nobse

About nobse

This author has not yet filled in any details.
So far nobse has created 482 blog entries.

Karlsruher SV – FV Linkenheim 2:2 (2:0) 8.Spieltag – 6.10.19

Nur Sekunden fehlten zur Überraschung.

In der Nachspielzeit doch noch den Ausgleichstreffer zu kassieren war für die KSV-Jungs zweifellos ärgerlich und die Enttäuschung saß verständlicher Weise tief. Wenigstens können sich die Waldstädter damit schmücken, im fünften Spiel in Folge unbesiegt zu sein. Am Sonntag war das aber noch kein Trost. Anderseits hatte sich der Tabellenzweite aus Linkenheim das Unentschieden in Anbetracht der drückenden Überlegenheit in der zweiten Halbzeit aber unbestritten verdient. Damit wurde dann auch die erste Saisonniederlage gerade noch im letzten Augenblick abgewendet.

Trotz des regennassen Rasens entwickelte sich im Nordstern-Stadion bei Dauernieselregen von Beginn an ein niveauvolles Fußballspiel. In der ersten Hälfte hatten die Gastgeber leichte Feldvorteile und riefen mit Spielfreude und Zielstrebigkeit ihr Potenzial erkennbar ab. Den ersten Vorstoß inszenierten zunächst die Linkenheimer Bubacarr Janneh und Hubert Badhofer, der erfolglos blieb (3.). Ein zügig vorgetragener Angriff brachte dann aber den KSV in Führung. Daniel Walz legte quer auf Marco Wied, der mit einem platzierten Linksschuss aus 18 Metern Angel Quinones im FVL-Tor mit dem 1:0 überraschte (10.). Kurz darauf setzte die Truppe von Torsten Zörb zu einer zehnminütigen Daueroffensive an. Jonas Kubiak konnte aber verhindern, dass eine Hereingabe von Andreas Leitenberger im Fünfmeterraum einen Adressaten erreichte (12.). Ein Schuss von Badhofer wurde noch abgeblockt; den anschließenden Eckball köpfte Felix Lutz knapp am Pfosten vorbei (14.). Dann war wieder Badhofer nah dran, als er bei einer Hereingabe von Janneh Bruchteile zu spät zum Kopfball kam (17.). Zwei Minuten später köpfte er eine Rechtsflanke von Leitenberger Zentimeter über den Querbalken (19.). Sekunden wurde auf Janneh durchgesteckt, der allein auf den KSV-Keeper zusteuerte. Christian Becker konnte ihm den Ball aber im letzten Moment noch abluchsen (20.). Die Stumpf-Truppe fand nun wieder zurück in die Begegnung und hatte in der Folge mehr Spielanteile. Gefahr brachten zunächst aber lediglich zwei Freistöße von Kubiak, der mit mächtigem Bums zunächst über den FVL-Kasten zielte (20.) und dann Quinones zum Abklatschen zwang (23.). Kurz darauf glänzte der KSV auch aus dem Spiel heraus. Nach einer Kombination über Hout, Walz und Bindereif zog Matthias Eckert ab, fand aber im FVL-Schlussmann seinen Meister (25.). Die Linkenheimer kamen in dieser Phase nur infolge einer Leichtfertigkeit in der KSV-Hintermannschaft zu einer Torchance. Leitenberger verpasste aber die Gelegenheit und am Ende der kniffligen Situation zielte Janneh weit am Tor vorbei (33.). Auf der anderen Seite trugen die Nordsternler wieder einen sehenswerten Angriff vor. Christoph Helfenritter chippte die Kugel zu Moritz Hartung, der mit einer tollen Abnahme knapp am Torwinkel vorbei zielte (38.). Kurz vor dem Pausenpfiff machte sich Kubiak erneut zum Freistoß bereit. Sein gewaltiger Schuss aus 35 Metern war auf dem glitschigen Geläuf selbst für den routinierten FVL-Hüter nicht fest zu halten. Quinones musste den Ball nach vorne abklatschen lassen und Hassan Hout staubte reaktionsschnell zum 2:0 ab (44.). Mit dieser verdienten, aber um ein Tor zu hohen KSV-Führung wurden dann die Seiten gewechselt.

Die Chronik des zweiten Spielabschnitts ist weniger abwechslungsreich. Im Grunde beschränkt es sich auf die Aufzählung zahlreicher, teilweise bester Torgelegenheiten der Gäste. Deren alternativlose Offensivbemühungen nötigte den Waldstädtern größte Aufmerksamkeit und ein engagiertes Deckungsverhalten ab. Ein geordneter Spielaufbau war selten möglich und KSV-Chancen absolute Mangelware. Der eifrige Leitenberger sorgte mit einem starken 15m-Schuss über das Gebälk den ersten Akzent (51.). Dann schoss Sebastian Friedl von der Strafraumgrenze aussichtsreich vorbei (58.) und wenig später segelte sein Kopfball der Torlinie entlang, wo ein Mitspieler am Ball vorbei rutschte (68.). Gleich darauf war dann aber der Anschlusstreffer fällig. Leitenbergers scharfe Rechtsflanke in den Fünfer drückte Joshua Voegeding mit etwas Glück zum 2:1 über die Linie (69.). Der Rückkehrer stand gleich darauf erneut im Blickpunkt. Plötzlich tauchte er allein vor dem KSV-Keeper auf, scheiterte aber an dessen toller Reaktion (70.) und mit seinem Schuss aus der Drehung verfehlte er das Ziel (71.). Die Gastgeber kamen immer stärker unter Druck und anfangs der Schlussviertelstunde brannte es lichterloch im Strafraum. Nach mehreren Abwehrversuchen setzte Badhofer einen Fallrückzieher jedoch aufs Tornetz (75.). Dann zeigte Becker wieder eine prima Parade, den Nachschuss blockten seine Mitspieler zum Eckball (78.). Kurz darauf war Badhofer erneut im Pech, als sein Abschluss auf dem Querbalken tanzte (81.). Völlig überraschend schaltete sich dann Abwehrchef Dominik Kirchner in einen der wenigen KSV-Entlastungsangriffe ein und setzte einen Hebeversuch über den FV-Schlussmann an. Quinones fischte sich aber die Kugel und verhinderte die Vorentscheidung (86.). Als die dreiminütige Nachspielzeit fast verstrichen war, erkämpften sich die nicht nachlassenden Grünwinkel-Verfolger nochmal einen Eckstoß. Am zweiten Pfosten nutzte Felix Lutz geschickt die sich bietende Gelegenheit und köpfte zum umjubelten 2:2 ein (90.+3). Bitter für die Hausherren, aber verdient für die Gäste. Wiederanstoß, zwei Ballkontakte und Abpfiff des guten Schiris Atmaca. Die Nordstern-Jungs sollten sich nicht allzu lange grämen und sich stattdessen an der starken Leistung der ersten 45 Minuten wieder aufrichten (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Helfenritter, Kirchner, Kubiak, Hartung – Klodwig (66. Germar), Wied, Walz (91. Oliveira Schroer), Bindereif – Hout (75. Zürn), Eckert (79. Monteiro)

Schiedsrichter: Sezgin Atmaca (FC Wilferdingen)

Tore: 1:0 Wied (10.), 2:0 Hout (44.), 2:1 Voegeding (69.), 2:2 Lutz (90.+3)

Zuschauer: 60

By |2019-10-09T06:22:48+00:006. Oktober 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

SV Blankenloch – Karlsruher SV 0:3 (0:2) 7.Spieltag – 29.9.19

KSV im Nachbarschaftstreffen verdienter Sieger

Der Karlsruher SV setzte seinen Aufwärtstrend beim in der Tabelle weiterhin besser platzierten A-Klassenneuling fort und ist nach dem ersten Auswärtssieg der Saison das vierte Mal in Folge ungeschlagen. Es war ein ansehnliches, wenn auch vor allem im zweiten Teil keinesfalls hochklassiges Aufeinandertreffen, welches nur phasenweise Spannung aufkommen ließ. Und spätestens nach dem 0:3 nach etwa einer Stunde trauten ohnedies nur arge Optimisten den Gastgebern noch einen Punktgewinn zu.

Diese gerieten schon kurz nach dem Anstoß in Rückstand. Zum ungewohnt frühen Zeitpunkt orientierte sich KSV-Kapitän Dominik Kirchner nach vorne und hoffte mit seinem langen Zuspiel in den Strafraum auf das Durchsetzungsvermögen von Benjamin Bindereif. Der rechtfertigte das Vertrauen, entzog sich gewieft seiner Bewachung und schoss flach an Kevin Nagel vorbei zum 0:1 ein (4.). Nach dem Wiederanspiel wollte Björn Kössl gleich den Ausgleich, schoss aus zwanzig Metern aber über den KSV-Kasten (5.). Im Gegenzug scheiterte Daniel Walz mit einem Diagonalschuss am SVB-Keeper (6.). Dann flankte Spielertrainer Miguel Angel Saez Mota von links nach innen, wo Lukas Armbruster nur knapp über den Balken köpfte (10.). Die Gastgeber agierten weiterhin durchaus druckvoll und kombinierten recht gefällig. Die Waldstädter mussten sich eher auf Abwehrarbeit beschränken, weshalb deren zweiter Treffer in der 17. Minute etwas überraschend kam. Hassan Hout stellte sich in Höhe der Mittellinie zweikampfgeschickter an, entwische seinem strauchelnden Gegenspieler und strebte allein auf Nagel zu. Den umkurvte er und schob aus spitzem Winkel zum 0:2 ein. Die Gastgeber wollten zuvor eine Regelwidrigkeit erkannt haben und protestierten laut- und teilweise laufstark. Der Schiedsrichter sah aber wohl zu Recht keinen Anlass, der einheimischen Meinung zu folgen. Die Partie plätscherte nun dahin und erst in der Schlussphase gab es noch je eine erwähnenswerte Torgelegenheit. Zunächst verfehlte der junge Christian Becker im KSV-Tor eine Hereingabe von der rechten Seite. Blankenlochs Armbruster war aber zu überrascht und stolperte die Kugel am Pfosten vorbei (39.). Kurz darauf inszenierten die KSV-Jungs einen sehenswerten Spielzug. Der finale Lüpfer von Bjarne Waßmuth fiel jedoch knapp hinter dem Tor herunter (42.). Mit einem verdienten Vorsprung der Karlsruher, der um ein Tor zu hoch ausfiel, wurden die Mannschaften dann in die Pause geschickt.

Auch im zweiten Abschnitt hatten die Gäste die erste Torchance zu verzeichnen. Nach einem Patzer in der Hintermannschaft war das Blankenlocher Tor plötzlich verwaist und Waßmuth wähnte seinen Abschluss bereits im Kasten. Der blieb aber sauber, weil ein SVB-Akteur auf der Torlinie gerade noch rettend zur Stelle war (48.). Bei einer schönen Rechtsflanke von Simon Dietrich brachte der eifrige Matthias Eckert nicht den nötigen Druck hinter den Kopfball (54.). Die Truppe des Trainergespanns Saez Mota und Sascha Sommerlatt hatte sich in dieser Phase mehr Spielanteile erarbeitet, konnte sich aber in Tornähe nicht entscheidend durchsetzen. So fiel das Tor auf der anderen Seite zum Abschluss eines wiederum gelungenen Angriffsvortrags. Eckert nutze den Moment und ließ mit einem strammen Schuss in den Winkel zum 0:3 Nagel keine Abwehrchance (63.). Wenig später konnte er am rechten Pfosten den Schuss von Hout dann abwehren (66.). Nach Auswechslungen war bei den Hausherren die Kreativität merklich verloren gegangen und die KSV-ler hatten wenig Mühe den Vorsprung zu verwalten. Vielmehr ergaben sich ihrerseits Gelegenheiten durch hatte Marco Wied, der einen Kopfball übers Tor setzte (67.) und Martin Zürn, dessen fulminanten Zauberball der SV-Hüter um den Pfosten lenkte (72.). Die Sorglosigkeit der Stumpf-Truppe wäre kurz darauf fast bestraft worden. Zunächst wurde ein 10-Meter-Schuss von Nicolas Machatschek von Jonas Kubiak auf der Torlinie weggeköpft (75.), den anschließenden Eckball setzte er dann nur knapp neben den Pfosten (76.). Damit war die Offensivkraft allerdings erschöpft. Der KSV hätte das Ergebnis noch ausbauen können. So konnten Jung-Vati Mauricio Monteiro und Jonas Klodwig eine Doppelchance nicht nutzen (78.) und zwei Minuten später verteidigte Blankenloch per Kopf wiederum erfolgreich auf der Torlinie (80.). Der Versuch eines Hebers von Hout (83.) war dann ebenso wie Klodwigs Diagonalschuss erfolglos (90.).

Am Ende verbuchten die Waldstädter trotz diverser Unzulänglichkeiten einen letztlich ungefährdeten Dreier, der sie entspannter dem Kräftemessen mit dem aktuellen Rangzweiten und favorisierten FV Linkenheim entgegen sehen lässt (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Dietrich, Kirchner, Kubiak, Tritschler (46. Hartung) – Waßmuth (65. Klodwig), Wied, Walz (70. Monteiro), Bindereif – Hout, Eckert (70. Zürn)

Schiedsrichter: Andreas Dickemann (Elchesheim-Illingen)

Tore: 0:1 Bindereif (4.), 0:2 Hout (17.), 3:0 Eckert (63.)

Zuschauer: 95

By |2019-10-01T18:33:05+00:0029. September 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – FV Liedolsheim 2:1 (1:1) 6.Spieltag – 22.9.19

Ausgeglichene Bilanz dank knappem Heimsieg.

Mit einer starken Mannschaftsleistung erkämpfte sich der Karlsruher SV gegen das weitgehend gleichwertige Team vom FV Liedolsheim einen knappen, aber am Ende nicht unverdienten Heimsieg. Dass die Gäste bei beiden Toren hilfreiche Unterstützung boten, ändert daran nichts. Damit konnten die KSV-Jungs punktemäßig zum Kontrahenten aufschließen und eroberten sich als Tabellenachter die bisher beste Saisonplatzierung.

Die Partie nahm ohne Vorgeplänkel unverzüglich Fahrt auf. Schon bei der ersten Angriffsaktion musste Moritz Hartung für den KSV auf Kosten einer Ecke und anschließend Nico Tritschler per Kopfball erneut klären (1. Minute). Unmittelbar darauf wurde KSV-Angreifer Matthias Eckert von Simon Dietrich mit einem langen Pass auf die Reise geschickt. Seine gefühlvolle Flanke köpfte Hassan Hout jedoch über den Kasten (2.). Die Hausherren blieben weiter am Drücker, und gerieten bei einem schnell vorgetragenen Gästeangriff dennoch in Rückstand. Mihail Hundorfean legte ab auf Hans Kyei und der Spielertrainer zirkelte die Kugel zum 0:1 routiniert ins rechte obere Toreck (5.). Nach dem Wiederankick bot sich Eckert sofort die Ausgleichsgelegenheit, als er an der Hereingabe von Waßmuth am linken Pfosten knapp vorbei rutschte (6.). Auf der anderen Seite antwortete Kyei bei einer Hundorfean-Flanke mit einem Kopfball, der nur Zentimeter am Kasten vorbei flog (7.). Dann ackerte sich Eckert auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch und brachte trotz Bedrängnis den Ball im Fallen in den Fünfmeterraum. Keeper Jannik Seith bekam diesen aber nicht unter Kontrolle, was der aufmerksame Hout clever ausnützte und überlegt zum 1:1-Ausgleich eindrückte (15.). Minuten später verhinderte Seith mit einer prima Reaktion dann aber den Rückstand, als Jonas Kubiak bei einer Hartung-Flanke frei zum Kopfball kam (19.). Sein Gegenüber Christian Becker machte es ihm wenig später nach, als er einen Schuss von Jude Ehiozibue aus kurzer Distanz per Fußabwehr klärte (25.). Beim Schuss von Kyei, der knapp das Tor verfehlte, musste er dagegen nicht eingreifen (33.). In der Schlussphase der intensiven ersten Hälfte setzten dann die Nordsternler noch einmal offensive Akzente. Ein geschicktes Zuspiel von Tritschler brachte Eckert aussichtsreich in Position, doch war dessen Schuss aus 18 Metern zu hoch angesetzt (40.). Kurz darauf war die FVL-Hintermannschaft nach einem beherzten Lauf von Waßmuth und dessen Rückpass von der Torauslinie klassisch ausgehebelt und Eckert hatte freie Schussbahn. Der Ball sprang dann aber vom Innenpfosten in die Arme von Seith (41.). So blieb es beim Remis, mit dem es auch leistungsgerecht in die Pause ging.

Gleich nach Wiederanpfiff des nicht gerade unauffällig leitenden Willi Ninmann ergab sich für die Dettenheimer die große Gelegenheit zur Führung. Nach Vorlage von Alquassim Drammeh schoss Ehiozibue freistehend aber über das KSV-Tor (46.). Zwei Minuten später waren es stattdessen die Hausherren, die in Front gingen. Bjarne Waßmuth luchste in Höhe der Mittellinie einem unkonzentriert agierenden FV-Abwehrspieler den Ball ab, zog los und traf am machtlosen Seith vorbei zum 2:1 (48.). Kurz darauf eroberte sich der wache Waßmuth erneut das Spielgerät und eilte aufs FVL-Gehäuse zu. Im letzten Moment wurde er vom grätschfreudigen Sascha Seith aber gerade noch am Abschluss gehindert (51.). Danach agierten die Karlsruher zunehmend zurückhaltender, was auch Folge der gegnerischen Ausgleichsbemühungen war. Ihre verbesserte Defensivarbeit ließ allerdings nur wenige Gelegenheiten zu. Bei einem Freistoßball, den Kyei aus fünf Metern Zentimeter neben den Pfosten setzte, stand den KSV-lern dann aber das Glück zur Seite (61.). Und in der Schlussphase blieb nach einem Eckball auch Drammeh an gleicher Stelle ganz knapp erfolglos (90.+1). Die Gastgeber hingegen waren nur ein Mal gefährlich vor dem FVL-Tor aufgetaucht, hofften bei zwei umstrittenen Aktionen aber vergeblich auf den Elfmeterpfiff (75.).

Nach Ablauf der mehr als sechsminütigen Nachspielzeit durfte man im Sportpark dann erleichtert durchatmen. Jetzt kann man auch dem kommenden Derby beim bisher so erfolgreich gestarteten Neuling SV Blankenloch deutlich entspannter entgegen sehen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Dietrich, Kirchner, Kubiak, Tritschler –Waßmuth (75. Pohl), Germar (57. Zürn), Wied, Hartung – Hout (89. Wischnewski), Eckert (87. Gelke)

Schiedsrichter: Willi Ninmann (TSV Schöllbronn)

Tore: 0:1 Kyei (5.), 1:1 Hout (15.), 2:1 Waßmuth (48.)

Zuschauer: 65

By |2019-09-25T14:25:16+00:0023. September 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FVgg Weingarten II – Karlsruher SV 2:2 (1:1) 5.Spieltag – 15.9.19

KSV tritt auf der Stelle.

Der erhoffte erste Auswärtsdreier der Saison muss weiter warten. Gegen den engagierten Aufsteiger aus dem Weindorf reichte es nur zu einem Remis, was die Tabellensituation nicht wesentlich verbessert. Die Waldstädter spielten stellenweise arg schwach und hatten doch ein klares Chancenplus zu verzeichnen, was den Siegtreffer zweifellos gerechtfertigt hätte. Vor allem auf Grund hervorragender Aktionen von FV-Torwart-Routinier Marco Döbelin gelangen die Tore so auch nicht aus dem Spiel heraus, sondern resultierten aus ruhenden Bällen. Die Hornung-Jungs waren da klar effektiver, machten sie doch aus zweieinhalb Chancen zwei Goals. Dass diese durchaus zu verteidigen gewesen wären, macht die Sache für den KSV zusätzlich ärgerlich. So fällt den Karlsruhern in den anstehenden schweren Partien auf jeden Fall die klare Außenseiterrolle zu.

Die Anfangsüberlegenheit des KSV führte erst nach einer Viertelstunde zu einer Torgelegenheit. Benjamin Bindereif stand nach einer Rechtsflanke von Jonas Klodwig aussichtsreich vor dem Kasten, doch lenkte Döbelin den Kopfball reaktionsschnell über den Balken (15.). Die Gastgeber kamen dann besser ins Spiel und gerieten dennoch etwas überraschend in Rückstand. Bindereif führte listig einen Freistoß gedankenschnell aus und während die Wengerter noch den Abstand suchten, fand der Ball aus 18 neben dem Pfosten den Weg zum 0:1 ins Tor (26.). Für entspannte Ruhe sorgte die Führung indessen nicht. Trotzdeme hatte der KSV Einschussmöglichkeiten, die der FV-Hüter in Serie gegen Bjarne Waßmuth und Bindereif auf der Torlinie klärte (38.). Stattdessen schaffte der bissige Kreisliga-Zweite dann ebenfalls mit einem Freistoß den Ausgleich. Ein zentral getretener Freistoßball gelangte nach unglücklicher Gästeabwehr wieder in die Gefahrenzone zurück, wo im dicht besiedelten Fünfer der quirlige Fitim Arifi am schnellsten reagierte und die Kugel zum 1:1 über die Linie drückte (40.).

Nach Wiederbeginn zeigte sich die Truppe von Christian Stumpf sogleich aufgeweckter. Ein vielversprechender Konter über Martin Zürn wurde aber zu ungenau abgeschlossen (48.) und kurz darauf zielte Zürn aus 25 Metern knapp vorbei (49.). Dann brillierte Hassan Hout und zog vom Strafraumeck ab. Döbelin holte den Ball jedoch bravourös aus dem Torwinkel (50.). Auf der Gegenseite probierte es Dominik Dittes mit einem Gewaltschuss aus 30 Metern, der aber nur unzureichend das KSV-Tor bedrohte (55.). Kurz darauf fand ein erneuter Bindereif-Kopfball aus fünf Metern ebenfalls nicht ins FV-Tor (58.). Bei der nächsten Offensivaktion ließen sich die KSV-ler dann folgenschwer überrumpeln. Nach einem Abwehrschlag von Dittes aus der eigenen Hälfte griff die Innenverteidigung am KSV-Sechzehner nicht energisch genug ein und so war plötzlich Marvin Merz allein vor dem Kasten und überwand den erneut machtlosen Christian Becker zum 2:1 (60.). Von diesem Schock erholten sich die Waldstadt-Buben erst allmählich und viel Brauchbares gelang ihnen zunächst nicht. Trotz holprigen Aktionen glückte ein Traumpass in den Lauf von Hout, der gekonnt Döbelin umkurvte. Ohne jegliche Aussicht an den Ball zu kommen grätschte der Keeper aber den KSV-ler äußerst unsanft in die Beine. Der Strafstoß war unstrittig. Dass es dafür nur die Gelbe Karte gab, entsprang dagegen einer sehr seltsamen Betrachtungsweise des Schiedsrichters. Rot wäre das Mittel der Wahl gewesen. Schade, wir hätten uns gerne auf Aktionen des ehemaligen KSV-Hüters Thomas Wagner gefreut … Mauricio Monteiro verwandelte jedenfalls sicher zum 2:2-Ausgleich (72.). Im Anschluss zeigten die Waldstädter dann noch eine prima Schlussphase und agierten drückend überlegen. Hassan Houts Abschluss nach feinem Solo zauberte der FV-Goalie am Pfosten zur Ecke (79.) und Monteiro wurde in aussichtsreicher Position die Kugel gerade noch vom Fuß gespitzelt (82.). Zu mehr als einem ungefährlichen Rechtsschuss von Bindereif (89.) kam der KSV nicht mehr und so trennte man sich nach doch noch spannender Endphase mit einem friedlichen Unentschieden. Der Dank gilt den beiden KSV-Anhängern, die trotz zeitweiser Magerkost verständnisvoll bis zum Abpfiff durchhielten (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Becker – Hartung, Kirchner, Kubiak, Tritschler – Klodwig (56. Dietrich), Waßmuth (44. Zürn), Bindereif – Walz, Monteiro

Schiedsrichter: Tobias Müller (Wiernsheim)

Tore: 0:1 Bindereif (26.), 1:1 Fitim (40.), 2:1 Merz (60.), 2:2 Monteiro (72., FE)

Zuschauer: 12

 

 

 

 

 

By |2019-09-18T06:22:04+00:0015. September 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|