1. Mannschaft

FV Liedolsheim – Karlsruher SV 1:3 (0:1) 14.Spieltag – 11.11.18

KSV weiter im Aufwind.

Die Rintheim-Waldstädter waren auch im dritten Kräftemessen hintereinander gegen besser platzierte Teams aus der Hardt nicht zu bezwingen. Dem überraschenden Punktgewinn beim FV Leopoldshafen und dem Heimsieg gegen den FC Spöck waren sie nun auch beim FV Liedolsheim erfolgreich. Wieder überzeugten die Mannen von Christian Stumpf mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung. Auf der Basis stabilen Abwehrverhaltens brachten die drei Tore von Mathias Eckert dann auch den verdienten zählbaren Ertrag.

Zunächst präsentierten sich die Hausherren recht überlegen und bedrängten angriffslustig das KSV-Tor. Ein Schuss aus sieben Metern von Teodor-Mihail Hundorfean war aber zu harmlos für den KSV-Keeper (3.). Weitere Einschussgelegenheiten gestatteten die Karlsruher dank konzentrierter Defensivarbeit aber nicht. Vielmehr gestalteten sie das Geschehen, das sich ohne Torszenen hauptsächlich im Mittelfeld abspielte, zunehmend ausgeglichen. Einzig erwähnenswert war ein 20-Meter-Schusss von Moritz Hartung, dem ein Liedolsheimer den Weg ins Tor verwehrte (20.). Erst eine unglückliche Aktion in der Abwehrreihe der „Lillser“ war dann Ausgangspunkt für den ersten Treffer der Partie, als kurz hinter der Mittellinie Matthias Eckert aufmerksam einen Passversuch abblockte und in Ballbesitz kam. Nach langem Spurt umkurvte er Goalie Jannik Seith und brachte die Kugel aus spitzem Winkel zum 0:1 unter (23.). Eine Viertelstunde später rettete Seith sein Team dann vor einem höheren Rückstand. Den Schuss von Hassan Hout parierte er ebenso stark wie den Nachschuss von Eckert (38.). Von den Schwarz-Weißen war erst gegen Ende des ersten Abschnitts wieder Zwingendes zu sehen. Bei einer schönen Rechtsflanke von Marius Geiß war KSV-Hüter Tim Nagel gerade noch rechtzeitig vor Adama Jammeh zur Stelle (42.). Sekunden später marschierte der wendige Angreifer trickreich durch die Gästeabwehr, welche aber die entscheidende Hereingabe auf Kosten eines Eckballs gerade noch verhindern konnte (43.). Der brachte jedoch nichts ein.

Kurz nach dem Wiederanpfiff von Rauschebart Herbert Heiler hatten die Nordsternler den zweiten Treffer auf dem Fuß. Von Hout bedient kam Eckert leicht abgedrängt zum Schuss, doch Seith vermasselte mit der Fußspitze den Gästejubel und hatte beim Nachschussversuch von Willi Oliveira-Schroer Glück, weil dieser zu überrascht war für eine bessere Beinsortierung (48.). Die Truppe von Coach Stefan Ronecker übernahm dann jedoch das Kommando und baute mächtigen Angriffsdruck auf. Klare Torchancen gestatteten die aufmerksamen und zweikampfstarken Karlsruher indes nicht. Ein Freistoß von Timo Seith blieb in der KSV-Abwehr hängen (51.) und Hundorfean beförderte den Ball nur auf den Trainingsplatz (53. und 60.). Den Freistoß aus 25 Metern von Geiß musste man dann ebenfalls als verunglückt bezeichnen (62.). Danach machten auch die Nordsternler mal wieder offensiv auf sich aufmerksam. Den Schuss von Malte Oldemeier im Anschluss an einen Freistoß konnte die Liedolsheimer Deckung noch abwehren (64.), ließ sich wenig später jedoch etwas überrumpeln. Eckert wurde von Dominik Pohl im zweiten Versuch zwar fein bedient, verlor dann aber seine gute Schussposition. Die Heimabwehr konnte die Aktion dennoch nicht final klären und der sich durchwurstelnde Angreifer bugsierte das Gerät überraschend zum 0:2 über die Linie (67.). Mit zunehmender Spielzeit schwand beim etwas konsternierten Tabellenvierten merklich die Hoffnung wenigstens auf ein Remis. Völlig dahin war diese, als den Gästen gar das 0:3 gelang. Wieder war es Eckert, der sehenswert mit einem beherzten Schuss unter die Latte dem FVL-Schlussmann aus 20 Metern keine Abwehrchance ließ (73.). Abgesehen von einer Mini-Gelegenheit des eingewechselten Martin Piechatzek, der den Ball am Pfosten des KSV-Tores vorbei zirkelte (76.), ließ der KSV gegen den zunehmend ideenloser agierenden FVL keine weiteren Möglichkeiten mehr zu. Zumindest bis zur Nachspielzeit. Der Unparteiische sprach den Gastgebern noch einen Elfmeter zu, den Vinko Pear mit sattem Schuss zum 1:3-Endstand verwandelte (90. +1). Mit dieser Ergebniskosmetik können die Waldstädter freilich gut leben. Wenngleich ihnen der erste Zu-Null-Sieg dieser Saison erneut durch die Lappen ging. Dies wird sicher auch Dominik Pohl so sehen, wenn er die Folgen der erlittenen Gehirnerschütterung überwunden haben wird. Die KSV-Familie wünscht jedenfalls gut Besserung (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich (77. Gelke), Kubiak, Kirchner, Hartung – Hout (88. Klodwig), Pohl (79. Frankenhauser), Oliveira Schroer, Oldemeier, Bindereif – Eckert (87. Oliveira Flammer)

Schiedsrichter: Herbert Heiler (Kirrlach)

Tore: 0:1 Eckert (23.), 0:2 Eckert (67.), 0:3 Eckert (73.), 1:3 Pear (90.+1, FE)

Zuschauer: 100

By | 2018-11-13T06:44:17+00:00 12. November 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FV Leopoldshafen – Karlsruher SV 1:1 (1:1) 12.Spieltag – 28.10.18

Überraschender Punktgewinn beim Favoriten.

Der Karlsruher SV konnte im Leopoldshafener Gelände mit einer überzeugenden Leistung aufwarten und dem Aufstiegsaspiranten nicht unverdient einen Zähler abknöpfen. Die Stumpf-Truppe trat selbstbewusst auf und agierte über weite Strecken auf Augenhöhe mit den klar favorisierten Gastgebern. Gestützt auf eine stabile Abwehrarbeit und mit einem gut aufgelegten Schlussmann brachte man hin und wieder dann auch die zweitbeste Defensive der Staffel mit diversen Vorstößen in Verlegenheit. Lediglich in den jeweiligen Schlussviertelstunden sah man sich, allerdings heftigem Angriffsdruck ausgesetzt. Die sonst so treffsichere Schröcker Torfabrik scheiterte aber entweder am Aluminium oder am gegnerischen Keeper. So gesehen hatten die Karlsruher Glück, nicht doch noch den entscheidenden Treffer kassieren zu müssen. Das hatten sie allerdings mit einer engagierten Mannschaftsleistung erzwungen und begaben so mit dem deshalb nicht unverdienten Teilerfolg auf die Heimreise.

Die erste Angriffsaktion des Spiels hatten die Gäste, Daniel Walz verwertete das Zuspiel von Hassan Hout aber nur unzureichend (2.). Auf der anderen Seite verfehlte Sascha Krebs eine Hereingabe nur um Zentimeter (5.) und kurz darauf scheiterte Mario Mayer mit einem Versuch aus 14 Metern erstmals an Tim Nagel im KSV-Kasten (7.). Dann inszenierten die Karlsruher einen schönen Angriff über mehrere Stationen. Am Ende warf sich Mathias Eckert in das Zuspiel von Walz und drückte die Kugel fast artistisch aus 10 Metern zum überraschenden 0:1 ein (11.). Kurz darauf holte FVL- Keeper David Wagenführer den Ball im letzten Moment noch dem tief angespielten Walz noch vom Fuß (13.). Im bis dahin ausgeglichenen Spiel setzte dann Hout einen sehenswerten Freistoß am FVL-Tordreieck vorbei (26.). Danach wurde die geduldig agierende Truppe von Daniel Nischke allmählich ihrer Favoritenrolle gerecht und deutete ihre Torgefährlichkeit nun häufiger an. Kevin Leger versuchte es mit der Hacke (28.) und Tim Eisen verzog knapp (35.). Mayer machte es etwas besser, traf aber nur den Außenpfosten (36.). Aus einem KSV-Einwurf entwickelte sich dann ein Gegenangriff mit Folgen. Die Gastgeber überspielten mit schnellem Direktspiel das Mittelfeld und die aufgerückte KSV-Abwehr. Der eingerückte Paluschka konnte so im Strafraum Maß nehmen und mit einem Flachschuss den 1:1-Ausgleich erzielen (37.). Die finale Schlussphase der ersten Hälfte stand dann ganz im Zeichen des mit 16 Saisontreffern führenden Torjägers Mario Mayer. Zunächst blieb er im Duell mit dem KSV-Keeper, der zwei Mal überragend reagierte, zweiter Sieger (45.), während er nach einer Ecke mit seinem am rechten Pfosten landenden Kopfball reichlich Pech hatte (45. +2).

Überraschend fand der Tabellenzweite auch nach Wiederbeginn zunächst nicht den Schlüssel, die Gästeabwehr zu knacken. Im Gegenteil wurde die Partie eher von den Waldstädtern bestimmt, die auch einige Szenen vor dem gegnerischen Tor zu verzeichnen hatten, während beim Aufstiegsanwärter erst in der 70. Minute wieder der Ansatz auf Zählbares erkennbar war. Dieser erwies sich aber auch als hochkarätig, doch klärte Nagel per Fußabwehr den guten Schuss von Paluschka. Die Hausherren operierten nun mit verstärktem Angriffsdruck und erlaubten der Truppe von Christian Stumpf nur noch vereinzelte Entlastungsaktionen. Die sich bietenden Gelegenheiten blieben aber bis in die Nachspielzeit hinein ohne Erfolg. Das KSV-Tor war im wahrsten Sinne des Wortes „vernagelt“: der KSV-Schlussmann bewahrte sein Team mehrfach vor einem Rückstand. In der 80. Minute reagierte er bei einem Schuss aus acht Metern bravourös und auch einen Drehschuss von Tom Spachholz entschärfte er reflexartig (86.). In der vierten Nachspielzeitminute verhinderte er ebenfalls den Einschlag und als der folgende Eckball neben dem Pfosten im Aus landete, war zumindest auf KSV-Seite eine schwierige Mission erfolgreich zu Ende gebracht. Die Hausherren dürfte der kleine Rückschlag im Titelrennen wohl nicht aus der Bahn werfen. Auch ein Dreier wäre sicher nicht unverdient gewesen. Die Nordsternler erwiesen sich aber als unangenehmer Gegner, der an diesem Tag auch eine Tormaschine mal zum Stottern bringen konnte (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Kubiak, Kirchner, Hartung – Hout, Pohl (75. Oliveira Schroer), Oldemeier, Bindereif – Eckert (84. Gelke), Walz

Schiedsrichter: Rolf Göpferich (Bretten)

Tore: 0:1 Eckert (11.), 1:1 Paluschka (37.)

Zuschauer: 60

By | 2018-10-30T18:19:07+00:00 28. Oktober 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – SpVgg Olympia Hertha 2:1 (0:1) 11.Spieltag – 21.10.18

Per Elfmeter zum Last-Minute-Sieg.

Ronny Zimmermann, Präsident des Badischen Fußballverbandes und Vizepräsident des DFB, machte im Rahmen seiner Amateurtour am vergangenen Sonntag Station beim Karlsruher SV. Zum Abschluss begab sich die Delegation dann beim Spiel der ersten Mannschaften in die Stehplatzränge und verfolgte ein nicht unbedingt nieveauvolles, aber dennoch spannendes und intensives Derby aus den Niederungen des Amateurfußballs. Auch die nach dem Schlusspfiff von wenigen Protagonisten gesteigert ausgelebten Emotionen täuschen nicht darüber hinweg, dass sich die Gastgeber den Sieg zwar schwer erkämpft, am Ende aber zweifellos verdient hatten.

Die Truppe von Christian Stumpf kam nur schwer in die Gänge und da auch die Herthaner außer Abwehrarbeit nichts vorzuweisen hatten, war die erste halbe Stunde von anhaltender Langeweile geprägt. Gästekeeper Kai Diaz musste erstmals in der 32. Minute bei einem Schuss von Hassan Hout klärend eingreifen. Die Hausherren blieben weiter tonangebend, im letzten Drittel aber zu harmlos. So versuchte es Malte Oldemeier mit einem Schuss aus 25 Metern, der jedoch mit vereinten Kräften abgeblockt wurde und sich zum Gegenangriff entwickelte. Im Überzahlspiel strebte Fabian Unser in die gegnerische Hälfte, legte quer auf Ibrahim Arslan, der von links mit einem Flachschuss zum höchst überraschenden 0:1 einschoss (38.). Mit dieser hundertprozentigen Abschlussquote ging es dann auch in die Pause.

Im zweiten Abschnitt verstärkten die Waldstädter ihre Offensivbemühungen und bald ergab sich für Hout die Chance zum Ausgleich. Seinen Schuss aus acht Metern nach feinem Zuspiel von Christopher Haupt parierte Diaz indessen mit einem tollen Reflex (52.). Kurz darauf war es bei einem Eckstoß dann soweit. Moritz Hartung brachte die Kugel per Kopf wieder zurück in die Gefahrenzone, wo Oldemeier mit einer strammen Direktabnahme zum 1:1 vollendete (54.). Danach erarbeiteten sich die klar spielbestimmenden KSV-er eine Fülle von Torgelegenheiten. So scheiterte Benjamin Bindereif zuerst an gegnerischen Abwehrbeinen (58.) und nach der anschließenden Ecke am Torgebälk (59.). Dann köpfte Willi Oliveira Schroer zwei Mal nur knapp am Kasten vorbei (60., 72.). In der Schlussviertelstunde boten sich den Nordsternlern noch eine Menge an Einschussgelegenheiten, scheiterten aber jeweils am überragend haltenden Hertha-Keeper. So war Diaz bei einem Freistoß von Hout rechtzeitig unten (75.), zeigte bei einem Bindereif-Versuch sein Können (77.) und lenkte einen Kopfball von Hout um den Pfosten (80.). Zuvor wäre er allerdings machtlos gewesen, doch konnte ein Mitspieler gerade noch auf der Torlinie klären (79.). Dann holte sich Diaz bravourös einen weiteren Freistoß von Hout und auch den Nachschuss von Matthias Eckert (83.). Die nie nachlassenden Stumpf-Jungs machten dennoch weiter Druck. Aber auch Jonas Kubiaks gezielter Schuss wurde eine Beute des Gästeschlussmanns (87.). Als dann der spielfreudige Oldemeier im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht wurde (88.), ergab sich plötzlich vom Punkt aus die Chance zum Sieg bringenden Treffer. Eckert nutzte diese nervenstark zum 2:1 und ließ den ebenso machtlosen wie enttäuschten Diaz, der kurz zuvor wegen häufigen Zeitschindens den gelben Karton sah, geschlagen zurück (89.). Wenig später kam der Schlusspfiff des souverän leitenden Norbert Pirron (FV Germersheim), womit sich der KSV eine ausgeglichene Spielebilanz sicherte, während die weiterhin sieglos gebeutelten Gäste die Rote Laterne behalten.

Einigen Protagonisten sei im Übrigen das „Interview der Woche“ (bei pfoschdeschuss.de) und die dort von verantwortlicher Schiedsrichterseite zum Thema Emotionen im Fußball gemachten Aussagen anempfohlen. Dazu lernen können wir alle. Man sollte die Hoffnung jedenfalls nicht aufgeben (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Klodwig (46. Dietrich), Kubiak, Kirchner, Hartung – Oliveira Schroer, Haupt (72. Gelke) – Hout, Oldemeier, Bindereif – Eckert

Schiedsrichter: Norbert Pirron (FV Germersheim)

Tore: 0:1 Arslan (38.), 1:1 Oldemeier (54.), 2:1 Eckert (89. FE)

Zuschauer: 60

By | 2018-10-23T12:21:22+00:00 22. Oktober 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – GSK Karlsruhe 1:1 (1:1) 10.Spieltag – 14.10.18

Manko Chancenverwertung.

Hauptsächlich auf Grund seiner anhaltenden Abschlussschwäche musste sich der Karlsruher SV gegen den GSK mit einem Unentschieden zufrieden geben. Gemessen an den Torgelegenheiten wäre alles andere als ein klarer Sieg ein gerechtes Ergebnis gewesen. Für die Genc-Truppe, der so gut wie keine Einschussmöglichkeit geboten wurde, mitunter aber cleverer als die Gastgeber agierten, ist der Ausgang am Ende deshalb schmeichelhaft.

Die Gastgeber begannen sehr offensiv und nach einem Eckball von Hassan Hout glückte auch sogleich der Führungstreffer. Dominik Pohl köpfte druckvoll aus zehn Metern zum 1:0 ein (2.). Die KSV-er ließen nicht locker und Gästekeeper Nuhan Cevik stand im Minutentakt im Blickpunkt. Beim Kopfball von Willi Oliveira Schroer (4.) und dem Schuss von Malte Oldemeier (5.) stand er sicher und den Abschluss von Hassan Hout lenkte er um den Pfosten (6.). Dann wurde eine Doppelchance mit vereinten Kräften gerade noch vereitelt (7.). Schließlich war er beim 16m-Schuss von Jonas Klodwig rechtzeitig am Boden (14.). Dann musste auch der KSV-Hüter erstmals agieren. Einen abgefälschten Schuss von Christian Bosch nahm Tim Nagel aber sicher auf (20.). Der KSV blieb gegen die etwas besser ins Spiel gekommenen Gäste weiter am Drücker, fand aber die entscheidende Lücke nicht. Ein diagonaler Versuch aus 10 Metern von Schroer war zu harmlos für Cevik und Pohl feuerte das Spielgerät nach einer Ecke von Hout per Direktabnahme zwar sehenswert, aber weit aus dem KSV-Gelände hinaus (28.). Gleich im Anschluss unterlagen die Nordsternler einer Aufmerksamkeitspanne. Murat Genc spielte sich leichtfüßig bis zur Grundlinie durch und flankte flach nach innen. Ungehindert erreichte der Ball am zweiten Pfosten Erkan Akbaba, der aus fünf Metern mit etwas Glück am KSV-Schlussmann vorbei zum gastgeberseits ernüchternden 1:1 eindrückte (29.). Dass Oldemeiers 20m-Schuss sich als harmlos erwies (31.) und der zweite Versuch nach einem Pohl-Freistoß am Tor vorbei flog (35.), passte ins Bild der nun bis zum Pausenpfiff des guten Schiedsrichters Marius Wild fahrigen Partie.

Den Beginn des zweiten Abschnitts bereicherte Benjamin Bindereif gleich mit zwei Erfolg versprechende Szenen. Seinen platzierten Schuss aus acht Metern fischte Cevik bravourös noch von der Linie (47.) und Sekunden später setzte er einen Drehschuss nur knapp übers Gebälk (48.). Eine ähnliche Gelegenheit hatte auf der anderen Seite auch Spielertrainer und Kapitän Murat Genc, der mit einem Direktschuss allerdings klar das Ziel verfehlte (50.). Es sollte abgesehen von einer Freistoßsituation in der 70. Minute die einzige nennenswerte Torannäherung der Männer von der Hermann-Schneider-Allee bleiben. Dagegen hatten die Stumpf-Schützlinge zwei glasklare Gelegenheiten verpasst. Daniel Walz eroberte sich listig den Ball in Höhe des GSK-Strafraumes und passte quer auf Hout, der aus kurzer Entfernung aber am Tordreieck vorbei schoss (53.). An gleicher Stelle versagte ihm später dann die Koordination, als er einen Superflankenball von Bindereif einen Meter vor dem Pfosten an eben diesem vorbei zirkelte (66.). Dazwischen setzte Schroer eine Kopfballvorlage von Pohl ans GSK-Außennetz (58.). Allmählich ließ das Niveau des Kräftemessens ziemlich nach und der Offensivdrang der Hausherren flachte im letzten Spielviertel zunehmend ab. Da auch die Gäste an vorderer Front nur wenig zustande brachten, blieb wegen des Spielstands wenigstens die Spannung erhalten. Erwähnenswert bleibt allein eine Fairness-Aktion von Norbert Schifferdecker, der als fungierender KSV-Linienrichter eine Einwurfentscheidung des Unparteiischen zu Gunsten der gegnerischen Mannschaft korrigierte (90.). Bei diesem Spielstand und zu diesem Zeitpunkt sicherlich ein beachtliches Verhalten im Sinne des Sportsgeistes und zur Nachahmung empfohlen.

Am kommenden Sonntag bietet sich dem KSV beim Zusammentreffen mit Olympia Hertha, das wegen des in etwa zeitgleichen KSC-Spiels ins Nordsternstadion verlegt wurde, eine erneute Gelegenheit, die Chancenverwertung zu verbessern. Dass es aber auch Tore zu verhindern gilt, dürfte den KSV-Jungs ebenfalls bewusst sein (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Klodwig, Kubiak, Kirchner, Hartung – Oliveira Schroer, Pohl – Hout (81. Richert), Oldemeier, Bindereif (76. Oliveira Flammer), Walz (67. Eckert)

Schiedsrichter: Marius Wild (TSV Wöschbach)

Tore: 1:0 Pohl (2.), 0:1 Akbaba (29.)

Zuschauer: 45

By | 2018-10-17T08:44:27+00:00 14. Oktober 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FC Germania Friedrichstal II – Karlsruher SV 2:1 (1:1) 9.Spieltag – 7.10.18

Spiel in zweiter Halbzeit verloren.

Eine überzeugende Leistung im ersten Abschnitt reichte dem Karlsruher SV nicht, etwas Zählbares aus Stutensee mit zu nehmen. Nach der Pause machte man es den U23-Talenten des Oberligisten viel zu leicht, die Spielkontrolle und am Ende dann auch zwar knapp, aber verdient die Begegnung zu gewinnen. Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen den FV Linkenheim fände man sich damit im Kreis der Meisterschaftsanwärter. Die KSV-er verließen dagegen zum zweiten Mal in Folge den Platz mit leeren Händen und sollten und den unerklärlichen Leitungsabfall in den zweiten 45 Minuten möglichst bald vergessen machen und wieder zu den benötigten Punkten kommen.

Auf dem holprigen Geläuf des Nebenplatzes boten beide Teams unter der souveränen Leitung von Schiri Sven Beisel (FC Neibsheim) von Beginn an sehenswerte Aktionen, die aber beide Torhüter noch nicht zum Eingreifen zwangen. In der 25. Minute präsentierten die Gäste dann einen feinen Spielzug, die Hereingabe von Malte Oldemeier konnte der bedrängte Daniel Walz aber nur über die Querlatte bugsieren. Die nächste Offensivaktion fingen die Hausherren in der eigenen Hälfte ab. Ein schnelles, präzises Zuspiel in den Lauf von Simon Punge war sodann Ausgangspunkt für den etwas überraschenden Führungstreffer der Germanen. Der agile Angreifer konnte nicht mehr rechtzeitig gestellt werden und über den heraus eilenden KSV-Keeper hinweg versenkte er die Kugel clever zum 1:0 (28.). Unmittelbar nach Wiederanstoß wurde im FCG-Strafraum eine scharfe Hereingabe von Hassan Hout vor einem gut postierten KSV-ler gerade noch zur Ecke geklärt (29.). Die Bemühungen der Truppe von Coach Christian Stumpf wurden dann wenig später belohnt, wobei sie vom ungeschickten Agieren in der Friedrichstaler Abwehr profitierte. Moritz Hartung bediente mustergültig Malte Oldemeier, der sich geschickt in den Strafraum spielte und mit einem platzierten Flachschuss neben den Pfosten den verdienten Ausgleich erzielte (34.). Auch in der Folgezeit war der KSV leicht überlegen, konnte aber abgesehen von einem wenig beeindruckenden 30m-Freistoß von Jonas Kubiak (40.) keine Torgefahr kreieren. Weil es bei der jungen Germanentruppe bei der einzig nennenswerten, aber zum 1:0 führenden Torchance in der ersten Hälfte blieb, ging man mit dem für die Nordsternler eher unbefriedigenden Unentschieden in die Kabinen.

Ein völlig anderes Bild zeigte sich den Zuschauern nach Wiederbeginn. Die Schützlinge von Thorsten de Jong übernahmen mehr und mehr das Zepter und erspielten sich in den ersten zwanzig Minuten eine Vielzahl teilweise hochkarätiger Torchancen. Tim Nagel verhinderte aber gegen den frei zum Schuss kommenden Jerome Becker (47.) ebenso wie gegen Adrijan Lazar (57.) gleich zwei Mal per Fußabwehr einen Rückstand. Becker schoss zudem nach nahezu perfektem Spielzug am Kasten vorbei (55.). Auch Simon Punge wurde zentimetergenau bedient, fand mit seinem Versuch aus 14 Metern in Nagel jedoch seinen Meister (60.). Dem ließ Becker einen Flugkopfball folgen, der über den Querbalken flog (64.). Bis dahin gab es bis auf einen erfolglosen Konterangriff über Hout und Daniel Walz (53.) über die Karlsruher nichts zu notieren. Die Gegenspieler blieben weitgehend unbehelligt und man hatte keinerlei Zugriff mehr auf das Spiel. Das Kombinationsspiel versiegte fast völlig und unerklärlich planlos verharrte man ungewollt in der Verteidigung des einen Zählers. Dennoch ließ ein Zwischenhoch auf Besseres hoffen. Nach feinem Dribbling zog Hout aus sechs Metern ab, der sehr gute Angel Luciano Quinones im Friedrichstaler Kasten lenkte den Ball jedoch reaktionsschnell um den Pfosten (73.). Den anschließenden Eckball setzte Hout dann per Kopfball an den FCG-Pfosten (74.). Statt Torjubel machte sich dann wieder Lethargie breit, wodurch die technisch versierten FCG-Talente fast vorhersehbar Kapital schlugen. Ohne nennenswerten Widerstand kombinierten sie sich bis in den KSV-Strafraum, wo der noch 17-jährige Luca Herzog aus 14 Metern die Kugel relativ ungestört per Linksschuss neben den KSV-Pfosten zum 2:1 schlenzte (78.). Die konsternierten Waldstädter fingen sich dennoch schnell und verlegten das Geschehen in die gegnerische Hälfte. Mehr als ein 28-Meter-Schuss von Hout (82.) und ein Freistoß von Dominik Kirchner (84.), die jeweils knapp über den Balken flogen, sprang indes nicht heraus. Nachdem auf der anderen Seite ein Friedrichstaler Konterangriff beherzt unterbunden war (86.), hatten die Gäste kein Gefährdungspotential mehr und so fand die faire Partie zu Gunsten der im zweiten Abschnitt klar besseren Heimtruppe ihren gerechten Ausgang. Daran ändert auch ein Eckenverhältnis von 9:1 zu Gunsten der Rintheim-Waldstädter nichts. Diese müssen jetzt ihr Augenmerk auf die untere Tabellenregion richten und insbesondere die abhanden gekommene Stabilität wieder erlangen. Vielleicht kann man den weitgehend dürftigen Auftritt irgendwann als Ausrutscher abtun. Gelegenheit dies zu beweisen, besteht schon im nächsten schwierigen Meisterschaftsspiel gegen GSK (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Kubiak, Kirchner, Hartung – Walz (68. Haupt), Oliveira Schroer (81. Klodwig), Pohl, Oldemeier– Eckert (75. Zinn), Hout

Schiedsrichter: Sven Beisel (FC Neibsheim)

Tore: 1:0 Simon Punge (28.), 1:1 Oldemeier (34.), 2:1 Herzog (78.)

Zuschauer: 55

By | 2018-10-10T06:33:40+00:00 7. Oktober 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – SG DJK/FV Daxlanden 0:2 (0:1) 8.Spieltag – 3.10.18

Auch der KSV kann Daxlander Siegesserie nicht stoppen.

Der Tabellendritte erwies sich letztlich doch als eine Nummer zu groß für die sich bis zum Schluss gegen die Niederlage stemmende KSV-Truppe. Mit der reiferen Spielanlage und dem Torriecher von Daniel Weinkötz ging das Birkenfelder-Team als verdienter Sieger vom Platz und festigt punktgleich mit dem Rangersten seine Spitzenposition. Die Einheimischen stehen verbleiben nun bei ausgeglichener Bilanz mit drei Siegen und drei Niederlagen sowie zwei Unentschieden weiterhin im Mittelfeld der Tabelle.

Die Waldstädter fanden eigentlich gut ins Spiel und zeigten sich recht offensivfreudig. Nach einem Ballverlust wurden sie allerdings ausgekontert und nach der Rechtsflanke von Christian Thorn ließ „Lalle“ Weinkötz erstmals aufhorchen, setzte seinen Kopfball allerdings zu hoch an (4.). Wenig später erreichte ihn erneut ein scharfer Flankenball. Seinen Kopfball lenkte Tim Nagel noch an die Querlatte, im zweiten Versuch markierte der gewiefte Torjäger dann aber per Kopf das frühe 0:1 (10.). Danach waren die Spielanteile gleichmäßig verteilt, außer einem 15-Meter-Schuss von Malte Oldemeier, der knapp das Ziel verfehlte, konnte der KSV indessen keinerlei Gefahr vor das Gästetor tragen. Der SG boten sich dagegen einige gute Gelegenheiten zum zweiten Treffer. Weinkötz schoss aber aussichtsreich weit über den Kasten (24.), Manuel Juchacz kam nicht richtig zum Ball (36.) und der schnelle Thorn verwertete einen klugen Steilpass mit einem Schuss ans Außennetz (37.). Kurz vor Halbzeit zirkelte Murat Demiral einen Freistoß direkt ins KSV-Gehäuse. Der souveräne Schiedsrichter Aram Sadeghi (Phönix Durmersheim) versagte aber wegen einer Abseitsstellung dem Treffer die Anerkennung (44.).

Die Platzherren kamen mit dem sichtbaren Bemühen, den Rückstand aufzuholen, aus der Kabine. Kurz darauf stand auch Willi Oliveira Schroer am linken Pfosten des SG-Gehäuses unvermittelt einschussbereit, die Abschlusskoordination gelang ihm jedoch nur suboptimal (50.). Im weiteren Verlauf kontrollierten die Schlaucher dann zunehmend das Geschehen. Wie die KSV-er stützten sie sich zudem auf ihre stabile Abwehr und so blieben hochkarätige Torgelegenheiten auf beiden Seiten Mangelware. In der 72. Minute hatten die SG-Anhänger dann den Torjubel allerdings schon vorbereitet. Weinkötz strebte allein auf den KSV-Keeper zu, der mit einem prächtigen Reflex die Vorentscheidung verhinderte. In der Schlussviertelstunde mobilisierten die Gastgeber dann nochmals alle Kräfte, hatten aber nicht mehr den Spielfluss und die nötige Konsequenz, um die gut organisierte SG ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Nennenswert blieb lediglich ein Schuss von Florian Richert nach einer feinen Angriffskombination, der knapp am Pfosten vorbei strich (80.). Die Nordstern-Jungs gaben dennoch nicht auf, wurden stattdessen aber in der Schlussminute noch mit dem zweiten Treffer bestraft. Eine Flanke des eingewechselten Leon Schmith erreichte wiederum Weinkötz, der mit einem weiteren Kopfball zum 0:2 seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellte (90.). Beim anstehenden Gastspiel bei den Friedrichtaler Germanen werden die KSV-er auf einen ähnlich guten und spielstarken Gegner treffen. Man wird einiges besser machen müssen, will man nicht auch dort das Feld mit leeren Händen räumen müssen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Gelke (20. Richert), Dietrich, Kubiak, Klodwig – Hartung, Oliveira Schroer, Pohl, Oldemeier (78. Zinn) – Eckert (70. Haupt), Hout

Schiedsrichter: Aram Sadeghi (Phönix Durmersheim)

Tore: 0:1 Weinkötz (10.), 0:2 Weinkötz (90.)

Zuschauer: 40

By | 2018-10-04T18:02:47+00:00 3. Oktober 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – FV Rußheim 3:1 (2:1) 7.Spieltag – 30.9.18

Mit Teamwork und Eckert-Dreierpack zum Heimsieg.

Nach dem spielerisch wenig ansehnlichen Auswärtserfolg beim VSV Büchig vom vergangenen Samstag wartete die KSV-Truppe mit einer klaren Leistungssteigerung auf und verdiente sich gegen gute Rußheimer letztlich verdient die Punkte.

Die lange offene und umkämpfte Begegnung ließ keine Langweile aufkommen. Vier Treffer, zwei Strafstöße, sechzehn Eckbälle und eine Reihe von Freistößen in Tornähe sorgten zusammen mit diversen gelungenen Einzelaktionen auf beiden Seiten für reichlich Abwechslung. Schon nach wenigen Sekunden setzte Luca Rupertus einen 20-Meter-Schuss knapp am Gastgebertor vorbei (1.). Im Gegenzug konnte KSV-Stürmer Hassan Hout bei seinem Dribbling im Strafraum nur regelwidrig gestoppt werden und Matthias Eckert verwandelte den fälligen Elfer kraftvoll und sicher zum 1:0 (2.). Die frühe Führung hatte aber nicht lange Bestand. Einen gut um die Mauer gezirkelten Freistoß konnte KSV-Hüter Tim Nagel zwar noch abwehren, Routinier Ufuk Arican schaltete aber am schnellsten und bugsierte den Ball zum 1:1-Ausgleich ins lange Eck (6.). Kurz darauf scheiterte Jonas Klodwig mit einem Versuch aus 15 Metern an Gästekeeper Erkan Karaburun (8.). Nach einer eher ereignislosen Phase zelebrierten die Waldstädter eine starke Angriffsaktion auf der rechten Seite. Sven Gelke flankte von rechts in den Strafraum, Karaburun klärte aus kurzer Distanz noch gegen Moritz Hartung, aus dem Getümmel heraus donnerte dann aber Eckert den Abpraller vehement zur erneuten Führung in die Maschen (21.). Die KSV-Freude war groß, aber kurz. Denn zwei Minuten später deutete Schiri Caner Keskin nach einem ungeschickten Foulspiel auch im KSV-Strafraum auf den ominösen Punkt. Tim Nagel tauchte allerdings reaktionsschnell ins richtige Eck und kratzte den von Valentin Häfner nicht schlecht platzierten Ball noch von der Linie (23.). Im Nachhinein kann man die vergebene Ausgleichsgelegenheit wohl als Schlüsselszene bezeichnen, die bei anderem Ausgang sicherlich zu einem anderen Verlauf der Partie hätte führen können. Ungeachtet dessen ergaben sich für die Dettenheimer bis zum Seitenwechsel noch zwei Gelegenheiten zum Torerfolg. Daniel Gültling zielte aber zu unkonzentriert vorbei (37.) und der ballgewandte Jerome Heger scheiterte an der Fußabwehr von Nagel (40.).

Nach Wiederbeginn bemühte sich die Truppe von Thomas Oehlbach und Frank Heusch zielstrebig um einen Torerfolg. Statt mit weiten Bällen versuchten sie es nun eher mit Kombinationen und hatten so auch mehr Spielanteile. Die Hausherren verlegten sich zwangsweise auf defensiv geprägtes Agieren, verzeichneten aber dennoch die weit größere Anzahl an eigenen Torchancen. So verfehlte Marco Wied zwei Mal das Gästetor (48., 50.) und bei Houts 20-Meter-Schuss (53.) war der FVR-Schlussmann ebenso auf dem Posten wie beim Kopfball von Willi Oliveira Schroer (59.). Dann versuchte es Hout erneut erfolglos (60.) und in einer undurchsichtigen Situation im Fünfer brachte man die Kugel nicht am prächtig reagierenden Karaburun vorbei (64.). Trotz Feldvorteile waren die Schwarz-Weißen erst kurz zuvor gefährlich vor das KSV-Tor gekommen; Nagel hielt jedoch den Schuss von Rupertus fest (62.). Wenig später hatten sie allerdings Pech, als der 18-Meter-Knaller von Marek Müller vom linken Pfosten wieder ins Feld zurück sprang (68.). Dann richtete sich der Gast endgültig offensiver aus, fand aber gegen die einsatzwillige Defensive um den umsichtigen Kapitän Dominik Kirchner letztlich kein probates Mittel. Vielmehr hätten die Nordsterne eine frühere Entscheidung herbei führen können, was zunächst der Gästekeeper zu verhindern wusste. So holte er sich nach einem Schuss von Malte Oldemeier gerade noch die abgefälschte Kugel (74.) und dann zeigte er beim Kopfball von Oliveira Schroer erneut eine Superparade (82.). Sekunden später führte ein gut heraus gespielter Angriff über die linke Seite dann doch für den beruhigenden Zweitore-Vorsprung. Nach feinem Doppelpass passte der geschickt eingesetzte Klodwig flach in den Fünfmeterraum, wo der an diesem Tag auch mit dem nötigen Glück ausgestattete Matze Eckert den Fuß hinhielt. Dessen dritten Tagestreffer konnte Karaburun, obwohl noch leicht am Ball, dann nicht mehr verhindern (83.) Mit dem 3:1 im Rücken verwalteten die Stumpflinge das Geschehen und ließen nur noch einen wenig gefährlichen Schuss aus 18 Metern von Marek Müller zu (87.). In der Nachspielzeit schenkten Christopher Haupt und der FVR-Goalie ihren jeweiligen Anhängern die schönste Szene des Spiels. Der KSV-Akteur zog aus knapp zwanzig Metern volley ab, Karaburun holte den Ball aber ebenso sensationell noch aus dem Tordreieck (90.+4). Ein vierter Treffer wäre dann aber auch des Guten zu viel gewesen und der guten Leistung der Gäste nicht gerecht geworden.

Schon am Mittwoch (12:30 Uhr!) gastiert mit der SG Daxlanden der aktuelle Tabellendritte im Nordsternstadion. Obwohl Außenseiter, kann man den Waldstädtern dennoch eine Überraschung zutrauen. Zumindest werden sie nicht kampflos die Punkte hergeben (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Gelke, Kirchner, Kubiak, Klodwig – Hartung, Wied (Oliveira Schroer), Pohl, Oldemeier – Eckert (85. Dietrich), Hout (78. Haupt)

Schiedsrichter: Kaner Keskin (Türkiyemspor Selbach)

Tore: 1:0 Eckert (2., FE), 1:1 Arican (6.), 2:1 Eckert (21.), 3:1 Eckert (83.)

Zuschauer: 62

By | 2018-10-02T16:55:29+00:00 1. Oktober 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

VSV Büchig – Karlsruher SV 1:2 (0:1) 6.Spieltag – 22.9.18

Wichiger Dreier im Nordostderby.

Das im Vorfeld als Abstiegsduell apostrophierte Aufeinandertreffen konnte der Karlsruher SV knapp aber nicht unverdient für sich entscheiden und schob sich damit zumindest vorerst mit nunmehr ausgeglichener Bilanz an die Spitze der zweiten Tabellenhälfte. Büchig bleibt zwar weiter im unteren Bereich, kann aber mit dem ausstehenden Spiel gegen die feuergeschädigte Olympia Hertha noch Boden gut machen.

Auch wenn die Partie alles andere als fußballerische Leckerbissen bot und beide Teams meist auf schwachem Niveau agierten, waren die Zuschauer doch wenigstens gut unterhalten. Denn die Abwehrreihen ließen hüben wie drüben eine Menge an Torgelegenheiten zu, die allerdings nur mäßigen Ertrag brachten. Und wegen des knappen Spielstands war dann auch in der Schlussviertelstunde noch für Spannung gesorgt.

Vor allem die Gäste ließen im ersten Abschnitt teilweise beste Chancen liegen und verpassten es, mit mehr als einem Tor Vorsprung in die Pause zu gehen. Schon während der Auftaktphase gab es auf beiden Seiten Strafraumszenen im Minutentakt. Nach drei Minuten lenkte VSV-Keeper Robin Kies einen Schuss von Hassan Hout um den Pfosten. Im Anschluss an die folgende Ecke wurde Moritz Hartung im Strafraum gefoult. Beim fälligen Elfer ahnte Kies aber die von Hout anvisierte Ecke und vereitelte mit toller Reaktion die Gästeführung (4.). Weitaus weniger Probleme hatte er anschließend beim Versuch von Malte Oldemeier (5.). Dann verlagerte sich die Szenerie in den anderen Strafraum. Einen wuchtigen Kopfball eines Büchiger Akteurs lenkte KSV-Schlussmann Tim Nagel geistesgegenwärtig an die Lattenunterkante (6.). Darauf folgte eine Eckballserie, bei der die Waldstädter ihr Tor jedoch sauber halten konnten (7.). Nach einer kurzen Verschnaufpause gingen die KSV-er aus dem Nichts heraus in Führung. Beim Rückpass von Marc Fenchel schien die Angelegenheit eigentlich geklärt. Der Minuten zuvor noch heldenhaft haltende Kies avancierte indessen zum bedauernswerten Unglücksraben, ließ er die Kugel auf dem holprigen Geläuf doch unter dem Stiefel ins eigene Tor zum 0:1 durchrutschen (13.). Nachdem Hout (15.) und Oldemeier (16.) das Gästetor verfehlten, hatte Büchig gute Gelegenheiten zum Ausgleich. Nach gescheitem Zuspiel von Luca Wallmann verzog Luigi Greco aus 18 Metern aber deutlich (20.), wenig später verhinderte Nagel wiederum den Einschuss (23.) und dann versuchte es Michael Dinter erfolglos mit einem Direktschuss (30.). Die nächsten Minuten gehörten dann wieder dem KSV. Hassan Hout trickste sich auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch und legte Matthias Eckert auf, der frei stehend aus fünf Metern über den Kasten donnerte (32.). Kurz darauf wurde Eckert von Benjamin Bindereif präzise in die Schnittstelle geschickt und hatte nur noch Kies zu überwinden, der verhinderte aber routiniert einen höheren Rückstand (34.). Ein schöner Fallrückzieher von Hout (41.) hatte dann durchaus Applaus verdient, zum Torjubel reichte es trotzdem nicht. Den hätten kurz darauf die Schützlinge von Jens Pfattheicher anstimmen können, hätte nicht Dominik Kirchner eine unübersichtliche Situation im letzten Moment für den KSV geklärt (42.).

Die zweiten 45 Minute begannen mit einer weiteren Chance für Eckert, dessen Direktabnahme von der Strafraumgrenze für Kies aber kein Problem darstellte (47.). Sekunden später fand sich auf der anderen Seite Nicolai Vlahovic in Schussposition, zielte aber aus der Drehung weit über den KSV-Kasten (48.). Drei Minuten später konnte die Truppe von Christian Stumpf in schnörkelloser Manier dann den zweiten Treffer erzielen. Aus dem Halbfeld schlug Sven Gelke eine weite Diagonalflanke in den 16-er, Bindereif köpfte unbedrängt in den Fünfer auf Hout, der ebenfalls per Kopf und platziert zum 0:2 vollstreckte (51.). Der Zweitore-Vorsprung brachte allerdings nicht mehr Sicherheit ins Spiel der Stumpf-Truppe. Ohnehin präsentierten sich beide Teams insgesamt zerfahren und mit bescheidenem Ideenreichtum bei hoher Fehlerquote. Ein Freistoß von Marcel Hemberle, den Nagel sicher klärte (53.), war dann auch für lange Zeit die einzige Torannäherung auf beiden Seiten. Erst in der 75. Minute war der glücklose Eckert wieder nahe dran, scheiterte mit seinem 18-Meter-Schuss aber am Querbalken. Stattdessen beglückte Marius Maier im Gegenzug die Büchiger Anhängerschaft doch noch mit dem Anschlusstreffer. Nach etwas nachlässigem KSV-Abwehrverhalten traf er mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 1:2 (75.). Nun war die Partie wieder offen und die Nordsternjungs standen verstärkt unter Druck, vor allem weil sie in ihrem Spiel auch immer weniger Struktur hatten und mit häufigen Ballverlusten die Rot-Weißen immer wieder zu Offensivversuchen einluden. Diese operierten dabei allerdings hauptsächlich mit weiten Bällen, was die KSV-er nur selten in Bedrängnis brachte. So blieb ein Schuss von Wallmann in der Nachspielzeit noch die einzig nennenswerte Torgefahr. Am Ende freute man sich über drei wichtige Zähler, nicht aber über das spielerisch Dargebotene. Da man manches aber deutlich besser kann, besteht andererseits kein Anlass für negative Ausblicke, nicht einmal bei den Berufsskeptikern (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Gelke, Kirchner, Kubiak, Klodwig – Hartung, Wied, Bindereif, Oldemeier – Eckert (90. Richert), Hout (77. Haupt)

Schiedsrichter: Hakan Öztürk (Karlsbad)

Tore: 0:1 Fenchel (13., Eigentor), 0:2 Hout (51.), 1:2 Maier (75.)

Zuschauer: 75

By | 2018-09-25T08:01:52+00:00 23. September 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – FV Linkenheim 1:2 (1:2) 5.Spieltag – 16.9.18

Da war mehr drin.

Die Revanche für die am letzten Donnertag im Kreispokal (5. Runde) in Linkenheim erlittene 0:2-Niederlage glückte nicht. Trotz sehr ansprechender Leistung und größeren Spielanteilen vornehmlich in der ersten Halbzeit konnte der Karlsruher SV gegen den neuen Spitzenreiter auch in der Punkterunde nichts Zählbares holen.

Obwohl die Nordsternler während der ersten halben Stunde die Deutungshoheit hatten, lagen sie ab der 24. Minute mehr oder weniger unbegreiflich mit zwei Toren im Hintertreffen. Mit dem verdienten Anschlusstreffer von Dominik Pohl noch vor der Pause schöpfte die Truppe von Christian Stumpf dann auch berechtigten Mut zur Wende. Allerdings war die Offensivkraft der bis zum Ende der kampfbetonten zweiten Halbzeit nicht in dem Maße ausgeprägt, dass die sattelfeste und dicht gestaffelte Abwehr der Gäste hätte entscheidend überwunden werden können. Diese wiederum fuhren so einen zwar weniger glanzvollen, aber effektiven Arbeitssieg ein, bei dem beide Teams zudem in den Genuss pädagogisch interessanter Aspekte aus dem reichhaltigen Fußballrepertoire von Schiri Willi Ninmann gekommen waren.

Es waren noch keine 30 Sekunden gespielt, da hätte der K, da hätte der KSV bereits in Führung liegen müssen. Wenn nicht … Malte Oldemeiers perfekte Hereingabe vom einschussbereit frei stehenden Hassan Hout im Anfangseifer versemmelt worden wäre. Nach einer verletzungsbedingten Unterbrechung lag dann aber aus heiterem Himmel der FVL in Front. Einen aus der eigenen Hälfte unkontrolliert nach vorn geschlagenen Ball verlängerte Norman König ebenso aussichts- wie planlos in Richtung KSV-Strafraum. In einer wahren Slapstickeinlage kullerte das Spielgerät nach mangelhafter Abstimmung der beiden letzten Akteure im Schneckentempo über die Linie zum überraschenden 0:1 (4.). Seither erhoffen sich nun mindestens drei Viertel der Zuschauer durch eventuelle Videobeweisführung Klarheit über das wahre Geschehen. Denn der weitere standardmäßig voraussehbare Ablauf und die Erfahrung aus über 100.000 Fußballspielen legte bei einem durchschnittlich kenntnisreichen Stadionbesucher eine anhaltende Aufmerksamkeit in dieser Situation einfach nicht mehr nahe.

Der Schock saß den KSV-Jungs aber nicht lange in den Knochen und bald darauf bot sich auch eine weitere Großchance. Der von Marco Wied blendend frei gespielte Philipp Werner hatte plötzlich nur noch FVL-Keeper Sascha Lohner vor sich, der aber mit dem Körper den Ausgleich gerade noch verhinderte (15.). Die Gastgeber blieben weiter am Drücker, im letzten Drittel dann aber ohne Erfolg versprechende Ideen. In diese gute KSV-Phase hinein präsentierten stattdessen die Schützlinge von Torsten Zörb ihre momentane Effektivität vor dem Tor. Sascha Glutsch flankte hoch in den Strafraum, wo man Nicolas Dorn unbedrängt gegen die Laufrichtung von Nagel zum 0:2 einköpfen ließ (24.). Die ballsicheren Linkenheimer kamen dann zu zwei weiteren Torgelegenheiten Nagel wehrte den Schuss von Dorn ab (34.) und Chad Hall zielte mit einem Drehschuss vorbei (36.). Doch dann brachte eine Standardsituation die Hausherren wieder ins Spiel. Jonas Kubiak schlug den Ball in den Gästestrafraum, wo sich Mittelfeldakteur Pohl der Bewachung entzog und mit einem platzierten Kopfball aus der Nahdistanz den Anschluss zum 1:2 markierte (38.). Gleich im Anschluss glänzte auf der Gegenseite Hall mit einem Fallrückzieher, den Nagel ebenso bravourös entschärfte (39.).

Die zweiten 45 Minuten waren weniger ansehnlich und Fußball wurde über weite Strecken eher gearbeitet als gespielt. Die Hardtler verteidigten einsatzfreudig den Vorsprung und ließen vor ihrem Gehäuse wenig zu. Weil auch der KSV engagiert seine Chance suchte, ging allerdings nach vorne ziemlich wenig. In der 78. Minute hatte Hubert Badhofer mit einem Kopfball, der knapp am Lattenkreuz vorbei strich, die erste nennenswerte Gelegenheit im zweiten Teil. Zuvor waren die Hausherren näher am Torerfolg. Hout schloss aber zu fahrig ab (49.), Oldemeier setzte einen schönen Freistoß knapp über den Balken (60.) und bei einem Eckball verfehlten sowohl Kubiak als auch Kirchner kurz vor der Torlinie den möglichen Einschuss (76.). Mathias Eckert hatte mit seinem Diagonalschuss ebenfalls kein Glück (83.). Die nicht immer geglückten finalen Belagerungsversuche der Waldstädter brachten keinen Erfolg. Konteranfällig sah man sich stattdessen mit einer Chance von Benjamin Riexinger konfrontiert, der in Nagel aber seinen Meister fand (86.). Dass Hall in den Schlusssekunden weit vorbei statt mitten hinein zielte, war zu diesem Zeitpunkt dann keinen Aufreger mehr wert (90.+4).

Die Wege der beiden Teams bewegen sich gegenwärtig in unterschiedliche Richtungen. Die größeren Probleme werden dabei die Karlsruher zu bewältigen haben. Den Abwärtstrend zu stoppen werden sie mit Leidenschaft und Trainingseifer zweifellos angehen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Kirchner, Kubiak, Werner (76. Klodwig) – Pohl, Wied –Oliveira Flammer (46. Hartung), Oldemeier, Haupt (56. Eckert – Hout

Schiedsrichter: Willi Ninmann (Ettlingen)

Tore: 0:1 König (4.), 0:2 Dorn (24.), 1:2 Pohl (38.)

Zuschauer: 70

By | 2018-09-19T06:31:48+00:00 17. September 2018|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|