1. Mannschaft

Karlsruher SV – FV Liedolsheim 2:0 (1:0) 28.Spieltag – 19.5.19

KSV weiter in der Erfolgsspur.

Im „kleinen“ Spitzenspiel präsentierte sich der Karlsruher SV wiederum in guter Form und entschied auch das auf gutem Niveau geführte Kräftemessen mit dem bisherigen Tabellenvierten aus Liedolsheim verdientermaßen für sich. Das Spiel gestaltete sich in der Endphase noch spannend, spätestens nach dem 2:0 Mitte der zweiten Hälfte ließen sich die Sandhasen aber nicht mehr von der Siegspur abbringen und haben weiterhin die große Chance, die Saison auf dem dritten Tabellenrang abzuschließen.

Zu Beginn entwickelten die Gäste mächtigen Offensivgeist. Deshalb kam der Führungstreffer für die Karlsruher nach deren ersten, allerdings prima vorgetragenen Angriff etwas überraschend. Über die linke Seite ließen nacheinander Moritz Hartung, Benjamin Bindereif und Daniel Walz ihren Gegenspielern keine Gelegenheit, ihr Passspiel zu unterbinden. Und am Ende spitzelte Jonas Klodwig im Fünfmeterraum den Ball kunstvoll an Keeper Felix Lampert vorbei zum 1:0 (9. Min.). Dem setzte auf der Gegenseite Dennis Mößner gleich einen allerdings wenig gefahrvollen Direktschuss nach einer Ecke entgegen (13.). Dann erspielten sich die Stumpf-Buben allmählich die Spielkontrolle. Zunächst sorgten zwei Freistöße von Jonas Kubiak für Torgefahr, wobei Keeper Lampert erst mit energischem Eingreifen gerade noch ein Eigentor verhinderte (16.) und dann am kurzen Eck mit reaktionsstarker Fußabwehr glänzte (18.). Kurz darauf wurde Bindereif im 16-er gefoult, der fällige Strafstoßpfiff des ansonsten sehr gut leitenden Marcel Heger blieb indessen aus (20.). Wenig später vergab Kubiak den zweiten Treffer, als er einen Freistoßball von Hartung aus drei Metern noch über den Kasten köpfte (25.). Und bei einem weiteren sehenswerten KSV-Angriff fischte der Gästekeeper einen platzierten Direktschuss von Florian Richert noch um den Torwinkel (34.). Dann brachte Willi Oliveira Schroer in aussichtsreicher Position nicht genügend Druck hinter den Ball (38.) und gleich danach wurde der prächtig bediente Matthias Eckert wegen angeblicher Abseitsstellung zurück gepfiffen (39.). Den Dettenheimern wurde bis dahin einzig eine Einschussgelegenheit durch Adama Jammeh gegönnt, der aber per Außenrist weit am Gehäuse vorbei zog (33.). Vor der Pause kamen sie dann noch einmal etwas in Fahrt, wobei KSV-Hüter Tim Nagel bei einem abgefälschten Schuss reaktionsschnell den Ausgleich zu verhindern wusste (44.). Den Schlusspunkt setzten im Gegenzug aber die Gastgeber über die spielfreudigen Hartung und Bindereif. Dessen Schuss aus spitzem Winkel lenkte Goalie Lampert jedoch um den Pfosten (45.). So blieb es bei der knappen Pausenführung für den dominanten Gastgeber, der die vielgelobte Offensivkraft der Mannen von Stefan Ronecker zu bändigen wusste.

Die unüberhörbare allgemeine Unzufriedenheit des Noch-Trainers setzte sich zunächst auch mit Beginn des zweiten Abschnitts fort. Trotz zunehmend härterer Gangart verzeichneten zunächst nur die Nordsternler nennenswerte Strafraumaktionen. So strich Eckerts 20-Meter-Geschoss nur knapp über den Balken (48.) und der Versuch des überragenden Walz aus 14 Metern blieb in der „Lillser“ Abwehr hängen (57.). Als auch Eckerts feine Einzelleistung erfolglos geblieben war (57.), hatten sich die Schwarz-Weißen – unterstützt durch Ballverluste und Fehlpässe der KSV-ler – bereits mehr Spielanteile erkämpft. Gefahr verursachte aber nur ein wuchtiger Freistoß aus rund 35 Metern von Marius Geiß, der um Zentimeter am Pfosten vorbei rauschte (63.). Wenig später sorgte eine zielstrebig vorgetragene Offensivaktion des KSV für reichlich Betrieb im FVL-Strafraum. In dessen Folge zirkelte Benny Bindereif den zu kurz abgewehrten Ball aus 18 Metern unhaltbar in den Winkel zum 2:0 (67.). Nach diesem Traumtor gaben sich die nur kurzzeitig geschockten Hardtler dennoch nicht auf und bemühten sich um den Anschluss. Schon in der 70. Minute wurde Teodor-Mihail Hundorfean blendend in Szene gesetzt, ließ sich aber zu weit nach außen drängen, weshalb sein geschickter Heber knapp das KSV-Tor verfehlte. Die Schussversuche von Alquassim Drammeh (75.) und Hundorfean (80.) entpuppten sich dann als zu harmlos. Ansonsten erledigten die Gastgeber zumindest ihre Abwehraufgaben gewohnt zuverlässig. Bei einem sehenswerten Dribbling von Drammeh, das einen Treffer verdient hätte, wähnten sie sich allerdings eher in der Zuschauerrolle. KSV-Kapitän Dominik Kirchner warf sich im Fünfer aber noch erfolgreich in den abschließenden Schuss und verhinderte so eine aufregendere Schlussphase (85.).

Die Liedolsheimer Truppe wusste kämpferisch und auch spielerisch durchaus zu gefallen, fand aber letztlich keine entscheidenden Mittel gegen die überzeugend auftretenden Waldstädter. Die gaben den Zweitore-Vorsprung nicht mehr aus der Hand und erfreuen sich nun weiterhin am Tabellenbild (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Richert, Kubiak, Kirchner, Hartung – Klodwig (77. Haupt), Walz, Oliveira Schroer, Bindereif – Eckert (83. Dietrich), Waßmuth (63. Hout)

Schiedsrichter: Marcel Heger (VfB St. Leon)

Tore: 1:0 Klodwig (9.), 2:0 Bindereif (67.)

Zuschauer: 75

By |2019-05-22T16:43:11+00:0020. Mai 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FC Spöck – Karlsruher SV 1:2 (0:2) 27.Spieltag – 12.5.19

KSV sonnt sich auf Platz drei.

Mit einem knappen, aber verdienten Erfolg im Spechaastadion verhinderte der Karlsruher SV, dass der FC in der Tabelle vorbei zog und grüßt nun selbst vorübergehend als alleiniger Rangdritter. Die höher eingeschätzten Spöcker konnten sich auch mit ihrer „echten“ Ersten nicht für die Hinspielniederlage revanchieren und bleiben seit nunmehr vier Spieltagen ohne Sieg.

Obwohl die Mannschaft von Christian Stumpf mit einer neu formierten Abwehrkette ins Spiel ging, machte sie in der ersten Halbzeit den besseren Eindruck, hatte mehr Ballbesitz und auch das nötige Spielglück. Die erste Torgelegenheit verbuchte allerdings Spöcks Moritz Klein, der eine Kopfballvorlage aus fünf Metern über das KSV-Tor schoss (10.). Dann profitierten die Gäste von einem Missgeschick des einheimischen Schlussmanns, der eine Rechtsflanke von Florian Richert nicht gut genug zu fassen bekam. Benjamin Bindereif nahm das Geschenk an und brachte den Ball überlegt mit einem Flachschuss zur frühen 0:1-Führung über die Linie (13.). Gleich darauf versuchte es auf der anderen Seite Dennis Koch mit einem Weitschuss, der aber über den Kasten flog (14.). Das Geschehen spielte sich nun vorwiegend im Mittelfeld ab und nur teilweise kläglich ausgeführte Freistöße sorgten für Torannäherungen. Eine längere Druckphase der Hausherren überstanden die nun vorübergehend passiveren KSV-ler unbeschadet. Echte Gefahr bestand lediglich nach einer schönen Flanke von Spielmacher Alexander Mohr, bei der Christoph Stober am zweiten Pfosten nur knapp nicht zum Kopfball kam (31.). Gegen Ende des ersten Abschnitts setzten dann aber die Karlsruher wieder Akzente. Zunächst zielte Wilhelm Oliveira Schroer aus 18 Metern knapp vorbei (37.). Wenig später setzte Daniel Walz auf der rechten Seite gekonnt Bjarne Waßmuth in Szene. Der erfreute sich bei seinem langen Anlauf des Spöcker Geleitschutzes und traf dann mit platziertem Flachschuss ins lange Eck zum 0:2 (40.), das aus Karlsruher Sicht gerade zum richtigen Zeitpunkt fiel.

Nach Wiederanpfiff des souveränen Unparteiischen Kyritsis (Maximiliansau) sah sich die Stumpf-Truppe zunächst nicht mit unlösbaren Aufgaben konfrontiert. Spöck war engagiert, strahlte aber noch keine Torgefahr aus. Die Waldstädter waren in dieser Hinsicht besser und hatten durch Bindereif, dem FC-Hüter Dominik Knappe die Kugel noch wegschnappte (47.) gleich eine erste Torchance. Dann prüfte Waßmuth mit einem Schuss aus 18 Metern den FC-Torwart, der sicher hielt (64.) und ein Linksschuss von Marco Wied von der Strafraumgrenze verfehlte knapp den Kasten (73.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Nordsternler die Sache bereits etwas lascher angegangen, erlaubten sich ungenaue Zuspiele und sorgten bei dem um den Anschluss sehr bemühten Vallarelli-Team für zusätzliche Motivation und Spielanteile. Zwangsläufig erarbeiteten sie sich nun auch zwingende Gelegenheiten, was sich erstmals bei einer weiteren Mohr-Flanke zeigte. Stober verpasste es allerdings, zum Kopfball zu kommen (74.). Einen Direktschuss des eingewechselten Marius Baßler wehrte dann KSV-Allrounder Moritz Hartung körperbetont über den Kasten. Nach dem zu kurz abgewehrtem Eckball schoss Alexander Baschin am linken Pfosten vorbei (78.). Die Hausherren blieben weiter am Drücker und belohnten sich drei Minuten später. Nach anfänglichen Turbulenzen im und vor dem KSV-Strafraum mit unerfüllten Strafstoßwünschen segelte eine Linksflanke flach in den Strafraum, wo der völlig übersehene Baßler allein im Fünfer stand und kein Problem hatte, zum 1:2-Anschlusstreffer einzunetzen (80.). Das nicht nachlassende Bemühen um den möglichen Ausgleich wussten die KSV-Jungs jedoch erfolgreich einzudämmen, zumal sich die Blau-Weißen auch keine Geniestreiche einfallen ließen. Außerdem verteidigte die Stumpf-Truppe ihr Heiligtum wieder mal mit Einsatzwillen und starkem Mannschaftsgeist. Bei einem schnellen Gegenangriff hätte Christopher Haupt schon drei Minuten vor dem Schlusspfiff den Sack endgültig zumachen können. Nach langem Spurt bekam er die Kugel von Matthias Eckert auf den Fuß gespielt, fand aber im großartig per Fußabwehr haltenden Knappe seinen Meister (89.). Während der Restspielzeit passierte nichts Nennenswertes und obwohl insgesamt die Torchancen annähernd gleich verteilt waren, geht das am Ende noch hart umkämpfte Spiel mit dem knappen KSV-Sieg durchaus in Ordnung.

Nun erwarten die Waldstädter den FV Liedolsheim zum Spitzenspiel (Dritter gegen Vierter) im Nordsternstadion. „Die sinn grad gut druff“, war schon beim anschließenden Smalltalk mit Spöcker Fachleuten zu hören. Trotz allem Respekt wollen die KSV-ler aber den Erfolg der Vorrunde gerne wiederholen. Dazu müssen sie halt zumindest ebenfalls gut drauf sein (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Richert, Kubiak, Klodwig, Hartung – Walz (69. Haupt), Wied, Oliveira Schroer, Bindereif – Eckert (90.+1 Krebs), Waßmuth (88. Becker)

Schiedsrichter: Dimitrios Kyritsis (FV Maximiliansau)

Tore: 0:1 Bindereif (13.), 0:2 Waßmuth (44.), 1:2 Baßler (80.)

Zuschauer: 75

By |2019-05-14T19:15:14+00:0012. Mai 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Fair Play siegt!Ehrungen für Timo Gob

Für Timo Gob vom Karlsruher SV ist Fair Play selbstFAIRständlich. Für sein faires Verhalten erhielt er eine Ehrung des Badischen Fußballverbandes. Timo Gob lief am 24. März in der Karlsruher Kreisklasse C für den KSV II im Spiel gegen FV Grünwinkel II auf. In der 88. Minute stand es 2:2-Unentschieden. Nach einem vermeintlichen Foulspiel im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für den Karlsruher SV. Timo Gob signalisierte jedoch sofort und ohne Aufforderung, dass es kein Foulspiel war und verzichtete somit auf die riesige Chance zum Sieg. Die seine Mannschaft schon zum damaligen Zeitpunkt auf den 2. Platz gebracht hätte, der zum Entscheidungsspiel für den Aufstieg berechtigt. Umso erfreulicher ist es, dass der KSV aktuell diesen 2. Platz auf fairem Weg belegt und sich Hoffnungen auf das Entscheidungsspiel machen kann. Von Staffelleiter Günter Hörner gab es für den fairen Sportsmann eine Adidas-Tasche und ein Badehandtuch, eine Urkunde, einen Ball für die Mannschaft sowie große Anerkennung.

By |2019-05-06T19:43:07+00:006. Mai 2019|1. Mannschaft, 2. Mannschaft, Featured, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – FV Leopoldshafen 0:2 (0:2) 26.Spieltag – 5.5.19

Spitzenreiter beendet tolle KSV-Serie

Nach 16 Spielen ohne Niederlage blieb es dem aktuellen Tabellenführer vorbehalten, den Karlsruher SV erstmals seit Oktober 2018 ohne jeglichen Punktgewinn vom Platz zu schicken. Der FV Leopoldshafen ist seinerseits nun alleiniger Rekordinhaber und schraubte die Marke auf 17 nicht verlorene Partien in Folge. Zudem knackten die Schröcker mit Mario Mayers Führungstreffer die 100-Tore-Schallmauer, was die Fans nach Spielschluss auch werbewirksam zelebrierten. Dies fiel zu diesem Zeitpunkt umso leichter, als die drei Punkte auch endgültig eingefahren waren. Da die tapferen und insbesondere in der zweiten Halbzeit zumindest gleichwertig Paroli bietenden Nordsternler das Spielgeschehen offen hielten und auf Ergebniskorrektur drängten, war es keineswegs ausgemacht, dass die Pausenführung bis zum Schlusspfiff des sehr guten Schiris Miroslav Ignatov Petrov (SG Stein) noch Bestand haben würde. Letztendlich stand dann aber ein verdienter, wenn auch hart erarbeiteter Dreier zu Buche, mit dem die Nischke-Truppe den Titelgewinn in der eigene Hand hat.

Die Hausherren gingen zunächst mit einer defensiven Ausrichtung ins Spiel, was sich angesichts des offensiven FVL-Anfangselans allerdings auch zwangsläufig ergab. Schon nach 100 Sekunden flankte Tim Eisen nach innen, wo Dennis Dürr aus fünf Metern über den Kasten köpfte (2.). Eisen war auch wenig später nicht zu stoppen, als er aus 18 Metern knapp verzog (8.) und bei einem Drehschuss aus kürzester Distanz am glänzend parierenden Tim Nagel scheiterte (12.). Dann kombinierten sich die Nischke-Jungs auf der rechten Seite nach vorne. Eine Hereingabe legte Eisen auf Mario Mayer zurück und der Liga-Torjäger traf mit einem genau platzierten Flachschuss zum umjubelten Führungstreffer (21.). Das 0:1 war zugleich der 100. Saisontreffer des Tabellenersten. Fünf Minuten später sorgte bei einem Freistoß von Jonas Kubiak ein Leo-Akteur mit einer verunglückten Abwehraktion erstmals für Gefahr vor dem Gästetor. Daniel Greß verhinderte mit einer großartigen Einlage aber das Eigentor Wied und den Ausgleich. Nach der folgenden Ecke konnte Marco Wied die sich bietende Schussmöglichkeit dann nicht optimal nutzen (26.). Mittlerweile kam auch der KSV ins Spiel, die Ballbesitzverhältnisse näherten sich allmählich an und bei den Hardtlern stellten sich Ungenauigkeiten im Passspiel ein. Torgelegenheiten wurden aber auf beiden Seiten nicht zugelassen. Umso überraschender fiel kurz vor dem Pausenpfiff das 0:2. Ein suboptimal ausgeführter KSV-Einwurf in der eigenen Hälfte brachte den Gegner in Ballbesitz und die Abwehr in Verlegenheit. Mit schnörkellosem Direktspiel und präziser Flanke von Tim Eisen fand sich Mayer dann frei vor Keeper Nagel, dem er mit seinem platzierten Kopfball zum 0:2 keine Abwehrchance ließ (45.). Nur eine Randnotiz war kurz darauf ein Kubiak-Freistoß wert, den Greß problemlos aufnehmen konnte (45.+2).

Im zweiten Abschnitt waren die Hausherren wacher als zu Beginn des Spiels, wie gewohnt zweikampfstark und auch im Angriffsverhalten engagierter. So wurde ein 16-Meter-Schuss von Matthias Eckert zum Eckball geblockt (60.).Kurz darauf hatte der eben eingewechselte Christopher Haupt den Anschlusstreffer vor Augen. Seinen Kopfball wehrte Greß am linken FVL-Pfosten jedoch reaktionsschnell ab (64.). Nach feinem Dribbling schoss dann Hassan Hout daneben (66.). Der KSV war längst gleichwertig und erarbeitete sich auch eine Feldüberlegenheit. Nach einem schönen Angriff zielte Hout erneut am Kasten vorbei, wobei ein Querpass auf Eckert vielleicht die bessere Lösung gewesen wäre (72.). Nach einem zu kurz abgewehrten Eckball zog Daniel Walz an der Strafraumgrenze ab, schoss aber knapp über den Kasten (78.). Die Gastgeber hätten den Anschlusstreffer zu diesem Zeitpunkt zweifellos verdient. Stattdessen tauchte plötzlich Kevin Leger frei vor dem KSV-Keeper auf, der die einzig echte Torgelegenheit der Schröcker im zweiten Abschnitt allerdings bravourös zu nichte machte (82.). Anschließend wurden die Aktionen beiderseits fahriger und Strafraumaktionen blieben so gut wie aus, so dass sich am Spielstand nicht mehr änderte.

Man möchte es den Jungs von Daniel Nischke wünschen, auch am Saisonende den Platz an der Sonne einnehmen zu können. Zuvor steht den Blau-Weißen angesichts des gegenüber Konkurrent SG Daxlanden deutlich schwierigeren Restprogramms aber noch ein steiniger Weg mit weiteren harten Prüfungen bevor. Aber man kann ja auch über die Relegation den Aufstieg schaffen. Der KSV hat damit reichlich Erfahrung gemacht…. Die Gastgeber verteidigten trotz der Niederlage den 4. Rang, doch sitzen ihnen die Verfolger nun dichter im Nacken. Auch hier bedarf es eines großen Aufwands, um gegen die kommenden starken Gegner die gute Tabellenposition nicht leichtfertig zu verspielen. Schon am Sonntag wird sich der FC Spöck für die erlittene Hinspielniederlage revanchieren wollen und wieder eine kampfkräftige und spielfreudige Mannschaft aufs Feld schicken (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Zürn (89. Gelke), Kubiak, Rädler, Klodwig (63. Haupt) – Hartung, Wied (83. Krause), Oliveira Schroer, Walz – Eckert, Hout

Schiedsrichter: Miroslav Ignatov Petrov (SG Stein)

Tore: 0:1 Mayer (21.), 0:2 Mayer (45.)

Zuschauer: 70

By |2019-05-08T06:30:33+00:005. Mai 2019|1. Mannschaft, Herren, Verein|

GSK Karlsruhe – Karlsruher SV 2:2 (2:1) 25.Spieltag – 28.4.19

Spiel hatte keinen Sieger verdient.

In einer schwachen Begegnung trennten sich der Genclerbirligi SK und der Karlsruher SV friedlich die Punkte. Aufregung gab es lediglich um die Gelb-Rote Karte gegen Vincenzo Pinelli, mit der die Gastgeber überhaupt nicht einverstanden waren. Der gut leitende Martin Guthmann zeigte sich andererseits in Bezug auf die Redseligkeit vieler GSK-Akteure durchaus großzügig. Dass sie den Ausgleich erst kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit hinnehmen musste, war zweifellos Pech für die Truppe von der Hermann-Schneider-Allee, während die KSV-Jungs wenigstens ihre Serie hielten und zum 16. Mal hintereinander ungeschlagen vom Platz gingen.

Zunächst lief für den Tabellenvierten alles nach Plan. Einen schlecht verteidigten Eckball verarbeitete Benjamin Bindereif per Direktabnahme aus 25 Metern so zielgenau, dass die Kugel hinter dem machtlosen GSK-Keeper Ömer Taskiran zum 0:1 einschlug (10.). In der Folge verpasste es der KSV das zweite Tor nachzulegen und brachte stattdessen die Hausherren mit einem ungeschickten Foulspiel im Strafraum zurück ins Spiel. Am von Vincenzo Pinelli ausgeführten Strafstoß war Tim Nagel mit dem Handschuh zwar noch dran, konnte den 1:1-Ausgleich aber doch nicht verhindern (18.). Unmittelbar darauf fischte auf der anderen Seite  Taskiran einen weiteren Fernschuss von Bindereif bravourös aus der bedrohten Ecke (23.). Wenig später verpasste auch Maximilian Krebs die erneute KSV-Führung, als er nach tollem Zuspiel von Moritz Hartung aus 15 Metern knapp über den Kasten schoss (24.). Dann waren die Gäste wiederum wenig aufmerksam und ließen den dribbelstarken Christian Bosch auf der rechten Seite von der Mittellinie bis in den Fünfer spazieren. Am Ende überlistete er mit dem Außenrist auch noch den KSV-Schlussmann zum durchaus überraschenden 2:1 (26.). Mit der Führung im Rücken riss die Genc-Truppe das Geschehen immer deutlicher an sich. Ballsicher und energischer gestattete sie den Gästen keinen Zugriff mehr und präsentierte sich alles andere als abstiegsgefährdet. Allerdings konnte vor dem gegnerischen Tor keine echte Gefahr ausgestrahlt werden. In dieser Hinsicht zeigten sich die Waldstädter präsenter. Hassan Hout scheiterte aus spitzem Winkel am GSK-Keeper, der den Ball erfolgreich touchierend gerade noch ins Aus befördern konnte (31.). Und seine Vorderleute blockten später auch einen Erfolg versprechenden Schuss von Hartung (41.) ab.

Nach Beginn der zweiten Halbzeit gab es zunächst Aufregung vor dem Gästetor. Eine als unerlaubt bewertete Rückgabe zum Torwart führte zu einem indirekten Freistoß in gefährlicher Zone. Tim Nagel reagierte bei dem folgenden Flachschuss aus 15 Metern reaktionsschnell auf der Linie, ein Mitspieler klärte vor dem Pfosten dann endgültig die brisante Situation (50.). Dann stand Pinelli am Strafraum frei, konnte mit einem schwachen Abschluss aber nicht glänzen (54.). Dass dies die letzte nennenswerte Annäherung ans KSV-Tor gewesen sein sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu vermuten, wenngleich sich bei der Stumpf-Truppe eine Steigerung zweifellos bereits andeutete, wenn auch zunächst nur in Form eines 30-Meter-Versuches von Hout, der knapp vorbei flog (58.). Auch ein starker Freistoß von Bjarne Waßmuth, den Taskiran festhielt, war ein weiteres Zeichen. Kurz darauf standen die beiden Akteure wieder im Mittelpunkt. Der GSK-Zerberus war erneut zur Stelle und lenkte aus kurzer Entfernung Waßmuths Drehschuss ins Toraus (66.). Als dann kurz darauf die Waldstadt-Rintheimer nach GSK-Platzverweis in Überzahl agierten, verstetigte sich deren Feldüberlegenheit und engagiert kämpfte man nun um den Ausgleichstreffer. Häufige Spielunterbrechungen stoppten indessen immer wieder den Spielfluss und echte Torchancen blieben aus. Auch aus der Distanz blieben die Schussversuche von Bindereif (79.) und Waßmuth (84.) mehr als verunglückt und Bindereif verpasste eine Freistoßvorlage von Jonas Kubiak dann auch nur knapp (87.). Kubiak war es dann auch, der den Ball wiederum in den gegnerischen Strafraum schlug, wo Mauricio Monteiro fast der obligatorische Torerfolg gelungen wäre. Diesmal traf er mit seinem Kopfball jedoch nur die Querlatte. Das Spielgerät klatschte aber ins Feld zurück und der bis zum Schluss stets bemühte Matthias Eckert fand mit der Innenseite aus zwölf Metern überlegt die Lücke im GSK-Tor und traf zum alles in allem verdienten 2:2 (89.). In der Nachspielzeit verfehlte noch ein 30-Meter-Schuss von Monteiro nur um Zentimeter das Ziel, dann war die Partei beendet. Ob man sich auf KSV-Seite über das Ergebnis eher freuen oder ärgern sollte, war unmittelbar danach noch nicht ganz ausgemacht (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich (46. Richert), Kubiak, Rädler, Hartung (81. Oldemeier) – Krebs (55. Waßmuth), Oliveira Schroer, Monteiro, Bindereif – Eckert, Hout

Schiedsrichter: Martin Guthmann

Tore: 0:1 Bindereif (10.), 1:1 Pinelli (18., FE), 2:1 Bosch (26.), 2:2 Eckert (89.)

Zuschauer: 30

By |2019-05-01T07:56:18+00:0028. April 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – FC Germ.Friedrichstal II 8:3 (4:2) 24.Spieltag – 22.4.19

Munteres Toreschießen im Nordstern

Beim Karlsruher SV fehlten wie auch den Friedrichstaler Gästen zwar einige Stammspieler, doch minimierte dies den Unterhaltungswert der Begegnung nicht. Das Ergebnis entspricht dem Chancenverhältnis, wenngleich die junge Oberligazweite in spieltechnischer Hinsicht immer wieder gute Offensivaktionen zu zeigen wusste und die defensive Aufmerksamkeit der Gastgeber herausforderte. In den hinteren Reihen waren die Germanen allerdings häufig verwundbar. Zudem trafen die Waldstädter gleich mehrfach mit kunstvollen Abschlüssen, die nicht jeden Sonntag auch zum Torerfolg führen. Aber es war ja auch Montag. Und Ostern. Und am Ende zumindest für die Nordsternler auch fußballerisch ein Feiertag.

Ohne Abtasten ging es gleich los und Daniel Tomic im FCF-Tor musste einen Schuss von Matthias Eckert abwehren (2.) und Hassan Hout verzog knapp (4.). Dann zog Wilhelm Oliveira Schroer aus 18 Meter zentral ab und von der Lattenunterkante sprang der Ball hinter Tomic zum 1:0 ins Netz (5.). Zwei Minuten später stürmte Eckert allein auf den Keeper zu, der aber prächtig hielt (7.). Wenig später ließen sich die KSV-ler durch einen klug vorgetragenen Angriff überrumpeln. Adrijan Lazar durfte von rechts ungestört flanken und Marius Petre nutzte die erste Torgelegenheit aus fünf Metern cool zum 1:1 (9.). Dann konnten die Stutenseer zunächst noch auf der Torlinie klären (13.), um dann beim nächsten tollen KSV-Angriff doch wieder in Rückstand zu geraten. Der wenige Minuten vor Spielbeginn ins Team gerutschte Maximilian Krebs bediente von der Torauslinie den aufgerückten Moritz Hartung, der per Kopf aus drei Metern zum 2:1 vollendete (14.). Die Partie wurde zunehmend ausgeglichen und der FCG spielte sich häufiger in die KSV-Hälfte. So musste der ebenfalls kurzfristig ins Tor beorderte Mittelfeldmann Malte Oldemeier bei der Abwehr eines Friedrichstaler 25-Meter-Schusses erstmals ernsthaft eingreifen (17.). Und auch beim Versuch von Mirko Ernst aus 16 Metern war der Aushilfskeeper blendend auf dem Posten (21.). Kurz zuvor hatte Marco Wied einen Eckball aussichtsreich aber zu weit am Kasten vorbei geköpft (18.). Als sich Dominik Kirchner mit in eine weitere gelungene Angriffsaktion einschaltete, verhinderte lediglich die suboptimale Ballannahme von Eckert eine klare Torchance (28.). Auf der anderen Seite zeigte sich KSV-Abwehrrecke Jonas Kubiak äußerst aufmerksam, als er bei einem Germanen-Angriff als letzter Mann Jerome Becker noch souverän stoppen konnte. Der daraufhin eingeleitete Konter brachte durch Krebs stattdessen das 3:1 für den KSV. Nach einer geschickten Drehung im 16-er traf er mit einem strammen Schuss sehenswert in den Winkel (30.). Nur Sekunden später musste man den Germanen-Torwart erneut bedauern. Mauricio Monteiro holte schlitzohrig aus rund vierzig Metern zu einem Zuckerschlag aus, wobei sich die Kugel über Tomic hinweg unter die Latte zum 4:1 senkte (32.). Die folgende schöpferische Pause der Hausherren nutzte die De Jong-Truppe nur drei Minuten später zum Anschlusstreffer. Nach einem gescheiten Steilpass verkürzte Petre mit einem Flachschuss zum 4:2 (35.). Nachdem Eckert im Fünfer freistehend eine Hout-Vorlage über den Kasten haute (40.) und Monteiro eine Kopfballgelegenheit verpasste (43.), ging es in die Pause.

Auch nach Wiederanpfiff der fairen Begegnung zeigten die Schwarz-Weißen das gefälligere Mittelfelspiel, während der Tabellenvierte klare Vorteile vor dem gegnerischen Tor aufwies. So musste Tomic einen Eckert-Schuss um den Pfosten lenken (49.). Bei der folgenden Ecke legte Oliveira Schroer für den aufgerückten Kubiak auf und der schussstarke Innenverteidiger besorgte mit einem knallharten Flachschuss neben den Pfosten das 5:2 (50.). Nun plätscherte die Partie gemächlicher dahin, wenngleich sich die Hugenotten eifrig um Ergebniskorrektur bemühten. Dem KSV gelang in dieser Phase nicht allzuviel, verwaltete aber wenigstens den Vorsprung. Bei einem Germanen-Angriff „verdienten“ sie sich schlafmützig dann aber doch den nicht überraschenden Anschlusstreffer. Nach einer nicht verhinderten Rechtsflanke köpfte der ungedeckte Petre mit seinem dritten Tagestreffer zum 5:3 ein (70.). Die Waldstädter berappelten sich dann aber wieder und erarbeiteten sich zahlreiche Gelegenheiten. Schon nach dem Mittelanstoß blieb Eckert allein gegen den FC-Keeper erfolglos (71.). Wenig später spielten sich Hout und Eckert im Fünfmeterraum gegenseitig den Ball zu und am Ende überwand Eckert den Goalie zum 6:3 (75.). Nicht einmal eine Minute später fuhren die KSV-ler einen schnellen Konterangriff über Eckert, der sich kampstark durchsetzte und überlegt zum 7:3 einschoss (76.). Die konsternierten Germanen waren sichtlich bedient und ließen nur noch wenig Gegenwehr erkennen. So konnte ein weiterer KSV-Treffer nicht mehr überraschen. Bei einem tollen Angriff prüfte der aufblühende Eckert mit einem satten Schuss den Friedrichstaler Schlussmann, der zwar zunächst abwehren konnte, gegen den Nachschuss von „Dietrich“ Krebs zum 8:3 dann aber machtlos war (81.). Den 25-Meter–Schuss von Wied musste er ebenfalls abklatschen lassen, klärte aber im Nachfassen (84.). Dann ließ man auf der Gegenseite Goalgetter Petre aus spitzem Winkel abziehen, „Manu“ Oldemeier ließ aber keinen weiteren Torerfolg zu (87.). Wenig später war das vorerst letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams mit einem klaren und auch leistungsgerechten KSV-Erfolg zu Ende. Ob der Rückzug der U23-Mannschaft der richtige Schritt ist, mag bezweifelt werden. Die Germania-Verantwortlichen müssen dies allerdings besser wissen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Oldemeier – Härter, Kubiak, Kirchner (83. Rädler), Hartung – Wied, Oliveira Schroer –Monteiro – Krebs (83. Bähr) – Eckert, Hout (80. Gelke)

Schiedsrichter: Günter Zilly (SpVgg Söllingen)

Tore: 1:0 Oliveira Schroer (5.), 1:1 Petre (9.), 2:1 Hartung (13.), 3:1 Krebs (30.), 4:1 Monteiro (32.), 4:2 Petre (35.), 5:2 Kubiak (50.), 5:3 Petre (70.), 6:3 Eckert (75.), 7:3 Eckert (76.), 8:3 Krebs (81.)

Zuschauer: 50

By |2019-04-26T08:27:47+00:0022. April 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FV Rußheim – Karlsruher SV 1:1 (0:0) 23.Spieltag – 14.4.19

Monteiro rettet die Serie

Mit dem Ausgleich in der Schlussphase wahrte der Karlsruher SV glücklich seine Serie von vierzehn Spielen ohne Niederlage. Für drei Punkte reichte es wie in den vergangenen vier Remis-Partien aber wieder nicht. Deutlich näher dran am Sieg war trotz zwanzigminütiger Unterzahl nämlich der FV Rußheim. Hier kann man es mit Ottmar Hitzfeld halten, welcher dereinst konstatierte: „Von der Anzahl her hatten wir mehr Chancen“. Die nutzten die Dettenheimer aber nicht und so war man auf Gastgeberseite verständlicher Weise etwas verbiestert. Auch weil sich Spielertrainer Daniel Müller unnötig den Gelb-roten Karton abholte und im Nachholspiel gegen den Spitzenreiter fehlen wird.

Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte und temporeiche Partie. Im ersten Abschnitt hatten es die Angriffsreihen allerdings auf beiden Seiten schwer und so mussten die Torhüter kaum entscheidend eingreifen. So brachte auch die leichte Feldüberlegenheit des KSV nichts Zählbares. Bei einer prima Angriffsaktion zielte Hassan Hout aus siebzehn Metern am Kasten vorbei (6.). Wenig später legte er bei einem Konter quer auf den freien Matthias Eckert, dessen Direktversuch von der Strafraumgrenze aber ebenfalls nicht das Gehäuse behelligte (11.). Deutlich weiter verfehlte auf der anderen Seite Marcel Hessenauer die Kiste (16.). Nach einem KSV-Eckball köpfte Marko Wied am Dreieck vorbei (23.) und Hout beendete eine Einzelaktion mit einem ungenauen Schuss ebenfalls erfolglos (27.). Erst kurz vor dem Seitenwechsel fanden sich auch die Gastgeber wieder im gegnerischen Strafraum ein. Ein Kopfball des wuchtigen Yannick Njenkam Njeumen konnte zum Eckball geklärt werden. Diesen köpfte Denis Stöckl freistehend aus vier Metern vorbei (42.). Mit dem insgesamt gerechten 0:0 verabredeten sich die Akteure dann zur zweiten Halbzeit.

Diese eröffneten die Dettenheimer wacher und bissiger als die Waldstädter und erzielten fast folgerichtig nach fünf Minuten auch die Führung. Nach einem am kurzen Pfosten verlängerten Eckball reagierte Felix Dürr am schnellsten und drosch die Kugel aus kurzer Distanz zum 1:0 in die Maschen (50.). Gleich nach Wiederanspiel bot sich Hout die Ausgleichschance, die Goalie Erkan Karaburun aber vereitelte (51.) und bei einem weiten Zuspiel von Dominik Kirchner kam er nur knapp nicht zum Kopfball (52.). Im Gegenzug zielte Luca Rupertus mächtig weit am KSV-Heiligtum vorbei (53.). Die Müller-Truppe agierte fortan energischer als der Tabellenvierte und erkämpfte sich zunehmend mehr Spielanteile, während die Nordsterne immer seltener Zugriff auf das Spielgeschehen bekamen. Nach einer weiten Flanke in den Strafraum stand Ufuk Arican plötzlich frei vor KSV-Keeper Tim Nagel, der mit Gück und Geschick den zweiten Gegentreffer gerade noch verhindern konnte (60.). Dann folgte der Platzverweis gegen Müller, worüber sich die aufgebrachten Rußheimer Anhänger auch noch nach Spielschluss nicht zu beruhigen wussten. Dies wäre freilich nur eine Randnotiz geblieben, wäre zwei Minuten später auch der völlig frei stehende Jerome Heger nicht am KSV-Keeper gescheitert (72.). Und kurz darauf verschenkte nach erneuter Nagel-Abwehr wiederum Hessenauer eine Einschussmöglichkeit und zielte stattdessen vorbei (76.). Trotz wenig spielerischem Glanz zeigten sich die Stumpf-Schützlinge wenigstens einsatzfreudig und gaben die Partie noch nicht verloren. Bei einem Freistoß von Jonas Kubiak hätte man das Gerät gerne im statt knapp außerhalb des Rußheimer Kasten gesehen (80.). Wesentlich genauer senkte sich der Ball dann aber zwei Minuten später ins anvisierte Ziel. Mauricio Monteiro – noch keine zehn Minuten auf dem Platz – packte nach einer endlich wieder einmal ansehnlichen Angriffsaktion seine Zauberkiste aus und netzte mit einem 25-Meter-Schuss in den Torwinkel zum durchaus überraschenden 1:1-Ausgleich ein (82.). Obwohl beide Teams noch den finalen Schlag setzten wollten, gab es keine echten Torgelegenheiten mehr zu besichtigen. Auch ein verzweifelter Weitschuss von Arican aus 35 Metern war hierfür nicht geeignet (90.).

Für den KSV bleibt am Ende die von Käpt`n Kirchner verlautbarte Erkenntnis: „Schön war`s nicht, aber Punkt geholt“. Am Ostermontag geht´s dann im Heimspiel gegen Germania Friedrichstal II um eine Leistungssteigerung. Die unberechenbare Oberligareserve war es schließlich, die am 7.10.18 als letztes Team einen Sieg gegen die überraschend immer noch auf Rang vier gelisteten Jungs vom Sportpark Nordost einfahren konnte. Wiederholung nicht ausgeschlossen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich (46. Klodwig), Kubiak, Kirchner, Bindereif – Zürn (73. Monteiro), Wied – Walz, Waßmuth (85. Richert), Eckert, Hout

Schiedsrichter: Keven Oswald ( (FC Frauenweiler)

Tore: 1:0 Dürr (50.), 1:1 Monteiro (82.)

Zuschauer: 79

By |2019-04-17T06:52:42+00:0014. April 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – VSV Büchig 2:2 (2:1) 22.Spieltag – 7.4.19

Nachbarschaftliche Punkteteilung: KSV zum 13. Mal in Folge unbesiegt.

Interessant und unterhaltsam fanden es die Anhänger beider Seiten. Da letztlich jedes Team die volle Punktzahl hätten einstreichen können, erscheint das Remis eine gute Grundlage für weitere gute Nachbarschaft.

Die Hausherren beherrschten von Beginn an die Partie und waren in der ersten halben Stunde klar überlegen. Schon nach wenigen Sekunden wurde nach der ersten Ecke ein Kopfball von Mauricio Monteiro im Getümmel des Büchiger Strafraums gerade noch geklärt (1.). Kurz darauf stießen Bjarne Waßmuth und Daniel Frick mit den Köpfen zusammen, konnten zum Glück aber weiter spielen. Den anschließenden Freistoß schoss Jonas Kubiak knapp am Gästetor vorbei (3.). Ein weiterer Kubiak-Freistoß bescherte den Stumpf-Schützlingen dann den 1:0-Führungstreffer. Gegen den Kopfball von Monteiro aus acht Metern sah sich Carsten Kitter machtlos (16.). Mit einem weiteren Standard sorgte Kubiak erneut für Gefahr. Der Ball landete allerdings auf dem VSV-Tornetz (24.). Kurz darauf war erneut die Aufmerksamkeit des Gästekeepers gefragt, als er Benjamin Bindereif den Ball vom Kopf fischte (31.). In der Folge wurde die Partie auch derbymäßig emotional und nun mischten auch die Büchiger ordentlich mit. Für deren erste Torannäherung war ein 20-Meter-Schuss von Marcel Hemberle verantwortlich, der durch den KSV-Strafraum flog, aber eine sichere Beute von Tim Nagel wurde (32.). Auf der anderen Seite drosch Wilhelm Oliveira-Schroer aus der gleichen Entfernung über den Kasten (33.) und Matthias Eckert zirkelte den Ball zwar geschickt über den heraus eilenden Kitter hinweg, aber auch am Pfosten vorbei (34.). Kurz darauf köpfte Monteiro einen Eckball in die fangbereiten Arme Kitters (38.). Im direkten Gegenzug gelang den Gästen stattdessen der Ausgleich. Nikolai Vlahovic brachte auf der linken Seite mit einem gezielten Steilpass Nicola Bolz in Schussposition, der an Keeper Nagel vorbei flach zum 1:1 vollendete (38.). In der Schlussminute kam Monteiro bei einer von neuen KSV-Eckstößen erneut zum Kopfball, zielte aber knapp vorbei. Schon bei der nächsten Aktion schafften die Nordsterne durch einen sagenhaften Freistoßknaller aber doch wieder die Führung. Aus rund 35 Metern zimmerte Kubiak die Kugel Millimeter neben dem Pfosten zum 2:1 ins des VSV-Gehäuse (45.). Mit diesem leistungsentsprechenden Ergebnis ging es sodann in die Pause.

Nach Wiederbeginn hielt sich der Tabellenvierte dann aber recht lethargisch zurück und die Truppe von Jens Pfattheicher übernahm zusehends die Spielkontrolle. So hatte Vlahovic eine erste Gelegenheit, schoss aus zwanzig Metern aber weit drüber (52.). Die bis dahin wenig auffälligen Sandhasen benötigten wieder einen Freistoß, um offensiv für Aufmerksamkeit zu sorgen. Kubis Spezialität konnte Kitter im letzten Moment aber noch entschärfen (64.). Kurz zuvor hatte sich das faire Derby wieder ausgeglichen gestaltet. Die beiden Fanlager erlebten allerdings erst in den letzten zehn Spielminuten wieder erwähnenswerte Torszenen. Zunächst war der KSV bei einer guten Angriffsaktion in Tornähe. Die schöne Flanke von Simon Dietrich setzte Monteiro jedoch neben den Pfosten (81.). Dann stürmte auf der Gegenseite der zielstrebige Bolz von der linken Angriffsseite in den Strafraum. Zunächst wurde sein Dribbelversuch noch unterbunden, der abprallende Ball fiel ihm jedoch wieder vor die Füße. Ähnlich seinem ersten Treffer schlug sein Flachschuss aus spitzem Winkel neben dem zweiten Pfosten zum zweifellos verdienten 2:2-Ausgleich ein (83.). Fast hätten die Jungs von der Waldstraße das Ding sogar noch komplett gedreht. Zuerst rauschte Hendrik Hadeler einen Meter vor der Torlinie an einer Hereingabe vorbei und dann köpfte der aufgerückte Frick knapp ins Aus (88.). Am Ende blieb es beim friedlichen Unentschieden, über das sich die Büchiger mehr als die Waldstädter freuten. Das war auch schon mal umgekehrt. Der KSV konnte bleibt jetzt in immerhin dreizehn Spielen in Folge unbesiegt. Ist ja auch nicht schlecht. In Rußheim am nächsten Sonntag dürfte das Dargebotene aber wohl nicht reichen, diese Serie auszubauen (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Zürn, Kubiak, Hartung – Klodwig (88. Krause), Monteiro, Oliveira Schroer, Bindereif – Waßmuth (73. Hout), Eckert

Schiedsrichter: Philipp  (SV Federlechner (FC Neureut)

Tore: 1:0 Monteiro (16.), 1:1 Bolz 37.), 2:1 Kubiak (45.), 2:2 Bolz (83.)

Zuschauer: 80

By |2019-04-10T17:19:07+00:007. April 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

FV Linkenheim – Karlsruher SV 4:4 (1:1) 21.Spieltag – 31.3.19

KSV macht in den letzten fünf Minuten noch Dreitore-Rückstand wett.

Zu den kommenden Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Fußballvereins Linkenheim leistete die Truppe von Trainer Torsten Zörb schon am vergangenen Sonntag einen ersten denkwürdigen Beitrag. Diesen hatten sich die Gastgeber allerdings wesentlich erfreulicher vorgestellt. Nach 85 gespielten Minuten und mit einer 4:1-Führung im Rücken war auch bereits alles für den finalen Jubel und eine Verbesserung der Tabellensituation angerichtet. Drei Gegentore innerhalb von fünf Minuten später war dies aber alles Makulatur. Der Karlsruher SV hingegen schwang sich nach dem phönixgleich erkämpften Punktgewinn zum moralischen Sieger auf.

Bei herrlichem Fußballwetter setzten die Hausherren unmittelbar nach dem Anstoß den ersten Akzent, als Norman Königs Flanke nach 15 Sekunden an den Außenpfosten klatschte. Danach beäugten sich die Kontrahenten aufmerksam und nach einer Viertelstunde wechselten sich in beiden Strafräumen die Torszenen ab. So kam KSV-Angreifer Daniel Walz gegen den weit aus dem Kasten eilenden Angel Quinones einen winzigen Schritt zu spät (14.). Kurz darauf steckte ihm Simon Dietrich geschickt den Ball durch, seine Hereingabe wurde aber vor dem zum Einschuss bereiten Matthias Eckert noch abgeblockt (15.). Auf der anderen Seite musste KSV-Schlussmann Tim Nagel bei einem Schuss aus nächster Nähe alles aufbieten, um den Torerfolg zu verhindern (23.). Beim anschließenden (allerdings irregulären) Eckball waren die KSV-ler dann wenig aufmerksam. Der unbeaufsichtigt gelassene König brachte den Ball per Kopf in die Mitte, wo der aufgerückte Felix Lutz ebenso frei stehend aus vier Metern zum 1:0 einköpfte (24.). Gleich nach dem Wiederanstoß lag schon der Ausgleich in der Luft, als sich Quinones einen Faux-pas erlaubte, den seine Vorderleute jedoch ausbügeln konnten (25.). Kurz darauf war er dann aber auf dem Posten, als er bei einem Abschluss von Walz die Kugel gerade noch zu fassen bekam (26.). Zehn Minuten später zeigte sich die aufgerückte Gäste-Abwehr indisponiert und ließ Hubert Badhofer in Ballbesitz kommen. Bei dessen listigem Heber aus 20 Metern stand dem 2:0 nur der Querbalken im Wege (37.). Eine große Torgelegenheit eröffnete sich dann kurz darauf Matthias Eckert auf der Gegenseite . Bei der Hereingabe von Moritz Hartung stand er im Fünfer frei, zielte aber direkt in die Arme des FVL-Hüters (39.). In der Schlussminute des ersten Abschnitts belohnte sich die Stumpf-Truppe dann doch noch für ihre Überlegenheit während der voran gegangenen zwanzig Minuten. Nach Balleroberung in der eigenen Hälfte passte Jonas Klodwig von rechts in die Mitte, wo Walz direkt auf Benjamin Bindereif weiterleitete. Dessen Schuss aus zehn Metern konnte Quinones nur noch reflexartig zum 1:1 abfälschen (45.).

Die Schwarz-Roten holten sich ihre Führung zu Beginn der zweiten Hälfte aber gleich wieder zurück. KSV-Kapitän Dominik Kirchner beförderte einen Freistoßball per misslungenem Kopfball ebenso überraschend wie unglücklich zum 2:1 ins eigene Netz (48.). Die Hausherren hatten nun Oberwasser und bestimmten das Geschehen. Ein sehenswerter FVL-Angriff mit einer abschließenden tollen Direktabnahme, die aber weit über den Kasten rauschte, deutete die Entschlossenheit der Zörb-Truppe an. Allerdings blieb auf der anderen Seite ein elfmeterreifes Foul an Eckert ungeahndet (56.). Ein weiterer Eckstoß leitete sodann den dritten FVL-Treffer ein. Winterneuzugang Benjamin Hauser zog aus 18 Metern scharf ab und im Fünfmeterraum schlich sich Badhofer davon und drückte zum 3:1 ein (58.). In der nun hektischer gewordenen Phase wurden die Waldstädter nur wenig später Opfer ihrer nicht entschlossen genug zu Ende gespielten Angriffe. So kam nach KSV-Ballverlust der ebenfalls neu zum Team gestoßene Arber Beqiri auf der rechten Seite in Ballbesitz. Seine scharfe Hereingabe erreichte den knapp vor der Torlinie postierten Badhofer, der nur noch den Fuß zum 4:1 hinhalten musste. Proteste der KSV-ler wegen stark verdächtiger Abseitsstellung blieben ungehört (66.). Bis dahin hatten die Gäste recht mutlos und unentschlossen agiert und nichts deutete auf eine Resultatsverbesserung zu ihren Gunsten hin. Fortan entwickelten sie dann aber größeren Offensivgeist und beschäftigten immer häufiger die FV-Abwehr. Schon beim Schuss von Walz unmittelbar nach dem vierten Gegentreffer musste der Schlussmann eine prächtige Parade zeigen (68.) und den Kopfball von Wilhelm Oliveira Schroer konnte ein Linkenheimer noch von der eigenen Torlinie kratzen (69.). Auch Minuten später schafften es Walz und Bindereif wiederum nicht, wenigstens den Anschluss herzustellen (78.). Die Hausherren hingegen kamen nur noch zu einer einzigen nennenswerten Torgelegenheit durch einen platzierten Schuss von Bubacarr Janneh von der Strafraumgrenze, den aber Nagel blendend parierte (79.). Aber mit dem sicheren Vorsprung waren Offensivaktionen für die Hardtler auch keine zwingende Option. Als sich auch noch KSV-Akteur Martin Zürn bei einem regelkonformen Zweikampf eine blutige Nase holte (83.), passte dies zum Spielverlauf. Die Jungs vom Nordstern ließen sich jedoch auch dadurch nicht entmutigen und freuten sich kurz darauf sogar über den Anschlusstreffer. Hassan Hout trickste sich im Strafraum gegen mehrere Gegner durch und netzte flach zum 4:2 ein (85.). Aus Linkenheimer Sicht nur ein Schönheitsfehler, für die Gäste ein erträglicheres Ergebnis, mehr nicht. Diese Einschätzung hatte auch nach dem Freistoß von Walz, der über den Kasten segelte, noch bestand (87.). Dennoch versuchte man weiter, in die gegnerische Gefahrenzone zu kommen. Und plötzlich lag das Runde erneut im Linkenheimer Tor. Eckert hatte aus 15 Metern beherzt abgezogen und traf mit seinem Flachschuss zum nicht mehr erwarteten 4:3 (89.). Angesichts der geringen Restspielzeit war mit einem weiteren KSV-Treffer realistischer Weise nicht zu rechnen, auch wenn bei den Gastgebern schon längere Zeit nicht mehr viel Konstruktives zusammenlief. Ungeachtet dessen schlug Jonas Kubiak – den bevorstehenden Schlusspfiff ahnend – eine mehr oder weniger gezielte Flanke aus der eigenen Hälfte in den gegnerischen Strafraum. Dort versuchte 1:0-Schütze Lutz per Kopfball zu klären, verlängerte dabei aber den Ball ins eigene Tor zum 4:4-Ausgleich (90.). Sekunden später dann der Abpfiff. Sensationeller Ausgang eines guten Fußballspiels, Ungläubigkeit auf beiden Seiten, Fassungslosigkeit bei den einen und Jubel bei den anderen. Gemessen an den Spielanteilen ein durchaus gerechtes Ergebnis, aber ein Spielverlauf, den auch ein langes Fußballerleben nur selten mehrmals bekommt.

Nach dem Ausgleichstor holte sich Hassan Hout noch den Gelben Karton ab, wegen Zeitverzögerung. Seine Rechtfertigung „wir führen doch 4:4“ lässt erahnen, wie sehr Glückshormone doch den Blick auf die Realität verschleiern können (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Kirchner (71. Zürn), Kubiak, Hartung – Klodwig (65. Hout), Wied (81. Richert), Oliveira Schroer, Bindereif – Walz, Eckert

Schiedsrichter: Thomas Klejnowski (Karlsruher SC)

Tore: 1:0 Lutz (24.), 1:1 Bindereif (45.), 2:1 Eigentor (48.), 3:1 Badhofer (58.), 4:1 Badhofer (66.), 4:2 Hout (85.), 4:3 Eckert (89.), 4:4 Eigentor (90.)

Zuschauer: 110

By |2019-04-03T17:25:13+00:0031. März 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|

Karlsruher SV – FV Grünwinkel 0:0 20.Spieltag – 24.3.19

Torlos im Hardtwald: Unterhaltsame Nullnummer dank starker Torwartleistungen.

Auch ohne Torerfolge lieferten beide Teams eine überaus interessante, abwechslungsreiche und nie langweilige Partie auf gutem Niveau ab. Es war insbesondere in der zweiten Hälfte offensichtlich, dass gerade die Gäste die volle Punktausbeute anstrebten, um wieder näher an den Tabellendritten heran zu rücken. Der Siegtreffer lag indessen auf beiden Seiten mehrmals in der Luft. Dass es keine Torjubel gab, lag insbesondere auch an den teilweise spektakulär haltenden Torleuten. Deshalb ist die Punkteteilung nach dem Gesamtverlauf am Ende als leistungsgerecht zu bewerten. Auch Schiri Otto Rassenfoss schien sich damit anzufreunden und pfiff die von ihm in gewohnter Manier geleitete Begegnung überpünktlich ab.

Als sich die Akteure nach zehn Minuten an das holprige Geläuf gewöhnt hatten, häuften sich die Torszenen. Zunächst bot sich Grünwinkels Mert Tunc aus acht Metern die Gelegenheit zur Führung, drosch aber über den Kasten (10.). Dann folgte ein Konter der Hausherren, den Benjamin Bindereif mit einem knapp den Kasten verfehlenden Schuss abschloss (13.). Dies war der Auftakt einer Serie von weiteren Chancen zur Führung. Schon Sekunden später wurde Bjarne Waßmuth von Bindereif in Position gebracht, an der Strafraumgrenze aber vom FVG-Schlussmann am gezielten Einschuss gehindert. Während der Pfiff des Unparteiischen ausblieb, trudelte die Kugel am Pfosten vorbei ins Aus (14.). Dann segelte ein 35-Meter-Freistoß des starken Jonas Kubiak an allen Beteiligten, aber auch am Tor vorbei (16.). Kurz darauf verpasste Matthias Eckert den Zeitpunkt für einen eigenen Abschluss und bediente tattdessen Daniel Walz. Dessen Hereingabe flog aber über das Gehäuse (19.). Im Gegenzug konnte KSV-Hüter Tim Nagel dem heran eilenden Adnan Masic den Ball gerade noch wegschnappen (19.). Ein direkter 30-Meter-Versuch von Bindereif war dann zwar ein Beleg für dessen Selbstbewusstsein, aber keine Gefahr für das Gästetor (20.). Und wieder eine Minute später wurde Eckerts Schuss aus nähester Distanz abgeblockt (21.). In der Folge wurde die Truppe von Domenico Rizzo gleichwertiger und kam besser in Fahrt. Dennoch leistete sie sich einen Abwehrschnitzer, der Eckert die bis dahin größte Torchance einbrachte. Keeper Daniel Hasselwander konnte aber souverän und abgeklärt den Rückstand verhindern (33.). Dies gelang auf der anderen Seite auch Kubiak, der sich einsatzfreudig in den Schuss von Tunc warf (34.). Und wenig später setzte sich Ruven Piecha auf der rechten Seite durch, zielte mit seinem flachen Diagonalschuss aber am zweiten KSV-Pfosten vorbei (42.). Kurz vor der Pause senkte sich noch ein abgefälschter Kubiak-Freistoß auf das Grünwinkler Tornetz (43.) und bei einer KSV-Ecke von Walz zielte Waßmuth zu ungenau (44.).

Die zweite Hälfte war geprägt von einem kampfbetonten Beginn und einer zunehmenden Dominanz der Gäste im Mittelfeld. Bei einem tollen Freistoß von Masic musste Nagel dann auch sein ganzes Können aufbringen, um das Spielgerät über die Querlatte zu lenken (56.). Die beiden Akteure wiederholten die gleiche Szene  eine Minute später auf der anderen Seite (57.). Aber auch Hasselwander stand dem nicht nach und lenkte nach einem Superkonter des KSV parierte einen Schuss von Walz ebenso bravourös (58.). Noch in der selben Minute lenkte gewann Nagel erneut das Duell gegen Masic und lenkte dessen 16-Meter-Schuss um den Pfosten (58.). Die technisch versierte FVG-Truppe suchte unverzagt den Torerfolg, während sich die Jungs von Christian Stumpf Defensivaufgaben stellen mussten. Auch wenn sie diese in bewährter Manier erledigten, konnten gegnerische Torgelegenheiten nicht gänzlich verhindert werden. So trickste sich der spritzige, bis dahin aber gut bewachte Brendan Kima Ngerma auf links sehenswert und energisch in den KSV-Strafraum und zog aus zehn Metern ab. Mit einer ebenso starken wie filmreifen Parade hielt Nagel aber den Kasten sauber (79.). Bei einem Drehschuss von Tunc, der am rechten Pfosten vorbei flog, musste er hingegen nicht eingreifen (87.). Für die Gastgeber hingegen ergab sich im letzten Spieldrittel lediglich bei einem Eckball eine Tormöglichkeit. Den von Moritz Hartung getretenen Ball bugsierte Marco Wied im Fünfer mit der Hacke in Richtung Tor, wo er jedoch von Hasselwander sensationell noch übers Dreieck gewischt wurde (70.). So stand am Ende ein torloses Unentschieden der deutlich besseren Art und sehr ansehnlicher Fußballkost, mit dem beide Teams leben können (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).

Aufstellung: Nagel – Dietrich, Zürn, Kubiak, Hartung  – Walz (87. Monteiro), Wied, Oliveira Schroer, Bindereif – Waßmuth (71. Hout), Eckert (80. Klodwig)

Schiedsrichter: Otto Rassenfoss (SV Hatzenbühl)

Zuschauer: 71

By |2019-03-27T18:20:53+00:0024. März 2019|1. Mannschaft, Fußball, Herren, Verein|