1:1) SV Sinzheim
Dienstag 13.8. 19 Uhr TS: KSV – Sportfr.Forchheim II  5:0 (3:0) KSV
Donnerstag 15.8. 19 Uhr Training KSV
Sonntag 18.8. 1. Spieltag

 

 

 

By |2019-08-14T06:43:57+00:0014. Juni 2019|1. Mannschaft, 2. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV II – SC Schielberg 1:1 (0:1) Relegation – 11.6.19

Last-Second-Treffer ins Glück

Viele andere Mannschaften des Karlsruher Sportvereins hatten heuer ja schon so manches meist unerwartete Bravourstück vollbracht. Nehmen wir nur die erste Herrenmannschaft mit ihrer glänzenden Endplatzierung in der A1 (souveräner 3. Platz) oder die A- und C-Junioren mit ihren Meisterschaften und Aufstiegen in die Landesliga. Das wurde jetzt aber getoppt von der Zweiten, auch wenn es „nur“ um den B-Klassen-Aufstieg ging. Die Dramaturgie des Geschehens jedenfalls wird für alle live dabei Gewesenen ein unvergessliches Erlebnis bleiben, ob Sieger oder Verlierer. Die Vorzeichen waren klar, dem KSV genügte ein Unentschieden und Schielberg musste gewinnen. Und der SC führte auch seit der 25. Minute mit 1:0, das Tor zur B-Klasse stand noch bis in die fünfte Minute der berechtigten Nachspielzeit hinein weit offen. Bis die Waldstädter in allerletzter Sekunde den Vizemeister der C1 aus allen Träumen rissen. Bis dahin hatte es dem Team von Coach Christian Stumpf nicht gelingen wollen, trotz guter Chancen im zweiten Abschnitt den möglichen Ausgleich zu erzielen. Dass dann mit der überhaupt allerletzten Aktion der Relegationsrunde das Unfassbare doch noch eintrat, ist für alle Beteiligten schwer zu begreifen. Das Prädikat „Wahnsinn“ dürfte an diesem Abend vermutlich die meist verwendete Beschreibung des Erlebten gewesen sein. Die einen wissen nicht wohin mit ihrer ungezügelten Glückseligkeit, während nebenan die bittere Wahrheit nur Enttäuschte und Verzweifelte zurück lässt. Ob damit die Anstrengungen und Hoffnungen einer ganzen Saison völlig umsonst gewesen waren, hatte in diesem Augenblick noch keine Bedeutung. „Aufstehen, das ist jetzt das Wichtigste“ dieser ebenso tröstliche wie aufrüttelnde Appell eines Schielberger Sportkameraden dürfte aber nicht die falsche Reaktion gewesen sein.

Um es vorweg zu sagen: Auch die zwei anderen Relegationsteilnehmer hätten sich den letzten freien B-Klassenplatz erobern können. Alle hatten ihre Stärken und Schwächen, die sie jeweils auf unterschiedliche Spielphasen verteilten. In der Summe waren die Kräfteverhältnisse relativ gleichmäßig verteilt, was auch die knappen Ergebnisse zeigen. So drehte der KSV im Auftaktspiel gegen den FC West einen Rückstand zum knappen und umkämpften 2:1-Sieg. Die Westler verspielten dann gegen den SC Schielberg einen Zweitore-Vorsprung und verabschiedeten sich mit den 2:2 nicht zwingend notwendig aus dem Aufstiegsrennen. Und im entscheidenden Finale gegen die Nordsternler fehlten den Albtälern nur Sekunden zum großen Wurf. In der Relegation nicht besiegt, und dennoch nicht aufgestiegen. Das ist bitter, sollte aber Ansporn für einen neuen Anlauf sein.

Beim KSV herrscht dagegen eitel Sonnenschein. Schon die überragende Meisterschaftsrunde sorgte für hohe Zufriedenheit. Eher als Außenseiter in die Aufstiegsqualifikation gegangen, präsentierte man sich aber auch hier mit mannschaftlicher Geschlossenheit und bis zum Schluss nicht nachlassendem Willen, das Geschehen bestmöglich zu beeinflussen. Dass dies am Ende dann auch verdient mit (mindestens) einer Saison B-Klasse belohnt wurde, ist freilich auch vom Glück des Augenblicks abhängig. Und das hatte sich zum denkbar günstigsten Zeitpunkt auf die Seite der Jungs um Käpt´n Böttner begeben.

Vor stattlicher Zuschauerkulisse auf dem von den Gastgebern des FC West prächtig präparierten Rasen an der Telegrafenkaserne verzichteten beide Teams auf anfängliches Abtasten und vor allen der SC Schielberg zeigte sogleich auf, dass man zum Toreschießen hergekommen war. Alexander Kunz probierte es sofort mit einem Weitschuss (3.) und einem Freistoß (9.), die aber ziemlich harmlos ausfielen. Der Flankenball von Spielertrainer Andreas Traudt flog schon eher gefährlich am rechten KSV-Pfosten vorbei (15.), sein optimistischer Schuss aus 30 Metern war für Angelo Celona ebenfalls kein Problem (16.). Dann hatten auch einmal die Karlsruher eine Gelegenheit bei einem Konterangriff, als Viktor Wischnewski bei seiner Hereingabe allerdings keinen Abnehmer fand (20.). Schielbergs Konzept, den Aufbau des Gegners schon in dessen Abwehrverbund zu attackieren, brachte dann kurz darauf auch Zählbares ein. So kam nach dem allerdings unnötigen KSV-Ballverlust kurz vor dem Strafraum Mathias Wieland in Ballbesitz und zirkelte den Ball flach neben dem rechten Pfosten zur umjubelten Führung ins KSV-Netz (25.). Die Rot-Weißen setzten ihre Überlegenheit fort und hätten durch Sekander Yaqubi nachlegen können, der einen Drehschuss knapp vorbei setzte (27.). Kurz darauf lenkte der zuverlässige Dennis Mevers einen strammen SC-Schuss mit der Schulter eigentorverdächtig knapp über den eigenen Kasten (30.). Bei den Rintheim-Waldstädtern lief nicht viel zusammen, zumindest hatte man die Schielberger Angreifer zumeist gut unter Kontrolle. Die starke SC-Mittelfeldachse um den wendigen und kampfstarken Saibo Singateh ließen ihre Pendants kaum zur Entfaltung kommen, worunter auch der KSV-Kombinationsfluss litt. Trotzdem lag bei der einzigen echten KSV-Torchance im ersten Abschnitt kurzzeitig der Ausgleich in der Luft. Timo Gob zog nach einer der wenigen gelungenen Angriffsaktionen aus 18 Metern ab, SC-Goalie Timo Weber verhinderte mit einer Glanzparade aber den Einschuss (35.). Bis zum Pausenpfiff des gemeinsam mit seinen Assistenten umsichtig und souverän leitenden Kai Wiessner ereignete sich dann nichts Nennenswertes mehr und so wurden mit dem leistungsgerechten Zwischenstand die Seiten gewechselt.

Die ersten Minuten gestalteten sich für beide Teams zunächst schwerfällig und auch ein lascher Freistoß von Kunz (57.) brachte die Zuschauer nicht in Wallung. Zumindest war der KSV nun gleichwertig und biss sich immer besser ins Spiel hinein mit der Folge guter Einschussgelegenheiten. So zielte Daniel Walz nach einer Faustabwehr von Weber aussichtsreich über den Kasten (62.) und nach einer gelungenen Angriffsaktion verfehlte auch Christopher Haupt freistehend das Ziel (66.). Die Stumpf-Truppe bestimmte nun zunehmend das Geschehen, musste sich innerhalb von drei Minuten aber noch einmal einem vorentscheidenden zweiten Schielberger Treffer entgegen stemmen. Bei einem Eckball köpfte Arijuma Camara aufs Tor, Celona war aber gut postiert und wehrte ab (69.). Traudt köpfte druckvoller, aber dennoch am Tordreieck vorbei (70.) und einen Freistoßhammer musste Sven Gelke am ersten Pfosten wagemutig mit der Stirn klären, den Nachschuss setzte Kapitän Sebastian Fiedler über den KSV-Kasten (71.). Die nachlassenden Albtäler hatten nun zusehends Schwierigkeiten und mussten sich fast ausschließlich der Abwehrarbeit widmen. Die Truppe vom Nordstern vergab aber einige gute Gelegenheiten. So hätten die sich durchkombinierenden Walz und Haupt den finalen Pass besser spielen können (74.). Der KSV-Coach wechselte noch einmal offensiv ein und das Schielbergteam kam immer stärker unter Druck. Einem Kopfball von Bjarne Waßmuth konnte Weber das Eindringen ins Heiligtum verwehren (80.). Wischnewski brachte dann nicht den nötigen Druck hinter seinen Kopfball (87.) und gleich darauf verfehlte er per Direktabnahme einer Waßmuth-Flanke ebenfalls das SC-Tor (88.). Sekunden später starteten die KSV-er einen tollen Angriff, Waßmuth fand mit einem wuchtigen Kopfball aber ebenfalls nicht den Weg ins Gehäuse (89.). Obwohl die Karlsruher alles nach vorne warfen, wollte das erlösende Tor nicht fallen. Als die letzte Minute der fünfminütigen Nachspielzeit anbrach und die Trauth-Equipe mit allen Kräften ihren Kasten sauber hielt, glaubten nur noch das KSV-Team selbst und einige Daueroptimisten an die Wende. Und sie kam. Noch einmal gab es einen Freistoß für den KSV. Allerdings auf Höhe der Mittellinie weit weg vom gegnerischen Kasten. „Letzte Aktion, es gibt keinen Eckball mehr“, so die Ansage von Schiri Wiessner. Selbst für Spezialist Gelke also eine anspruchsvolle Herausforderung, doch er schaffte es, die Gefahrenzone knapp vor der Fünfmeterlinie anzupeilen. Der weite Freistoßball kam dort zwar mit wenig Schmackes an, was aber dem Goalie in der voll besetzten Strafraumzone ein sicheres Eingreifen erschwerte. Und so landete die Kugel im Getümmel und auf dem Umweg eines Schielberger Unterarms in der Nähe des rechten Pfostens. Waßmuth erfasste die Situation, drückte das Spielgerät zum 1:1 aus kurzer Entfernung geistesgegenwärtig über die Linie (90.+5) und begann einen langen Jubellauf. Mittendrin ertönt Sekunden später der Abpfiff. Ende und Aus und noch mehr unfassbare Begeisterung.

Zweifellos waren die Jungs vom Sportpark in der zweiten Halbzeit mindestens dieses eine Tor auch besser, so dass das Remis den Kräfteverhältnissen entspricht. Die Folgen sind bekannt. Am Ende steht der historische Aufstieg einer KSV-Zweiten in die B-Klasse. Gut gemacht Jungs. Und wenn´s nicht geklappt hätte, wäre es ebenso gut gewesen. Sieger oder Verlierer, Glück und Pech lagen so nahe wie selten beieinander. Diesmal ist es die Schielberger Entourage, die das schmerzlich erfahren musste (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Celona – Zürn, Böttner, Mevers, Werner, Bähr, Walz, Gelke, Frankenhauser  Gob, Wischnewski

Auswechslungen: 28. Min. Krause für Wischnewski, 55. Haupt für Bähr, 57. Kohpeiß für Frankenhauser, 63. Waßmuth für Gob, 77. Wischnewski für Mevers, 86. Gob für Böttner

Schiedsrichter: Kai Wiessner

Assistenten: Fabian Zimmer, Sven Hadeler

Tore: 0:1 Wieland (25.), 1:1 Waßmuth (90.+5)

Zuschauer: 300

By |2019-06-15T09:07:54+00:0012. Juni 2019|2. Mannschaft, Featured, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV II – FC West Karlsruhe II 2:1 (1:1) Relegation – 5.6.19

By |2019-06-08T08:36:11+00:006. Juni 2019|2. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|